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Schwere Jungs

Schwere Jungs
komödie , usa 2002
original
stealing harvard
regie
bruce mcculloch
drehbuch
peter tolan, martin hynes
cast
jason lee,
tom green,
leslie mann,
dennis farina, u.a.
spielzeit
85 Minuten
kinostart
13. Februar 2003
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

 

John (Jason Lee) und Duff (Tom Green) sind seit vielen Jahren befreundet und keiner versteht wieso: Während der ewige Nerd Duff auch mit Ende zwanzig noch bei Mama wohnt, unnützes Zeug erfindet und in den Tag hinein lebt, hat sich John eine bescheidene aber "ordentliche" Existenz aufgebaut. Nun steht er kurz davor seine brave Dauerfreundin Elaine zu heiraten und wäre daher mit seinem Leben eigentlich ganz zufrieden. Wenn nicht plötzlich seine Nichte überraschend von der renommierten Harvard-Universität angenommen werden würde. Diese freut sich vor allem, weil ihr Onkel John vor Jahren versprochen hatte einmal für ihre Ausbildung aufzukommen - der steht nun im Wort und vor einem Problem: Seine Verlobte hat nämlich bereits alles Geld fürs eigene Häuschen ausgegeben. Um sein Versprechen zu halten und 30.000 Dollar aufzutreiben bleibt John nur eine Möglichkeit: Sich auf die äußerst bedenklichen Ideen seines Kumpels Duff zu verlassen. Und das ist wahrlich keine gute Idee.

Dass im deutschen Titel des Films der Name "Harvard" nicht mehr auftaucht macht Sinn, denn der Originaltitel "Stealing Harvard" lässt leicht auf eine der üblichen Teenie- und Schulklamotten schließen und genau darum handelt es sich hier nämlich nicht. Die Hauptpersonen sind schon ein ganzes Stück älter und die ehrwürdige Universität taucht im Film auch gar nicht auf. Diese Feststellung ist aber trotzdem kein Grund zur Freude, denn die erwähnten Schenkelklopfer-Komödien von der Stange - mit ihrer Mischung aus Liebesschmerz, Sex-Episoden und Zoten unter der Gürtellinie - visieren immerhin eine eindeutige Zielgruppe an und man weiß meistens schon vorher ob man so was mag oder eben nicht. Die "Schweren Jungs" jedoch enttäuschen in einer Komödie die einfach nicht lustig ist, gewollt chaotische, aber völlig vorhersehbare Verwicklungen bietet und deren Hauptfiguren sich so unsinnig verhalten, dass es verdammt schwer fällt ihnen irgendwelches Verständnis oder sogar Sympathie entgegenzubringen.
Dabei macht der eigentlich recht talentierte Jason Lee (bekannt aus diversen Werken von Kult-Regisseur Kevin Smith) noch die bessere Figur in einem Film, der ihn allerdings nicht weiter bringen wird. Der hyperaktive ehemalige MTV-Clown Tom Green als Dumpfbacke Duff dagegen lässt daran zweifeln, dass er überhaupt etwas Anderes spielen kann als solche, nun ja, "Dumpfbacken" eben. Vergleicht man seine Darstellung z. B. einmal mit der ähnlich gelagerten Rolle des großartigen Jack Black im auch thematisch verwandten "Nix wie raus aus Orange County", dann wird der Klassenunterschied erst richtig deutlich - er beträgt gleich mehrere Ligen. Trotz Green ist "Schwere Jungs" ansonsten immerhin durchaus erträglich, da gab es schon Schlimmeres. Aber eine Komödie, in der man leider kaum was zu Lachen bekommt, verdient nun einmal das Prädikat "Lau".

Volker Robrahn

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