Eine arrangierte
Hochzeit soll das
Leben der Neureichen Van Dorts und der verarmten
Adelsfamilie Everglot
verbessern. Die durch eine Fischfabrik reich gewordenen
Van Dorts
wollen als Mitglieder der besseren Gesellschaft akzeptiert
werden,
während die Everglots dringend das Geld der Van Dorts
benötigen.
Nichts zu sagen haben in all dem die Heiratskandidaten:
der hyperscheue
und etwas tollpatschige Victor Van Dort (im Original
gesprochen
von Johnny Depp) und die romantische Victoria
Everglot
(Emily Watson). Nachdem es bei einem ersten Treffen der
Beiden wider
erwarten ‚funkt', steht auch schon die Probe der Hochzeit
vor
der Tür, womit das Desaster beginnt. Leicht tölpelig
vermasselt
Victor mal um mal seinen Heiratsschwur, bis ihn der
gestrenge Pastor
Galswells (Christopher Lee) aus der Kirche wirft, mit dem
Hinweis,
er solle gefälligst seinen Schwur üben. Das tut Victor
in der Abgeschiedenheit des Waldes und steckt nach
geschafftem Schwur
einem Ast den Hochzeitsring an. Einzig, es ist kein Ast,
sondern
der Finger einer Leiche (Helen Bonham Carter), die
daraufhin flugs
von den Toten erwacht und Victors Heiratsgesuch willig
annimmt.
Muss Victor jetzt als Ehemann einer Leichenbraut in der
Unterwelt
bleiben? Welches Geheimnis steckt hinter ihrem Schicksal?
Was wird
Victoria tun? Und was bezweckt der mysteriöse
Hochzeitsgast
Barkis Bittern (Richard E. Grant)?
"Hochzeit mit einer Leiche" ist in jeder Hinsicht
Klassen
besser als sein direkter Vorgänger und Vergleichsfilm, der
von Tim Burton produzierte (aber nicht inszenierte)
Stop-Motion-Animationsfilm
"A
Nightmare before
Christmas". Natürlich ist er technisch ausgefeilter,
aber auch liebevoller, kohärenter, besser geschrieben und
schlichtweg
ergreifender. "Nightmare" war cleverer und düsterer,
dafür kann man ihn bewundern, aber nicht lieben. "Hochzeit
mit einer Leiche" ist dagegen ein Fall für eine
cineastische
Liebesaffäre; ein - trotz Goth-Atmosphäre, Leichen weit
und breit und der Unterwelt als Schauplatz - für
Burton-Verhältnisse
fast sommerlich leichter Film, voller Witz und Charme.
Wie
in einem Disneyfilm gibt es auch hier ein paar
Musical-Nummern von
Burtons Stammkomponist Danny Elfman, die aber direkt in
die Story
des Films eingebunden sind und nicht wie Fremdkörper
wirken,
wie noch so manche in "Nightmare" und in "Charlie
und die Schokoladenfabrik". Dazu kommen herrliche
Gags,
sowohl visueller Natur als auch im Sprachwitz. Wenn etwa
ein "Second
Hand Shop" in der Unterwelt seiner wortwörtliche Bedeutung
entspricht, hat man gar beides.
Der Film birgt aber auch eine andere, satirische Note in
sich, denn
im Laufe des Films wird die Praxis der Standes- bzw.
Zwangsheirat
- gerade im 19. Jahrhundert, in dem der Film auch spielt,
weit verbreitet
- aufs Korn genommen und als unsinnig und unwürdig
entlarvt.
Erstaunlich dabei, wie viel Romantik und Gefühl das
Drehbuchschreiber-Trio
dabei hereinbringt, bei allen Gags aber auch
Ernsthaftigkeit. Hier
geht es um gestohlene Leben, unerfülltes Verlangen, um den
Wert von (Ehe-)Versprechen und natürlich auch um die große
Liebe. Wichtige Themen also, die dem reinen
Unterhaltungswert Tiefe
und dramaturgisches Gewicht hinzufügen.
"Hochzeit mit einer Leiche" ist natürlich ein Märchen,
versteht sich auch so, bis hin zum bittersüßen Finale.
