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Wintersonnenwende

Wintersonnenwende
fantasy-abenteuer , usa 2007
original
the seeker - the dark is rising
regie
david l. cunningham
drehbuch
john hodge
cast
christopher eccleston,
ian mcshane,
alexander ludwig,
maggie barnes, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
11. Oktober 2007
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Will Stanton (Alexander Ludwig) hat es nicht leicht. Als jüngster von sechs Brüdern hat er in der Familie eh nicht viel zu melden und dann zieht diese auch noch von den USA in ein kleines englisches Kaff. Die neue Schule hält zwar eine hübsche Traumfrau (Maggie Barnes) bereit, aber die müsste Will dann irgendwann auch mal ansprechen. All diese Schwierigkeiten entpuppen sich jedoch bald als unbedeutende Problemchen, denn der 14jährige erfährt, dass er der Letzte einer Gruppe von Kämpfern ist, die sich die Uralten nennen und von Merriman Lyon (Ian McShane) angeführt werden. Will besitzt sogar besondere Fähigkeiten, die ihm bei der Erfüllung seiner Aufgabe helfen sollen. Denn er ist der "Sucher der sechs Zeichen" und wenn nicht er sondern der dunkle Reiter (Christopher Eccleston) diese in die Hände bekommen sollte, droht nicht weniger als das Ende der Welt wie wir sie kennen.

Klingt das nicht aufregend und interessant? Es klingt wohl vor allem ziemlich vertraut, denn ein Junge im Teenageralter, in dem gewaltige übernatürliche Kräfte schlummern und der die größte Hoffnung im Kampf gegen das Böse verkörpert, hat sich ja bereits als erfolgversprechendes Konzept bewährt. Nicht nur weil auch diese Geschichte in England spielt ist sie dabei deutlich näher am Grundkonzept des Zauberlehrlings Potter als etwa an den "Chroniken von Narnia", welche ebenfalls von der erzkonservativen Walden Media Gruppe produziert werden. Auch die "Wintersonnenwende" beruht zudem auf einer mehrbändigen erfolgreichen Jugendbuchreihe, so dass das Ganze selbst bei fehlender Originalität ein recht sicherer kommerzieller Hit hätte werden können.
"Können" weil sich dieses Ziel bereits vor dem deutschen Kinostart erledigt hat. Und das keineswegs nur aufgrund des bereits bekannten enttäuschenden US-Startwochenendes. Vielmehr scheint es, als ob von Seiten des Verleihs spätestens nach Sichtung des fertigen Films komplett das Vertrauen in den Erfolg verloren gegangen wäre. Denn nur so lässt sich der äußerst zurückhaltende und kaum von nennenswerten Marketingmaßnahmen begleitete Einsatz des Films nicht nur hierzulande erklären. Eine Pressevorführung im begrenzten Kreis gerade mal drei Tage vor dem Filmstart, für ein Produkt, welches eher der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht werden als vor etwaigem "Geheimnisverrat" geschützt werden müsste? Seltsam und selbst dann schwer nachzuvollziehen, wenn es sich hier qualitativ um eine absolute Gurke handeln sollte. Denn wenn das ein Argument wäre, hätte ja für "Eragon" schließlich kein einziger Euro in die Werbung investiert werden dürfen.
Und ganz so übel ist das Werk ja auch gar nicht geworden (doch, doch wir sprechen in dieser Rezension auch noch über den Film selbst). Visuell und im Bereich der Spezialeffekte bekommt man hier zumindest guten Durchschnitt geboten, die Story ist auch nicht viel alberner und unwahrscheinlicher als in vergleichbaren Genreproduktionen und die meisten Figuren sind an sich gar nicht mal unsympathisch. Woran es aber ganz gewaltig hapert ist die Charakterisierung der einzelnen Personen und der nicht vorhandene Aufbau von Spannung und Atmosphäre. Wenn der Zuschauer den Eindruck bekommt, dass diese Vision vom "Ende der Welt" nicht einmal in den Beteiligten AUF der Leinwand besondere Emotionen auslöst, dann bleibt man halt auch VOR derselben recht unbeteiligt.
Ob nun unser Held Will Stanton selbst diese gewaltige Veränderung in seinem Leben mit einem lapidaren "Aha, cool" abtut oder seine Schwester sich nicht weiter über Zeitsprünge wundert - allzu große Aufregung ist selten vorhanden und selbst der Bösewicht und "Dunkle Reiter" gibt sich zwischendurch recht nett und umgänglich. Die Krone setzt dieser Tendenz dabei der gute Ian McShane auf, der viele zuletzt mit seiner charismatischen Darstellung in der Serie "Deadwood" begeisterte, hier aber nicht nur in der Filmhandlung vom unerfahrenen und unwilligen Will genervt ist, sondern auch sonst so agiert, als wenn man ihn für diese Produktion zwangsverpflichtet hätte.

