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Banditen!

Banditen!
krimi-dramödie , usa 2001
original
bandits
regie
barry levinson
drehbuch
harley peyton
cast
bruce willis,
billy bob thornton,
cate blanchett,
troy garity, u.a.
spielzeit
122 Minuten
kinostart
1. November 2001
homepage
bewertung

7 von 10 Augen
Es ist ja schon fast ein Klassiker der Filmkritik, das gute alte "Weniger wäre mehr gewesen", kommt es doch fast immer zum Einsatz, wenn ein Film Genregrenzen zu sprengen versucht und mehrere Streifen in einem sein 

Bad hair day: Terry (Billy Bob Thornton) 
und Joe (Bruce Willis) in perfekter Tarnung.
möchte. Diesmal ist es an Barry Levinson (Rain Man, Sleepers), eben dies zu probieren, und erneut ist es am Filmkritiker, ihm zum mutigen Versuch zu gratulieren, doch mit mahnendem Finger darauf hinzudeuten, dass, tja, weniger mehr gewesen wäre. 

"Banditen!" ist als erstes eine Krimi-Komödie. Der leicht jähzornige Joe (Bruce Willis) und sein Kumpel, der Hyper-Hypochonder Terry (Billy Bob Thornton) brechen ziemlich spontan mit einem gekaperten Betonmischer aus dem Knast aus und rauben zwecks Geldbedarfs als aller erstes eine Bank aus - bewaffnet mit einem Textmarker. Planungsteufel Terry findet diese Methode wenig überzeugend und tüftelt für die nächsten Coups ein besseres System aus: Am Abend vor dem Bruch wird der Bankmanager daheim besucht, die Nacht in seinem Haus verbracht, und am nächsten Morgen stiefelt man dann seelenruhig vor der Geschäftszeit in die Bank und räumt sie aus. Mit dieser Masche werden Terry und Joe schnell als die "Sleepover Bandits" bekannt und zu den neuen Stars einer Reality-Crime-Show. 
Als nächstes ist "Banditen!" eine verzwickte Dreiecksgeschichte: Auf der verzweifelten Suche nach einem Fortbewegungsmittel entführt Terry die stark frustrierte Ehefrau Kate (Cate Blanchett) samt Mercedes. Als diese merkt, welche Berühmtheiten sie gekidnappt haben, weigert sie sich allerdings standhaft, wieder abzuschwirren: 

Und ewig stört das Weib: Was tun mit 
der anhänglichen Cate?
Von ihrem Ehemann sträflich vernachlässigt und ihr Seelenheil in Bonnie Tyler-Songs suchend, sieht Kate in den "Sleepover Bandits" ihre einzige Chance, endlich einmal was zu erleben. Und das soll sie bekommen. Von der freiwilligen Geisel wird sie erst zu Joe's Geliebter, dann zur Komplizin, und schließlich auch noch zu Terry's Geliebter. Probleme vorprogrammiert. 
Und dann ist "Banditen!" irgendwo auch noch ein Drama: Je näher wir dem Showdown rücken, desto ernster wird die Lage, desto weniger kommen die drei Beteiligten mit ihrer Ménage-a-trois klar, die letztendlich niemanden wirklich zufrieden zu stellen scheint. 

Das Merkwürdige ist, dass "Banditen!" auf jeder Ebene für sich genommen ziemlich hervorragend funktioniert, doch das Gesamtergebnis ein wenig unstet wirkt. Es wäre wohl besser gewesen, weniger auf den tiefen Tönen zu spielen, sondern das Comedy-Potential voll auszuschöpfen. Denn eins ist "Banditen!" ganz sicher: Saukomisch. 
Das ist vor allem den drei Hauptdarstellern zu verdanken, die über alle Drehbuchschwächen locker hinweg spielen und jeder für sich eine hervorragende Show abliefern. 
Thorntons fortlaufende Panikattacken über lauernde

