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"Golden
Leg" Fung (Man Tat Ng) war einmal der gefeiertste Fußballstar
des Landes. Aber ein absichtlich verschossener Elfmeter nach Bestechung
durch den zwielichtigen Hung (Yin Tse) und die nachfolgenden wütenden
Proteste der Zuschauer, bei denen ihm das Knie zertrümmert
wurde, haben seiner Karriere ein so frühes wie unschönes
Ende bereitet. Nun, viele Jahre später, ist Hung zum mächtigen
Funktionär herangewachsen - und Fung verdient bei ihm sein
Gnadenbrot, Beleidigungen und Demütigungen inklusive. Als er
dem jungen Shaolin-Mönch Sing (Stephen Chow) begegnet, dessen
Maxime "Mit Kung Fu geht alles besser" ist, ist für
Fung die Chance zur Revanche gekommen. Nach anfänglich gefragtem
Überzeugungsvermögen Sings macht dieser ihm seine Erfindung
schmackhaft - Shaolin-Fußball! Und so sammelt sich um Trainer
Fung und Kung Fu-Ass Sing ein Team von Außenseitern, um sich
dem gefürchteten "Team Evil" von Hung im Pokalturnier
zu stellen.
Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich dicht beieinander. Im
Falle von "Shaolin Kickers" quasi aufeinander. Denn hier
wechseln sich wirklich einfallsreiche und komische Momente mit Klamauk
der schlimmsten Art und vielleicht nur im asiatischen Raum verständlichen
Szenen ab. "Shaolin Kickers" ist teilweise glorios, teilweise
schlicht dämlich. Und dabei immer, wie in asiatischen Komödien
durchaus üblich, komplett abgedreht. Und so lässt dieser
absurde Genremix eigentlich nur ein klares Ja oder Nein als Urteil
zu, denn trotz fast ausgewogenem Verhältnis zwischen Gelungenem
und Abstrusem muss man sich entscheiden, ob man das Gezeigte nun
albern und doof oder amüsant und toll findet.
Erfinder dieser asiatischen Wundertüte:
Stephen Chow, mittlerweile beliebtester Star der ehemaligen Kronkolonie
und inoffizieller Nachfolger vom in Hollywood (nicht immer glücklich)
untergekommenen Jackie Chan. Als Regisseur, Drehbuchautor und Star
in Personalunion ist er nahezu alleinverantwortlich - im guten wie
im schlechten Sinne.
Es
gibt im Film:
Die Guten (Fungs Team von Außenseitern mit ihrem Star Sing),
die Bösen ("Team Evil", unter der Leitung des hassenswerten
Hung) und die Hässliche (Bäckerin Mui, Sings love interest,
die eigentlich nicht mitspielen darf, und am Ende den Tag rettet).
Und auch für den Film selbst gibt es:
Das Gute (die Mischung aus "Tiger and Dragon" bzw."Matrix"-artiger
wirework und überzogenen, aber gelungenen CGI-Effekten während
der Fußballspiele, den eindeutigen Highlights des Films),
das Hässliche (ein Großteil der umgebenden Story mit
unlustigen, schwachsinnigen Szenen, wie dem Fettwanst und seiner
manischen Liebe für rohe Eier oder dem Über-den-Kopf-Stülpen
getragener Unterwäsche) und das Schlechte (Eine vom US-Verleih
Miramax für den internationalen Verleih deutlich gekürzte
Version des Films, von der Kenner der Originalfassung behaupten,
sie wäre im Vergleich wesentlich minderwertiger).
Sonst noch erwähnenswert?
Auf welche Weise sattsam bekannte US-Klischees aufs Korn genommen
werden. Als Beispiel sei da nur das Märchen vom hässlichen
Entlein genannt. In Hollywood sieht das so aus: Ein offenkundig
hübsches Mädchen wird mit Hornbrille, unmodischer Frisur
und Hippie-Sack-Klamotten ausstaffiert, so dass sie dann nach der
dem verlogenen "Ich akzeptiere dich wie Du bist"-Credo
dieser Filme immer konträr gegenüberstehenden "Überarbeitung"
(neue Kleider und Frisur plus Kontaktlinsen) blitzartig hübsch
und natürlich auch gesellschaftlich akzeptiert ist. In "Shaolin
Kickers" ist das Mädchen am Anfang tatsächlich hässlich
- und zwar richtig hässlich. Wir reden hier von Pusteln und
Warzen und sie umkreisenden Fliegenschwärmen. Und wenn sie
sich dann später ganz wundersam als hübsch entpuppt -
trägt sie eine Glatze!
Was
bleibt:
Eine bizarre, comicartig überzeichnete, zwischen alle Kategorien
fallende Action-Sport-Komödie Marke Hongkong, for aquired (asian-flavored)
tastes only.
Und?
Erwähnte ich vorhin, dass "Shaolin Kickers" nur ein
klares Ja oder Nein zulässt? Deswegen nehmen wir also unseren
ganzen Mut zusammen, entscheiden uns für ein glasklares Jein
und geben dem Film 6 Augen (als Durchschnitt der 1000000 bzw. 0,
zwischen denen der Film sich bewegt), ziehen die alten Botten an
und gehen raus auf den Bolzplatz, um auch ein paar der coolen "Über
den Köpfen der Leute mit dem Ball jonglieren"-Tricks zu
probieren. Mögen die Verletzungen nicht zu gravierend sein.
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des film ist so was von geil des ist das beste film für mich
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