Die Kühe sind los

animationskomödie, usa 2004
original
home on the range
regie
william finn, john sanford
drehbuch
william finn, john sanford
mit den stimmen von

helga von sinnen,
christiane hörbiger,
marie bäumler,
vitali & wladimir klitschko, u.a.

spielzeit
76 min.
kinostart
02.09.2004
homepage
http://www.movie.de
bewertung


(2/10 augen)




 

 

 

 



 

"Die Kühe sind los" ist das Ende einer Legende. Mit diesem Film stellt Disney endgültig die Produktion von klassischen, handgezeichneten Zeichentrickfilmen ein - eine Entwicklung, die abzusehen war, denn insgesamt war die letzte Dekade ein kreativer Niedergang der klassischen Animationsabteilung, die seit dem bahnbrechenden Erfolg von "Der König der Löwen" kaum noch gute Ideen hervorbrachte und allzu bequem bewährte Konzepte ständig wiederholte. Da fast zeitgleich der volldigitalisierte Animationsfilm seinen kreativen und kommerziellen Höhenflug begann, angefangen mit Branchenprimus Pixar, der Disney in den letzten Jahren mal um mal die Haut rettete, ist es fast logisch, dass auch Disney in Folge nur noch auf Gepixeltes setzt.
Das ist er nun also, der letzte traditionelle 2-D-Disney-Zeichentrickfilm. Was vor 67 Jahren glorreich und zauberhaft mit "Schneewittchen und die Sieben Zwerge" begonnen wurde, wird nun kläglich und platt mit "Die Kühe sind los" zu Grabe getragen. Es könnte keinen besseren Beweis dafür geben, dass die Zukunft computergenerierten Helden wie Nemo und Shrek gehört. Natürlich rentieren sich diese Filme mittlerweile mehr. Natürlich sind Bleistift und Papier Utensilien von Gestern. Aber muss man das goldene Zeitalter der Disneyfilme mit so einem unsäglich blöden Machwerk abschließen? Könnte man nicht mit Würde die Bühne verlassen? Offenbar nicht.

Besagte Kühe leben auf einer gemütlichen Farm namens "Patch of Heaven" irgendwo im Wilden Westen. Doch der Schein trügt: Wenn die Farmerin Pearl (Ursula Traun) nicht innerhalb von drei Tagen ihre Schulden von 750 Dollar bezahlt, muss der Sheriff ihre Farm zwangsversteigern. Doch die großmäulige Show-Kuh Maggie (Hella von Sinnen) hat eine Idee: Wenn es den Kühen gelingt, den Viehdieb Alameda Slim (Hartmut Neugebauer), der auch ihre alte Herde auf dem Gewissen hat, zu fangen, können sie die Farm retten. Dabei soll den Kühen Buck (Benedikt Weber), das eitle Pferd des Sheriffs, helfen. Dieser "kann Karate" und ich kann gar nicht sagen, wie ABGENUTZT diese Kampfsportkamelle mittlerweile ist. Wieso müssen jetzt eigentlich auch noch Pferde einen auf Daniel-San machen? Ob die Kühe es tatsächlich schaffen, den Schurken zu überlisten? Gähn ….

