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Haunted Hill

Haunted Hill
horror , usa 1999
original
house on haunted hill
regie
william malone
drehbuch
dick beebe
cast
geoffrey rush,
famke janssen,
taye diggs,
ali larter,
peter gallager, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
27. April 2000
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

In dem Haus spukt’s. Das läßt der Filmtitel ziemlich unmißverständlich klar werden. Wer sich fragt, was uns wenige Monate nach „Das Geisterschloss“ schon wieder so einen Film beschert, dem sei gesagt, daß es genau dieselbe Idee war: Machen wir doch mal ein Remake von einem alten Horror-Klassiker. Der heißt in diesem Falle natürlich auch „House on Haunted Hill“, stammt von dem legendären Horror-Virtuosen William Castle und lehrte die Leute anno 1958 das Fürchten. Nun begab es sich, daß knapp vierzig Jahre später die an sich recht fähigen Herren Robert Zemeckis und Joel Silver eine neue Produktionsgesellschaft gründen, und zum Einstieg so ein richtig schön unkreatives Projekt angehen, nämlich ein Remake von einem ihrer Lieblings-Horrorfilme. Öfter mal nichts neues.

Das Haus, in dem es hier spukt (und es spukt in dem Haus, nicht in dem Hügel, wie der Titel, syntaktisch korrekt interpretiert, eigentlich behauptet. Es ist auch kein Hügel, sondern eine Klippe, aber wir wollen nicht auf Kleinigkeiten rumreiten), war in den 30ern einmal das „Vannacutt Psychiatric Institute for the Criminally Insane“, und zu Beginn des Films wird auch mit so richtig fiesen Bildern gezeigt, was dort damals so abging. Der gute Dr. Vannacutt entwickelte sich nämlich zum Schlächter des Jahrhunderts, und machte mit seinen Insassen viele leckere Dinge, bis diese eines Tages kollektiv aus ihren Zellen ausbrachen (nicht fragen! Bitte!) und den Doktor und seine Kollegen selbst aufschlitzten. Der Doktor hatte aber vorher noch einen Mechanismus betätigt, der alle Türen und Fenster mit dicken Eisenplatten verriegelte, und so kam keiner raus, als das Haus zu brennen begann. Alle kamen um, die Insassen und die gerade anwesenden fünf (!) Metzgermeister.
Sechzig Jahre später kommt die Ehefrau des exentrischen Themenpark-Betreibers Stephen Price (auf erbärmlichste Weise verheizt: Oscar-Preisträger Geoffrey Rush) auf die Idee, in eben diesem Hause ihre Geburtstagsparty zu machen. Ihre zwanzigseitige Gästeliste wird vom Gatten in den Reißwolf befördert, denn der kann seine Angetraute sowieso nicht mehr ab (was auf Gegenseitigkeit beruht), und will sich viel lieber einen fiesen Spaß erlauben (das kann er ziemlich gut, wie die Achterbahnfahrt verrät, an der der Zuschauer zu Beginn teilnimmt). So erstellt er auf seinem Laptop eine Gästeliste mit fünf Namen. Die wird freilich, nachdem er den Raum verlassen hat, von unsichtbarer Hand gelöscht und mit fünf (!) neuen Namen bestückt. Das hat zur Konsequenz, daß sich am großen Tag fünf (!) Gäste in der unheimlichen Klinik einfinden, die weder Gastgeber noch Gastgeberin kennen. Die stört das nicht sonderlich, da sie jeweils den anderen im Verdacht haben, einen blöden Streich zu spielen. Eben diese Tatsache sorgt dann auch für ein bißchen zu wenig Unbehagen, als die ersten unerklärlichen Dinge beginnen. Bei den Sachen, die er nicht selbst eingefädelt hat, geht Price einfach davon aus, daß es seine Frau war. Und die glaubt ihrem Mann natürlich kein Wort. Die fünf Gäste, denen jeweils eine Million Dollar versprochen wurde, wenn sie die Nacht überleben, würden zwar gerne wieder gehen, können das aber nicht, denn irgendwer hat den alten Alle-Türen-und-Fenster-zu-Mechanismus betätigt. Allerdings nicht Price.

