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Der Plan

Der Plan
scifi-thriller , usa 2011
original
the adjustment bureau
regie
george nolfi
drehbuch
george nolfi
cast
matt damon,
emily blunt,
anthony mackie,
terence stamp, u.a.
spielzeit
109 Minuten
kinostart
10. März 2011
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Ein junger, gut aussehender Politiker gilt schon als die nächste große Nummer, als ihn eine eher kleine, aber sehr öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtete Schwäche plötzlich und unvermittelt zu Fall und um alle Ämter bringt. Nein, wir befinden uns nicht in deutschen Landen und der Mann heißt auch nicht Karl-Theodor von und zu, sondern viel schlichter David Norris (Matt Damon). Daher können wir auch gleich weiterverfolgen, wie dieser vielversprechende, sympathische Kerl nur eine Wahlperiode später zurückkehrt und einen neuen Anlauf nimmt. Man hat ihm verziehen und er selbst seinen Kurs gefunden, wozu nicht unwesentlich die spontane Bekanntschaft mit der reizenden Elise (Emily Blunt) in der Nacht seiner größten Schlappe beigetragen hat.
Was David aber nicht weiß: All dies war genauso für ihn vorgesehen und wurde in die Wege geleitet von einer Macht im Hintergrund, deren Helfer penibel darauf achten, dass "der Plan" auch eingehalten wird. Daher sind diese stets gut behüteten grauen Herren auch nicht sehr begeistert, als sich David erneut und erfolgreich auf die Suche nach der ihm nicht mehr aus dem Kopf gehenden Elise macht, denn eine ernsthafte Romanze zwischen diesen beiden steht definitiv nicht im allwissenden "Buch". Als David die mysteriösen Herren dann auch noch beim "fein justieren" an den Hirnen seiner Kollegen überrascht, ergibt sich aber immerhin die Gelegenheit ihm zwei Dinge sehr deutlich zu machen: Dass er doch bitte schön besser für sich behält was er da gerade gesehen hat, und dass er die aparte Elise auf keinen Fall wieder sehen darf. Doch David ist nicht nur ein aufrechter Mann, sondern auch ein sehr verliebter, und so gibt er sich keinesfalls geschlagen und strapaziert damit die Nerven seiner Aufpasser bis zum Äußersten. Zeit, seinen "Fall" an die nächst höhere Instanz weiterzuleiten…

Die schon vor Jahrzehnten verfassten Science-Fiction-Storys des Philip K. Dick üben weiterhin eine große Faszination auf die unterschiedlichsten Filmschaffenden aus, und das ist definitiv nichts Schlechtes, verdanken wir diesem Umstand doch ein Meisterwerk wie den "Blade Runner" oder Halbklassiker wie "Total Recall" und "Minority Report". Nun folgt also die Adaption von Dicks Kurzgeschichte "Adjustment Team", in der ein Versicherungsvertreter einige beunruhigende Entdeckungen macht. Aus dem eher biederen David Norris der Vorlage macht Regiedebütant George Nolfi (Drehbuchautor für "Ocean's Twelve" und "Das Bourne-Ultimatum") aber einen wesentlich bedeutenderen und charismatischeren Politiker. Und das ist nicht die einzige Änderung in der deutlich erweiterten Geschichte.
Denn etwas überraschend haben wir es hier nicht etwa mit einer weiteren, irgendwo zwischen den Adjektiven "düster" und "kafkaesk" anzusiedelnden Dystopie aus dem Dick'schen Universum zu tun. Auch nicht mit einer Variante von thematisch verwandten Stoffen der Kategorie "Matrix" oder "Dark City", obwohl die Türen, mit denen sich die Hutträger von einem Ort zum anderen bewegen, schon etwas an die sich verschiebenden Straßen oder Häuser aus letztgenanntem Film erinnern. Nein, stattdessen kommt "Der Plan" doch tatsächlich als über weite Strecken leichtfüßige Komödie daher, die ihre Geschichte mit mehr als nur einem Augenzwinkern präsentiert. Vor allem die recht steifen und von internen Streitigkeiten nicht ganz freien Herren des "Büros für Feinjustierungen" müssen dabei für eine ganze Reihe Lacher herhalten, wenn sie mit wachsender Verzweiflung feststellen müssen, dass schon wieder vom im unfehlbaren Buch vorgegebenen Plan abgewichen wird.

