Teenager sind wieder in. Nachdem sie es vom Fernsehen dank des Tennie-Slasher-Revivals wieder auf die Leinwand geschafft haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die High-School-Komödie im klassichen John-Hughes-Stil ihre Renaissance erlebt. In den USA vergeht kaum eine Woche, ohne daß eine neue Pubertäts-Posse die Zahnspangen des Landes zu einem Kinobesuch anregt. Mit „Eine wie keine“ hat jetzt der erste Ausläufer dieser Sturmflut auch Deutschland erreicht.
Die
Story ist simpel, zusammengebastelt aus Elementen von „Gefährliche
Liebschaften“ (dessen Teenie-Remake „Eiskalte Engel“
auch nicht mehr lange auf sich warten läßt) und „Pretty
in Pink“: Zack, der absolute Oberstar seiner High School, kommt
guter Dinge aus den Ferien zurück, als ihm seine Freundin Taylor
eröffnet, daß sie mit ihm Schluß macht, weil sie
im Urlaub einen anderen, cooleren Jungen kennengelernt hat. Und
das sechs Wochen vor dem Abschlußball. Zack ist reichlich
geknickt und fühlt sich in seinem Mannesstolz verletzt. Erste
Trotzreaktion: Gegenüber seinen Freunden behauptet er, daß
Taylor doch gar nichts besonderes sei. Wenn man sich Getue, Klamotten
und Schminke wegdenkt, sei sie genau wie alle anderen. Seine gewagte
These: Er kann aus jedem Mädchen die Königin des Abschlußballs
machen. Seine Freunde machen sofort eine Wette draus, und drücken
ihm Laney Boggs aufs Auge, die etwas verplante und unscheinbare
Tochter eines Poolreinigers, ihres Zeichens Kunstfanatikerin, die
ihre Inspiration aus dem Unheil der Welt zieht. So in etwa sieht
sie auch aus. Zack stürzt sich mit Elan in seine Aufgabe, und
siehe da, er bringt das Mauerblümchen tatsächlich zum
aufblühen.
Über
den weiteren Verlauf muß man sich nicht viele Illusionen machen.
Wird Zack sich in Laney verlieben? Wird sie vor dem großen
Ball rauskriegen, daß sie nur Bestandteil einer Wette war?
Wird es am Ende ein großes Happy End geben? Wer schon mal
einen Teenie-Film gesehen hat, muß nicht lange überlegen.
Da „Eine wie keine“ aber als Zielgruppe die Post-Hughes-Generation
besitzt, und man somit davon ausgehen kann, daß es tatsächlich
Zuschauer gibt, die sich der Konventionen noch nicht im klaren sind,
wollen wir mal nicht zulange darauf rumreiten.
Es ist natürlich völlig egal, daß die Handlung flach, einfallslos und unüberraschend ist. Leichte High-School-Komödien laufen immer nach dem gleichen Strickmuster ab, wichtig ist das Drumherum. Die Dialoge müssen halbwegs sitzen, die Darsteller müssen einem ans Herz wachsen, und die Kleinigkeiten im Hintergrund müssen den eigentlichen Charme des ganzen ausmachen. Erstaunlicherweise gelingt all dies perfekt.
„Eine wie keine“ macht einfach Spaß. Man kringelt sich nicht vor lachen, aber man amüsiert sich prächtig. Den Darstellern sitzen die Rollen wie angegossen. Besonders schön anzusehen: Matthew Lillard („Scream“), der Taylors neuen Freund Brock Hudson spielt, einen völlig durchgeknallten und narzistischen Hohlkopf, der bei MTV’s „Real World“ mitspielt und das als seinen Aufstieg zum neuen Marlon Brando begreift. Für Freunde der „Real World“ hat das durchaus satirischen Charakter und ist eine Riesengaudi. Die anderen fragen sich wohl eher, was das soll. Naja, es gibt halt immer Leute, die den Gag kapieren, und welche, die das nicht tun.
Freddie
Prinze jr. hat als Zack einfaches Spiel. Neben Jennifer Love Hewitt,
Ryan Philippe und Sarah Michelle Gellar (die ein Mini-Cameo in diesem
Film hat) war er einer der Stars in „Ich weiß, was du
letzten Sommer getan hast“, und muß sich daher im Brat
Pack der Neunziger keinen Namen mehr machen. Wesentlich schwerer
hat es da schon Rachael Leigh Cook als Laney, die außer einem
Gastauftritt in „Dawson’s Creek“ noch nicht viel
vorzuweisen hat. Bis jetzt. Zuckersüß und erstaunlich
wortgewandt darf sie hier das alte Klischee erfüllen, daß
man einem häßlichen Entlein nur eine vernünftige
Frisur verpassen und die Brille abnehmen muß, damit es sich
in einen Schwan verwandelt. Nur einmal möchte ich so eine Geschichte
sehen, wo die Hauptfigur ernsthaft unattraktiv ist! Aber dafür
kann die arme Rachael ja nichts. Also: Die Eintrittskarte in den
neuen Flügel der Teenie-Ruhmeshalle kann gelöst werden.
Das merkwürdige an Filmen wie diesem ist, daß sie entweder funktionieren, oder es nicht tun, aber man nachher nie wirklich sagen kann, warum. So ist es auch hier. „Eine wie keine“ funktioniert. Es ist halt so. Es stört nicht, daß anscheinend in den Schulkulissen von „Beverly Hills, 90210“ gedreht wurde, oder daß mit Anna Paquin eine Oscar-Preisträgerin gnadenlos in einer Nebenrolle verheizt wird, oder daß jede, aber auch jede Plot-Konvention eingebaut wurde. Es macht einfach Spaß. Punkt.
„Eine wie keine“ hat nicht ansatzweise den frechen satirischen Unterton von „Clueless“. Aber was soll’s, es wurde mal wieder Zeit, daß man einen Teenie-Film machen kann, ohne sie zu karikieren. „Breakfast Club“ ist lange her. Inzwischen gibt es einen ganzen Planeten voller neuer Teenager. Und die müssen sich ja auch irgendwo repräsentiert fühlen. So lange das soviel Spaß macht wie hier, soll’s mir recht sein.


ich find den film total schön ! Ich find zwar blöd das das ne wette war aber trotzdem liebt er sie ja ! einfach schön!
das ist einer der besten filme die ich je geguckt habe ich find den film wunderschoen
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