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Fright Night

Fright Night
horror-action , usa 2011
original
fright night
regie
craig gillespie
drehbuch
marti noxon
cast
colin farrell,
anton yelchin,
imogen poots,
christopher mintz-plasse,
toni collette,
david tennant, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
6. Oktober 2011
homepage
http://www.frightnight-derfilm.de/
bewertung

7 von 10 Augen

Charley Brewster (Anton Yelchin) lebt mit seiner Mutter (Toni Colette) in einer Siedlung etwas außerhalb von Las Vegas. Dass sein neuer Nachbar Jeffrey Dandridge (Colin Farrell) alle Fenster verhangen hat und nur nach Sonnenuntergang aus dem Haus kommt, erscheint erstmal nicht ungewöhnlich – schließlich schieben viele in „Sin City“ Fright NightNachtschicht. Und außerdem ist Charley etwas abgelenkt von seiner neuen Freundin Amy (Imogen Poots) und seinen Versuchen, als ehemaliger Nerd in der In-Clique ihrer Freunde zu bestehen. Die Nerd-Vergangenheit lässt ihn aber nicht los, in Form von seinem ehemaligen besten Freund „Evil“ Ed (Christopher Mintz-Plasse), der Charleys Abhängen mit den cooleren Kids nicht verwunden hat. Folglich erscheinen Charley die wilden Theorien, die Ed ihm auftischt, wie der Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen. Schließlich behauptet Ed doch allen Ernstes, bei Charleys Nachbarn Jerry würde es sich um einen Vampir handeln. Da tatsächlich um ihn herum immer mehr Mitschüler spurlos verschwinden, muss sich Charley bald fragen: Und falls an Eds wilden Theorien doch etwas dran ist?!

Oh je, mag man sich beim Betrachten dieses Films zuerst denken. Noch ein Remake eines Horrorfilms, ist das denn nun wirklich nötig? Und noch dazu in wieder einmal nachträglich konvertiertem 3-D? Zumindest letztere Frage können wir eindeutig mit „Nein“ beantworten, denn das 3-D ist allerhöchstens Mittelmaß und bietet hier abgesehen von einigen netten Funkenflügen, wenn ein Vampir eingeäschert wird, nicht viel Grund für den Preisaufschlag. Und die zwangsläufige Abdunklung des Geschehens aufgrund des 3D-Prozesses ist für einen Film, der zu drei Vierteln im Dunkeln spielt, vielleicht auch nicht das Allerbeste. Auch weil der Film ohnehin schon eine nur mäßig inspirierte Farbpalette hat, erscheinen so viele Szenen in recht faden Grautönen.
Fright NightKlar, die grellen Farben des Originals aus den bunten 80ern müssen es nicht sein, das hätte auch nicht zu dieser ernsteren und brutaleren Neuauflage gepasst. Und dass der Film in einer recht faden McSiedlung mit gleichförmigen Häusern à la Wisteria Lane spielt, hilft für eine interessante Visualisierung auch nur bedingt weiter. Tatsache ist aber, dass Regisseur Craig Gillespie – anders als Namensvetter Jim („Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“) kein Horrorfilm-Hack, sondern durch den sensiblen „Lars und die Frauen“ bekannt geworden – das Spiel mit Licht und Schatten, Farbe und Monochrom einfach (noch) nicht so beherrscht, wie es für das Erschaffen von wirlich atmosphärischen Bildern nötig ist. Einzig die Sonnenuntergänge gelingen ihm wunderbar.

