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Piranha 3-D

Piranha 3-D
monster-horror , usa 2010
original
piranha 3d
regie
alexandre aja
drehbuch
pete goldfinger, josh stolberg
cast
ving rhames,
jerry o'connell,
elizabeth shue,
steven r. mcqueen, u.a.
spielzeit
85 Minuten
kinostart
14. Oktober 2010
homepage
http://www.piranha3d.de
bewertung

7 von 10 Augen

An seinem Startwochenende nahm "Piranha" in den USA gerade mal etwas mehr als zehn Millionen Dollar ein, was einem ziemlichen Flop gleich kommt. Umgehend wurde der Film als nächstes und bestes Beispiel dafür genommen, dass der 3D-Trend so schnell wieder vorbei ist, wie er gekommen war. Dabei ist diese Argumentation gerade in Bezug auf "Piranha" gleich dreifach ungerecht. Zum einen, weil dieser Film zu spät zu seiner eigenen Party erscheint, denn schon vor Jahren - lange vor "Avatar" und den durch ihn so richtig losgetretenen Trend - sprach Alexandre Aja davon, eine Neuversion von "Piranha" in 3D drehen zu wollen. Zweitens, weil dieser Film eben deswegen nicht zu den qualitativ minderwertigen Schnellschüssen wie "Kampf der Titanen" oder "Die Legende von Aang" gehört, die nachträglich und nachlässig konvertiert wurden und mit ihrer grenzwertigen Optik vielen den 3-D Trend madig machten, was der schon immer als 3D-Film geplante "Piranha" jetzt ausbaden muss. Und drittens, weil "Piranha" wesentlich besser als jene genannten Filme ist und sowohl inhaltlich als auch in der Umsetzung seiner 3D zu den besten Filmen gehört, die es seit James Camerons Ökoschlümpfen auf die Leinwand geschafft haben.
Jetzt scheint es erstmal vermessen, so offensichtliche Genreware wie "Piranha" hier als Meisterwerk der 3D-Technik oder gar der Filmgeschichte zu preisen, und ganz so weit wollen wir auch gar nicht gehen. Aber "Piranha" ist genau der Film, den man erwarten darf und vielleicht sogar ein bisschen mehr. Und gerade dieses kleine bisschen mehr macht den Unterschied. Ein bisschen mehr gibt es hier nämlich von allem: den Titten und Ärschen, die zur Freude des männlichen Zielpublikums hier in rauen Mengen geschwungen werden, dem Blut- und Splatterfaktor, den Aja mit Genuss in so wohl seit Peter Jacksons "Braindead" in Kinos nicht mehr gesehene Höhen treibt. Und eben auch ein bisschen mehr an satirischem Spaß, der die anfängliche Tittenparade und spätere Blutorgie immer wieder mit einigen netten Schmunzlern auffrischt. Der Film macht also all das, was sich der verkappte PG-13-Horror à la "Prom Night" verkniff und der Folterporno à la "Saw" nicht zu leisten vermochte. Und damit macht er vor allem eins: Laune.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt - und wird dankbarerweise in knackigen 85 Minuten auch schnell erzählt - und genreüblich auch eher schmal gehalten. Prähistorischen und sehr hungrigen Piranhas wird leicht bis gar nicht bekleidetes amerikanisches Jungvolk, das in Lake Victoria in Arizona seine Spring Break-Ferien feiert, zum Fraß vorgeworfen. So weit, so einfach. Und überhaupt scheint Aja mit seinem Werk das Horrorgenre auf seine Essenz reduzieren zu wollen: Blut und Brüste. Damit wird "Piranha" jetzt nicht gleich zum dekonstruktivistischen Meta-Horrorfilm, aber die Extreme, die er sowohl in seiner Fleischparade als auch im späteren Zerlegen dieses Fleisches an den Tag legt, zeigen: Hier hat einer nicht nur Fangoria gelesen, sondern auch die Mechanismen des niedrigsten Nenners des Horrorgenres verstanden und macht sich mit der völlig überzogenen Umsetzung dieser Genrestandards zumindest ein bisschen über sie lustig. Wer sich sagt: "Die Leute wollen nackte Mädels, warum dann nicht gleich ein nacktes Unterwasserballett zu klassischer Musik", der ist ein ziemlich cleveres Kerlchen.
Überhaupt gibt es einen ganz klaren satirischen Unterton, der so ziemlich der einzige Berührungspunkt mit Joe Dantes Original aus dem Jahr 1978 ist. Jener übrigens von der späteren Indie-Ikone John Sayles (der damals mit satirisch-subversiv gefärbten Scripts für Roger Cormans B-Monsterfilme seine Karriere begann) geschriebene Streifen war eine klare Parodie auf den "weißen Hai", angereichert mit schwarzem Humor und Insiderjokes, wie sie Dante von da an in jeden seiner Filme einfließen ließ. Aja ist da weniger offensichtlich witzig, zumindest eine Figur ist aber ein satirischer Geniestreich: Der von Jerry O'Connell genial größenwahnsinnig dargestellte Derrick Jones ist eine so offensichtliche Parodie auf Joe Francis, den Begründer des "Girls Gone Wild"-Imperiums (wo betrunkene College-Girls für ein T-Shirt überredet werden, ihre Brüste und mehr zu zeigen), dass das Original gleich mal eine Unterlassungsklage gegen den Film androhte. So genüsslich wie zutreffend wird Francis hier als arroganter Drecksack und Schleimbeutel durch den Kakao (oder eher: das Blutwasser) gezogen, dass es eine wahre Freude ist. Besonders schön die Szene, als der von ihm angeheuerte Jake (Steven R. McQueen) ihm mitteilt, dass seine Mutter (Eilzabeth Shue) der örtliche Sheriff ist, worauf sich O'Connell schnell und verschämt das Koks von der Nase wischt und auf einmal ganz kinderfreundlich und hilfsbereit daherkommt.

