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Collateral

Collateral
thriller , usa 2004
original
collateral
regie
michael mann
drehbuch
stuart beattie
cast
jamie foxx,
tom cruise,
jada pinkett smith,
mark ruffalo, u.a.
spielzeit
120 Minuten
kinostart
23. September 2004
homepage
bewertung

7 von 10 Augen

Collateral" ist aus drei guten Gründen ein Pflichttermin für jeden Filmfan:
1. Weil es der neue Film von Michael Mann ist, der zwar mit seinem Boxer-Biopic "Ali" zuletzt enttäuschte, davor aber mit den modernen Klassikern "Heat" und "Insider" zwei Genre-Meisterwerke aller erster Güte fabriziert hat. Und die lassen immer noch und berechtigterweise mehr erwarten.
2. Weil Tom Cruise hier den Bösewicht spielt (was er bisher nur einmal getan hat, als Lestat in "Interview mit einem Vampir") und ein Sunnyboy wie er erst in so einer Rolle zeigen kann, wie überzeugend er als Schauspieler wirklich ist (wobei man in dieser Hinsicht auch seinen zwielichtigen Nebenpart in "Magnolia" nicht vergessen sollte)
3. Weil er die hochinteressante Frage aufwirft, ob ein Film, der nur aus guten bis hervorragenden Szenen besteht und dabei von einem ausnahmslos fabelhaft aufspielenden Ensemble getragen wird, in seiner Gesamtheit trotzdem irgendwie enttäuschen kann.

Aber von vorn: "Collateral" ist einer der Filme, die sich in einem Satz zusammenfassen lassen und schon nach einem Hit klingen: Ein Auftragskiller zwingt einen Taxifahrer, ihn eine Nacht lang von einem Job zum nächsten zu chauffieren. Der grauhaarige (!) Auftragskiller ist Tom Cruise, doch auch wenn er allein das Filmplakat schmückt, so ist die unangefochtene Hauptperson dieses Films trotzdem Max, der Taxifahrer, gespielt von Jamie Foxx in einer Vorstellung, die ihn schnurstracks von stereotypen Action-Rollen (wie in "Bait" oder "An jedem verdammten Sonntag") in die erste Liga der Charakterdarsteller Hollywoods katapultiert.
Hoppla, Charakterrolle in einem Thriller mit Auftragskiller? Ganz genau, und auch nicht die einzige. Denn wie schon in "Heat" ist es Michael Mann lange nicht genug, "nur" einen astrein ausgeführten Genre-Film abzuliefern, ihm geht es viel mehr um präzise Portraits seiner Figuren. Und ähnlich wie er in "Heat" aus dem stereotypen "Gangster gegen Bulle"-Spiel ein Krimi-Meisterstück mit unvergesslichen Charakterzeichnungen machte, entwirft er auch die vermeintlichen Rollenklischees Taxifahrer und Auftragskiller mit überraschender Detailtiefe neu, so dass sich von Beginn an individuelle Charaktere herausschälen.
Markant ist in dieser Hinsicht gleich Foxx' allererste Szene: Am Flughafen steigt die Anwältin Annie (Jada Pinkett Smith) in sein Taxi und möchte in die Innenstadt. Aus einer Diskussion über den besten Weg angesichts der überall lauernden Staus ergibt sich ein offenes Gespräch zwischen den Beiden, in dem sie sich gegenseitig mehr anvertrauen, als man es mit weltfremden Leuten sonst tun würde. Jada Pinkett Smith überzeugt - ebenso wie die anderen Nebendarsteller - durch stimmiges und wahrhaftiges Spiel, und angesichts der brillanten Schauspielleistungen der beiden Akteure glaubt man sofort der spontanen Sympathie zwischen ihnen und lässt sich von dieser Szene gefangen nehmen - bis man irgendwann stutzig wird, weil sie so lange dauert. Über Minuten lässt Michael Mann die Dialoge ihre Wirkung entfalten, und stattet seinen zentralen Charakter dabei subtil mit einer Komplexität aus, die man in anderen Thrillern nicht mal über die komplette Laufzeit hin bekommt. Und das auch noch im Gespräch mit einer Person, die mit dem Handlungskern des Films gar nichts zu tun hat.
Annie steigt aus, Vincent (Tom Cruise) steigt ein, und es dauert nicht sehr lange, bis Max das Angebot, für satte 600 Dollar die ganze Nacht den Chauffeur dieses "Geschäftsmanns" zu spielen, gründlich bereut. Auf weitere Details der Handlung einzugehen, wäre unfair und ist auch nicht nötig, denn im Folgenden entwickelt sich weniger ein packender Thriller um einen verzweifelten Taxifahrer mit schießwütigem Fahrgast, sondern eher ein Charakterdrama um eine ehrliche Haut in einer Extremsituation und die einsame Seele eines Auftragskillers.
Drum sind die wahren Höhepunkte von "Collateral" auch leiser Natur: Die Sekunden, in denen man hinter die Fassade des kühl, präzise und schnell agierenden Vincent blicken kann, für den jede Emotion ein Berufsrisiko ist, das es zu unterdrücken gilt. Die Begegnung mit einem alten Jazzclub-Besitzer, die beinahe beiläufig eine komplette Lebensgeschichte erzählt und die vielleicht beste Szene des Films ist. Die hochinteressante Charakterbeziehung zwischen Max und Vincent, oder das immer mal wieder aufblitzende Dialog-Genie von Autor Stuart Beattie. "Collateral" ist voll von solchen Perlen, und in beinahe jeder Szene findet man etwas, dass das Filmliebhaber-Herz kurz frohlocken lässt.
Was dabei weniger entsteht, ist Spannung. Der Plot scheint etwas ziellos, und darum kommt der Punkt, an dem "Collateral" seine Ambitionen als brillant ausgeführtes Charakterkino selbst im Weg stehen. Wenn sich der Film zum Ende hin dann doch wieder seines Thriller-Daseins besinnt, sind die resultierenden Suspense- und Actionszenen zwar ebenfalls handwerklich makellos und für sich genommen hocheffektiv, wirken aber merkwürdig deplatziert in einem Film, der die meiste Zeit mehr sein wollte und konnte als ein konventioneller Thriller mit einer Verfolgungsjagd am Schluss.

