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satire,
usa 2000 |
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original
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bamboozled |
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regie
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spike
lee |
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drehbuch
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spike
lee |
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cast:
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damon wayans,
michael rappaport,
jada pinkett-smith,
savion glover,
u.a.
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spielzeit
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135
min. |
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kinostart
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10.5.2001 |
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homepage
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http://www.bamboozledmovie.com |
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bewertung
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(6/10 augen) |
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Der Originaltitel
verrät's: "Bamboozled" - zu deutsch "Verarscht, für dumm verkauft"
stammt aus einer Rede vom militanten Schwarzenführer Malcolm X und
gibt damit die Marschrichtung für Spike Lees neuesten Film
"Wer is'n der Clown?"
Damon Wayans erläutert
als Pierre Delacroix sein Showkonzept.
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vor. Auf Konfrontation ist er aus, Kampf regelrecht, verpackt in eine
bitterböse Satire über das US-Medienbusiness und die immer noch omnipräsente
stereotypische Darstellung von Schwarzen. In den Mittelpunkt wird
der schwarze Harvardabsolvent Pierre Delacroix gerückt, einer der
wenigen Afro-Amerikaner wichtigen Ranges im Showbusiness. Für seinen
Boss Dunwitty (Michael Rappaport) soll er ein neues hippes Format
schaffen, das einschlägt wie eine Bombe. Einschlagen tut seine Idee
in der Tat. Entgegen den Warnungen seiner weisen Assistentin Sloan
(Jada Pinkett-Smith) plant er eine Wiederbelebung von Hollywoods rassistischen
"Minstrelshows", Varietés, in denen Weiße mit geschwärzten Gesichtern
("blackface") als sämtliche Klischees verkörpernde Schwarze auftreten.
Delacroix's Clou umfaßt die Idee, Schwarze als mit "blackface" versehene
"Mohren" auftreten zu lassen. Passende Stars hat Delacroix auch schon
Sie hat mal wieder recht:
Jada Pinkett-Smith
hat den Durchblick
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gefunden: Den arbeitslosen Stepper Manray (Savion Glover) und seinen
Kumpel Womack (Tommy Davidson). Flugs mit den neuen Namen "Mantan"
und "Sleep'n'Eat" versehen, machen diese die Show wirklich zu einem
großen Erfolg. Aber jeder Erfolg birgt seine Schattenseiten, etwas
dass Delacroix und seine Untergebenen bald am eigenen Leibe feststellen
müssen ...
Ein Mann und sein Feldzug. Spike Lees Kampf gegen die Unterdrückung
von Schwarzen. Nach Streifzügen durch Komödie und Zeitporträt ist
er bei der Satire angelangt, dem vielleicht besten Weg, mit Klischees
zu arbeiten und sie zu entlarven. Einzig: Seine Satire entgleitet
ihm beizeiten, verrennt sich zuweilen in Plakativismus. Nach rasantem
und überaus gelungenem Start überfrachtet Lee seinen Film mit Symbolen
und bleibt dabei gleichzeitig oberflächlich und leer.
Bißchen viele Kameras:
Der junge Mann in der
Mitte ist gerade ganz derbe angesagt.
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Die schrecklich rassistischen Memorabilia, die Delacroix sammelt;
das "We are all Niggers" kreischende weiße Publikum oder der zu ausladende
Mittelteil um die Manrayfigur - "A Star is born" in der afroamerikanischen
Schaukastenversion - können nicht vollständig überzeugen. Dabei mangelt
es dem Film nicht an guten Ideen - die Verballhornung eines berühmten
Modedesigner als "Timmi Hillnigger" ist konkurrenzlos - aber an der
Umsetzung. Zu sehr hebt Lee den Zeigefinger, zu sehr lähmt sein Didaktismus
diesen Film. Lee hält seine Zuschauer offenbar für doof. Grobe Überzeichnung
als Stilmittel ist grundsätzlich völlig legitim, aber es wirkt nur
im Zusammenhang mit subtileren Zwischenszenen, die hier leider komplett
fehlen. Lee hasst seinen Ruf als politischer Filmemacher - Leute die
ihn so kategorisieren seien einfach faul - aber ""It's Showtime" verrät
ihn. Hier ist er deutlich mehr Politiker als Filmemacher und diese
Mischung bekommt dem Film nicht sehr gut. Zu viel gewollt, zu wenig
erreicht. Ist es nicht Ziel einer Satire, lustig zu sein?
Seine Idole sind natürlich
alle schwarz: Michael
Rappaport als Pseudo-"Bruder" Dunwitty
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Dabei kann Lee auf den Punkt genau arbeiten: Das zeigt er auch hier,
besonders in der Figur des von Michael Rappaport überdreht-bescheuert
gespielten "Weissbrots" Dunwitty, der einzig erwähnenswerten weißen
Figur im Film. Dunwitty ist einer jener "Yo, Baby, Yo"-schreienden
Möchtegern-Homies. "Ich kenne Schwarze besser als Du es tust" erklärt
er dem verdutzten Delacroix, und der Filmzuschauer erkennt hinter
dieser Zeile den Hintergrund der Figur. Vor Jahren in eine erbitterte
Debatte mit Quentin Tarantino verwickelt über dessen Verwendung des
N-Wortes ("Nigger", falls man sich wundert), sagte Tarantino eben
jenen Satz und bekommt ihn nun an den Kopf geknallt, komplett mit
einer unschmeichelhaften Persiflage seiner Selbst.
Doch diese kleinen feinen Einzelteile helfen dem überlangen Gesamtwerk
nicht. Aus seinem löblichen Ansatz macht Lee eine Farce, die übers
Ziel hinaus schießt. Als Denkansatz durchaus gut geeignet, verhindert
eine Umsetzung ohne Feingefühl einen besseren Film. Hier wird sprichwörtlich
mit der Kanone auf Spatzen geschossen. Vielleicht sollte Spike Lee
seine Wahl der Waffen überdenken. Damit sein Krieg nicht unter einem
kleinen Kunstfilmpublikum oder versprengten Bewunderern untergeht.
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Bilder: Courtesy of New Line Cinema,
Copyright 2000 |
| S.
Staake |
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