Die Besetzung ist für ein vermeintliches Billigmonsterfilmchen geradezu überqualifiziert, neben Shue und O'Connell sind auch noch Christopher Lloyd und Ving Rhames zu sehen, wobei letzterer sich in einer Doppelhommage an "Braindead" und Samuel L. "Motherfuckin' Snakes" Jackson als Piranha-Rasenmähermann betätigen darf (okay, es ist ein Bootmotor, aber das klingt nur halb so gut). Und in der Anfangssequenz gibt Richard Dreyfuss ein Cameo, das wiederum parodistisch den "weißen Hai", den Urgroßvater dieses Subgenres, zitiert. Zwar heißt sein Charakter (wohl aufgrund des Copyrights) etwas anders, die gleichen Klamotten und das Liedchen, das er mehr schlecht als recht singt, identifizieren ihn aber eindeutig als dieselbe Figur, die im "weißen Hai" Jagd auf das Ungetüm gemacht habt. In einer Verneigung vor den grandios-absurden Gründen für Zombie-Epidemien und andere Unglücke in den Fun-Splatterfilmen der 1980er ist es hier übrigens eine von seinem Boot versehentlich ins Wasser gefallene Bierflasche, die das Unterwassererdbeben auslöst und die Steinzeitpiranhas freilässt.
Überhaupt ist Aja mit seinem Spektakel wesentlich näher an diesen Filmen, als an den doch eher ernsten Ökohorrorstreifen der 1970er. Hier ist alles grell, vulgär und am Rande des guten Geschmacks. Also genau da, wo ein Monsterfilm mit Brüsten, Biestern und Blut hingehört. Zarte Seelen aller Couleur sollten sich vor Ansicht des Films daher eine Frage stellen: Will oder muss ich einen Film sehen, in dem mir ein abgebissener und dann halb verdauter menschlicher Penis von einem Piranha ins Gesicht gespuckt wird? Wer jetzt "Aber klar!" ruft, ist hier genau richtig. Die Splatterszenen gehören zum Derbsten, was seit langer Zeit auf der Leinwand zu sehen war, da haben die Ikonen dieser Art von Make-Up, Greg Nicotero und Howard Berger, nochmal richtige Arbeit geleistet. Das Blutbad rund um die Einstundenmarke ist so dermaßen im Grand Guignol-Stil gehalten, dass der enorme Blutgehalt durch die Absurdität der Szenen um einiges abgemildert wird.

