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Wes Craven's Dracula

Wes Craven's Dracula
horror , usa 2000
original
dracula
regie
patrick lussier
drehbuch
joel soisson
cast
johnny lee miller,
christopher plummer,
justine waddell,
gerard butler,
jeri ryan, u.a.
spielzeit
109 Minuten
kinostart
26. April 2001
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Man befürchtete ja das Schlimmste. Am Anfang stand sie schon, übermächtig und bedrohlich, die Frage: Wer braucht so etwas, einen erneuten Dracula-Aufguss? Und dann sieht man sich gleich so klischeehaft bestätigt. Wes Cravens Involvierung? Der Produzent gibt wieder nur seinen gerade mal guten Namen her, das hat er schon öfter gemacht und das ging auch genau so oft in die Hose. Regisseur Lussier war vorher Cravens Cutter erfährt man. Aha. Sollte immerhin der sequenzielle Aufbau funktionieren. Die Darsteller: Oha, Johnny Lee Miller. Eigentlich ein sympathischer Bursche, aber seit "Trainspotting" relativ glücklos. Schon tragisch, wenn die größte Errungenschaft ist, Angelina Jolie abserviert zu haben, bevor sie ganz ganz heiß war. Naja, weiter im Text. Hmm, immerhin gibt's Christopher Plummer, Charaktermime und inzwischen uralt. Sieht auch so aus, aber halt, das passt hier ja vortrefflich zur Rolle. Und sonst? Semibekannte Jungschauspieler und - na klar - unser aller Lieblingsborg Seven-of-Nine, pardon, Jeri Ryan natürlich, darf auch hier wieder ihre Qualitäten knapp unterhalb der Stimmbänder zur Schau stellen. Boobs sell. Hat ja auch nie jemand bezweifelt. Die musikalische Untermalung? Wuarg, schlimmster Schweinerock und hohlstes Hardrockgeknüppel Marke Spandexhosen. Also auch hier keine Überraschungen. Das kann ja heiter werden. Na denn mal los mit der Beißerei...

Gerald Butler gibt im Jahr 2000
den Fürst der Dunkelheit.

 

Die Geschichte? Zwischen klassizistisch und modern, dabei in konstanter Schräglage aber erstaunlich tragfähig: Ins hochsicherheitsgeschützte Anwesen des Londoner Antiquitätenhändlers Van Helsing (Plummer) brechen eine Bande junger Diebe unter Mithilfe von Van Helsings heißer Assistentin Solina (Jennifer Esposito) ein und finden - nein, kein Geld und Gold, sondern bloß einen silbernen Sarg. Da solche Diebe erwartungsgemäß erstens gierig und zweitens geistig eher minderbemittelt sind, kommt natürlich keiner von denen auf die Idee, daß die Sicherheitssysteme und Fallen im Anwesen vielleicht nicht so sehr dafür da waren, jemanden rein zu lassen, sondern vor allem, jemanden nicht raus zu lassen. Also wird der Sarg geknackt und schon ist Dracula entfleucht, er plus seine kleine Armada aus Untoten machen sich's in New Orleans gemütlich. Gerüchteweise mögen ja auch Vampire "Mardi Gras". Da fällt man unter alkoholisierten Touristen nämlich auch als blasser Blutsauger kaum auf. Von den

Möglichkeiten sexwillige Opfer anzusaugen, mal ganz zu schweigen ... Oh, wehe, uns droht der Weltuntergang, doch was ist das? Es naht Rettung aus England in Gestalt von Van Helsing und seinem jungen Assistenten Simon (Miller). Die beiden machen sich also flugs auf die Jagd nach Dracula (Gerard Butler), während der etwas anderes jagt: Die junge Mary (Justine Waddell) hat seit frühester Kindheit Alpträume und ein Geheimnis, das sowohl Dracula als auch seine beiden Verfolger interessiert ...

Mit Coolness gegen die bösen Jungs:
Das hier sind die Guten.
Nicht sehr vertrauenserweckend
.