Dementsprechend ist die Geschichte simpel und die
Storywendungen
kann man nach einer Viertelstunde auch allesamt erraten
haben. Die
Dreiecksgeschichte um Victor, Victoria und Emily verliert
trotzdem
nie an Spannung oder Einfallsreichtum, ganz im Gegenteil.
Denn nachdem
der Anfang des Films doch recht konservativ erscheint,
weil er sämtliche
Geschichtsstränge zumindest im Keim aufbauen muss, geht es
nach der titelgebenden Hochzeit so richtig los: In der
Unterwelt
zieht Burton alle bekannten Register der grotesken
Kulissen und
schaurig-schönen Gags. Wie immer interessieren ihn die
bunten
Fantasywelten mehr als das graue normale Leben. Diese
Vorliebe fürs
Skurrile zieht sich ja auch durch
sein
gesamtes Schaffen: Charlies grauer Lebensalltag wird gegen
die knallbunte
Schokoladenfabrik eingetauscht, im "Big Fish" stachen
besonders die märchenhaften Erzählungen ins Auge, und
auch hier wird der Film erst lebendig, als er sich mit den
Toten
beschäftigt.
Geschickt kontrastieren Burton und Co-Regisseur Mike
Johnson dabei
Unterwelt und unsere Welt. Die Welt der Lebenden ist das
eigentliche
Totenreich, ihr wurde nicht nur alle Farbe, sondern auch
alle Lebensfreude,
ja alles Lebendige entzogen. Die Unterwelt dagegen sprüht
vor
Farbe und, ja, Lebensfreude (oder Totenfreude?), sämtliche
toten Charaktere scheinen mehr Puls zu besitzen als die
Lebenden
- von Victoria und Victor mal abgesehen. Und so wirken
diese Knochenmänner
und Zombiefrauen auch gar nicht besonders schrecklich,
auch wenn
der Film natürlich nichts für die Kleinen ist.
Gerade die Unterwelt hat eine ganze Reihe von
herzallerliebsten
Figuren zu bieten, die man sofort ins Herz schließt -
Scraps,
Victors Knochenhündchen ("Du hättest ihn mal mit
Fell sehen sollen!") ebenso wie die neunmalkluge Made, die
es sich in Emilys Kopf gemütlich gemacht hat.
Liebenswertester
Charakter ist aber eindeutig Elder Gutknecht, der
klapprige Knochenopi,
der Victor und Victoria in die Welt der Lebenden
zurückschickt.
Sollte Oscar-prämiert werden als beste Skelettdarstellung
in
einer Nebenrolle. Und wo wir schon bei Superlativen sind:
Das weltbeste
Zitat von Rhett Butlers berühmtem Abschiedssatz "Frankly,
my dear, I don't give a damn" gibt es hier auch zu
bewundern.
Wie fast immer bei Burton also: makabre Wundertüte,
ordentlich
was los, Futter für die Augen.
Für letzteres sind zweifellos auch die technischen
Fortschritte
der letzten Jahre verantwortlich, denn die althergebrachte
Stop-Motion-Technik
wird nun mit moderner CGI ergänzt, das Ergebnis ist das
Beste
beider Welten: Die Puppen besitzen nicht nur eine extreme
Ausdruckskraft
(auch dank ihrer riesigen Augen), sondern auch einen
gewissen unperfekten
Charme, den kein Rechner erzielen kann. Die mit CGI
unterstützten
Kulissen und Hintergründe dagegen sorgen für ein tolles
Seherlebnis. Nicht zu steril, aber trotzdem technisch
hochwertig
und visuell hochklassig - so muss das gemacht werden. Da
sollten
sich langweilig und bieder animierte Filme wie "Madagascar"
mal was schämen.
Ein
Lob muss an dieser Stelle auch mal Co-Regisseur Mike
Johnson gemacht
werden, der schon jahrelang an "Hochzeit mit einer Leiche"
werkelte, bevor Burton dazu stieß. Er scheint einen guten
Einfluss auf Burton ausgeübt zu haben, denn anders als bei
anderen Filmen (besonders beim erbärmlichen "Planet
der Affen"-Remake) verliert dieser hier vor
Ausstattung
und Design nicht Figuren und Geschichte aus den Augen.