Das ist aber auch schon einer der größten Kritikpunkte, denn ansonsten ist „Fright Night“ eine wirklich positive Überraschung, schließlich hatte man an diesen Film nun wirklich keine großen Erwartungen. Das Original, hierzulande 1985 als „Die rabenschwarze Nacht“ gelaufen, hat damit durchaus zu tun. Denn der Film war zwar bei Erscheinen ein Hit und hat sich einen Ruf als Minikultfilm erarbeitet, ist aber bei Licht betrachtet doch eigentlich ein ziemlicher Mumpitz, dessen Synthiescore und Klamotten geradezu „Made in the 1980s!“ schreien und dessen damals topmoderne Spezialeffekte heute natürlich nur noch ein müdes, bestenfalls nostalgisch geschöntes Grinsen abringen.
Doch wie wir wissen ist das Äußere nur die halbe Miete, und die inneren Werte, nämlich die versponnen-intelligente Geschichte mit Meta-Einschlag der „rabenschwarzen Nacht“ war ja durchaus für ihren Kultfaktor verantwortlich: Wie hier die aus Büchern und Filmen bekannten Mythen über Vampire den echten Vertretern der Blutsaugerbande entgegengesetzt wurden, das war schon recht pfiffig, am Besten umgesetzt mit dem TV-Vampirjäger Peter Vincent, der sich recht unfreiwillig auf die Jagd nach echten Vampiren machen muss. Nur der Originalkontext ist natürlich verschwunden, schließlich ging es damals darum, dass Peter Vincent gerade von seiner TV-Show (der titelgebenden „Fright Night“), in der olle Vampirfilmkamellen im örtlichen Kabelfernsehen laufen, gefeuert wurde, da Vampire passé waren und Slasher in Masken in. Heutzutage dagegen sind Vampire ja aus der Kinolandschaft nicht mehr mehr weg zu denken, im Guten wie im Schlechten.

Fright NightSomit fehlt dem Film natürlich ein wenig der „Aha“-Effekt des damals neuartigen modernen Vorstadtvampirs, mit dem das Original punkten konnte, und sorgt somit für Abzüge in Sachen Originalität und Effektivität, weil wir in den letzten Jahren nun mal schon so ziemlich alles zum Thema Langzahn und Blutdurst gesehen haben. Aber: Somit musste sich das Remake andere Sachen einfallen lassen, und das hat es gar nicht schlecht gemacht, auch weil mit Marti Noxon eine Autorin am Werk war, deren langjährige Mitarbeit an „Buffy, The Vampire Slayer“ ihr ordentlich Erfahrung in Sachen Teenager gegen Monster einbrachte und sie für ihr sehr solides Drehbuch prädestinierte. Auch sie spielt mit den Regeln des Genres, etwa in einer so witzigen wie spannenden Szene, in der die alte Regel „Vampire müssen in ein Haus eingeladen werden, sonst können sie es nicht betreten“ eine Rolle spielt.

Die neue „Fright Night“ ist deutlich actionlastiger und rasanter geworden als das gemächliche Original, was sicherlich auch keine schlechte Idee ist. Schließlich ist der oben besprochene mittlerweile nicht mehr ganz taufrische Clou der Geschichte nichts mehr, was man fürs heutige Publikum noch groß auswalzen sollte. Das erhöhte Tempo, das der Film anschlägt, hält die Exposition auch ziemlich kurz, fast schon zu kurz, dafür geht dann ab der Halbzeit die Post ab. So gibt es eine Verfolgungsjagd, die mit witzigen Details („Das sind seine Vampirfinger! Ich hab's dir doch gesagt!“) und einem Cameo eines Darstellers der „rabenschwarzen Nacht“ aufwartet, und ab da geht es dann zügig und direkt in Richtung großer Showdown.
Aber ein flotter Actionfilm mit Vampiren (und davon hatten wir doch dieses Jahr schon einen, mit einem denkwürdigen Priester) allein hätte ja nicht gereicht, um über reines Mittelmaß hinauszukommen. Und hier tritt dann der MVP dieses Films, Colin Farrell, auf den Plan. Ganz klar: Der Doppelschlag von „Kill the Boss“ und „Fright Night“ zeigt, dass man Farrell viel zu lange als wehmütigen Schönling mit Bad Boy-Charme eingesetzt hat, anstatt ihn mal zu einem wirklichen bösen Buben zu machen. Da war Farrell ja Fright Nightselbst schuld dran, gab eine James Dean-Pose nach der anderen und wollte unbedingt dunkel-romantisch und verletzlich wirken. Aber nur als wirklich bitterböser Bengel scheint Farrell das Beste aus sich herauszuholen, sein Jerry Dandridge hier hat mit dem süffisanten quasi-aristokratischen Verführer des Originals nichts mehr gemeinsam, er legt seinen Vampir als Ausgeburt an animalisch-männlichem Sexappeal an, dessen Fressinstinkte eher an die fiesen Vampire aus „30 Days of Night“ erinnern. Dazu kommt ein rabenschwarzer Humor, etwa wenn er abgrundtief fies grinst, als Charlies Versuch, ein Opfer zu befreien gründlich daneben geht.

