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Brautalarm

Brautalarm
komödie , usa 2011
original
bridesmaids
regie
paul feig
drehbuch
annie mumolo, kristen wiig
cast
kristen wiig,
rose byrne,
chris o'dowd,
maya rudolph,
melissa mccarthy, u.a.
spielzeit
125 Minuten
kinostart
21. Juli 2011
homepage
http://www.brautalarm-film.de
bewertung

7 von 10 Augen

Mit "Brautalarm" steht eine weitere Judd Apatow-Produktion ins Haus, die im Grunde all die bekannten Zutaten enthält, die man vom Mastermind hinter Komödien wie "Beim ersten Mal", "Superbad" oder "Jungfrau (40), männlich, sucht…" erwartet. Und das sind für gewöhnlich ein paar liebenswerte Charaktere, denen man ihre leicht infantilen und derben Späße deshalb so leicht verzeihen kann, weil sie nicht nur grundsympathisch, sondern auch meist sehr witzig daherkommen. Das Besondere am neuen Beitrag: Diesmal sind es tatsächlich die Damen, die mal ein bisschen Spaß haben wollen und dabei von einer misslichen Situation in die nächste geraten. Das Ergebnis entpuppt sich dann als allemal interessante, mitunter saukomische, ab und zu aber eben auch schrecklich peinliche Komödie - und steht damit den männlichen Vorbildern also in nichts nach.

Für Annie (Kristen Wiig) läuft es nicht gerade rund: Ihr eigenes Geschäft musste sie wegen finanziellen Misserfolgs schließen, das Leben in einer Wohngemeinschaft mit fragwürdigen Gestalten ist nicht besonders erbaulich und ihr aktueller Lover hält sie sich lediglich als eine von mehreren Optionen, die auch bitte möglichst nicht über Nacht bleiben soll. Als ihre beste Freundin Lilian (Maya Rudolph) verkündet, heiraten zu wollen, ist das zwar prinzipiell eine schöne Sache, es macht Annie aber ihre eigene Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation nur umso deutlicher. Erschwerend hinzu kommt die Begegnung mit Lilians neuer Freundin und Kollegin Helen (Rose Byrne), einer nahezu perfekten und weltgewandten Frau, die sich anschickt Annie auch bei der Hochzeitsvorbereitung auszustechen und rücksichtslos den Rang abzulaufen. Aber nicht mit unserer Heldin! Wild entschlossen stürzt die sich in den völlig aussichtslosen Kampf, mit der unfehlbaren Rivalin konkurrieren zu wollen.

Das bewusste Risiko, zur Abwechslung auch mal auf eine ordinäre Damenclique zu setzen, ist für Apatow und seinen Regisseur Paul Feig ("The Office") mehr als aufgegangen, denn "Brautalarm" ist einer der großen Überraschungshits dieses Jahres und hat beim Einspielergebnis in den USA bereits die 150-Millionen-Dollarmarke durchbrochen. Es ist dort offensichtlich gelungen auch die weiblichen Kinogänger zu animieren sich einmal eine etwas andere, nennen wir sie "bodenständigere" Version der "Sex and the City"-Grazien zu Gemüte zu führen. Und das dürfte auch eines der Erfolgsgeheimnisse des Films sein, denn die nicht mehr ganz so jungen und auch nicht sämtlichst aus einem Model-Katalog gestiegenen Teilnehmerinnen dieser Hochzeitssause bieten den Meisten vermutlich ein deutlich größeres Identifikationspotential.
Lediglich Rose Byrne in der Rolle der unerträglichen Brautjungfer Helen könnte auch aus der Wysteria Lane stammen (ja, schon klar, andere Serie), doch die deutete ja schon im "Männertrip" (noch so eine Apatow-Produktion) ihr komisches Talent an und zickt auch hier nun ganz wunderbar herum, dabei aber stets mit Unschuldsmiene agierend und sich keiner Intriganten-Schuld bewusst. Hauptdarstellerin Kristen Wiig dürfte zumindest hierzulande noch weitgehend unbekannt sein, nähert sich aber durch ihre jahrelangen Auftritte im Comedy-Dinosaurier "Saturday Night Live" in den USA bereits der Tina Fey-Liga für komische Frauen. Ihre neurotisch-verzweifelte Annie ist eine ebenso witzige wie dankbare Figur, die sich Wiig auch gleich selbst auf den Leib geschrieben hat.
Womit man sie allerdings dann auch nicht ganz freisprechen kann von den etwas fragwürdigeren Momenten dieses, die meiste Zeit sehr unterhaltsamen und für Hollywood-Verhältnisse doch recht unkonventionellen Lustspiels. Denn bei aller Sympathie für den gebotenen frechen Humor: Hier und da ist leider doch mal Fremdschämen angesagt, wenn es wieder etwas zu derbe und geschmacklos wird. Das gilt ganz besonders für die Sequenz, in der sich die muntere Damenschar in ein Geschäft für Hochzeitskleider bewegt und dort mit den Folgen einer kurz zuvor erlittenen Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hat. Wenn sich da dann lustig vor sich hin übergeben und auf die Straße, ähem, gekackt wird, dann rutscht man aufgrund des Fremdschämfaktors auch schon mal etwas tiefer in den Kinosessel.

