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Halbtot

Halbtot
action , usa 2003
original
half past dead
regie
don michael paul
drehbuch
don michael paul
cast
u.a.,
steven seagal,
ja,
rule,
morris chesnut,
nia peeples, u.a.
spielzeit
99 Minuten
kinostart
12. Juni 2003
homepage
bewertung

2 von 10 Augen

Brillen wären eine gute Idee gewesen. Oder wenigstens Kontaktlinsen. Doch für Sehhilfen jeglicher Art hat das Budget dieses Films wohl nicht gereicht. Anders ist es nicht zu erklären, dass sämtliche bedauernswerten Charaktere in diesem Machwerk mit extremer Kurzsichtigkeit geschlagen sind und sich ergo reichlich lächerlich machen. Das geht los bei einem Helikopter-Piloten, der einen massiven Leuchtturm erst dann vor sich auftauchen sieht, als er bereits so gut wie hinein gecrasht ist. Auch nicht besser sehen die Hauptakteure, die sich diverse Male mit gezückten und geladenen Waffen gegenüberstehen und in aller Ruhe ein paar coole Sprüche klopfen, weil sie genau zu wissen scheinen, dass sowieso niemand irgendwen treffen wird, wenn gleich die wilde Ballerei los geht. Über einer Distanz von zwei Metern gelingt hier jedenfalls kein Treffer. Den Vogel schießen die versammelten Sehbehinderten indes bei einem entscheidenden Geiselaustausch ab, als die bösen Buben ihnen eigentlich eine reifere Frau gesetzten Alters schicken sollen, sie aber stattdessen eine knackige junge Reporterin in Empfang nehmen - und keiner merkt's.
Ein bisschen Nachdenken bei der Story wäre auch eine gute Idee gewesen. Abgesehen von der notorischen Blindheit seiner Figuren mutet Autor/Regisseur Don Michael Paul seinem Publikum hier noch einiges mehr zu, angefangen mit der Wiedereröffnung von Alcatraz, dem berühmtesten Gefängnis der Welt. Zu den ersten neuen Insassen dieses Klassikers zählen der Ganove Nick Frazier (Ja Rule, Nächster in einer länger werdenden Reihe von Rap-Stars, die mit ihrer Präsenz den Coolness-Faktor von Actionfilmen hochschrauben sollen) und sein etwas schweigsamer Freund Sascha Petrosevitch. Der ist angeblich Russe, spricht aber völlig akzentfreies Englisch (ein aufgesetzter Dialekt wäre von Eisengesicht Steven Seagal wohl auch zuviel verlangt gewesen), worüber sich allerdings nicht wirklich jemand wundert. Sonst wäre vielleicht auch wem aufgefallen, dass Sascha ein FBI-Agent auf Undercover-Mission ist. Ebenfalls auf der Insel: Der Meisterdieb Lester, dem die Ehre zuteil werden soll, als erster in der neuen hochmodernen Hinrichtungsanlage sein Leben auszuhauchen. Problem: Die 200 Millionen in Gold, die er gestohlen hat, sind immer noch verschwunden. Grund genug für eine Gangstertruppe, drei Minuten vor der Hinrichtung in den Sicherheitstrakt einzudringen um aus Lester den Ort seines Verstecks herauszupressen. Dass das mit Pistole-an-den-Kopf-halten nicht unbedingt gelingt bei jemandem, der sowieso Sekunden vor seiner Hinrichtung stand, haben die cleveren Ganoven indes nicht bedacht.
Aus diesem Blödsinn entwickelt sich dann ein Action-Szenario, bei dem schließlich die Insassen gegen die Invasoren mobil machen zur Rettung der guten Geiseln. Die Plattheit der Story wird dabei auch nicht durch die misslungenen Versuche aufgewertet, die Themen Religion und Todesstrafe pseudo-ernsthaft zu berücksichtigen.

