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Machete

Machete
action-komödie , usa 2010
original
machete
regie
robert rodriguez, ethan maniquis
drehbuch
robert rodriguez, alvaro rodriguez
cast
danny trejo,
jessica alba,
michelle rodriguez,
robert de niro,
don johnson,
jeff fahey, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
4. November 2010
homepage
http://www.machete-film.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

Nun ist er also doch noch über uns gekommen. Nachdem der wilde Kämpfer mit Namen "Machete" jahrelang nur im Kopf von Robert Rodriguez umherspukte und sich dann in Form eines sehr stylischen Fake-Trailers im Rahmen des "Grindhouse"-Projekts erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte, führte irgendwann wohl kein Weg mehr daran vorbei, dem ewigen Nebendarsteller Danny Trejo im stolzen Alter von 66 Jahren noch eine große Hauptrolle zu spendieren. Da der Star also eigentlich keiner ist und zudem auch nur im inneren Kreis der Filmfreaks einen gewissen Namen hat, stellt man ihm dafür gleich eine ganze Armada an prominenten Gaststars in zum Teil höchst absurden Rollen zur Seite.

Wie zum Beispiel der altgediente, aber nicht unbedingt ruhmreiche Action-Hüne Steven Seagal, der dem aufrechten Agenten der Bundespolizei namens Machete gleich zu Beginn nicht nur seinen gewaltigen Körperumfang sondern auch ein paar ziemlich brutale Killer in den Weg stellt und dessen Familie tötet. Doch Machte überlebt, hängt seinen Job an den Nagel und verdingt sich Jahre später in Texas als einfacher Hilfsarbeiter. Als er dabei jedoch ins Blickfeld des rücksichtslosen Geschäftsmannes Booth (Jeff Fahey) gerät, ist Machete bald wieder mittendrin im Kugelhagel.
Er erhält den Auftrag, den schmierigen und rassistischen Senator McLaughlin (Robert De Niro) zu liquidieren, doch steht der unter den Schutz des noch viel rassistischeren Von (Don Johnson), der mit seiner Privatarmee munter ganz eigene Grenzkontrollen vornimmt. An seiner Seite hat Machete dafür aber bald zwei engagierte Damen, die Einwanderungsbeamtin Sartana (Jessica Alba) und die Aktivistin und Revoluzzerin Luz alias "She" (Michelle Rodriguez). Warum dann auch noch Lindsay Lohan als dauerbekiffte und meist nackte Nonne über die Leinwand torkelt, lässt sich hier allerdings nicht in aller Kürze erklären.

Was man erwarten durfte und auch bekommt: Überdrehte und coole Figuren, völlig überzogene Gewaltorgien mit Splatter-Effekten und eine lakonische, hitzig aufgeladene Atmosphäre im Stil der Rodriguez-Werke "Desperado" oder "From Dusk till Dawn". Was man nicht unbedingt erwarten konnte, aber ebenfalls mitgeliefert wird: Eine trotz all der grotesken Elemente zwischenzeitlich gar nicht mal so unintelligente Geschichte mit einigen Seitenhieben und Kommentaren auf die aktuelle amerikanische Einwanderungspolitik.
Letzteres kommt also ein wenig überraschend, bereichert aber auf jeden Fall den Film um eine interessante Note. Die Gefahr, dass eine nette Idee für einen dreiminütigen Trailer nicht unbedingt auch einen brauchbaren abendfüllenden Spielfilm ergibt, wird auch durch diesen Aspekt relativ mühelos umschifft und der offensichtlich vorhandenen Befürchtung, dass ein seine Machete schwingender Danny Trejo keinen ganzen Film tragen kann, entgeht man elegant durch die aufgeführte Riege an namhaften Co-Stars.
Robert Rodriguez muss eine sehr einnehmende und überzeugende Art besitzen, wenn es ihn tatsächlich gelingt einen Robert De Niro dazu zu bringen, einfach mal völlig gewissenlos und mit perverser Freude ein paar illegale mexikanische Einwanderer über den Haufen zu schießen, oder eine Lindsay Lohan dazu, sich selbstironisch mit Drogen zugedröhnt und barbusig ins Bild zu setzen. Aber auch Herr Trejo macht seine Sache gut, trägt nicht nur die zermürbte Erlebnislandschaft, die sich bei ihm Gesicht nennt, durch die Gegend und sondert dabei ein paar Oneliner der Marke "Machete schreibt keine SMS" ab. Nein, er kriegt etwas überraschend dazu auch noch die schärfsten Weiber ins Bett und beweist damit, dass Männlichkeit offensichtlich meilenweit über Schönheit siegt.

