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Untraceable

Untraceable
thriller , usa 2007
original
untraceable
regie
gregory hoblit
drehbuch
mark brinker, robert fyvolent, allison burnett
cast
diane lane,
billy burke,
colin hanks,
joseph cross,
mary beth hurt, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
3. April 2008
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

 

 "Untraceable", also schier unauffindbar, ist der Killer im sechsten Kinofilm des Thriller-erprobten Regisseurs Gregory Hoblit ("Das perfekte Verbrechen", "Frequency"). Im Kampf gegen die Internet-Kriminalität gehört FBI-Agentin Jennifer Marsh (Diane Lane) zu den Leitfiguren. Kein Geldbetrüger oder Pädophiler ist vor ihr sicher, kein Trick zu gut, als dass sie ihn nicht durchschauen könnte. Doch dann geht eine Website online (www.killwithme.com - kann man auch selbst besuchen) mit zunächst harmlosem Inhalt. Ein kleines Kätzchen steht im Fokus eines Live-Streams, bald darauf ist es tot. Beim FBI kümmert es zunächst niemanden, es war ja schließlich nur eine Katze. Doch aus einer Katze wird wenige Tage später ein noch lebender Mensch mit kleineren Wunden, dem ein Mittel gegen Blutgerinnung injiziert wird. Das Ganze ist an die Anzahl der Aufrufe der Seite gekoppelt. Heißt: Je mehr Menschen zusehen, desto schneller verblutet und somit stirbt das Opfer. Marsh und ihre Kollegen Dowd (Colin Hanks, Sohn von Tom) und Box (Billy Burke) stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Internetseite lässt sich nicht abschalten, der Täter ist nicht auffindbar und die Besucher lassen sich auch nicht davon abhalten, den Tod der Opfer zu beschleunigen, sei es, weil sie es für einen Scherz halten, oder es ihnen schlicht egal ist. Zu allem Übel hat es der Täter auch noch auf Marsh und ihre Familie abgesehen.

Die Grundidee ist nicht übel: ein Mörder, der die Opfer heranschafft, sich final aber nicht die Finger schmutzig macht, sondern es den Usern im Internet überlässt, den Todesstoß zu versetzen. Interessant daran ist vor allem, sich selbst zu hinterfragen. Würde ich die Seite aufrufen, wo das alles doch mehr nach einem Scherz klingt? Und selbst wenn es keiner ist - was ändert schon mein einer Aufruf im Vergleich zu den Millionen anderen, die es sowieso unabhängig von mir geben wird? In "Untraceable" steckt Potential, welches nur leider nicht ausgereizt wird.
Der Vergleich mit einer überlangen Folge "CSI" ist hier nicht unberechtigt. Das liegt zum einen daran, dass die Story insgesamt kaum positive Akzente setzt und so auch locker als leicht überdurchschnittliche wöchentliche TV-Routine-Arbeit durchgehen könnte. Wenn Kind und Mutter der Protagonistin zu Beginn eingeführt werden, dann dürfte jedem klar sein, worauf das noch hinausläuft. Und dass eines der Opfer irgendwann vielleicht auch mal einer der ermittelnden Agenten sein könnte, wird man auch frühzeitig in Betracht ziehen. Die drei Autoren folgen streng einer herkömmlichen Dramaturgie, machen das zwar recht souverän, aber halten die Überraschungen dadurch auch auf ein Minimum reduziert.
Der andere "CSI"-Faktor ist der, dass sich "Untraceable" auch optisch kaum von einer TV-Produktion abhebt. Natürlich sieht alles ein bisschen teurer und schicker und professioneller aus, und auch die Schauspieler erledigen ihren Job sehr routiniert (ohne dass sich nun einer von ihnen besonders hervorheben würde), doch die Möglichkeiten des Mediums Kino werden auch hier nicht im Ansatz ausgeschöpft. Szenario und Räumlichkeiten wirken sehr klein, die Kamera fängt das Geschehen recht ideenlos ein und am Ende hat man nicht das Gefühl, das Werk eines Kino-erfahrenen, sondern das eines TV-Regisseurs zu sehen. So viel Raum für Experimente und eigenen Stil bietet sich in einer Serie kaum und einen ähnlichen Eindruck gewinnt man auch hier.

Will man das Gegenteil von love it or hate it definieren, so bräuchte man nur "Untraceable" heranziehen. Dieser Film ist abgesehen von seiner zündenden Ausgangsidee so spektakulär unspektakulär, dass sich kaum jemand ernsthaft an ihm stören dürfte, sich aber andererseits wohl auch niemand in ihn verlieben wird. Die Ärgernisse halten sich im vertretbaren Rahmen Genre-üblicher Unglaublichkeiten: Stirnrunzeln ob des üblichen Fach-Chinesisch; Unverständnis darüber, dass sich die Website nicht abschalten lässt, selbst wenn der Server in Russland liegt; Erstaunen über das technische Know-How des Mörders; und blanke Verwunderung über 25 Millionen Seitenaufrufe innerhalb weniger Minuten und zwar lediglich aus den USA. Ebenso selten, wie man hier ernsthaft Grund zum Ärgern bekommt, sieht man sich auch veranlasst, Beifall zu klatschen. Hoblit hat bereits spannendere und aufregendere Filme abgeliefert. Der hier ist - im Gegensatz zu seinem Inhalt - völlig harmlos.