Holding out for a hero: Kate Blanchett
schmettert inbrünstig Bonnie Tyler-Hits.
Krankheiten sind kaum mit Gold aufzuwiegen (Terry ist die Art Hypochonder, die nur von einem Symptom hören müssen, um es selbst zu haben), höchstens mit den absolut unbezahlbaren Karaoke-Auftritten Cate Blanchetts, wenn sie mit dem Schneebesen als Mikro Bonnie Tyler schmettert. Blanchett ist es denn auch, die aus diesem fabelhaften Trio als knapper Sieger hervor geht: Ohnehin schon länger bekannt als eine der besten Aktricen ihrer Generation (wenn bisher auch viel zu wenig von der Öffentlichkeit beachtet), beweist sie sich hier auch als enormes Comedy-Talent und kriegt nebenbei die besten Zitate ab: "It's better to feel to much than to feel too little." 
Köstliche Dialogspitzen der trockenen Art fliegen kreuz und quer über die Leinwand und entwickeln einen treffsicheren Wortwitz, für den man in Zeiten der Teenie-Fäkal-Komödien sehr dankbar sein sollte. Umso bedauerlicher ist es denn auch, wenn "Banditen!" den Gang wechselt und sich als, wenn auch etwas andere, Love Story zu geben versucht. Der Übergang gerät ein wenig zu holprig und abrupt, und lässt den Zuschauer, trotz einer ziemlich sauber durchgezogenen Geschichte, ein bissc
hen auf halber Strecke zurück, verspricht "Banditen!" doch die meiste Zeit ein cleverer Spaß zu sein, um sich dann gegen Ende für etwas weitaus profunderes zu entscheiden. Und das nicht sonderlich erfolgreich: Der Schluss wirkt wie eine aufgesetzte Lösung, die keinem Problem wirklich ein vernünftiges Ende verpasst, als hätten die Macher nicht so recht gewusst, wie sie aus der selbstgestrickten Nummer wieder sauber raus kommen. 

So verschenkt "Banditen!" leider etwas mehr, als nötig gewesen wäre: Streckenweise grandioser Humor, bravourös kredenzt von drei hervorragenden Darstellern auf der Höhe ihrer Fähigkeiten, aber leider etwas unglücklich gebrochen durch einen letztlich wenig überzeugenden Wechsel ins Dramatische. Mag sein, dass Barry Levinson einen Bogen zum tragischen Humor des Alltags schlagen wollte ("That's life, you know?"), wirklich geglückt ist das indes nicht. Dennoch bleibt "Banditen!" als einer der witzigsten Filme dieses Jahres in Erinnerung und ist trotz einiger dramaturgischer Makel immer noch ein Stück meisterhaft umgesetztes Kino.


Frank-Michael Helmke

10

einfach ein klasse film, der unschlagbar ist!!!

1

Gehört ganz klar zu den 10 miesesten Streifen, die mir je untergekommen sind. Arschlangweilg und völlig unlustig. Wenn ich mich zu so einer Kritik hinreißen lasse, will das schon was heißen.

9

total lustg
ich fand bruce willis und billy bob thornton zusammen klasse

10

Hi,

kann mir jemand sagen, wie das Stück und der Künster heißt, das während der Ausbruchsszene gespielt wird? Bin seit Jahren auf der Suche..

Dank und Gruß,
Ambrosa

8

also, der film ist ansichtssache find ich...

ich finde ihn gut und man kann ihn sich wirklich auf jedenfall anschauen. die Musik ist im film auch echt gut. gute darstellung der schauspieler.

der eigentliche film, also das was geschehen ist, wird ja nur in einem Interview rückblickend erzählt...stellenweise etwas unschön wenn man mich fragt, weil es wirklich immer wieder zwischenzeitlich eingworfen wird.

könnnte bei einigen leuten zu verwirrungen führen...

aber ansonsten ist der film echt gut und man kann ihn sich anschauen auch mehrmals find ich...

er ist jetzt nich top oder so...es gibt auf jedenfall auch viel viel bessere fimle aber schlecht auch nicht.

mfg

9

Echt ein wirklich guter, gelungerener Film...

Leider habe ich ihn seiner Zeit nicht im Kino gesehen, aber zu Haus auf der DVD nicht wirklich schlechter.

Aufgrund der guten schauspielerischen Leistungen und viel Galgenhumor ist er sehr kurzweilig...

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