Anatomie 2

horror-thriller, brd 2003
original
 
regie
stefan ruzowitzky
drehbuch
stefan ruzowitzky
cast:

barnaby metschurat,
heike makatsch,
herbert knaup,
roman knizka,
frank giering, u.a.

spielzeit
92 min.
kinostart
06.02.2003
homepage
www.anatomie-2.de
bewertung

(7/10 augen)








 

 




 

Der Verleih Columbia-Tristar wollte bei "Anatomie 2" einmal etwas Neues ausprobieren. Nein, keine unglaubliche Innovation im Horror-Genre, sondern den Verzicht auf größere Pressevorführungen. Angeblich, um der mit Vorurteilen behafteten Berichterstattung über deutsche Filme (in Deutschland!) aus dem Weg zu gehen, wurde der Film nur wenigen, handverlesenen Vertretern der schreibenden Zunft im Voraus gezeigt, von denen man eine "faire" Berichterstattung (man könnte auch sagen: besonders PR-freundlich) gewohnt war. Das Ironische an der ganzen Geschichte: Diese panische Angst vor schlechter Presse ist in diesem Falle völlig unbegründet. Zwar muss sich "Anatomie 2" wie auch die anderen bisher von der deutschen Columbia produzierten Projekte ("Anatomie", "Feindliche Übernahme" und "Was tun, wenn's brennt") den Vorwurf gefallen lassen, die Speerspitze der Amerikanisierung des deutschen Films darzustellen, abgesehen davon ist er aber nicht nur besser als sein Vorgänger, sondern auch in der Tat ein wirklich guter Film.

Das mag auch daran liegen, dass sich "Anatomie 2" in allen Belangen bewusst vom ersten Teil absetzt, auch inhaltlich: Anstatt einer simplen Fortsetzung des Teenie-Slashers im Arztkittel erwartet den Zuschauer hier ein etwas gängigerer Medizin-Thriller, der indes durch gezielte Überzeichnungen seine Betonung nach wie vor auf Unterhaltung legt. Auch die Heldin Paula Henning (Franka Potente) aus Teil Eins spielt hier nur eine kleine Gastrolle als Ermittlerin, Protagonist ist das ehemalige Nachwuchs-Talent des MSV Duisburg und jetziger ambitionierter Medizinstudent, Jo Hauser (Barnaby Metschurat aus "Solino"). Der tritt voller Ideale und in der Hoffnung, vielleicht einmal eine Heilung für seinen durch eine Muskelkrankheit gelähmten Bruder zu finden, sein Praktikumsjahr am Berliner Uni-Klinikum an, wird aber sehr schnell desillusioniert durch den stressigen Alltag eines Weißkittels in Ausbildung. Rettung aus dieser Tristesse scheint das junge Forschungsteam (u.a. Heike Makatsch, Roman Knizka und Frank Giering) um den begnadeten Professor Müller-LaRousse (herrlich durchtrieben: Herbert Knaup) zu bieten: Mit modernster Technik betreiben sie revolutionäre Forschung bei der Entwicklung synthetischer Muskeln, allerdings mit etwas "unkonventionellen" Methoden. Nachdem sich Jo als brauchbarer Regelbrecher erwiesen hat, wird er ins Forschungsteam und die lokale Loge der aus Teil Eins bekannten "Antihippokraten" aufgenommen. Ein vermeintlich großer Schritt für Jo, doch dann beginnen die Dinge wirklich hässlich zu werden.

Konnte man dem ersten Teil noch vorwerfen, er hätte seinen interessanten Ansatz um die zentrale medizinische Ethikfrage, ob und wann ein Menschenleben im Sinne der Forschung geopfert werden darf, zu früh fallen gelassen (der beste filmische Beitrag hierzu bleibt nach wie vor "Extrem - mit allen Mitteln"), um sich in einen reichlich konventionellen Slasher-Plot zu stürzen, macht "Anatomie 2" genau diesen Fehler nicht. Kein psychopathischer Skalpell-Schwinger, der die Handlung an sich reißt, sondern konsequente Überhöhung arroganten Mediziner-Hochmuts. Herbert Knaup als Müller-LaRousse ist hier von unschätzbarem Nutzen: Ohne in eine Karikatur abzugleiten, versteht er den Größenwahn seines Charakters einzufangen und hat dadurch großen Anteil an der hübsch paranoiden Grundstimmung des Films, die schließlich ihren Höhepunkt in einer fast brillanten Fluchtsequenz am Schluss findet (und man muss einfach eine Szene mögen, die mit einer improvisierten Notoperation auf einem Küchentisch endet).
Der Plot gerät manchmal ein wenig holprig, pendelt zwischen der gut gelungenen Charaktereinführung Jos und seiner viel zu überhasteten Rekrutierung in den Kreis der Antihippokraten. Allerdings wird bald klar, dass sich Regisseur und Autor Stefan Ruzowitzky durchaus bewusst war, dass er dem Medizin-Thriller hier kein wirklich neues Thema hinzufügt, und darum konsequenterweise die Hauptbetonung auch nicht auf die Story, sondern den Stil legte. Das Resultat ist eine lustvolle "Over the top"-Inszenierung, die alles anstellt, was sich mit Hilfe eines begnadeten Cutters und eines ekstatischen Komponisten umsetzen lässt. Systematisch überhöht Ruzowitzky gerade gegen Ende jede Situation, während die Musik völlig überzogen losplärrt, und bringt seinen Film so immer wieder an die Grenze zum Satirischen, springt manchmal drüber und macht manchmal in letzter Sekunde kehrt.
Das Ergebnis dieser überraschenden Taktik ist ein interessanter Zwitter: Thematisch ein ernsthafter Medizin-Thriller, stilistisch ein fast schon überdrehter Schocker, der auch seine einfältigen Horrorwurzeln und deren Regeln zu pflegen weiß: Warum sonst würde ein sich bedroht fühlender Mensch einer spontanen Einladung zu einem nächtlichen Treffen im OP-Saal folgen.