Der Rest der Besetzung tut sein Übriges zum Gelingen des Ganzen: Anton Yelchin ist als Charley annehmbar, Imogen Poots als seine Freundin Amy eine brauchbare Scarlet Johansson-Kopie, einzig Toni Colette als Charleys Mutter hat (zu) wenig zu tun. Und die zweite Geheimwaffe des Films gibt es ja auch noch: David Tennant als der neue Peter David. Dieser ist statt einem alten TV-Star nun ein Illusionist mit eigener Horror-Show in Las Vegas, der von den Machern des Films eindeutig als Mischung aus Criss Angel und Russel Brand angelegt wurde. Tennant als ständig saufender britischer Zyniker hat zwar eine kleinerere Rolle als Roddy McDowall im Original, er ist aber mindestens genau so gut und die Abwandlung der Figur macht in ihrer neuen Form ausgesprochen viel Sinn und einigen Spaß. Einzig Christopher Mintz-Plasse in seiner 73. Variante des bebrillten Nerds hat ziemliches Nervensägen-Potenzial, aber sein Evil Ed ist immer noch besser zu ertragen als der kreischende Idiot des Originals.

Und nimmt man all dies nun zusammen, muss man zu dem Ergebnis kommen: „Fright Night“ 2011 ist ein ziemlich rares Monster, ein Remake, das dem Original überlegen ist. Zwar nicht sehr viel, und angesichts der nun wirklich ausgelutschten Vampirthematik reißt der Film jetzt auch nicht gnadenlos vom Hocker, aber er macht das, was ein Remake eigentlich tun sollte: Er nimmt die Prämisse des Originals und eliminiert in seiner Modernisierung einige von dessen Schwächen, ohne dabei gleichzeitig alle Stärken zu verlieren. Und somit ist „Fright Night“ zwar nicht zum Fürchten gut, aber allemal ein vergnüglicher Spaß für einen entspannten Kinoabend.

Simon Staake

Ein Remake welches kaum

3

Ein Remake welches kaum jemand brauchen wird, der das Original zu schätzen weiß

Ich bin mit der Einstellung

3

Ich bin mit der Einstellung einen lustig, allerdings gruseligen Film zu sehen, ins Kino ,,gelatscht''. Das Original kannte ich zwar nur durch reviews, aber dachte mir, dass es sich doch wohl lohnen könnte einen Abend im Kinosaal zu verbringen um sich diesen Flm anzuschauen.Das Resultat:,, Desaströs''. Auch wenn ich sehr gene erlesene Filme schaue und ein begeisterter ,,Fan'' des independent Kinos bin, konnte ich mir ein gröhlendes ,, Yo, Mc Lovin!'' nicht verkneifen- einer der wenigen Höhepunkte des Films; der andere liegt bei einem wirklich in seiner Rolle aufgehenden Collin Farrell.Dieser durfte aufgrund des Drehbuches auch ordentlich bad boy spielen. Dennoch gelingt es dem Reigsseur weder Spannung noch Überraschungen einzubauen. Selbst der geneigte ,,Saw''- Schauer kann dem ganzen Geplänkel nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Denn dieser Film hat keinen,, Kopf und keinen Arsch''. Der Einstieg ist einfach zu rasant.Die Darsteller werden nicht präsentiert, was nicht ins Gewicht fallen würde, wenn die Dialoge wenigstens sitzen würden.Diese versagen auf ganzer Linie .Wo Cineasten in Filmen wie Zombieland oder Tucker & Dale vs. Evil noch herzlich lachen durften wurden Horror-Film-Fans gnadenlos enttäuscht.Keine Pointen; null, nada, niente.! Zeilen , die sich selbst ein Fler aus seinem ganz hinten sitzenden Hintern hätte zaubern können. Ich bin der okkulte Szene nicht so vertraut, allerdings sollte auch ein nicht-teilhabender Zuschauer die Möglichkeit haben, die Dialoge nachzuvollziehen. So plump wie sie ausfallen , taugen sie zu nichts mehr als einfach eine Rahmenhandlung die wiederrum einfach nur strikt nach dem Vorgänger läuft ( laut Rezensionen).Deswegen werde ich darauf nicht weiter eingehen. Die Darsteller bleiben blass und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck; natürlich bis auf den Vampir Jerry. Nicht dass ich auf Hintergrunddetails bestanden hätte.Eine Szene folgt der nächsten; dieses Gefühl hatte ich zuletzt als ich den ersten Teil der Eis am Stiel Reihe angeschaut habe. Beinahe zusammenhangslos wird mir ein Brei aus Schwachsinn entgegengeworfen, der mich einfach erschlägt ohne wirklich einschlagend zu sein.Ähnlich eines stereotypen Ausländers.Bei Scream 4 habe ich den Kinosaal verlassen, allerdings konnte ich in diesem Fall nicht wegschauen wie bei einem Unfall; nur ohne Möglichkeit zu Helfen.

