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Der Junggeselle

Der Junggeselle
liebes-komödie , usa 1999
original
the bachelor
regie
ray sinyor
drehbuch
stehe cohen
cast
chris o'donnell,
renee zellweger,
james cromwell,
mariah carey,
brooke shields, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
13. Juli 2000
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Er könnte einem schon leid tun, dieser Jimmie Shannon (Chris O´Donnell). Der Ärmste muss nämlich heiraten. 
Und das nicht etwa, weil Nachwuchs unterwegs ist oder gar aus Liebe, sondern weil sein Junggesellen-Dasein dem großen Reichtum im Wege steht: Der gefuchste verstorbene Großvater (Peter Ustinov) hat nämlich in seinem Testament festgehalten, dass 100 Millionen Dollar des Familienvermögens nur dann seinem Enkel zustehen, wenn dieser bis zu seinem 30. Geburtstag verheiratet ist. Und dieses Datum rückt mit rasanter Geschwindigkeit näher - 24 Stunden hat Jimmie Shannon Zeit, um eine Braut zu finden. 
Eigentlich dürfte dieses Unterfangen gar nicht so schwer sein, möchte man meinen. Denn wer würde Schnuckel-Cutie Chris O´Donnell nicht mit Kußhand nehmen? Da gab es doch schon unmoralischere Angebote in der Kinogeschichte (wie war das mit der einen Nacht mit einem uralten Redford?) 

Im Film jedenfalls kann sich Shannon vor Angeboten gar nicht mehr retten. Kaum bekommen die Damen der Stadt Wind von der Geschichte, rennen Tausende von weiß gekleideten Bräuten durch die Straßen von San Francisco. Die einzige, die eher vor Jimmie wegrennt, ist seine Freundin Anne, natürlich seine einzige wahre Liebe. Denn die hat der ewige Junggeselle durch seine Bindungsangst und sein wildes Leben als "freier Mustang" erstmal vergrault. Aber das Geld muss trotzdem her, also packt Jimmie einen Priester in die Limousine und klappert seine Ex-Freundinnen ab. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und die große Suche nach der wahren Liebe, gespickt mit viel Klamauk und Situationskomik.

So ganz neu ist die Geschichte nicht: Bereits zu Stummfilmzeiten mimte Buster Keaton den heiratswilligen Junggesellen in "Seven Chances". Schön amerikanisch nimmt die Story ihren Lauf. Es geht in Shannons Gemütslage quer durch Marlboro Country bis in das Kinderland von McDonalds, er wird vom wilden Mustang zum Familienmenschen, wie sich das in solch einer Komödie gehört.

Während O´Donnell laut Drehbuch offensichtlich einfach nur niedlich sein soll (und das kann er ja wirklich am Besten), legt Brooke Shields als am Vermögen interessierte Ex ein Glanzstückchen hin: Die Schöne ist der Zigaretten-paffende Vamp, der opferungswillig einige Jahre ihres Lebens aufgibt, um die Milliönchen zu kassieren. Auch Peter Ustinov als fieser Opa ist allein schon ein Grund, den Film anzusehen, auch wenn man die Nase eigentlich voll  hat von übertriebenen und mit Klischees vollgepackten Heile-Welt-Hochzeits-Stories. Alles in allem also ein netter Chick-Flick, um den bindungslahme Männer einen großen Bogen machen sollten.

Larissa Vassilian

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