Wer eine simple Fortsetzung von Teil Eins erwartet hat, könnte auf "Anatomie 2" etwas befremdet reagieren. Aber gerade diese Unabhängigkeit vom Vorgänger macht ihn zu einem besseren Film und beweist, dass die durch "Anatomie" verkörperte Amerikanisierung der hiesigen Filmwelt sich zumindest noch nicht die schlechten Eigenschaften des US-Fortsetzungwahns angedeihen ließ. Denn Sequels, die sich nach Strich und Faden dem Original anbiedern, fallen eigentlich grundsätzlich durch. Schön, dass man hier genug Mut für etwas Neues bewies. Selbst wenn am Ende (wie bei Teil Eins) erneut das Türchen für eine weitere Fortsetzung aufgehalten wird.

F.-M. Helmke

 



Name: Tamrun
Email: TamrunAbbrunk@aol.com
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Dass die Columbia den Film nicht der Presse vorführte, hat auch seinen Grund. Das Sequel ging nämlich voll daneben. Arrogante Charaktere, eine hanebüchene Story, kaum Thrill - und ein unerträglicher Herbert Knaup. Der nette Ideeansatz versinkt in Klischees... Dann doch lieber das charmante Original rauskramen...



Name: Peter Buchner
Email: Buchi@nexgo.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Aua. Das tat weh: Eine völlig überzogene Inszenierung, eine Ansammlung von Unsympathen, dazu noch schlecht gespielt und mehr als unglaubwürdig. Horror? Null. Thrill? Na ja... Vertane Zeit... Bleibt lieber zuhause oder guckt euch was Vernünftiges an.



Name: trdl
Email: hfhd@dfhh.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Geht definitiv mehr unter die Haut als der erste Teil dank der (leider) gut vorstellbaren Story und den tollen Leistungen von August Diehl, Roman Knizka, etc. Es gibt kein Schwarz oder Weiß, mit den "Bösen" hat man eher Mitleid, das macht den Film ziemlich bedrückend.



Name: Sebastian Czekala
Email: amano11okohama@GMX.net
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Es ist lieber,es wäre Franka Potente in den Film Anatomie 2.



Name: Jonathan Dilas
Email: jona@jonathan-dilas.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Wandle nicht auf dunklen Pfaden und übergebe Dich haltlos schlitzenden Ärzten...

Götter in Weiß sind auch nur Menschen und an dieser Stelle überrascht Heike Makatsch als leidenschaftliche und treue Anhängerin des größenwahnsinnigen, antihippokratischen Chefdoktors Müller-Larousse entgegen sämtlicher Erwartungen mit ihrer hervorragend gut gespielten Rolle als Viktoria. Rosie Alvarez in der Rolle der
Philipinin hingegen mag den Film angenehm versüßen, aber ihre Aussprache ist derart undeutlich, dass es den Zuschauer ein wenig irritiert, wenn man nur die Hälfte ihrer Worte versteht. Ihre Rolle als Lebensretterin, jedoch zumeist mit unwichtigen Dialogen bestückt, ist hier vermutlich das schwächste Glied der Kette. Der
Hauptdarsteller Jo spielt sehr leidenschaftlich, aber auch naiv, seine Rolle als karriereorientierter Arzt mit Blick auf eine glorreiche Zukunft. Franka Potente in ihrer Gastrolle als Geheimbundgegnerin überzeugt keineswegs, sie wirkt sehr unbeholfen und in arger Selbstbeobachtung.
Alles in allem sieht man sich hier mit einer Fortsetzung konfrontiert, die durchaus den Gang zum Naturheiler sowie der Anwendung eigener Selbstheilungskräfte unterstützt und das Vertrauen zur Ärzteschaft deutlich unterminiert. Teilweise werden sogar Assoziationen zum Machtmissbrauch der Ärzte zu Zeiten des dritten Reiches, auf der Suche nach einer perfekten Arierrasse gezogen. Nicht verwunderlich, wenn man einmal bedenkt, wie schnell man heutzutage bereit ist, sich Ärzten anzuvertrauen und dem Geschäft mit der Angst unentwegt und unreflektiert finanzielle Unterstützung liefert.
(J. Dilas, www.jonathan-dilas.de)



Name: catweatzle
Email: catweatzleww@t-online.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Wo bleibt da Psycho, nur Blut und Geschnippel aber kaum Spannung. Nicht mal Geheimnisvoll, mager.