René Loch

Hm, tja. Ich werd wohl mal reingehen. Der von mir sehr geschätzte Roger Ebert schreibt in seiner Kritik: "Untraceable is a horrifying thriller, smart and tightly told, and merciless ... Yes, I watched, fascinated ... Untraceable is made with intelligence and skill. It dramatizes the sorts of things that the anonymity of the Internet makes possible, or even encourages." Klingt irgendwie ganz anders. Eigentlich sehr vielversprechend.

So ein hanebüchener, komplett schwachmatischer Unsinn. Als ob ein Killer ein Opfer am Leben läßt, weil die Seite wieder in Vergessenheit gerät. Depperter SAW-Dumpfsinn.

Als ob man eine Internetseite nicht einfach schließen könnte. Bei Seiten, die den herrschenden Antidemokraten unbequem sind, geht das ratzfatz plus Serverbeschlagnahmung, da braucht es noch nicht mal ne "Rechtsgrundlage" für (obwohl es die auch noch gibt). Das FBI als altbekannter Verein von Massenmördern hätte allerdings zuerst die DDOS-Attacke gewählt...

Scheint als Popaganda für noch mehr Internetzensur gedacht zu sein.

Unglaublich schlecht.

5

absolutes mittelmass,vorhersehbar,langweilig und völlig unspannend...

4

Einfach nur unglaubwürdig. Bis auf die anfangs scene (leider). Polizei klopft nicht mehr an, Türen werden jetzt mit dem Ford aufgerissen. Gesetze werden da nicht mehr beachtet.

8

Nur Mittelmaß? Nein, nein, keineswegs. Roger Ebert hat ganz recht. Ein cleverer und spannender Film. Interessieren würde mich daher natürlich, wo R. Loch derartig spannende Thriller wöchentlich als Fernsehserie zu sehen bekommt. Trotz Kabel empfange ich solche Sender leider nicht.

Im übrigen zur technischen Glaubwürdigkeit: Dass man Websites so einfach "schließen" kann stimmt nicht. Es gibt z. B. diverse Websites, die von Servern im Ausland angeboten werden, deren Nutzung man für deutsche Anwender liebend gern sperren würde. Geht aber nicht.

8

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Also ich stimme Martin zu: Spannend bis zum Schluß und am Ende doch irgendwie überraschend. Mit SAW überhaupt nicht vergleichbar. Man sollte vielleicht die Glaubwürdigkeit bezüglich technischer DInge nicht immer ganz ausreitzen - es ist halt Kino ;o)

Oje Juhu super freu :(((((((((

Noch ein weiterer SAW CLONE das hat die Welt gebraucht würg:)

Alles in allem LOW Budget Horror der auf die saw schiene aufspringt

8

Vielleicht ist weniger auch mal mehr? Anstatt sich über sehr klein wirkende Räumlichkeiten zu mokieren, sich über weniger explizite und künstlich überzogene Optik aufzuregen (oder wie soll ich das verstehen mit der Kamera, die das Geschehen ideenlos einfängt?), wäre es hier mal angebracht hervorzuheben, dass es doch noch möglich ist Thriller zu inszenieren, die nicht in Blut, Gedärmen und Einfältigkeit untergehen.

Vielleicht ist es ein Vorteil, wenn man noch nie eine CSI-Folge gesehen hat (so wie ich), um es dann nicht permanent als Vergleich herbeizitieren zu müssen. Es ist aber ganz sicher ein Vorteil, wenn man auch Filme gut finden kann, die nicht auf Hochglanz, Bombast und Überlänge gestreckt sind, so wie es der Rezensent offenbar selbst von Filmen wie diesen erwartet.

Ach ja, unspannend soll er auch noch sein, voraussehbar und unlogisch. Ersteres ist Ansichtssache, ich fand den Film keineswegs unspannend. Zweiteres mag hier und da zutreffen, aber wenn ich zurückdenke, empfand ich selbst ein Meisterwerk wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER als voraussehbar, und geschadet hat es trotzdem nicht. Und was die Unlogik betrifft: in der Tat störte mich diese bei diesem Film nicht wirklich. Die gute Storyidee, die guten Schauspieler, die Spannung und nicht zuletzt die angenehm wenig explizite Darstellung haben mich mehr als nur gut unterhalten und zudem noch angenehm überrascht.

8 DE! Verdient!

10

Sehr spannend und mit einem tieferen Sinn.
Mal was Vernünftiges.

2

DDoS Attacke auf den Server der Webseite und sie hätten das Problem gelöst. Unlogischer Film

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