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Romeo Must Die

Romeo Must Die
action , usa 1999
original
romeo must die
regie
andrzej bartkowiak
drehbuch
eric bernt, john jarrell
cast
jet li,
aaliyah,
delroy lindo,
isaiah washington,
dmx, u.a.
spielzeit
108 Minuten
kinostart
8. Juni 2000
homepage
http://romeo-must-die.warnerbros.com/
bewertung

3 von 10 Augen

Oh, welch falsche Erwartungen kann ein Filmtitel wecken. Basierend auf dem Wissen, dass es in diesem Film eine afroamerikanische und eine asiatische Gang gibt, daß Martial arts-Superstar Jet Li und die Sängerin Aaliyah die Hauptrollen spielen, und bei diesem Titel, was kann man da vermuten? Ich würde mal sagen, eine „Romeo und Julia“-Adaption mit ordentlich Action. Gut, dieses Stück zu modernisieren ist nicht (mehr) sonderlich einfallsreich, aber zumindest ist dadurch eine vernünftige Handlung garantiert. Weit gefehlt.
„Romeo must die“ nimmt sich nur ein einziges Detail aus Shakespeare’s berühmter Vorlage: Zwei verfeindete Gangs/Familien, und zwei Sprößlinge, die sich nicht ganz unsympathisch sind. Alles andere wird fallen gelassen, und man gibt sich keine sonderliche Mühe, einen neuen brauchbaren Plot zu erdenken.

Wir befinden uns nicht im schönen Verona, sondern in Oakland, Kalifornien, wo die Gangstersyndikate von Ch’u Sing und Isaak O’Day gemeinsame Sache machen, um an ein riesiges Grundstück an der Küste zu kommen. Dort soll ein neues Sportstadion entstehen, und um nicht verkaufswillige Immobilienbesitzer loszuwerden, greifen die Jungs auch mal zu rabiateren Methoden (wir fragen uns jetzt nicht, ob man in den USA wirklich ein so großes Bauprojekt ungestört realisieren kann, wenn vorher die ganze Gegend mehr oder weniger leergebombt wurde). Ein wenig Unruhe kommt in die Sache, als der eine Sohn des asiatischen Bosses ermordet wird. Der andere Sohn, ein ehemaliger Cop namens Han, sitzt in Hongkong im Knast für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat (logisch, oder?). Als er vom Tod seines Bruders erfährt, nimmt er Reißaus nach Amerika, wo er eher zufällig die Bekanntschaft der feschen Trish O’Day macht (was wo die Tochter von dem anderen Gangsterboss ist). Gemeinsam versuchen die beiden nun, die zunehmenden Morde innerhalb der Syndikate aufzuklären, denn auch Trish’s Bruder segnet alsbald das Zeitliche.

Jet Li würde nicht die Hauptrolle in diesem Film spielen, wenn die Handlung mehr wäre als ein langweiliges und verworrenes Vehikel für spektakuläre Kampfsequenzen, und mit denen wird man auch reichlich bedient. Und genau hier wird „Romeo must die“ zu einem richtig schlechten Film. Unbegabte Schauspieler, eine Möchtegern-Story und wenig Logik gibt’s bei Jackie Chan-Filmen auch. Aber da sieht man wenigstens, daß die Prügelszenen echt sind. Hier sieht man das genaue Gegenteil: So ziemlich jede größere Klöpperei in diesem Streifen hat zwei Besonderheiten. Zum einen wird jeweils einmal ein Röntgenblick eingesetzt, woraufhin die Kamera dann mehr oder weniger in den Körper des Opfers hineinfährt und in Nahaufnahme zeigt, wie der Knochen bricht/das Herz durchbohrt wird etc.; zum anderen gibt es jeweils immer mindestens eine Kampfaktion, die so dermaßen offensichtlich an einem Halteseil vollführt wurde, daß man sich als Zuschauer fragen muß, ob die das tatsächlich ernst meinen. Wenn Jet Li zwei Meter in die Luft springt, sich im Uhrzeigersinn um sich selbst dreht, dabei drei Jungs in die Fresse tritt und anschließend einen Meter zur Seite schwebt, um sich an eine Säule zu klammern, dann kann man eigentlich nur noch mit einem herzhaften Lachen reagieren, so lächerlich wirkt das Ganze. Kicking it Matrix-style ist zwar eine feine Sache, aber es hat schon einen triftigen Grund, warum die Jungs in der Matrix solche Stunts draufhaben, und die in den anderen Filmen eben nicht.

Der Rest von „Romeo must die“ sieht aus, als hätte jemand einen Trichter genommen, alle Rap-Videoklischees reingeschüttet und unten den Filmstreifen hingelegt: Pimp Reflections, Gangsta Shit, Don’t fuck with my niggas, das alles wirkt so authentisch und glaubwürdig, als wenn Puff Daddy „Keep it real“ predigen würde. Schade ist diese hirn- und talentfreie Zone eigentlich nur für Delroy Lindo, eindeutig einer der besten schwarzen Schauspieler, der es aber leider immer noch nötig hat, in stumpfsinnigem Müll wie diesem mitzuspielen, um die Miete zu zahlen. Alle anderen sogenannten Mimen, vor allem die Musikstars DMX und Aaliyah, sind hier genau richtig aufgehoben. Bei etwas mehr Niveau wären sie wahrscheinlich völlig überfordert.

Es ist schon eine extrem peinliche Angelegenheit, wenn ein Film, an den man so wenige Erwartungen stellt, selbst diese noch enttäuscht. Die Titelanspielung funktioniert in keiner Weise, von einer Liebesbeziehung zwischen den Hauptakteuren zu sprechen, wäre schlichtweg gelogen: Es gibt keine Chemie, es gibt noch nicht einmal Lippenkontakt. Ein paar sauber choreographierte, spektakuläre, aber bitte halbwegs glaubwürdige Kampfsequenzen hätte ich gerne gesehen. Aber gerade was diese betrifft, so kann man „Romeo must die“ eigentlich nur noch auslachen. Jeder weiß, daß Jet Li das ohne visuelle Effekte gut genug kann. Ihm mit diesem lächerlichen Schnickschnack unter die Arme greifen zu wollen, ist mehr als überflüssig und nur noch peinlich. Dann lieber einen Jackie Chan aus der Videothek.
 

Frank-Michael Helmke

Also i hab mir jetzt die ganzen bewertungen von den martial arts filmen angeschaut und muss eins dazu sagen wen leute von einem martial arts filmen eine suppa handlung eine lücken lose story erwarten kennen die sich nicht mit dem film genre aus martial arts ist aktion und vorallem hamma geile kampfszenen die man natürlich in der wirklichkeit nicht hinbekommt^^

Mal eine Frage an Ruvi Hälst

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Mal eine Frage an Ruvi Hälst du Romeo must die allenernstes für einen Martial Arts Film ??? Bei einer Laufzeit von 2 Stunden drei am Heimischen Computer total billige und Lächerliche Zusammengeflickte Kampfszenen MARTIAL ARTS ??????????????????? Jedenfalls kann man der Kritik von Helmke nur Rechtgeben ! Jedenfalls hat der Film seine Popularität nur der damals Aufstrebenden Sängerin Aaliyah zu Verdanken . Hätte jemand anderes die Rolle von Aaliyah übernommen wäre dieser Unterduchschnittliche Film eine Videopremiere nicht Erspart geblieben!!! Aaliyah hätte damals ebensogut in einem Heimatfilm Auftreten können das Wäre sicher auch ein Megaseller geworden,obwohl ich der Meinung bin das sie ihre Rolle für eine Schauspielanfängerin sehr gut Gespielt hat

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