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Spy Kids

Spy Kids
komödie , usa 2001
original
spy kids
regie
robert rodriguez
drehbuch
robert rodriguez
cast
antonio banderas,
carla gugino,
teri hatcher,
robert patrick,
alexa vega,
cheech marin, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
4. Oktober 2001
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

 

  Robert Rodriguez ist zahm geworden. Der Regisseur der - zu Recht als ziemlich cool angesehenen - Kultklassiker "El Mariachi", "Desperado" und "From Dusk Till Dawn" dreht jetzt familientaugliche Kinderfilme. Das ist ja an sich auch nichts Schlimmes, denn warum soll Herr Rodriguez nicht mal einen Streifen inszenieren den sich auch seine beiden Söhne ansehen können. Bedauerlicherweise führt diese Kehrtwendung jedoch zu einem Werk, das in erster Linie ganz, ganz dick die Flagge der heilen amerikanischen Familie hochhält, nur mäßig witzig ist und höchstens in handwerklicher Hinsicht zu überzeugen vermag.

Dabei fängt alles so vielversprechend an: In der einführenden Gutenachtgeschichte berichtet Mutter Ingrid Cortez ihren Kindern Juni und Carmen von den beiden Superspionen, die sich ineinander verliebten und fortan ihren gefährlichen Job an den Nagel hängten, um ein ganz normales Leben zu führen. Was der Nachwuchs nicht ahnt: Die Geschichte ist wahr und bei dem Agentenpaar handelt es sich um niemand anderes als die eigenen Eltern. Diese in Rückblicken erzählte Vorgeschichte zieht wunderbar die typischen Klischees ernsthafter Geheimagenten durch den Kakao und läßt auf eine spritzige Parodie hoffen, die auch für Erwachsene einiges bereithält. Die sich dann entwickelnde Story kann diese Erwartungen allerdings kaum erfüllen: Nach ihrer Reaktivierung werden die Ex-Agenten von einem exzentrischen Kindershowmoderator entführt, der für seine Armee aus Roboterkindern und zu Monstern verwandelten Agenten noch ein paar erstklassige Gehirne braucht. Stück für Stück erfahren die Kinder von der wahren Identität ihrer Eltern und lernen schnell. Ausgerüstet mit allerlei HighTech-Geräten machen sie sich auf zum Schloß der Bösewichte, um ihre Eltern zu befreien.

Tja, alles ganz schön bunt bei den "Spy Kids". Und laut und nervtötend. Zumindest wenn Paradiesvogel Fegan Floop ein Lied anstimmt und seine smartiebunten Fooglies (sicher nicht zufällig an die bekannten "Teletubbies" erinnernd) durchs Bild wackeln. Nach dem stimmungsvollen Beginn wird's leider allzu schnell ziemlich albern. Zugegeben, die technischen Gimmicks sind alle ganz nett und die menschengroßen aber völlig überforderten "Daumen"-Agenten sorgen wirklich für einige Lacher. Aber ansonsten halten sich die brauchbaren Gags doch sehr in Grenzen. Und wenn dann noch die Hauptfiguren derart unsympathisch rüberkommen wie die beiden Cortez-Gören, fällt es leidlich schwer an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Auch der von seiner arroganten Schwester gedemütigte Juni (allein schon der Vorname) ist nicht gerade optimal geeignet als Identifikationsfigur fürs ganz junge Publikum. Immerhin: Antonio Banderas als Agent mit aufgeklebtem Schnurrbart (und spanischer Erkennungsmelodie) merkt man an, daß ihm seine Rolle wirklich viel Spaß gemacht hat und Rodriguez' Dauerkumpel Cheech Marin hat als "Onkel Machete" auch noch eine der besseren Rollen abgestaubt. Wie es überhaupt recht bemerkenswert ist, wie selbstverständlich zentrale Figuren und Schauplätze des Films einen klaren "Latino"-Touch aufweisen. Zeichnet sich da ein neuer Trend ab?

Regisseur und Drehbuchautor Rodriguez präsentiert hier ein zweifellos recht rasantes und actionreiches Abenteuer, das beim kindlichen Zielpublikum auch durchaus ankommen wird. Allerdings wäre es sicherlich möglich gewesen, das Ganze mit etwas mehr Witz und Charme zu inszenieren, damit auch die Älteren was davon haben. Die vor allem gegen Ende penetrant ins Publikum gesprochenen Weisheiten wie "Eine Familie muß nur immer zusammenhalten" oder "Wichtig ist nur, daß wir an das Gute glauben" entlockten selbst den jugendlichen Zuschauern im Saal nur ein müdes Gähnen. In den USA allerdings ist so etwas aber offensichtlich populärer denn je. Geriet doch "Spy Kids" dort zum großen Überraschungserfolg des Frühjahres. Kein Grund also für Robert Rodriguez, vom eingeschlagenen Weg wieder abzuweichen: Er bereitet schon die Fortsetzung "Spy Kids 2: Island of Lost Dreams" vor. Na, wenn's denn unbedingt sein muß.


Volker Robrahn

10

ich find den film klassse immer wen ichihn seh möchte irgendwie auch superspionen werden der film ist klasse bravo!!!!!!!!!!!

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