Ein Regiekurs wäre eine gute Idee gewesen. Nicht nur, dass Don Michael Paul dramatische Elemente einzubauen versucht, die in einem Actionfilm dieser Art nichts zu suchen haben und ergo auch keinen Meter funktionieren, er reiht in gänzlich einfallsloser Weise auch noch alles aneinander, was grundsätzlich als cool und stylish angesehen wird. So darf man sich auch hier in langen schwarzen Mänteln und am besten noch bei strömendem Regen prügeln, weil's halt so geil aussieht, und schnelle Autos und dicke Knarren müssen ja eh sein. Auch wenn mit den Knarren, siehe oben, sowieso niemand trifft.
Ein Fitnesstrainer wäre eine gute Idee gewesen, und zwar für Steven Seagal. Der hat um die Hüften ein bisschen zugelegt, weshalb er den ganzen Film über in weiten Hemden rumläuft, welche die Körperlinie kaschieren. Den Doppelkinnansatz kriegt man so indes nicht weg. Da wundert es auch nicht, dass bei Seagal die alte Spritzigkeit komplett flöten gegangen ist und seine Actionszenen reichlich lahm daher kommen. Womit er sich wohl endgültig aus der B-Riege des Actionkinos verabschieden darf, denn aufgrund seiner schauspielerischen Fähigkeiten … fangen wir erst gar nicht davon an.
Ein vernünftiger Finanzberater wäre auch eine gute Idee gewesen. Nämlich für die deutsche Produktionsfirma, die Geld in diesen Film steckte und dafür sorgte, dass die gesamten Innenaufnahmen des vermeintlichen Alcatraz in Berlin gedreht wurden. So beweist "Halb tot" nur ein weiteres Mal die Kurzsichtigkeit deutscher Entertainment-Unternehmer, die es seit einiger Zeit für wahnsinnig clever halten, in amerikanische Filme zu investieren. Problem: Für die vielversprechenden Projekte findet sich genug amerikanisches Geld, so dass das deutsche nur noch in die schlechten fließen kann. Dass bis jetzt keiner der Investoren aus so einer Geschichte Kapital geschlagen hat (oder, wie im Falle von Kinowelt, gleich komplett pleite ging), scheint als Warnung bis jetzt noch nicht funktioniert zu haben. Vielleicht lernen sie's ja diesmal. Immerhin sorgt diese Fehlinvestition für das seltene Vergnügen, die deutschen Stars Hannes Jaehnicke und Alexandra Kamp einmal gemeinsam mit Steven Seagal auf der Leinwand zu sehen. Falls man das als Vergnügen bezeichnen kann.

"Halb tot" ist ein sinnloser, stupider, unlogischer Actionfilm. Davon gibt es viele, und manchen davon ist ihre fehlende Durchdachtheit noch zu verzeihen, wenn sie schnell und spektakulär genug daher kommen, um ihre Zuschauer wirklich für einen Moment vom Denken abzuhalten. Wenn aber noch nicht einmal das gelingt, ist ein Film verloren. "Halb tot" ist vieles vorzuwerfen, aber vor allem die Tatsache, dass er einfach nur lahm ist. Ganz abgesehen von Logiklöchern, hirnrissiger Story, schlechten Schauspielern und einfallsloser Inszenierung - wenn man bei einem Actionfilm anfängt zu gähnen, dann ist er wirklich vollkommen gescheitert.

Frank-Michael Helmke

10

Also sorry aber wer sagt das dieser Film scheisse ist hat keine Ahnung von Filmen.
Denn dieser hier ist mir abstand der beste denn ich je gesehen habe und je sehen werde.
alsso wer keine ahunung hat soll sich verpissen...
wer kommt denn überhaupt auf eine seite von der man gar nichts
wissen will?

10

ich gucke diesen film bestimmt zum 30 mal ud er gefällt mir immernoch gut das heist nicht das ich nach den film süchtig bin das heist das ich geschmack habe für GUTE actionfilme habe wer den film nicht einigermaßen gut findet der hat echt keine ahnung von guten filmen

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