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Michael Clayton

Michael Clayton
polit-thriller , usa 2007
original
michael clayton
regie
tony gilroy
drehbuch
tony gilroy
cast
george clooney,
tom wilkinson,
tilda swinton,
sidney pollack, u.a.
spielzeit
114 Minuten
kinostart
28. Februar 2008
homepage
http://www.michaelclayton.film.de
bewertung

6 von 10 Augen

 

 Die Eröffnungssequenz von "Michael Clayton" macht Lust auf mehr: Da macht sich Herr Clayton (George Clooney), seines Zeichens "Saubermacher" für eine große Anwaltskanzlei, auf den Weg, die Fahrerflucht eines Mandanten aufzuklären. Er hält am Straßenrand, um sich ein paar Pferde auf einer Weide genauer anzusehen, und bumm, fliegt sein schicker Wagen in die Luft. Warum man ihm nach dem Leben trachtet, wird uns in Rückblende erzählt: Clayton wird von seinem Boss Marty (Sidney Pollack) auf seinen alten Freund und Kollegen Arthur Edens (Tom Wilkinson) angesetzt. Dieser verteidigt einen großen Konzern, zeigt aber erratisches Verhalten und den Willen, ins gegnerische Lager überzulaufen. Und während Clayton so seine Mühe hat, den unberechenbaren Kollegen unter Kontrolle zu bringen, zeigt sich Karen Crowder (Tilda Swinton), die Assistentin des Konzernbosses, besorgt und trifft ihre eigenen Maßnahmen, um die Machenschaften ihrer Firma zu vertuschen.
Dies ist dann das "mehr", auf das man Lust bekommen hat, aber eben jene verfliegt doch recht schnell. Denn nach dem guten Anfang lässt "Michael Clayton" - der Film, nicht die Figur - doch deutlich nach, was dann auch für das Zuschauerinteresse gilt. Hauptproblem ist, dass man das alles schon gesehen hat - schon schlechter, klar, aber auch deutlich besser. Neben solch mittelmäßigen Streifen wie "Der Regenmacher" und "Zivilprozess" haben Dramen wie "The Insider" und "Erin Brockovich" die illegalen Machenschaften von großen bösen Konzernen dargestellt, und das intelligent, teilweise provokant und unterhaltsam.
Dass "Michael Clayton" diesem Thema so gar nichts Neues hinzufügt darf dann neben einem recht langatmigen Tempo als größte Schwachstelle gelten. Klar, das bleibt immer ansehnlich und meistens auch interessant, aber man sollte meinen, dass Autor und Regisseur Tony Gilroy nach seiner Mitarbeit an der "Bourne"-Reihe, die ja immerhin den Agentenfilm mal eben neu erfand, mehr als nur das Übliche bieten will. Aber es reichen ihm offenbar die typischen Versatzstücke des Genres, die er durchaus stilvoll aber ohne jegliche Überraschung zusammenbaut. Das Tempo entspricht der alten 1970er Jahre-Thriller-Schule eines Sidney Lumet, in der behutsam und (manchmal auch etwas zu) langsam die Geschichte aufgebaut wird.

Die größten Pluspunkte des Films, die die Schwächen des Drehbuchs zumindest teilweise wieder aufwiegen, sind natürlich die Schauspielleistungen, die das Darstellertrio Swinton, Wilkinson und Clooney bringt. Alle müssen mit dem ihnen gegebenen, limitierten Material zurechtkommen, was mal besser, mal schlechter gelingt. Jedoch blitzt die Klasse der Darsteller immer wieder auf, sofern das Drehbuch es zulässt. Wilkinson hat die sowohl auffälligste als gleichzeitig auch undankbarste Rolle als missionarischer Irrer, Swinton spielt wie so häufig ihre Figur als frostige Eisprinzessin. Es gelingt ihr aber gut, der dünn charakterisierten Karen trotz ihrer verwerflichen Taten zumindest Mitgefühl zukommen zu lassen, indem sie den Druck zeigt, der auf ihr lastet. Und Clooney sieht nicht nur, so versichert einem die weibliche Begleitung, hier besser aus als je zuvor, sondern spielt auch überzeugend den Anwalt in Gewissensnot.
Aber eben diese Gewissensnot bringt den Film selbst in Not, denn gerade diese zentrale Charakterfrage kann nicht überzeugen. Dafür ist George Clooneys Michael Clayton zu offensichtlich ein eigentlich guter Kerl und man sieht - wie auch bei Wilkinsons Figur - zu keinem Moment ein Beispiel für die moralisch verwerflichen Taten, die beide angeblich seit Jahren betreiben. Dadurch beraubt der Film sich selbst seiner Grundlage des moralischen Dramas von Wandlung und Sühne, weil der Zuschauer jene behauptete Wandlung eben nicht nachvollziehen kann. Gilroy versucht, durch Claytons Geldnöte eine zusätzliche Versuchung aufzubauen, aber da die moralische Frage wie gesagt von vornherein offensichtlich entschieden ist, hilft das auch nicht viel, stattdessen verlangsamt die Nebengeschichte um Geldmangel und Spielschulden das ohnehin schon legere Tempo.