Demgegenüber stehen ein paar durchaus ernste und beklemmende Szenen, wenn David etwa auf recht rabiate Art zur Räson gebracht werden soll oder es der Balletttänzerin Elise an die Karriere bzw. den Knöchel geht. Damon und Blunt finden sich dadurch schließlich in der Position eines gejagten Paares typisch Hitchcock'scher Prägung wieder, welches seinen Verfolgern aber immer wieder ein Schnippchen schlägt.
Ihre Romanze wirkt dabei glaubwürdig und vermittelt in der Tat das Gefühl, vom "Schicksal" vorherbestimmt zu sein und somit aus gutem Grund allen Widrigkeiten zu trotzen. Nicht zuletzt weil die Chemie zwischen Damon und Blunt ganz ausgezeichnet funktioniert. Was trotz des recht wilden Stil-Mix auch für den gesamten Film gilt, der sich als extrem kurzweiliges, cleveres Stück Kino entpuppt. So unterhaltsam und beschwingt, dass das Finale dann recht plötzlich kommt und man kaum glauben mag, dass bis dahin bereits 100 Minuten vergangen sind. Dass das so hervorragend aufgebaute Szenario am Ende sogar ein wenig unspektakulär implodiert, ist dann auch die einzige Schwäche, die sich beim vielversprechenden Regie-Erstling von George Nolfi konkret benennen lässt.

Insgesamt aber ist dieser "Plan" ein großes Vergnügen. Und ein unerwartetes dazu, denn mit so etwas rechnet man halt nicht unbedingt bei der Verfilmung einer Philip K. Dick-Story. Was der leider schon früh verstorbene Schriftsteller dazu sagen würde, werden wir zwar nicht erfahren, sprechen aber trotzdem die Empfehlung aus sich hier unbedingt ein eigenes Urteil zu bilden. Soll heißen: Rein ins Kino!

Volker Robrahn

6

Düster und kafkaesk wäre mir bedeutend lieber gewesen als dieser harmlose budenzauber...nach "hereafter" die zweite gurke mit matt damon in folge, was allerdings meine meinung über ihn als schauspieler bestätigt....

7

Romantische Kurzgeschichte mit konspirativem Charakter

Der Abgeordnete David Norris steht kurz vor der Präsidentschaftswahl. Plötzlich lernt er auf der Herrentoilette rein zufällig eine Frau kennen, in die er sich augenblicklich verliebt. Durch diese Begegnung wird sein Terminplan durcheinandergebracht und er kommt zehn Minuten zu früh ins Büro zurück. Dabei beobachtet er mehrere Männer, die seinen besten Freund 'eingefroren' haben und ihn zu 'kallibrieren' scheinen. Er wird von diesen unheimlichen Männern überwältigt und darüber aufgeklärt, dass er zu einem umfangreichen Realitätserfahrungs-Programm gehört, in der er eine der Hauptrollen spielt. Diese Männer scheinen uneingeschränkte Macht über die Welt zu besitzen und halten seine Verbindung zu der neuen Bekanntschaft für unangemessen und drohen ihm mit dem Tode.

Während dieser Film ganz harmlos beginnt und den Eindruck vermittelt, man schaue sich einen Polit-Thriller an, wird jedoch überrascht werden, welche Wende der Plot plötzlich nimmt. Somit wechselt dieser unvermittelt zu einer reinkarnativ-anmutenden Eso-Story, die ursprünglich eine Kurzgeschichte von Philip Dick aus den 50er Jahren darstellte. Für diese Zeit sicherlich ein beachtlicher Plot, wenn es auch grundsätzlich um eine Liebesgeschichte geht, die gleichzeitig am gegenwärtigen Hype der Verschwörungstheorien antizipiert und hervorragend ins Muster passt.

