kleine Werbepause
Anzeige

Jackass - Der Film

Jackass - Der Film
anarcho-komödie , usa 2002
original
jackass: the movie
regie
jeff tremaine
drehbuch
nada
cast
johnny knoxville,
chris pontius,
steve-o,
bam magera,
dave england, u.a.
spielzeit
85 Minuten
kinostart
27. Februar 2003
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Seit geraumer Zeit tummelt sich eine alberne Stunt-Crew um Hauptdarsteller und Produzent Johnny Knoxville in den Medien, die sich nicht zu Unrecht Jackass, also Dummkopf oder Vollidiot nennt. Man muss schon ziemlich bescheuert sein, um sich in solche Gefahren zu bringen, wie man sie bei dieser Truppe ständig zu sehen bekommt. Aber immerhin sind die Jungs damit sehr erfolgreich, ihre Stunts laufen beinahe in Endlosschleife bei MTV und jetzt auch auf der großen Leinwand. Schon in der Fernsehvariante waren die Späße aber auch nur teilweise lustig: Da wird schon mal jemand vor einem Schredder angebunden, in dem anschließend von Heu bis zu gefrorenen Truthähnen diverse Unappetitlichkeiten landen. Unappetitlich ist dabei ein gutes Stichwort, wenn man an Episoden denkt, in denen alle Zutaten für ein Omelette erst mal roh hinuntergeschlungen werden, um sie anschließend in eine Pfanne wiederzukäuen und noch mal zu verzehren.
Auch in der Kino-Variante ändert sich da außer der Größe und noch mehr Rummel im Prinzip nix. Eine Handlung ist eh nicht zwischen die Clips zu basteln, nur ein zugegeben genialer Vor- und Abspann bilden so etwas wie einen Rahmen. Im Vorspann fährt die komplette Jackass-Crew in Zeitlupe und Nebel mit einem überdimensionalen Einkaufswagen (quasi das Trademark-Symbol der Serie) über eine Brücke, wird mit Kanonen beschossen und landet schließlich zu bombastischen Klängen aus der Carmina Burana in einem Gemüsestand. Das ist aber auch das Ende der Szenen, bei denen man noch beruhigt an eine Inszenierung denken kann.

Anschließend folgt eine Mischung aus wirklich witzigen Kleine-Jungen-Streichen und teilweise extremen Geschmacksüberschreitungen. Einerseits ist es zum Brüllen, wenn die Jungs sich sehr glaubwürdig in Greise verwandeln lassen und mit elektrischen Rollstühlen mitten auf einer Kreuzung einschlafen oder sich als Pandabären verkleidet in Tokio herumtreiben. Ganz anders ist das aber bei einem größeren Teil der Späße, die wirklich übel enden könnten. Da lässt sich Johnny Knoxville mit neuer Polizeimunition beschießen, da werden offene Wunden über die komplette Leinwand gezeigt und ob es wirklich witzig ist, wenn sich jemand ein Spielzeugauto statt eines Zäpfchens einführt, wage ich zu bezweifeln.
Okay, in der Regel wird da niemand sonst gefährdet, aber wer weiß, wie das bei den Zuschauern aussieht? Vielleicht verändert sich ja doch bei dem einen oder anderen der Sinn für die eigene Verletzlichkeit? Aber da wollen wir jetzt erst mal nicht unken, sondern nur ein bisschen den Rummel beobachten, den "Jackass" genau zu dem Thema schon hervorgerufen hat.
Die Diskussion um die Jugendgefährdung ist nicht neu, dafür interessieren sich neuerdings nicht nur Eltern, sondern auch Medienwissenschaftler: es wurde eigens zum Kinostart ein ganzer Kongress einberufen, eine Diskussion zwischen der Wissenschaft und den Fans der Reihe. Nachahmer hat es auch schon gegeben, der Sohn von Uschi Glas höchstpersönlich hat, ebenfalls bei MTV, die "Freakshow" ins Leben gerufen und dabei ebenso wie im Privatleben über die Stränge geschlagen. Kurzzeitig wurde "Freakshow" auch per Gesetz vom Bildschirm verbannt und letztlich von MTV gestoppt. Ganz abgesehen von dieser öffentlichen Variante gibt es mit Sicherheit massenweise Teenies, die hoffen, mit ihren eigenen, selbstgedrehten Videos ebenfalls Erfolg bei MTV zu haben, das verwackelte Format ist ja nicht schwer zu imitieren, gelungene Stunts schon. Mit dieser Begründung läuft "Jackass" in Deutschland auch erst ab 18.