1. er war besser als

7

1. er war besser als erwartet

2. konnte ja nicht anders sein bei den MASSEN an Verrissen

Aber ernsthaft. Die Geschichte ist kaum schlechter als das Original. Charlie ist nicht so vertrottelt
wie das Original und seine Freundin ist auch nicht so eine nervige Zicke wie im Original.
Der einzige der total "abstinkt" ist Peter Vincent. Obwohl ich diese Interpretation nach einiger Zeit
auch recht interessant fand. Vor allem wenn gegen Ende erklärt wird, warum er ist, wie er ist.

Ich bin ein riesen Fright Night Fan und kann leider andere Fans nicht verstehen die mit brutalster
Engstirnigkeit auf dem Remake herumhacken. Aber das hat man ja schon oft erlebt. Berühmtestes Beispiel:
Star Trek. Jede Neuauflage wurde mit Verachtung abgestraft nur um dann Jahre später als DER Klassiker
zum Vergleich heran gezogen zu werden, um die nächste Neuauflage zu verreissen.

Blöde Dialoge ? Hallo ? Schon lange nicht mehr den alten gesehen ?
Effekte ? Die des alten sind zum fürchten. Vor allem der "Plastiktütenvampir" der am Ende verbrennt.
*Schauder*
Und die Storyline ist auch im alten nicht grade der Hammer. Aber klar, mit der rosaroten "Alles-ist
besser-Brille" sind Filme immer toll.

Ach ja, die Brille... ich bin bekennender 3D Hasser. Aber hier hat es mir echt gefallen. Wohl auch
weil halt Funken die in 3D durchs Kino flimmern immer nett aussehen. Nein im Ernst, es war selten
aufdringlich und die Helligkeit ging auch in Ordnung.

Nun ja, ich kann und will hier niemanden bekehren. Wer unbedingt nur alte Filme gut finden kann und
will - bitte.
Alle anderen die eine offene Einstellung haben, die mal wieder einen echten Vampirfilm und keine halb-
seidenen Vegetarierer-Herzschmerz-Kuschel-Vampire sehen wollen: ab ins Kino.

Ach ja, er ist ab 16 - zu recht. ;)

Im Vergleich zum kultigen

2

Im Vergleich zum kultigen 80er-Jahre-Original erschreckend blutleer und irgendwie fast schon so richtig ärgerlich. Ein seelenloser Vampir-Mumpitz ohne Sinn und Verstand, weder spannend noch witzig noch sonst irgendwas. Zieht Euch lieber das Original von 1985 rein !

Der Synthiescore des zweiten

6

Der Synthiescore des zweiten Teils "Fright Night Part II" von 1988, der mir sogar besser gefallen hat als der Vorgänger, war genial! Mit einem Kassettenrecorder und einem Mikrofon bewaffnet habe ich mir damals vor dem Fernseher sitzend die Synthieriffs der Ballsaal-Szene "heruntergeladen". Bis heute bin ich erfolglos auf der Suche nach dem Soundtrack.
In dem Remake sehe ich keine wirkliche Konkurrenz. Es macht überwiegend Spass, kann teilweise sogar überraschen, holt aus dem nun wirklich völlig ausgelutschten Thema noch ein paar nette Gags heraus und bietet letztlich gute Unterhaltung. Und Colin Farrell zuzusehen macht einfach Spass. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Original der 80er Jahre

1

Das Original der 80er Jahre mag ja mit recht unbekannten Darstellern besetzt sein, aber dort kommt wenigstens eine gruselige Atmosphäre auf. Hier entsteht nur Grusel wenn man bedenkt, dass Colin Farell hier eine blutleere Rolle spielt. Man hätte sich besser ans Original gehalten, anstatt dieses Niveau zu erreichen. Ein billiger Streifen ohne jegliche Spannung, der dem Vorläufer nicht im Ansatz die Blutkonserve reichen kann.

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