„House on Haunted Hill“ ist ein Horrorfilm durch und durch, und das ist nicht im positiven Sinne gemeint. All die schlechten Eigenschaften, die man von solchen Streifen kennt, sind auch hier vereinigt: Ein hauchdünnes Nichts von einer Handlung, durch die sich fast noch dünnere Charaktere bewegen, fröhlich über gigantische Logik-Löcher hüpfend, auf der Suche nach einer rationalen Lösung, die es selbstverständlich nicht gibt. Es wird noch nicht einmal ansatzweise versucht, so zu tun, als würde es hier nicht spuken, und gerade deshalb sinkt die Spannung im Nu auf den Nullpunkt. Man weiß genau, wann etwas passieren wird, die Frage ist nur, was genau, und selbst das ist ziemlich offensichtlich. So bleibt nur das Ratespiel, wer von den sieben Versammelten das Haus am Ende lebendig verlassen wird. Und das interessiert eigentlich auch keinen. Was mich persönlich interessierte, war die Frage, wieso es überhaupt spukt, bzw. was die bösen Geister eigentlich wollen. Freundlicherweise wird genau diese Antwort ausgespart.
Es ist nicht so, daß „House on Haunted Hill“ völlig versagt. Als Horrorfilm ist er ganz okay. Er baut eine halbwegs funktionierende Atmosphäre auf, hat ein paar wirklich furchteinflößende Momente, und wird vom zeitweise aufblitzenden Splattergehalt her die wahren Fans sicher zufrieden stellen. Es ist nur einfach absolut nichts neues. Die Opening Credits sind sehr hübsch im Stile von 50er Jahre Horrorflicks designt, und die Eröffnungssequenz in der alten Klinik ist schon heftig, aber danach, wie gesagt, weiß man immer was kommen wird.
Erschwerend hinzu kommt dann noch, daß dem Film zusehends die Puste ausgeht. Wo sollten bei einem Horrorfilm die deftigsten Schocker sitzen? Richtig, am Ende. „House on Haunted Hill“ hat zu diesem Zeitpunkt allerdings schon sein ganzes Pulver verschossen, so daß die Pseudo-Schrecken der letzten Viertelstunde als Rohrkrepierer stecken bleiben. Statt dessen besinnt man sich der Möglichkeiten, die einem die heutigen Spezialeffekte bieten, und schon wie bei „Das Geisterschloss“ sorgen gerade die dafür, daß das letzte Quentchen Horror mit einem leisen Servus auf der Strecke bleibt.
„House on Haunted Hill“ erinnerte mich daran, warum „Blair Witch Project“ so gut funktioniert hat. Zu wissen, daß etwas da ist, aber es nicht zu sehen, ist so viel erschreckender, als zu wissen, daß etwas da ist, und das bei jeder Gelegenheit gezeigt zu bekommen. Auch wenn die Bilder noch so grauenerregend inszeniert sind, bei der Visualisierung des lauernden Schreckens begibt man sich immer in die Gefahr, auf dem falschen Gleis zu landen. „House on Haunted Hill“ ist da keine Ausnahme. An manchen Stellen bewegt sich der Film an der Grenze zur Lächerlichkeit, um dann mit einem großen Satz hinüberzuspringen. Wer sich davon noch einschüchtern läßt, hat noch nie einen wirklich guten Horrorfilm gesehen. Allerdings werden solche Leute sowieso nicht in diesen Film gehen.

Frank-Michael Helmke

1

langweilig-mangels guter story- und mit vielen schlechten computereffekten. einer der schlechtesten filme.

10

also ich find den film richtig gut und kann die anderen die sagen der sei langweilig oder was weiss ich was, nich verstehen. Also manchmal denk ich mir wieso kann es Leute geben die Filme so schlecht beurteilen. Ich glaub die würden nur Resident evil max. ne 2 geben^^

10

Einer der besten Filme die ich je gesehn habe,wenn ihr ueber den Film urteilt,schaut euch den zweiten teil an.Das ist der schlechteste Film den ich je gesehn habe.

Nun ja, was soll ich sagen? Die Idee mit der ehemaligen Irrenanstalt hört sich ja ganz nett an und hätte ja auch was Gutes draus entstehen können, aber leider gings dann wohl doch ziemlich daneben. Und was bitte soll dieses schwarze Bösesdingsda am Ende? Ist ja wohl total kitschig! Eignet sich allerdings hervorragend als Gute-Nacht-Geschichte (weil doch eher einschläfernde Wirkung).

8

Ich glaube einige Reviewer hier verwechseln den Film mit dem "sequel", das tatsächlich extrem grottig ist. House on Haunted Hill ist für mich DER Horrorfilm klassischer amerikanischer Machart. Er hat einige wirklich gute Schockeffekte und die Stimmung wird u. a. mithilfe der Musik von Marilyn Manson sehr gut transportiert. Gut, es ist wahr, dass die Story Wendungen enthält, die logisch schwer zu erklären sind, aber das ist auch die einzige wirkliche Schwäche des Films. Die Spezialeffekte sind meiner Meinung nach gelungen und verzichten auf eine Überdosis CGI. Die Schauspieler liefern alle eine vernünftige Performance ab, auch wenn die Charakter nicht sonderlich innovativ sind. V. a. die Beziehung zwischen Geoffrey Rush und Famke Janssen trug hervorragend zur verunsichernden Athmosphäre des Films bei und ist gut gespielt und in Szene gesetzt. Die Balance zwischen Spannungsaufbau, unheimlichen details und recht heftigen Schockeffekten mit ein paar kreativ fiesen Goreshots ist sehr gut gelungen.

Ich empfehle Haunted Hill jedem Horrorfan, ich kenne keinen besseren Film dieser Machart.

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