Auch wenn man viele Stilelemente natürlich schon aus anderen, ähnlichen Werken dieses Regisseurs kennt, so machen sie doch in dieser Kombination einmal mehr eine Menge Spaß, auch wenn sich im letzten Drittel dann eine gewisse Ermüdung einstellt, der finale Showdown nicht ganz so überzeugen kann wie der Rest des Films und dieser auch allgemein ein paar Minuten zu lang geraten ist. Aus der kleinen Idee "Machete" hat man aber allemal das Maximum rausgeholt und das dürfte es dann wohl auch schon wieder gewesen sein, mit der Karriere als Haupt- und Titelfigur für den guten Danny Trejo. Denn für eine ganze Serie von Filmen taugt das Konzept ja nun wirklich nicht. Oder etwa doch?

Volker Robrahn

Sorry noch keine Bewertung diesmal - nur eine Frage:

Stimmen die Gerüchte das der Film nicht für eine DVD Vermarktung
gedacht ist ?
(Macht einfach Null Sinn, aber ich frag lieber, da der Film bei uns
im Umkreis von 50 KM niergendwo läuft)

Hat einer einen Link, wenns stimmen sollte ?

Ich freue mich auf den Streifen, wie ein kleines Kind!

6

Guter Film. Noch trashiger als Planet Terror. Für Genrefans ein muss!

6

Leider ist "Machete" etwas sehr "weich" gespült.
Die "Good Guy-Bad Guy-Story" hat zuviele politisch, pathetische Klänge und passt so gar nicht in den ansonsten homogenen Stil von Rodriguez, in dem Alle immer irgendwie die "Bad Guys" sind. Dazu kommt das es kein Richtiger Gag, zumindest in Verbaler Form, zünden will.
Irgendwie hab ich den Cameo von Tarantino vermisst der einen Witz erzählt oder den ein oder anderen Spitz-derben Dialog.
Der Einfluss von Tarantino fehlt einfach gänzlich und ist spürbar.

Ansonsten bietet "Machete" ein relativ konsequentes und brutales Gemetzel mit bekannten Gesichtern und und einigen -zumindest- "Klamaukigen" Elementen ohne grosse Überraschungen.

2

Ich seh mir ja gerne mal Schwachsinn ohne großen Tiefgang etc. an!Aber dann bitte nicht so dahingekackt wie bei dem Film.Grottig!!

4

Ich empfand den Film als äußerst langweilig. Der Machete-Trailer ist einfach nur genial und diese Szenen wurden leider völlig unpassend in den Film eingebaut und sind sogar noch das beste an ihm. Wie in der Kritik erwähnt, ist er zu lang und Danny Trejo ist nicht grundlos der ewige Nebendarsteller mit Mini-Auftritten.
Gefreut habe ich mich auf trashigen Kult. Bekommen habe ich einen Film, der zwar seine Momente hat, insgesamt aber einfach keinen "Flow" aufweist und dafür viel zu lang(atmig) ist. Es reiht sich eine zusammengestückelte Szene an die nächste und es mag einfach kein richtiges Interesse an dem ganzen aufkommen.