Natürlich ist "Piranha" trotz all dieser positiven Punkte kein richtig guter Film im klassischen Sinne, aber eben eine Genreübung, die genau weiß, was sie macht und an wen sie sich wendet. Somit ist "Piranha" auch für Aja nach dem doch eher enttäuschenden "Mirrors" wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Lobend erwähnen muss man hier auch noch das 3D-Verfahren, das im Gegensatz zu den nachträglich umgemodelten Mogelpackungen ausdrücklich zum Konzept gehört, was man dem Film auch zu jedem Zeitpunkt ansieht. Fast über die gesamte Laufzeit wird die Dreidimensionalität mal mehr, mal weniger offensichtlich - nie jedoch zu albern oder dämlich - benutzt. Ein weiterer Pluspunkt auf einer trotz der Blutlachen ziemlich weißen Weste dieses kleinen feinen Horrorstreifens.

Simon Staake

8

Ich stimme der Kritik in allen Punkten zu, Piranhas bietet einem genau die Kost die man sich schon lange wieder wünscht und erhofft von so einem Film, der Gore Faktor ist zum Höhepunkt hin immens und selbst gestandene Horror/Gore Fans entfleuchte das ein oder andere "what the fuck?"

Ich begrüße die Rückkehr des spaßigen Elements und dem Mut zur Farbe in Horror Filmen,
der Saw -Hostel-Folterporn -Asian Horror Hype der ja auch streckenweise recht kalt und klinisch daher kam hat eine Zeitlang (10Jahre?) das gesamte Genre stilistisch stark beeinflußt sieht man mal von Ausnahmen wie Hatchet und einigen anderen Produktionen ab, das wird nun endlich wieder vermehrt aufgelockert.

Der Film rockt einfach,und hätte auch in 2D noch genauso viel Spaß gemacht.
Beziehe mich hier auf amerikanischen OT, zur deutschen Synchro kann ich also nix sagen, hoffe die vermurksen das nicht weil ich ihn mir hier auch nochmal ansehen will.

8

Eigentlich genau meine Meinung getroffen.
Allérdings wird das Erdbeben nicht durch eine Bierflasche ausgelöst.
Diese ist nur ein optischer Effekt der zum Zentrum der Eruption führen soll...

Man bedenke lieber Simon, "Inception" bekam 8 Augen. Sie mögen sehr erfrischende und intelligente Kritiken schreiben, aber das geht echt zu weit. Ein lächerlicher Punkt Unterschied zwischen so einem Pseudo-Horror und einem Meisterwerk von Nolan. Herr im Himmel ...

@Barof
Entschuldige Bitte! "Inception" ist ein "Traum-Sci-Fi-Action-Thriller" (was auch immer) und kein Horrorfilm.

Mein Gott! Wieso verwechseln die Leute hier immmer wieder Äpfel mit Birnen ?!

Ich werds wohl nie begreifen ^^

Naja, ist mir auch wurscht!

Ich freu mich jedenfalls auf "Piranha 3D"!

Tolle Kritik übrigens.

Zitat:
"...Ein bisschen mehr gibt es hier nämlich von allem: den Titten und Ärschen, die zur Freude des männlichen Zielpublikums hier in rauen Mengen geschwungen werden..."

Natürlich ist es erstmal merkwürdig wenn man z.b einem echten 9/10 Augen Meisterwerk wie z.b den Paten 2 oder meinethalben The dark Knight :) einen 7 Augen Gore Film wie Piranhas gegenüberstellt, in Zukunft die gegebene Punktzahl einfach immer Genrebezogen lesen, denn diese Beschwerde hinsichtlich der als unangebracht empfundenen Augenzahl gab es ja schon öfters und können eigentlich vermieden werden:)

Mit freundlichen Augen
habsgesehen

Ich kritisiere lediglich einen minimalen Abstand der Augenvergabe. Die lächerlichen 8 Augen im Gegensatz zu 7 Augen für diesen schwachen Horrorfilm. Vielleicht macht Piranha 3D ja Spaß machen und kurzweilig sein, aber mich ärgert einfach nur dieser minimale Abstand. Schon lustig zu sehen wie schnell Leute sich aufregen ...

erst andere meinungen akzeptieren, dann labern ...