Das Ganze ist fein gefilmt und ordentlich inszeniert, legt aber nie das Stigma ab, weder wirklich zwingend noch wirklich nötig zu sein. Und so nimmt "Michael Clayton" seine guten Intentionen und guten Darsteller und begräbt sie in einem Film, dem man das Prädikat "besser gemeint als gemacht" aufdrücken muss. Da kann der Clooney-Schorsch hier noch so lecker aussehen.

Simon Staake

1

Der Film ist absolut langweilig, das einzige was gut ist, ist der Schluss...

1

Der Film, so mag er zwar von den Kritikern hoch gelobt worden sein, so finde ich persönlich ihn einfach miserabel.
Ich bin im Kino eingeschlafen- und das soll schon was heißen!
Also entweder Geld sparen oder in einen anderen Film gehen

3

Sehr gute Rezension!
Spiegelt in meinen Augen den Film und seine Schwächen perfekt wieder.
Nur, dass ich ihn vllt noch etwas schwächer sehe. Die Anfangssequenz mit dem Büro ist sehr gelungen, finde ich, und gibt anfangs richtig Lust auf das Kommende. Nur verliert sich der Film anschließend in einer extrem langatmigen, teils auch konfusen Handlung wieder, sodass der Ausdruck "Nachlassen des Zuschauerinteresses" durchaus als Unertreibung angesehen werden kann. Man schläft förmlich ein.
Teilweise blitzen wieder gut umgesetzte Szenen auf, aber mehr kommt da wirklich nicht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich sehr bereut in den Film gegangen zu sein (bzw. dass er in der Sneak-Preview kam)
Das Ende wiederum gefällt sehr gut, und hinterlässt somit zumindest zum Schluss einen positiven Beigeschmack für die gefühlten 5 Stunden langweilige Tortur.
Wie der Film zu seinen zahlreichen Oscar-Nominierungen gekommen ist, frage ich mich allerdings auch.

9

Ich habe einen anderen Film gesehen als der Filmszene-Rezensent. Einen, in dem das Trio Tilton (auch noch bekannt unter dem Namen Swinton), Wilkinson und Clooney verdient eine Oscarnominierung erhalten hat. Ein grandios gespieltes, cleveres Thriller-Drama.

2

Es ist schwer, wenn man nicht absoluter Fan von so einer Erzählstruktur ist und den george clooney als frauenschwarm nicht mag.Man ertappt sich öfter dabei, was wollen die eigentlich mir jetzt erzählen.Ich empfand den Film als Kopfgeburt,man denkt immer,oh das Drehbuch scheint genial,aber die umsetzung, der Drive als langgezogen.

4

ich BIN fan von so einer erzählstruktur,mag sperrige politthriller, mochte clooneys komplette filme der letzten jahre, aber ich fand michael clayton auch furchtbar öde.

das überraschendste für mich an dem film war, dass ich mal dinge ebenso sehe wie s. staake.

das hat mich echt gewundert;)

5

Naja, der Film gehört halt dem Clooney Schorsch. Was an der schauspielerischen Leistung der Frau Swinton so bemerkenswert sein soll, habe ich nicht verstanden. Sie hat kaum Leinwandzeit, und wenn, dann schaut sie nur schockiert vor sich hin. "Alles ganz furchtbar!"

Nein, spannend war anders. Aber nette Aufnahmen.

3

Langweilig ..

5

Ein sehr durchschnittlicher Film. Wenn man schon in den 90ern Filme wie "Erin Brockovich" und "Die Jury" gesehen hat bringt dieser Film nichts neues. Der Spannungsbogen wird nicht richtig aufgebaut, sondern bleibt mehr, oder immer immer auf der selben Höhe und die Charaktere reden immer das gleiche vor sich hin. Will man Spaß und/oder richtige Spannung erleben ist dieser Kinofilm leider nicht der richtige.