Fantasy, ob nun in der etwas erwachseneren "Herr der Ringe"-Version oder in der kinderfreundlicheren "Harry Potter"-Variante, benötigt vor allem Eines um überzeugen zu können: Nämlich eine Ausstrahlung, die man für gewöhnlich mit dem nur schwer übersetzbaren Begriff "Sense of Wonder" umschreibt. Und von dieser Begeisterung am Unbekannten und Geheimnisvollen ist in dieser bemerkenswert unspektakulären Verfilmung des ersten Buchs der "Wintersonnenwende" leider erschreckend wenig zu spüren. Das ist erstens schade und zweitens in diesem Genre unverzeihlich. Und deshalb dürfte auch bereits jetzt feststehen, dass wir auf die Adaption der Folgebücher nicht zu warten brauchen, denn es wird sie kaum geben. Was die Wenigen, die vom ersten Abenteuer des "Suchers" überhaupt etwas mitbekommen werden, wahrscheinlich aber auch verschmerzen können.

Volker Robrahn

jedem ernsthaften filmfreund müssten eigentlich schon beim suffix "fantasy-saga" sämtliche alarmglocken läuten...ich hoffe wir bleiben die nächsten winter von diesem schrott verschont....

schade dass der film anscheinend so übel geworden is. hab als jugendlicher die bücher gelesen und die warn echt gut, von der geschichte her zwar damals schon ein bisserl mau aber hatten ne unglaubliche athmosphäre. in der kritik wird geschrieben dass sich der schwarze reiter zwischendurch als ganz nett gibt, dass ist im buch nich anders, vielmehr liegt gerade hierdrin seine gefahr. naja keine ahnung ob das im film jetzt so gut rüberkommt, werd mir das geld wohl sparen

Kleine Korrektur: Wintersonnenwende ist der 2. Teil der Buchreihe von Susan Cooper. Aber anders als in den meisten anderen Fanatsy Reihen erzählt jedes Buch eine abgeschlossene Geschichte mit teils wechselnden Protagonisten. Die Bücher sind ausgezeichnete (auch wortwörtlich gemeint) Jungendbücher, die auf kunstvolle und damals (1970er) neue Art und Weise Artussage und keltische Mythologie mischen.
Obwohl ich als Jungendlicher die Bücher sehr gemocht habe, werde ich mir (weniger wegen der Kritik als vielmehr wegen des grausigen Trailers) die Kinokarte sparen.

7

So, jetzt war ich endlich drin und war positiv überrascht.

Gut, es mag sein, daß meine Erwartungen der Kritik entsprechend niedrig waren. Aber oh Wunder, der Film hat eine Atmosphäre, er hat eine Story und er kann größeren Kindern und Erwachsenen durchaus gefallen.

Ich kenne die Bücher nicht, aber mir persönlich hat er besser gefallen, als Harry Potter V. - Meiner Tochter auch.

1

Dieser Film ist mit großem Abstand der wohl schlechteste Film, den ich seit langem gesehen habe. Superschlechte Darsteller, eine Geschichte, die so alt und schlecht erzählt ist, durchschaubar und abgedroschen, dass einem das Grausen kommt. Die SpecialEffects sind so überaus arm, könnte jeder Laie mit ner Digicam ebensogut machen.
ABSOLUT ARM! Grottig! UNTER ALLER SAU!
Das Genre "Fantasy" triffts hier nicht, eher das Genre "voll der Müll!"
Einzig der Designer der "Zeichen" ist da als Künstler beteiligt gewesen... Dafür noch grade ein Auge :-)
Morbus empfielt:

FINGER WEG VON DIESEM DRECK!!!

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