Piranha 3D wurde trotzdem in 2D gedreht und dann konvertiert. Nur haben die sich beim Dreh schon darüber Gedanken gemacht.
Hier der imdb link: http://www.imdb.com/title/tt0464154/technical

@Barof
Ich akzeptiere Deine, nach wie vor, haltlose Meinung :)

@Ich sag doch
Das freut mich :)

1

Super! Leute die in 3D von Piranhas gegessen werden!!!

@frau menke
Genau! Ist doch total geil :D

@ Barof

Auch ich akzeptiere deine Meinung. Das ändert aber nichts daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst. Das ist nunmal ein anderes Genre.

Als nächstest wird Piranha noch mit der Bewertung von "Der König der Löwen" verglichen...

Zumal du jawohl der erste warst der sich hier aufgeregt hat.

Ansonsten freu ich mich auf den Film. Sorry Frau Menke, ich geh mal davon aus das sie den Film nicht gesehen haben und Ihnen das Horrorgenre ebenfalls nicht behagt, aber es ist immer gut, trotzdem eine Bewertung abzugeben, um nicht oberflächlich zu wirken.

@Martin

Wenn wir nochmal auf das Thema zurückkommen...

Wenn wir alle Filme in ihren jeweiligen Genres bewerten, dann hat "Inception" jedoch 10 Augen verdient!!!

"Inception" ist ein (wie bereits gesagt) "Traum-Sci-Fi-Action-Thriller" und kein Drama. Somit könnte Herr Staake keine emotionale Schwäche bemängeln, weil der Film einfach nicht versucht emotionale Bindungen aufzubauen.

Warum also ein Punkt Unterschied?
Dann können beide Filme gleich 10 Augen bekommen, da ja auch "Piranhas 3D" gar nicht erst versucht eine gute Story aufzubauen. Solche Filme sind reiner Fun.

Lieber Barof, calm down

Hier geht es um Piranhas und nicht Inception.
Von so einer Augen Bewertung hängt doch nicht das Leben ab.
Da hat doch sowieso jeder seine eigene Empfindung wie ein Film für ihn wirkt.

Frage ist, wie findest Du Piranhas und welche Augenzahl gibst Du diesem Film?

Ich akzeptiere deine Meinung (warum auch nicht?) finde aber diese ganzen Disskusionen fruchtlos und würde mit wünschen in einer Rezzension über Piranhas auch Meinungen über Piranhas zu lesen.
Also dem Film an und in sich und nicht seine Verhältnissmäßigkeit zu Filmen wie Inception.
Wobei ich zugegebener Maßen natürlich jetzt selber wieder themenfremd agiere, ach Mensch:)

Um auf Piranhas zurück zu kommen: Geiles Teil unbedingt anschauen!

...gib mir die Weisheit das eine vom andren zu unterscheiden. ^^

1

Will mich nochmal für diesen tatsächlich etwas unüberlegten Kommentar (Nr.3) entschuldigen. Ich bin mit Herrn Staake einfach nicht immer einer Meinung und war von Inception einfach so begeistert, dass mich die 8-Augen Vergabe etwas gestört hat. Ich wollte weder Streit, noch Stress und es tut mir leid. Der Kommentar über mir (@Herr) ist übrigens nicht von mir...

Zum Film:

Piranha 3D erhält von mir 1 Auge, weil der Film sich meiner Meinung nach nicht von anderen Billig-Horror-Produktionen unterscheidet. Da gehen die Meinungen natürlich auseinader!

4

Zum einschlafen. Der Film ist zurecht gefloppt und er wäre noch erfolgloser gewesen wenn er nicht in 3D wäre. Story natürlich total vorhersehbar, unsympathische Jungdarsteller die mal wieder nix anderes als saufen, f*cken und feiern im Schädel haben und ein paar nervtötende Gören von denen man immer hofft es erwischt sie. Wären wenigstens die Goreeffekte gut und zahlreich wäre das zu verschmerzen aber auch hier nur halbgares Geplätscher und ein paar abgerissene Gliedmaßen, nix was einen Seemann erschüttern könnte...

Der Film ist ok, wenn auch nicht so ein kultiges Trash-Feuerwerk wie erhofft.