Ganz überwiegend ist der "Brautalarm" jedoch trotzdem ein großer Spaß, der sich hinter thematisch vergleichbarem Stoff wie etwa der "Hangover"-Reihe nicht zu verstecken braucht. Er wurde mit Sicherheit auch nicht in erster Linie mit dem Blick auf Kritikerlob angelegt, verdient sich dieses aber trotzdem. Wobei der gewissenhaft gleich bei zwei Vorführungen im Publikum sitzende Autor dieser Zeilen noch auf einen Aspekt aufmerksam machen möchte: Originalfassungen sind ja an sich immer was Feines, mussten jedoch selten so ausdrücklich empfohlen werden wie im Fall von "Brautalarm" oder also vielmehr den "Bridesmaids". Denn dieser Film verliert in der deutschen Fassung leider ungemein und wirkt dort oftmals wesentlich plumper und unwitziger. Einzelne Szenen, wie z.B. der Auftritt der angetrunkenen Annie im Flugzeug sind in der Synchronfassung sogar derart misslungen, dass man am Schauspieltalent der Darstellerin zweifeln könnte, wenn man es nicht aufgrund des Vergleichs zum Original besser wüsste.
Wer also die Gelegenheit hat, sollte in diesem Fall wirklich lieber die Originalversion wählen, das Vergnügen ist ein spürbar größeres.

Volker Robrahn

8

Bridesmaids hat erfüllt was ich erwartet habe, eine warme sehr witzige teilweise auch mal derbe Komödie die auch ihre klugen und leisen Momente hat und die unter der Oberfläche etwas echtes und zeitgemäßes vermittelt.

Kristen Wiig schrieb zwar das Drehbuch, aber die Szene im Brautaustatter ist von Apatow nachträglich eingefügt worden.
Hätte nicht unbedingt rein müssen ist aber auch ok.
Schließlich ist Apatow bekannt für seine gross-out Comedy, Fans seiner Produktionen sind da schon etwas abgehärtet:)

Alles in allem ist dieser Film sehr zu empfehlen.
Anders und frischer als all die langweiligen so called Comedys in denen die üblich verdächtigen Darstellerinen ihren Rom-Com Automatismus abspulen und auch anders als der Bling- Bling Feminismus von Sex and the City dem mittlerweile jede frische abgeht.

Ich hatte den Film im Mai im original schon gesehen, freue mich aber dennoch darauf ihn mir heute nochmals in der Ladysnight mit Freundinen anzuschauen, ich hoffe die Syncro ist nicht derart übel das uns jeder Spaß vergeht:(

8

Der Film ist im Comedybereich absolut zu empfehlen und garantiert unterhaltsame 2 Stunden. Derbe und leise Töne wechseln sich wohltuend ab und die Besetzung, von der nur Rose Byrne einen etwas höheren Bekanntheitsgrad (Damages, X-Men First Class) in Deutschland hat, ist erfrischend. Der Film hätte einiges verloren, wenn die in solchen Rollen leider oft unvermeidliche Jennifer Anniston oder die jüngere Alternative Katherine Heigl gecastet worden wären.

Es macht einfach noch zusätzlich mehr Spaß, unverbrauchte Gesichter in typischen Rollen zu sehen. Trotz der zahlreichen Lacher hat der Film eine kleine Botschaft: "Wahre Freundschaft übersteht alles!"

8

Einfach nur zum Brüllen komisch. Herrliche Komödie mit einer Menge unverbrauchter Gesichter. Einziger Makel: Die Laufzeit ist etwas zu lang geraten. Ansonsten aber der klar bessere "Hangover" :D !!