8

nach der überwiegend schlechten beurteilung des films hier auf www.filmszene.de meine theorie: der verleih hat zwei verschiedene kopien in umlauf gebracht. eine langweilige und eine spannende. ich hatte das glück, die spannende variante zu sehen.

wie man diesen film als „langweilig“ titulieren kann, bleibt mir ein rätsel. vielleicht komme ich ja vom dorf und bin extrem leicht zu beeindrucken. aber eigentlich glaube ich: das war einfach ein rundum gelungener film. man mag da etwas den kampfszenen und autoverfolgungen der bourne-trilogie hinterher trauern – aber vielleicht ist man dann einfach mit der falschen erwartungshaltung in den film gestolpert.

vielleicht kann man den film ja nur wertschätzen, wenn man in seiner midlife-crisis ist oder wahlweise schon drüber weg. wenn man schon einmal selbst über die zwänge seines arbeitsumfeldes und all die karrieredienlich eingegangenen kompromisse gegrübelt hat.

ein intensiver, spannender film, der mich keine minute gelangweilt hat. sogar mit einem riesen lacher zum schluß als bonus (sicherer ort = mein auto).

10

Abgesehen von der Bewertung,die ja jedem überlassen sein soll;der Handlung des Films "könnte" man auch mehr entnehmen,wenn man davon absieht Michael Clayton am Vergleich mit Erin Brokovic,die Jury u.Ä. von vornherein untergehen zu lassen.

Diese stehen meiner Meinung nach doch näher zu Fragen von Moral und Gerechtigkeit als MC. Die Begegnung Claytons mit seinem Bruder setzt andere Akzente,die sich womöglich vor lauter Vergleichen dann doch nicht soweit entfalten können.Ich glaube jedenfalls nicht,dass Clayton die Pferde um Rat fragen wollte;der Symbolwert dieser Begegnung geht dem Erin-Brokovich-Gucker schwer rein.erst das Zweifeln an seinem Weg brachte ihn weiter und erhielt ihn zugleich am Leben.

6

Was ist nur mit dem Staake los? Das erste Mal sind er und mein gelbes Krokodil einer Meinung.

Der Film plätschert so dahin, die Figuren sind ziemlich unglaubwürdig, insbesondere jene des Michael Clayton. Die Handlung ist super vorhersehbar und absolut tollpatschig konstruiert.

SPOILER Beginn
Edelschwach: der Abgang des revoltierenden Anwalts; allerdings guter Trick mit dem Stich zwischen die Zehen: absolut genial!!! Und dann die Socken und Schuhe wieder drauf - klar, die meisten von uns, hätten das vergessen (mich wundert, dass man solche guten Tricks überhaupt zeigen darf ;-) LOL
SPOILER Ende

FAZIT
PLUS: Besser als so manche Folge von "Der Alte" (beim Alten muss man mehr mitdenken, um der Handlung folgen zu können), "Derrick" (Clooneys Tränensäcke sind weniger ausgeprägt)oder "Black Beauty" (das Pferd Black Beauty war unfair, weil es keine Tipps gab).

MINUS: Schwächer als so manche Folge von "Nick Knatterton" (dort finden sich noch bessere Tricks für Verbrecher), Biene Maja (Figuren glaubwürdiger) oder "Grisu, der kleine Drache" (bessere Actionszenen).

SIJA

1

Gott, wie langweilig kann man einen Film denn noch machen!?!

1

Stinklangweilig, Saft und Kraftlos, Öde, Viel zu lang, Ödnis pur. Ein einziger Brei aus Ödnis und Langeweile (Ich weiß, ich wiederhole mich, Sorry!). Das einzige Prikelnde war der Abspann, den hatte ich mir nämlich herbeigesehnt! Wer George Clooney mag, wird hier total enttäuscht werden!
Was ist los mit dir GEORGE! Gibt es keine guten Drehbücher mehr für dich?! Du kannst es doch! Wie oft hast du mich schon angenehm überrascht! Deswegen verzeihe ich dir diesen Ausrutscher. ABER bitte nicht noch mal so ein ..., OK!
Danke, weitermachen!

9

Absolut starker Film, dessen einzige Schwäche es ist, dass George Clooney die Hauptrolle gibt.
Er sieht zwar passend aus, doch kann schauspielerisch einem Russell Crowe bespielsweise nicht ansatzweise das Wasser reichen.
Weiß nicht, welchen Film die Vorrezensenten geschaut haben muss ein anderer gewesen sein.
Dieser war angenehm komplex und stilsicher.

1

Noch langweiliger kann ein Film nicht mehr sein. Langweilige Story, langweilige Dialoge. Keine Spannung, kein Humor.
George Clooney hat in seinem Leben nur in einem einzigen guten Film gespielt: From Dusk till Dawn. Ocean´s 12, Syriana und Michael Clayton sind drei der langweiligsten Filme, die ich je gesehen habe.
Spiel doch lieber wieder in dieser Krankenhausserie mit, George und lass das mit den Kinofilmen.

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