So fühlt sich "Collateral" wie ein Film an, der eigentlich woanders hinwollte, aber am Ende seinen eigenen Weg nicht mehr gefunden hat - und dann eben dort lang läuft, wo alle anderen auch hermarschiert sind. Aber trotzdem: "Collateral" ist immer noch ein von Anfang bis Ende sowohl handwerklich als auch künstlerisch begeisternder Film, mit Tom Cruise in einer ausgezeichneten, nuancierten Vorstellung (jawohl!) und mit der Extra-Überraschung Jamie Foxx in einer Rolle, von der man vielleicht einmal sagen wird, dass seine Karriere erst hier richtig angefangen hat - wenn er in ein paar Jahren der nächste schwarze Oscar-Gewinner wird. Remember: You read it first on Filmszene!

Frank-Michael Helmke

8

Kann mir einer sagen wie das Lied, sprich der song heist, und zwar wo der Taxi Fahrer in die disco geht um die den chinsesen umzurbingen. also meine das Lied bevor er reingeht was im taxi sozusehen läuft wo sie in diese disco fahren um in umzulegen

10

Hammer, Hammer der Film ist so inteligent aufgebaut das man den 10 mal sehen muss um die PErsonen einzuordnen UMWERFEND

10

Den Film fand ich ganz gut. Was mich aber noch mehr interresiert ist die Musik, unzwar ein ganz bestimmtes Lied, es wird ziemlich zum Schluß in den Club gespielt und vor kurzem war es auch die Titel Musik zu der Serie Las Vegas auf Kabel 1. Kann mir irgend jemand da weiter helfen???

10

War nur geil der film und auch mich interesiert wer das lied fast zum schluss des films singt kann mir jemand weiterhelfen

9

Der Fim hat mich echt überrascht vor allem Tom Cruise als Bösewicht Vincent und die Optik des Films.

Der Fiml ist super!!! Einfach klasse...
Ich glaub man kann sich so gut in ihn hineinversetzen, da er fast in Echtzeit spielt...also fast^^ ...alles dreht sich um diese Nacht.

10

hammer hart der film genial gemacht =)absoluter fan!!!

10

geilller film echt geiler film der beste seit jahren di musik,die schauspieler,die action alles passt einen besseren film hinzubekommen ist fast unmöglich

10

ein genialer film. super stimmungsvoll. hervorragende musik.

Grandioser Film. Das Lied ist

10

Grandioser Film.

Das Lied ist von Audioslave und heist: "Shadow of the Sun"

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