7

Nun, der Film war durchaus nicht langweilig, sogar ein Ansatz einer Story war existent. Die Masse an berühmten Schauspielern stützen den Film natürlich markant, das war bei Grindhouse oder Sin-City aber auch schon so. Die schon bekannten Gesichter, die in anderen Rodriguez-Filmen auftauchen, wird man selbstverständlich auch hier wiederbegegnen, was für den einen oder anderen Schmunzler sorgt - "feinsinniger" Witz zieht sich mit seiner Überdrehtheit fast durch den ganzen Film.
Am ehesten erinnert der Film mit seinem Absurditäten-Kabinett an Desperados.
Zum Ende hin schwächelt allerdings etwas, deswegen nur eine 7.
Und, ob wir uns noch auf 2 Fortsetzngen (Spoiler) einlassen müssen, ... nun, warten wir's einfach ab :-)

7

Im Kino war Party angesagt.

So oft habe ich schon lange keinen "Szenenapplaus" mehr gehört, wie
in diesem Film.

Die eingefügten - sarkastisch, bösen - Politiktrailer erinnerten an
Starship Troopers und waren durchaus sozialkritisch.

Der Film brennt leider seine besten Szenen am Anfang ab und wird dann
erst einmal etwas ruhiger. Auch ist er tatsächlich einige male ZU langsam. Aber das machen dann einige Einfälle wieder wett.

Für sich gesehen, ein unterhaltsamer Trashmovie den man nun wirklich
nicht ernst nehmen sollte und nur Spaß haben sollte.
Allerdings ist nun halt der Hintergrund in den USA dafür zu nahe an
der Realität.

9

Der Film hält was er im Trailer versprach, Danny Trejo trägt die Rolle des Ex Mexican Federals mit wortkarger bravour, man kann nicht sagen das er in seiner ersten großen Hauptrolle überfordert ist, der Mann ist 66!
Die sieht man ihm übrigens überhaupt nicht an, trotz seines vom Leben gezeichneten Gesichts wirkt er eher wie Anfang- Mitte 50, sehr fazinierend, wer die Geschichte von Trejo kennt weiss das ist nicht selbstverständlich.

Wie mein Vorredner schon sagte es war Party Stimmung im Kino.

Robert Rodriguez wird im Laufe der Jahre immer besser darin seine bevorzugten Stilmittel einzusetzen, bei Desperados hat er teilweise mit der Story noch rumgeiert und war auch recht Cheesy (Natürlich trotzdem ein super Film), jetzt kommt er schneller auf den Punkt.

Der Kern des Filmes ist Macht, Ohnmacht, Corruption und Rache und dabei auch eine Abrechnung mit der Amerikanischen Einwandererpolitik ohne dabei aber in eine Moralinsaure Katharsis zu verfallen, zu keiner Minute verlässt der Film seinen überzeichneten Stil.
Die Exploitation Klaviatur beherrscht Rodriguez ja sowieso aus dem Stand.

Pop-Politics sozusagen:)

Allein schon für den großartigen Cast lohnt sich im übrigen ein Kinobesuch, Jeff Fahey ist mal wieder Top und es reichen sich hier ein paar wirklich gute Darsteller die Klinke in die Hand.

Ich spreche hier eine eindeutige Empfehlung für den Film aus, Ästheten
sollten jedoch unbedingt versuchen sich den Film im Original-Ton anzuschauen streckenweise wirkt er in Deutscher Sprache ganz anders als beabsichtigt und eher lächerlich und steif, gerade Dialogperlen wie:

"Machete don`t text, Machete brings Evidence" wirken auf Deutsche einfach nur lächerlich.
Mahcheetee schreibt keine SMS , Mahcheetee bringt Beweise..uargh

Sonst aber glatte neun Augen!

9

@ Maddin76

wenn Du auf Amazon.com Machete eingibst, wirst Du sehen das bereits für den 4.Januar 2011 ein DVD Release geplant ist.

4

Was maanst...