(J. Dilas, matrixseite.de)

1

der schlimmste film des jahres. eine beleidigung an die intelligenz des zuschauers. warum nimmt jemand wie matt damon so eine rolle an?
ich würde gern n bisschen was konstruktives schreiben aber ich bin grad noch zu geschockt von diesem nonsens. ums kurz zu machen : absurd pseudo-philosophische moralpredigt.

6

Unterhaltsames Kino der etwas anderen Art. Sicher kein Meilenstein der Filmgeschichte aber der Film ist kurzweilig und für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Man könnte versucht sein zu sagen, dass der Film vieles sein will aber letztendlich nichts wirklich ist. Dann würde man dem Film aber nicht gerecht werden. Der Film besticht viel mehr durch das, was man nicht direkt wahr nimmt. Und das sind unter anderem die gut spielenden Schauspieler.

6

Auf gar keinen Fall ein Science-Fiction-Thriller. Wer das erwartet, wird klar enttäuscht, denn o.g. Genres werden allenfalls leicht gestreift, mehr nicht. Wenn man aber unvoreingenommen an die ganze Sache rangeht, bekommt man gute Unterhaltung geboten: Eine Prise Humor, ein Schuss Romatik, ein netter Plot, das alles gibt ein stimmiges Ganzes. Einen Hauch mehr SciFi und dafür etwas weniger Liebesfilm, die Bewertung wäre klar höher ausgefallen.

1

Spoiler. Was noch interessant beginnt, endet im schlimmsten Käse, den man sich vorstellen kann. Was für ein Schwachsinn und mit so unpassend blöder Musik untermalt. Am Ende, wenn David mit Hütchen durch die Matrix-Türen rennt, von Equilibrium-Helm-Männchen verfolgt wird, dann wird es so unfreiwillig komisch, dass man nur noch kreischen kann vor Lachen. Forget it!

7

Ich wurde gut unterhalten- aber vermutlich bin ich zu anspruchslos, wenn ich mich hier umsehe...

6

Da schliesse ich mich mal vic an.
Film ist kein Mega-Knaller, aber durchaus gute Unterhaltung. Da habe ich einiges Schlechtere in letzter Zeit gesehen. Dennoch fehlt irgendwas. Das Ganze ist wie ein Lieblingsgericht, nur lauwarm zubereitet. Is lecker, aber etwas stimmt nicht.

Ich verzeihe dem Film schon manchmal einiges, wenn mir die Schauspieler bzw. Protagonisten symphatisch sind. Kann sein, dass dies hier der Fall ist. Trotzdem mit Sicherheit nicht schlecht.

1

1 Punkt für die kleinen tollen Tanzeinlagen,....der Rest...was ist daran bitte gute Unterhaltung, man denkkt den ganzen Film lang, was für ein Krampf und hofft auf die große Wende...die nicht kam...Matt Damon ein guter Schauspieler...na ja..

Ich vergebe keine Punkte für

Ich vergebe keine Punkte für diesen Film. Das ist einfach nur der unglaublichste Schwachsinn, der je gedreht wurde.

Die große Stärke dieses Films

8

Die große Stärke dieses Films ist, wie schon erwähnt, die tolle Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern. In der Szene in der sich beide kennenlernen ist Emily Blunt so herrlich liebenswert, dass man fast weinen könnte vor Neid. Nicht nur, dass sie ein absolut schöne Frau ist, sie kommt mit einem Charme daher, der es wohl jedem Mann schwer machen würde, zu widerstehen. Und eben diesem Charme ist auch der Hauptdarsteller erlegen. Wie gesagt, der Film wird getragen von der Anziehungskraft dieser beiden Figuren und wer den Film als einen Liebesfilm sieht, der wird diesen Film mögen.

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