Wie gesagt, diese Diskussion, was gezeigt werden darf und was nicht, ist nicht neu, "Deutschland sucht den Superstar" ist da nur eins der aktuellsten Beispiele. "Big Brother", Talkshows, Psychologie- und Gynäkologie-Beratungen: alle zerren menschliche Seiten neben der Spur an die Öffentlichkeit und das mit Sicherheit nicht zur Förderung der geistigen Gesundheit der Zuschauer. Die Frage ist nun: stumpfen alle diese Überschreitungen des guten Geschmacks und Menschenverstandes wirklich ab oder sind obengenannte Formate ebenso wie "Jackass" wirklich nur harmlose Unterhaltung? Hat man nicht, wenn man mit 18 dann endlich "Jackass" im Kino sehen darf, vielleicht schon zuviel schlimmeres gesehen, um das noch irgendwie krank finden zu können? Oder ist "Jackass", wie die Süddeutsche behauptet, eine "lustvolle Karikatur" dieser ganzen Schiene?
Das Publikum wird sich hier wieder einmal in zwei extreme Lager spalten, in die fanatischen Fans und in die fanatischen Gegner, und in das dritte Lager: die Infotainment-Sendungen, die ernst guckend warnen und letztendlich doch nur noch mehr Leute ins Kino locken wollen und werden.

Das schafft der Jackass-Crew dann genügend Publikum für einen zweiten Teil, der dann aber hoffentlich nicht so penetrant synchronisiert wird wie Teil 1, bei dem selbst jeder Lacher aus der deutschen Retorte kommt. Ansonsten werden bei Teil 2 die Diskussionen bestimmt weniger werden und eines Tages wird es keinen mehr jucken, dass sich mal jemand mit einem Hähnchen in der Hose über einen Krokodilteich gehangelt hat. Und das völlig grundlos. Und mit Freude.

PS: MTV-Chef Giglinger kündigte auf erwähntem Kongress das Ende von "Jackass" beim deutschen MTV an. Weder "Jackass" noch einen extremeren Nachfolger soll es hier geben. Neunlive übernimmt das Format aber bestimmt!

Vera Kampschulte

10

Der Film is einfach sooooooo geil
Der 2film ist sogar noch besser

7

"Jackass-The Movie" ist eine Aneinanderreihung von absurd-komischen Sketchen,abgedrehten Streichen und spektakulären bis ekligen Selbstversuchen. Sicherlich ist das alles Geschmackssache und Leute haben das Recht, diese Form der Unterhaltung zu verteufeln. Aber man muß auch sagen, dass alles recht kritisch angehaucht ist. In den ziemlich ekligen Experimenten werden dem Zuschauer seine eigene Verletzlichkeit und seine Hemmungen, beziehungsweise Ängste vor Augen geführt und in den kleinen Streichen wird dann mit den Hemmungen gespielt, dass es eine wahre Freude ist.

jackass ist der unnüzeste film den ich kenne. Aber es ist einfach nur genial wie dämlich die schauspieler sind und was sie sich fürn scheiß einfallen lassen. Derr zweite teil ist sogar noch besser oder auch perverser.

10

ihr habt alle keine ahnung:D

Kommentar hinzufügen

Freiwillige Angabe; die E-Mailadresse wird nicht angezeigt.
 
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
7 + 5 =
Diese einfache Rechenaufgabe ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben, z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegeben werden.