"Die Kühe sind los" wirkt so, als sei sein einziger Sinn die Rechtfertigung der Abschaffung des 2-D Zeichentrickfilms. Dabei wird zunächst so getan, als würde man an mehr als nur die eigene Tradition anknüpfen. "Die Kühe sind los" soll nämlich im Stil der alten Warner Bros., genauer gesagt der Tex Avery-Cartoons gezeichnet sein. Dazu spielt der Film auch noch im Wilden Westen, der Ur-Landschaft Amerikas. Es wurde also alles getan, um dem heimischen Publikum zu suggerieren, dies sei ein Klassiker. Dennoch ist jede einzelne Coyote und Roadrunner-Folge liebevoller, witziger und origineller als dieser Western-Eintopf. Die Figuren sind schablonenhaft eckig, kalt und ohne jede Schattierung gezeichnet. Im Fachjargon heißt das dann "grafisch und strukturell". Klingt gut, sieht aber nicht gut aus.
Und dass, obwohl dem Regisseur angeblich nichts wichtiger war als "so viel Spaß wie möglich - für uns und das Publikum" zu schaffen. Spaß gemacht haben früher bei Disney vor allem die Lieder. Nur wenige können von sich behaupten, noch nie "Probier's mal mit Gemütlichkeit" aus dem "Dschungelbuch" vor sich hin gesungen zu haben. Mit den Disney-Liedern geht es allerdings schon seit einiger Zeit, genauer gesagt seit "Tarzan" bergab. Da beschlossen die Produzenten nämlich, alle Lieder von Phil Collins anstatt von den Synchronsprechern singen zu lassen. Mal ehrlich, kann sich jemand vorstellen, wie "Hakuna Matata" geklungen hätte, wenn es von Elton John gesungen worden wäre? Lieber nicht. Für "Die Kühe sind los" in der deutschen Fassung ist jetzt Corinna May verpflichtet worden. Den überaus entsetzlichen (!!!) Jodel-Song darf Hartmut Neugebauer zwar selbst singen, das macht ihn aber auch nicht besser. Und das, obwohl Disney extra Alan Menken engagierte, der in den goldenen Zeiten Anfang der 90er schon die Songs für "Arielle, die Meerjungfrau", "Die Schöne und das Biest" und "Aladdin" komponierte - allesamt Klassiker ihrer Zunft. Auf dem Kuh-Soundtrack findet man jedenfalls nichts Vergleichbares, was dem Film nachhaltig schadet, da Disney-Filme eben Zeichentrick-Musicals sind. Mit der Jodel-Szene soll außerdem auch an die "psychedelischen" Musik-Sequenzen aus "Dumbo" und "Aristocats" erinnert werden, doch auch hier scheitert das Kuh-Team kläglich.
Die einzige Tradition, an die hier würdig angeknüpft wurde, ist die der lustigen Sidekicks, jener Nebenfiguren, die den Hauptfiguren öfters mal die Show stehlen. Hier sind es die Stiere Boris und Noris, gesprochen von Wladimir und Vitali Klitschko, die für mehr Lacher sorgen als die anderen Figuren zusammen. Ansonsten richten die deutschen Synchronstimmen allerdings mehr Schaden als Nutzen an: Dass ausgerechnet die omnipräsente Nervensäge Hella von Sinnen die Oberkuh gibt, das geht auf keine Kuhhaut. Bei ihr wird fast jeder überkandidelt eingesprochene Satz zum Angriff aufs Nervenkostüm, und auch das Zusammenspiel mit der aristokratischen Christiane Hörbiger als adlige Kuh Mrs. Calloway funktioniert nicht. Vielleicht sollte man - auch in Hinsicht auf die missglückte Besetzung von Thomas Gottschalk als "Garfield" - noch mal überdenken, ob vermeintliche Stars in deutschen Synchronfassungen tatsächlich eine gute Idee sind.

Kurz gesagt: "Die Kühe sind los" ist eine Enttäuschung auf der ganzen Linie. Trotz der kurzen Spielzeit scheint er kein Ende nehmen zu wollen und ist einfach nicht witzig. Die Kunst der Disney-Filme war es, Erwachsene und Kinder auf verschiedenen Ebenen mit dem gleichen Film zu begeistern. Dieser könnte allenfalls noch den ganz Kleinen gefallen, ansonsten macht "Die Kühe sind los" einzig sein historischer Status als letzter seiner Art erinnerungswürdig. Schade. Es bleibt die Hoffnung, dass wenigstens ein gewisser Hayao Miyazaki weiterhin mit der Hand zeichnet.

Anna Plumeyer

 


Name: Ringo
Email: ringo@gmx.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

also dieser Film ist für Kinder gemacht und nicht für erwachsene

meiner Tochter hat es gefallen ( mir eher weniger )

deshalb 6 Punkte


mfg Ringo



Name: sonny
Email: ...........
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich hätte schwören können am donnerstag oder so warns noch 4 augen ?



Name: Sweety
Email: .....
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ich liebe disney und der film ist echt toll!



Name: Sweety
Email: .....
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ich liebe disney und der film ist echt toll!



Name: dodger
Email: dodger105976588@aol.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

klar kommt "die kühe sind los" nicht an Klassiker wie "das dschungelbuch" "aristocats" "arielle" oder "der könig der löwen" hin, aber, welcher disneyfilm tat das seit 1999??? trotzdem finde ich, das der film nicht sooo schlimm ist und ich weitaus schlechtere gesehen habe, man denke da nur an "lilo und stich", und die sprecher passen auch gut, ausser die klitschko-brüder nerven, wie auch schon erkan und stefan in "findet nemo".
und eins noch, ich finde es zemlich sch****, das es arielle auf dvd nur in einer neuen synchrofassung gibt, schrecklich!!!
joachim kemmer war und bleibt als krabbe sebastian(in arielle) und als Kerzenständer in "die schöne und das biest" unvergessen.

grüße alle disney fans, und die die noch etwas kindliches in sich behalten haben.