Zurück zur Ausgangsfrage: Wer braucht so etwas, einen erneuten Dracula-Aufguss? Die Antwort: Wenn das Ergebnis derart temporeich, gewitzt und durchaus nicht dumm daher kommt, dann immer her damit. Die Übertragung des Stoffes in die Moderne wirkt in diesem eher seltenen Fall gelungen, da die Umsetzung Schritt hält: Kamera, Schnitt und Effekte sind up to date. Sicher, man sieht, daß dieser Dracula keine 100 Millionen Dollar gekostet hat, aber in dem Fall wäre sicherlich viel vom fast altmodischen Witz verlorengegangen. Das Schauspielerensemble hat durchweg Spaß daran, diesen köstlichen Unsinn mitzumachen, und werden dafür mit ebenso köstlichen Zeilen belohnt: Als Miller einem Vampir den Garaus gemacht hat, darf er in bester Eastwood-Manier brummen: "Never ever fuck with an Antiquedealer!" Mucho cool. Ebenfalls sehr schön, wie selbstironisch der Film die Stereotypen auf die Schippe nimmt. Als Millers Figur einem angreifenden Vampir zur Abwehr ein Kruzifix entgegenhält, hält dieser kurz inne, scheint ein wenig nachzudenken, zuckt dann mit den Schultern, sagt: "Sorry, ich bin Atheist!" und greift weiter an. Herrlich.

Kein Martini
Hat hier jemand Borg gerufen? Star Trek-Nymphe
Jeri Ryan beim gepflegten Blutsaugen.

Was aber den Film eindeutig über das Niveau eines leidlich unterhaltsamen Spaßfilms hebt, ist die Schlußpointe. Diese soll hier natürlich nicht verraten werden, aber daß es den Machern überhaupt gelang, dem hundertmal gezeigten Dracula-Mythos noch eine völlig neue Facette hinzuzufügen, grenzt ans Genialische. Zugegeben: Einer ganz genauen Betrachtung kann der so simple wie geniale Einfall nicht standhalten, der reinen Wirkung in diesem knalligen Vergnügen tut das aber keinen Abbruch. Wären alle Remakes so smart wie "Wes Cravens Dracula", dann hätten diese auch nicht so einen schlechten Ruf.

Aufgrund der Thematik und den auch vom Rezensenten anfangs aufgeführten Vorbehalten wird diesem Film wahrscheinlich nur der Status eines kleinen Geheimtips bleiben. Wer aber sowohl klassische Vampirfilme als auch gepflegten bis gewitzten Grusel mag, der darf "Wes Cravens Dracula" nicht verpassen.

Simon Staake

8

Zum Kommentar von Filmamigo:
Hier wurde der Film anscheinend nicht richtig gesehen, denn Dracula bekam seine unsterblichkeuit nicht dadurch das er Jesus blut trank, sondern dadurch, dass er ihn verriet und seine unsterblichkeit ist eine strafe, denn Judas wollte sich töten. Zu der angesprochenen Szene wo Van Helsing die entkommene Vampirin nicht sofort tötet:
Die Polizei tauchte auf, wie soll vah nelsing denn bitte der polizei erklären warum diese frau getötet hat? er kann ja wohl kaum erwarten dass ihm das geglaubt wird!
Mir hat der Film gut gefallen!

10

Total cool der Film, und der Schauspieler erst..............:-) der gehört jetzt zu meinen Lieblingsschauspielern

der film ist recht gut,mal ein sexy vampir statt ein tod spukendes vieh,mir hat der film gefallen,und wer ihn nicht mag soll halt wieder rekord herr der ringe gucken machen mit streichhölzern

1

Was für ein dummer Film!Wer glaubt schon, dass Dracula urplötzlich im Dschungel bei Kammeraleuten auftaucht und sich von Blutegel ernährt.So einen Film hab ich noch nie gesehen.Schwachsinn!Müll!
Lieber schaue ich mir das Orginal Bram Stokers Dracula mit Gary Oldman an als diesen Käse!Die schaupieler waren schlecht vor allem Dracula-Darsteller Johnny lee Miller, oder wie der heißt. Daher 1 von 10 Augen für den Schrott!

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