Name: JinniChan yathame
Email: jinnichan@hotmail.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

ich weiss, ich weiss.
ich bin 13, der Film ist ab 16,
aber aus Internet,Fernsehvorschau und werbung
habe ich schon wirklich sehr viel von dem Film gesehen
und finde ihn super
mal sehen ob ich an die noch hoffentlich kommende DVD rankomme :D



Name: Tom
Email: tom_blue@gmx.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Die schlechte Bewertung von einigen hier kann ich nicht nachvollziehen. "Anatomie 2" ist zwar wesentlich unblutiger als der erste Teil, kommt dafür aber um einiges spannender daher und ist für mich somit auch besser als Teil 1. Auch ich habe einen Slasher-Movie erwartet, bin aber nicht enttäuscht, da der Film mich von Anfang bis Ende gefesselt hat und dabei noch sehr gut unterhalten hat.



Name: Sebastian
Email: schmiddi.x@gmx.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Gegenüber dem ersten Teil hat dieser Film ja wohl null Spannung (bis auf einiger wenige Szenen). Ich hab mir mehr erwartet!!



Name: noone
Email: noone@web.com
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist einfach nur grausam. Die Schauspieler sind durchgehend schlecht und die Story des Films ist noch schlechter als beim ersten Anatomiefilm. Spart euch das Geld und geht nicht in diesen Film. Es lohnt sich nicht, sich diesen Film im Kino anzusehen.



Name: 1234fire
Email: -
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

flache story, flache schauspieler, schlechte kamera...... welche grandioser reinfall. überzeugte teil 1 noch mit echtem "thrill" feeling, sträuben sich hier angesichts einer derart miesen story die letzten nackenhaare. NICHT ANSEHEN. zeit- und geldverschwendung!!!!!



Name: Zeus
Email: xzeus@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Genial spannend und gruselig. Wem der erste Teil gefallen, der wird hier auch seine Freude haben.



Name: Maniac
Email: -
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Unterhaltsam und durchaus keine zeitverschwendung wenn auch etwas abgedreht und zeitweise "Pervers".



Name: Big Dig
Email: -
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Kein film den man sich 2x ansehen möchte, langweilig!!!!



Name: Andi
Email: ------
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Schwer enteuscht von dem Mist! Nach dem genialen 1. Teil hatte ich große hoffnungen auf den 2. Teil. Entauschung pur!!!!! Kein Horror, kein Thrill, keine Spannung!!!! Kurzum, ging in die Hose!!!!



Name: Joe_Potter
Email: a0005407@addcom.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Besser als der in meinen Augen missglückte erste Teil, den man ja nur alss Teenie-Horror bezeichnen konnte.
Trotzdem nicht wirklich gelungen und ziemlich altmodisch: Da werden Menschen noch mechanisch-elektrisch manipuliert. Das klingt eher nach den Fünzigerjahren als nach dem Zeitalter der Gentechnik, in dem wir schon leben.
Trotzdem ist mir dieser Film sympathischer als der hunderste amerikanische Hollywood-Aufguss zu einem solchen Thema.




Name: Sandra Decker
Email: trine.ndl@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich finde ihn besser als den ersten teil, weil er auch aussagt wie weit die Anatomie schon vortgeschritten ist und wie weit sie noch vorschreiten wird.



Name: Johannes
Email: ma-kh.grill@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Genial!s.Rezension oben!Könnt ich mir dutzendfach ansehen!



Name: Martina
Email: martina.laurafan@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich finde ihn besser als den ersten teil, weil er auch aussagt wie weit die Anatomie schon vortgeschritten ist und wie weit sie noch vorschreiten wird.

>>>I agree with him!! Ich sprache nein Deutch :p



Name: Vladi
Email: gangxsta4life@hotmail.fr
Bewertung:      (1 von 10 Augen)

Der Film ist totaler müll und ist schon sehr übeertireben wer steutert denn die muskel eines menschen mit einem computer auch wenn sie eingeplanzt sind und das ist ja nur rumschnibbelei also unter spannend verstehe ich eigentlich komplett was anderes das ist eher ein Hororschnibel film als ein spannender thriller



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Bewertung: von 10 Augen