Es ist mir wirklich ein

Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man sich solch einen peinlichen Müll freiwillig antun kann. Ich wartete eine geschlagene Stunde lang verzweifelt auf eine witzige Szene und machte den DVD-Player dann entnervt aus. Angesichts des Schwachsinns, den ich bis dahin sah, ca. 58 Minuten zu spät. Fäkal"witze" ohne Ende, wenn ich mich Fremdschämen will, dann schaue ich "Bauer sucht Frau" oder ähnlichen Müll. Das war eine Stunde verschwendete Lebenszeit und es ist mir echt ein Rätsel, wie es überhaupt jemanden geben kann, der über so etwas lachen kann.

Ganz unterhaltsam und

5

Ganz unterhaltsam und angenehm durch die schon erwähnte, warme "feel-good"-Erzählweise.

Mittlerweile habe ich ein Gespür dafür, dass eine Lovestory/Komödie von einer Frau stammt (Buch/Regie), ohne es vorher zu wissen. Man wartet auf die Pointe, den Lacher, DEN EIGENTLICHEN GRUND der Szene, ABER ES KOMMT... die nächste Szene. Filmmacher-Frauen haben irgendwie ein Talent dafür, zu Silvester eine Rakete in den Garten zu stellen, aber kein Feuer mitgebracht zu haben... Sieht so doch auch nett aus...?!? Zumindest schmeckt der Sekt...

Dabei fühle ich mich durchaus in der Lage, auch feingeistigen Witz zu erkennen, der riesig Spass machen kann :-)

Die beiden Farrelly's hätten daraus eine LIGHTSHOW gemacht! Ja, die beiden ALTEN Farrelly's ;-)

Ich teile hier selten die Meinung eines Kritikers, aber die Flugzeug-Szene ist wirklich schlecht. Und ICH stelle nicht erst die Sprache um, damit es erträglicher wird ;-) So absurd, albern & unwirklich, dass das ganze Lauwitzige REAL nach 5 Sekunden vorbei wäre, bevor es überhaupt angefängt... Auch mit viel Phantasie geht das nicht.

Trotz dieser deutlichen Einwände sehbar und auch unterhaltsam. Nur nicht auf richtige Brüller warten.
Von denen 150 drin sein könnten...

Also bitte. Das kann doch

1

Also bitte. Das kann doch nicht euer Ernst sein!

Ich mag derben Humor und alberne Komödien, gerne auch solche, deren Ende man schon am Anfang kennt, aber ich habe selten einen so miserablen Film gesehen.

Absolut jede unglaublich unwillige Szene ist völlig unnötig in die Länge gezogen, die "Wendungen" der "Handlung" sind eine Reihe leerer Klischees und die Charaktere sind durch die Bank weg vollkommen unsympathisch (bis auf den Polizisten vielleicht).

Die Hauptfigur handelt so dermaßen peinlich und bescheuert, dass ich schon beim "Reden-Battle" abschalten wollte, aber ich habe tatsächlich weitergesehen, weil ich wissen wollte, ob man tatsächlich eine komplette Komödie ohne einen einzigen brauchbaren Witz hinbekommt.

Die Toiletten-Szene ist kein Ausrutscher, sondern der Gipfel der Geschmacklosigkeit bei einem Film, der sowieso in jeder Szene zum Fremdschämen "einlädt". Jede Frau, die sich gern mit diesen Figuren identifiziert, tut mir furchtbar Leid.

Nicht dass ich "Sex and the city" besser bewerten würde, der Langfilm gehört ebenfalls zu den schlechtesten, die ich kenne. Aber wieso dieser Rotz nur einen Deut besser/greifbarer/sympathischer sein sollte, ist ein Rätsel. Da muss ich nike76 in jedem Punkt zustimmen.

Grausames Drehbuch, an sich gute Schauspieler, die hier nicht das Geringste von ihrem Talent zeigen. Warum Rose Byrne sich für so etwas hergibt, ist nur damit zu erklären, dass sie jemandem einen Gefallen schuldete. Dass so eine Produktion Geld bekommt, ist einfach traurig.

Hier stimmt gar nichts. Das erste Mal, dass ich am liebsten gar kein Auge geben würde, weil mich diese Frechheit von Film so angewidert hat.

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