Aber sorry Sordos, wenn Du bei Piranha 3D mangelnde Goreeffekte beklagst, dann ist Dir echt nicht mehr zu helfen! Mehr in einem Mainstreamfilm geht nun wirklich nicht. Reicht Dir immer noch nicht? Dann musst Du in eine Anatomie und Medizinstudenten beim Leichen sezieren assistieren…

3

7 von 10 Augen ?

Bitte KEINEN Alkohol mehr vor dem Kino, ok ?

Der Film ist purer Trash und das ist auf einmal gut ?

Nachdem unzählige Filme zerrissen wurden hier nun so eine Bewertung ?

Mal abgesehen davon, wie brutal er ist und wie menschenunwürdig hier
Leute zerstückelt werden, dazu ist der Film auch noch eine aneinander-
reihung von anderen Filmzitaten. Er ist das Plagiat eines Plagiates.

Er ist das Geld für die Kinokarte nicht wert, kauft besser Bier davon.

Und zu dem, der hier nach mehr Gore schreit: geh zum Arzt !

8

Mehr Gore und Busen geht nicht! Die Erwartungen werden zu einhundert Prozent erfüllt. Wer drauf steht wird das Kino glücklich verlassen. Sogar die Mädels in unserer Runde waren völlig begeistert.

was für eine ellenlange diskussion für solch einen armseligen film!
leute - habt ihr langeweile?

8

>>> @Ich <<<
Menschenunwürdig?
Ein Plagiat?
Das soll doch wohl ein Witz sein?
Wenn dir das nicht gefällt (was ich dir nicht glaube) was du in "Piranha 3D" zu sehen bekommst, frag ich mich warum du ihn dir überhaupt anschaust? Sämtliche Kritiken machen wohl unmissverständlich klar worum es dem Film geht.
Also bitte, nimm den Stock aus deinem Ar..., spar dir deine Possen, und Poste was zu "Aus der Mitte entspringt ein Fluss"!, wenn dir langweilig ist.

Was mich angeht? Ich und ein paar Freunde hatten ehrlich Spass bei diesem, wenn auch etwas verspäteten Sommer-Kino-Event. Kann die Empfehlung nur unterstreichen:
Mit Bacardi-Cola und Kumpels macht "Piranha 3D" ne menge Freude.
Ich freu mich jedenfalls schon auf die "Papas und Mamas".

7

Was maanst.....

Ein wirklich interessanter Film. Nüchtern betrachtet darf man natürlich keine 7 Augen vergeben, denn der Film ist "Trash". Aber wie hier die Klisches zelebriert werden, sensationell. Ich denke auch, dass sich der Film keine einzige Minute lang wirklich selber ernst nimmt, und das ist auch gut so, denn somit wird aus der ganzen Geschichte ein vergnüglicher, harmloser Horror-klamauk, den man (innerhalb des Genres) gut und gerne mit 7 Augen bewerten kann.

Um die Handlung geistig voll aufzufassen braucht's natürlich wieder mal kein Studium, war bei den ganzen Tierhorrorfilmen der 70er und 80er aber größtenteils auch nicht anders. Technisch gibt's auch nicht viel zu bemängeln. Bei den Fressszenen erkennt man nicht wirklich viel, aber es hat mich nicht besonders gestört. Umso detailreicher dargestellt waren all die von den Kauapparaten der eindeutig auf Fleischverzehr spezialisierten Fische in Mittleidenschaft gezogenen Personen. Hier konnte man sich gar nicht beschweren - fast schon ein Gore-Fest. Allerdings wurde auch nicht unbedingt etwas gezeigt, was nicht in anderen Filmen schon mal viel härter zu sehen war.
Die Unterwasserszene mit den beiden Schönheiten und der klassischen Musik war oscarreif. Selten so etwas Schönes gesehen. Noch nie hatte in einem Horrorfilm Nacktheit soviel Klasse und Stil! Ich war sehr gerührt nach dieser Szene, es hat mich emotional tief berührt. Hätte noch gut und gerne 10 Minuten so weitergehen können. Alleine für diese Szene haben sich für mich die zehn Euro vierzig rentiert ;-)

Übrigens, ich hab nur ganze zwei (nur ZWEI!!!) Unschönheiten im ganzen Film gezählt, und die waren auch nicht wirklich total fett und unansehnlich, sondern hatten eben nur nicht absolute Modellmaße. Aber selbst die wurden nur dezent im Hintergrund ganz kurz geszeigt. Wo bitte gibt's sowas (Konglomerat an Modellmaßemädels) in der Realität?