Ich bewerte einen Film grundsätzlich danach, ob er mich unterhalten hat und ob meine Erwartungen an den Film erfüllt wurden.
Dahingehend hat mich dieser Film leider ziemlich enttäuscht. Im Vergleich zu Planet Terror finde ich den Film sogar ausgesprochen lahm. Bobo hat schon weiter oben die Sache ziemlich genau auf den Punkt gebracht.
Ein toller Trailer, aber im Film selbst ist von der "Coolness", die eben dieser rüberbringt, nicht mehr viel zu sehen. Es wirkt alles sehr konstruiert. Danny Trejo selbst sieht irgendwie - gerade in Szenen, in denen er verfolgt wird - unmotiviert und fehlplaziert aus. Da war sein Kurzauftritt in Desperado wesentlich amüsanter. Die Witze wollten bei mir auch nicht so richtig zünden.
Fazit: Ein leider dem vorangegangenen Hype nicht gerecht gewordener Film, der für einen DVD-Abend noch was hergibt, aber für den mir im Nachhinein das Geld für's Kino zu schade war. Nochmal anschauen werd ich ihn mir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Übrigens: Hab den Film im O-Ton gesehen, die deutsche Synchro wird den Film vermutlich auch nicht besser machen.

Lustigster Spruch: "you know, this is nothing..... this ain't shit..."

P.S.: Die dargestellte Meinung ist rein subjektiv und erhebt keinerlei Anspruch auch Richtigkeit, Vollständigkeit und/oder Allgemeingültigkeit. Rechtschreibfehler, sofern vorhanden, wurden absichtlich eingefügt um die Fehlerzahl im Text dem Durchschnitt der breiten Masse anzugleichen.

10

Ein einziges Wort reicht aus: Geschmackssache. Es kommt ganz auf das Publikum an ob der Film gut oder einfach nur schlecht ist. Ich persönlich fand den Film genial. Es muss von mir aus nich unbedingt der ganze Film aus tollen Szenen bestehen. Genauso wie spannende Szenen gehören auch langweilige Szenen in einen Film.

Also wie gesagt Geschmackssache, meinen hat es getroffen un deshalb von mir 10 von 10 Augen ^^

2

der film ist trashig und leider richtig schlecht.
hätte ein epischer faketrailer bleien sollen.

6

danny trejo ist eine legende, fahrt zur holle

machete machete machete macheeeeeeeeeeete...

um ehrlich zu sein, nein es ist keine geschmacksache. nur ein schlechter film

2

Definitiv Rodriguez' mit Abstand schwächster Streifen: Einfach nur stupide, witzlos und gnadenlos langweilig. Nach dem knackigen Trailer deshalb die ABSOLUTE Mogelpackung. Eine Frechheit ist das !

6

Im brutalem Sinne ist Machete schon konsequent, ich glaube auch nicht, das der Film in Deutschland verschnitten wurde. So richtig hart wirkt er aber nicht und witzig wurde auch irgendwie verpasst, da bin ich der Meinung von "To much Good Guys". Was ich im Besonderen aber verpasst finde, sind die Ausarbeitungen von De Niro und Don Johnson. Gerade Don Johnson hätte ich mir überzogener gewünscht, man lässt Ihn leider nur, hinter Sonnenbrille versteckt,tatsächlich nur den Grenz Nazi spielen. So richtig durchgeknallt wirkt das aber nicht, eher wie einfach eingebaut, ähnlich De Niro. Der Einzige, der wirklich ein paar ironische Züge einbringen darf ist Jeff Fahey, der seine Sache, finde ich, gut macht. Alles in allem, kann man gucken, so´n bischen Gemetzel kann mal nicht schaden.

Voll gefloppt der Film. lol :)

8

Meine Erwartungen hat der Film übertroffen, weil er sehr kurzweilig war, mich häufig amüsierte und eine ganz ordentliche Story hat. Meiner Meinung nach absolute GESCHMACKSSACHE!!

8

Cooler Trash.
Rodriguez machts möglich ;-)

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