Zum vollendeten Meisterstück wird "Hochzeit mit einer
Leiche" aber durch die perfekte Besetzung, zumindest in
der
englischen Originalfassung (und keine andere sollte man
sehen, denn
wer will schon Depp & Co. missen?). Besonders die drei
Hauptcharaktere
sind nicht nur vom Drehbuch präzise aufgebaut, sondern
eben
auch ihren Sprechern sorgsam angepasst: Johnny Depp
variiert hier
seinen scheuen Exzentriker Willy Wonka, macht Victor aber
deutlich
weniger eigensinnig und dadurch wesentlich gelungener als
Held der
Geschichte. Emily Watson verleiht Victoria dieselbe
Mischung aus
unschuldiger Süße und leiser, aber fester
Entschlossenheit,
die man auch sonst von der englischen Mimin kennt. Und
Helena Bonham
Carter - Burtons Ehefrau, wie immer dabei - gibt Emily,
der Leichenbraut,
eine rührende Verletzlichkeit.
Dazu kann man noch die britischen Altmimen Christopher Lee
(mit
seiner wuchtigen Stimme genau richtig als Furcht
einflößender
Pastor) und Michael Gough (bekannt als Butler Alfred aus
den "Batman"-Filmen,
einfach toll als Elder Gutknecht) aufbieten, sowie Albert
Finney
aus "Big
Fish" und Tracey
Ullmann als Victors überdrehte Mutter. Kurzum: ein tolles
Ensemble,
das die Figuren ganz wunderbar lebendig werden lässt.
Selten
hat man einen Film voller Toter gesehen, der derart
lebendig und
lebensbejahend ist.
Dies ist auch die größte Errungenschaft des Films: Er ist makaber, aber er hat Herz und Seele, beides in enormer Menge. Man hätte ja kaum gedacht, dass "süß" und "schaurig" dasselbe bedeuten können, aber man lässt sich gern eines Besseren belehren. "Hochzeit mit einer Leiche" ist eine mit tollen Gags und satirischen Spitzen versehene romantische Komödie (mit Untoten), ein bewegendes Liebesdrama mit Dreiecksbeziehung, ein fetziges Musical mit Begleitung auf der Knochengitarre. Er ist eben all dies: romantisch, witzig, musikalisch, dazu Unterhaltung abseits bekannter Pfade. Kann man denn mehr wollen?
Nicht nur, weil er in einem Jahr mit eher schwacher Konkurrenz erschien: Der Oscar für den besten Animationsfilm (sofern Stop-Motion mit Puppen darunter fällt) muss "Hochzeit mit einer Leiche" gehören, denn schöner, stimmungs- oder liebevoller als hier kann man einen Animationsfilm nicht machen. Ein Genuss für Augen, Gehirn und Gefühl. Ach, was soll's: Ein kleines Meisterwerk!

Film ist super fand ihn gleich auf Anhieb toll. Die Songs sind super hab mich schräg gelacht.Ich find die Figuren auch voll lustig. Ich will meeeeeeeeeeehr soooooooooo waaaaas!!!!!!!!!!!!
der film ist der hammer....kann man nur weiterempfehlen!!!ich will diesen film auf dvd!!!!!
Ich find Timburtons Filme super,auch dieser war wieder ein echter Hammer.Alerdings fand ich in ein bischen zu kurtz,aber trodztem toll.Hofentlich werden auch in Zuckunft solch tolle Filme zu sehen beckommen.
Hey mann der Film ist oder klasse!!! Hab den zum ersten mal gesehen und wollte ihn gleich noch mal sehen! Ich finde dieser film ist sooo klasse, dass es einen zweiten teil geben sollte! (Im Kino)
heagggggggdl und bitte schaut euch den Film an! ER IST EINFACH DER HAMMER!!!!!!
lgchrissiX
Puppentrick-Horror vom Feinsten. Klasse Mix aus Horror, Romanze, Historienfilm, Musical und schwarzer Slapstick-Komödie
toller filmk, hab nie gedacht, dass animation so cool sein kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! hol mir die dvd- na dann,zehn sterne verdient!!!!!!!
Ich Liebe den Film und ich könnte ihn mir immer wieder ansehen nur leider find ich das Ende etwas doof da ich gehofft habe er bleibt doch bei der leiche,wäre ein tolles ende gewesen.(4vom10 augen gebe ich den film) Hoffe Tim Burton kommt auf die idee einen zweiten teil zu machen ;P
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