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Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade

Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade
action-thriller , usa 2012
original
deadfall
regie
stefan ruzowitzky
drehbuch
zach dean
cast
eric bana,
olivia wilde,
charlie hunnam,
kate mara,
sissy spacek,
kris kristofferson,
treat williams, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
22. November 2012
homepage
http://www.coldblood.studiocanal.de/
bewertung

6 von 10 Augen
Cold Blood - Poster

cold blood 1Irgendwo im verschneiten Niemandsland von Michigan: Nach einem erfolgreichen Casino-Überfall sind Addison (Eric Bana) und seine Schwester Liza (Olivia Wilde) guter Dinge, als ein Autounfall ihre Flucht plötzlich stoppt. Sie beschließen sich getrennt durchzuschlagen, doch ein aufkommender Schneesturm macht das Unterfangen zur lebensbedrohlichen Angelegenheit. Während der brutale Addison auf seinem Weg eine Schneise des Todes und der Verwüstung hinterlässt, lässt sich Liza von Jay (Charlie Hunnam) mitnehmen, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und auf dem Weg zu seinen Eltern (Sissy Spacek & Kris Kristofferson) ist. Den beiden auf der Spur ist die örtliche Polizei, bei der Sheriff Becker (Treat Williams) mit einigem Missfallen sieht, dass sich seine Tochter (Kate Mara) bei diesem gefährlichen Einsatz beweisen will.

 

Es brauchte in den letzten Jahren oft weit weniger als einen Oscar-Gewinn um als deutschsprachiger Regisseur einen Auftrag in Hollywood zu ergattern. Insofern ist es nicht überraschend, dass nun auch der Österreicher Stefan Ruzowitzky sein internationales Debüt feiern darf. Wer angesichts seines prämierten Dramas „Die Fälscher“ überrascht über die Wahl des Themas ist, sollte sich an die beiden „Anatomie“-Filme erinnern, mit denen sich Ruzowitzky bereits erfolgreich im Genrebereich bewegte. cold blood 2

Die Besetzung, die er für „Cold Blood“ (ein etwas nichtssagender „deutscher“ Titel als Ersatz für das hübsche Wortspiel „Deadfall“) spendiert bekam, ist dabei erstaunlich prominent, vor allem wenn man bereits nach wenigen Minuten feststellt, dass man sich hier offensichtlich in leicht trashigen Gefilden aufhält, mit einer recht hanebüchenen Story, wie man sie sonst eher von Videothekenpremieren gewohnt ist. Denn allzuviele Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Aktionen der Protagonisten sollte man sich hier besser nicht machen. Als dickster Klopfer sei in dieser Richtung nur die Ausgangssituation genannt, bei der Addison also nach dem eigenen Autounfall einen auftauchenden Polizisten erschießt, dann aber dessen Wagen unbrauchbar macht, anstatt sich selbst und sein Schwesterherz damit in Sicherheit zu bringen. cold blood 3Mag ja sein, dass es ein bisschen gefährlich oder auffällig wäre in einem Polizeiauto unterwegs zu sein, doch angesichts der Alternative des fast sicheren Todes im eisigen Schneesturm wäre das wohl trotzdem die sinnvollere Wahl gewesen, zumal die aparte Liza auch lediglich in einem Nichts von Kleid unterwegs ist. Aber dann wäre die Geschichte halt auch schnell zu Ende. Und in dieser Richtung gibt es so einige Kröten zu schlucken.

Wenn man dazu bereit ist, bekommt man aber immerhin ein sehr kurzweiliges, actionreiches Vergnügen serviert, eine Art Western auf Schneepflügen, in dem es kaum Verschnaufpausen gibt und hart zur Sache geht. Das gilt vor allem für den Soziopathen Addison, den Eric Bana („Hulk“, „Troja“) als unberechenbare Figur anlegt, die zwar nicht zögert auf ihrem Weg auch die Leichen Unbeteiligter zurückzulassen, sich andererseits aber warmherzig um ein schlecht behandeltes kleines Mädchen kümmert. „Kümmern“ tut er sich auch auf etwas fragwürdige Weise um seine auf ihn fixierte Schwester, die Olivia Wilde („Tron:Legacy“, „Cowboys & Aliens“) als ebenso heißen wie naiv-hilflosen Feger gibt. cold blood 4Auch die weiteren Handlungsstränge durchzieht das Oberthema „schwierige Familienverhältnisse“, wobei sich die Veteranen Sissy Spacek und Kris Kristofferson nicht für einen recht eindrucksvollen Kurzauftritt als verbitterte aber tapfere Eltern zu schade sind. Am wenigsten überzeugt allerdings die etwas oberflächlich und klischeehaft gehaltene Episode um den bärbeißigen Sheriff Becker, der sich nicht nur gegenüber seiner Tochter reichlich idiotisch verhält und beim Zuschauer daher nur wenig Empathie wecken kann.

 

Ansonsten läuft „Cold Blood“ aber sehr zielstrebig auf das Finale mit dem unvermeidlichen und absehbar blutigen Zusammentreffen seiner Hauptfiguren zu und es entfaltet sich als ein knackiges, immer unterhaltsames Stück Genre-Kino. So richtig goutierbar allerdings nur für Freunde des gepflegten B-Pictures mitsamt all dessen Eigenheiten und Merkmalen. Und für Freunde von imposanten Schneekulissen.

Volker Robrahn

Unspannender Film mit mäßigen

2

Unspannender Film mit mäßigen Schauspielern und abruptem, unbefriedigendem Ende.

Ungewöhnlicher Thriller mit

6

Ungewöhnlicher Thriller mit schrägem Humor und einigen sehenswerten Gewaltausbrüchen. Fernab vom typischen 08-15-Mainstream-Hollywood weiss der Film echt zu unterhalten, auch wenn damit der grosse Wurf nicht ganz gelungen ist ...

Nichts ganzes. Nichts halbes.

5

Nichts ganzes. Nichts halbes. Voll abstruser Zufälle. Was und wem Eric Bana im tiefen Wald so alles begegnet ist schon arg haarsträubend. Zudem ruiniert die völlig unglaubwürdige Liebelei zwischen Liza und Jay das Finale. Aber zu gut zu unterhalten weiß der Film.

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