Fazit: Ich wurde hervorragend unterhalten und habe wieder ein völlig falsches Bild über die Schönheitsstandarts der heutigen Frauen vermittelt bekommen. Kann man zufriedener noch sein? Ich denke nicht.

Wie immer gilt: Die hier aufgezeigte Meinung ist rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Korrektheit und/oder Allgemeingültigkeit.

Das Wort zum Montag.

8

Trash ist immer dann gut, wenn die Macher sich bewusst dafür entscheiden und genau wissen, welche Erwartungen damit beim Publikum verbunden sind.
Dieser Film ersäuft nicht nur in Blut und Brüsten, sondern auch in Selbstironie. Die Crew am Set hatte offensichtlich einen riesen Haufen Koks und Spaß, was man dem Film zu jeder Sekunde anmerkt. Genau deshalb ist er so gut/lustig/trashig/unterhaltsam/kurzweilig.

2

Ein ultraflacher 08-15-Quark ohne Sinn und Verstand. Einzig und allein auf die möglichst spektakuläre Zurschaustellung von 3D-Effekte getrimmt. Das nervt gewaltig. Eine Schande, dass Alexandre Aja nun auch in Hollywood verheizt wird. Gnadenlos daneben, ein echtes Ärgernis. Noch schlimmer ist da schon fast die 7-Augen-Bewertung hier. Das lässt mich langsam aber sicher an der Seriosität von filmszene.de zweifeln ... :(

1

@Der große Unbekannte

Wahrlich da hast du Recht und bestimmt nicht weil ich das dann so geil finde. Aber wenn ein Film nun mittels Trailer und Mund-Propaganda mit seinen blutigen Effekte und Schockmomenten wirbt dann sollte er das auch einhalten oder?

8

Ich fand den Film absolut genial. Für eine Horrorkomödie gelten halt andere Bewertungskriterien als für ein Drama oder einen Science Fiction Film.
Der Film hat mir von der ersten bis zur letzten Minute Spaß gemacht. Die Unterwasser-Szenen sind absolut großartig (in 3D) und die Gore-Szenen sind auch klasse. Ich habe gelacht (viele Anspielungen auf andere Klassiker des Genres), ich habe mich erschrocken, ich habe mich geekelt; Kurzum - ich wurde für mein Geld perfekt unterhalten. Und das ist es was mich interessiert!

Blut, Brüste, Koks, Gore......was geht ab bei euch&#61514;.

Warum nehmen hier manche das ganze so ernst;-)...?
Der Film will doch gar nicht ernst genommen werden.
Jeder Mensch erkennt doch schon im Titel oder spätestens in den ersten 20 min dass es hier nicht um ein Authentisches Meisterwerk geht.
Einigen wir uns einfach auf ein treffendes Zitat von einem Bewerter weiter oben :-)

"ein vergnüglicher, harmloser Horror-Klamauk"

*harmlos weil vorhersehbar, sowie überzogen dargestellt, ja fast schon Comic ähnlich.

Der Film war so haarsträubend dämlich, dass es echt schon wieder klasse war. Selten hab ich so ne Stimmung im Kino erlebt. Das Publikum hat angesichts der sinnlosen Dialoge, teilweise schon bizarr lächerlichen Szenen und den grotesken Splattereskapaden regelrecht den Film gefeiert. War auf jeden Fall äußerst amüsant auf einer sehr anspruchslosen Ebene.
Empfindliche Gemüter sollten den Film jedoch meiden. Dieses Jahr hat sich die Leinwand wohl noch nie so rot gefärbt. Einzig Machete dürfte da nächsten Monat noch ran kommen.

8

Ein Horrorstreifen in Form eines Feelgood Movie ;-)
Hab mich köstlich amüsiert.
Einzig der jugendliche Hauptdarsteller nervte etwas !!
Hingegen Elisabeth Shue war absolute spitzenklasse ;-)))

7

Brüste Blut und Blödsinn - man kriegt wonach man sucht beim Leihen des Films

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