Name: ffhghh
Email: ffhghh@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Arschloch



Name: Tobi
Email: kauto@web.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Ach wie nett ihr doch hier alle seid .
wollte gern mal meine meinung zum film sagen :
ich fand den sau gemütlich :)
gut er ist kein dauerbrüller und auch die umsetzung ist eher kindgerecht gemacht , aber er ist niedlich und hat auf keinen fall nur 2 augen verdient.

ich sag mal so , nicht das beste von disney , aber lange nicht das schlechteste , für nen videoabend genau das richtige. ;)



Name: Logi
Email: djjksklödjk.mnbg.decom
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

"dem bahnbrechenden Erfolg von "Der König der Löwen" kaum noch gute Ideen hervorbrachte"

"Mulan" und "Hercules" wohl noch nicht gesehen?



Name: mariagrazia
Email: Domenico.longhi.@tele2.it
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Endlich wieder einmal ein Film, bei dem ich herzhaft lachen konnte!!!



Name: majorlee
Email: major.lee@gmx.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

ich finde auch, die kritik ist viel zu krass. wie schon von einigen angemerkt, ist "home on the range (hotr)" kein "aladdin" oder "beauty and the beast", aber dennoch um längen besser als einige andere "unfälle" aus der disney-werkstatt. man denke da nur an "oliver & co"... naja, aber das ist ja geschmackssache.
der eckige zeichenstil gefällt mir persönlich, weil er mich an "lama" erinnert... und da da hat's meiner erinnerung nach auch keinen großartig gestört...

"hotr" bietet auf jeden fall coole unterhaltung, und man muss positiv anmerken, dass bei diesem film auch die deutschen synchronsprecher gut gewählt wurden (was ja bekanntermaßen nicht immer der fall ist)... eigentlich mag ich beni weber nicht, aber der hat seinen job ziemlich gut gemacht... von hella von sinnen ganz zu schweigen.
und die musik finde ich auch super, und das, obwohl ich nicht so auf country stehe.

kurzum: ein gelungener film, der es nicht verdient hat, so zerissen zu werden. =P



Name: phiechen
Email: phiechen77@yahoo.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

"Ich singe jodel -dadel -jodel -dadel -hey....."
Ist doch absolut hammer der jodel song.....
Also meine kleine fanden ihn super...
5 Augen für die kühe...



Name: caro
Email: Caro_Wessel@hotmail.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

also ich find den film wirklich lustig.
Okay, es is klar, dass man ihn nun wirklich überhaupt nciht vergeleichen kann mit den Klassikern wie "König der Löwen", "Pocahontas" und den andern Filmen von damals :)

die neuen Filme sind nunmal leider nur auf lustig gemacht und nicht mehr wirklich einfach schön.
Naja, trotzdem ein guter Film, wie jeder Disneyfilm.



Name: joschka
Email: eminem.joschka@licos.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

spitze:)



Name: Buci
Email:
Bewertung:            (4 von 10 Augen)

Der Film ist so untypisch Disney, dass man das gar nicht glauben kann.
Ich hab den Film heut zufällig nachm aufstehen gesehen (Ein Disney Film im Free TV? Schonmal ein erstes Anzeichen, dass Disney den Film als Flopp betrachtet)
Also ich muss sagen, ich fand den Film für Montag Mittag ganz okey, aber da ich gestern Abend Tarzan gesehen hab, konnte ich einfach nicht anders, als was zu schreiben.

Normalerweise schafft es Disney alleine mit seinen Eröffnungsszenen schlicht zu begeistern. Hier haben wir... leider gar nichts besonderes. Dann haben wir mehr oder minder sympatische Charaktere (das Pferd, ist naja. Und warum alle Maggie so super toll finden, obwohl sie ja schon nach 10 Minuten die Farm wieder verlassen hat, ist auch wieder... übertrieben. Oder warum Maggie die Farm so toll findet... obwohl sie diese... für 10 minuten gesehen hat. Irgendwie passte mir das alles nicht so. Der Film hatte kein Disney-Film-Niveau sodern eher das Niveau eine Episode einer Disney Serie. Und das Design der Charaktere (das Pferd besonders) war auch nicht sonderlich spektakulär.

Es waren aber schon ein paar nette Szenen dabei

Im großen und ganzen ist der Film nichts spektakuläres. Disney hat sich seine eigene Messlatte einfach durch andere Filme viel zu hoch gesetzt, um mit sowas wie Kühe sind los davon zu kommen



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