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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
abenteuer-action , usa 2008
original
journey to the center of the earth
regie
eric brezig
drehbuch
michael d. weiss, jennifer flackett, mark levin
cast
brendan fraser,
anita briem,
josh hutcherson, u.a.
spielzeit
92 Minuten
kinostart
5. März 2009
homepage
http://www.warnerbros.de
bewertung

5 von 10 Augen

 

Man kann "Reise zum Mittelpunkt der Erde" zumindest eines zugute halten: Dieser Film versucht nicht eine Sekunde so zu tun, als wäre er mehr, als er ist. Das Dumme ist nur: Er ist leider auch nicht sehr viel. Was den Zuschauer hier erwartet, sind 90 Minuten sinnfreies Effekte-Kino, das einem mit Erfolg ein paar Ohs und Ahs entlocken kann - und mit dieser Ausbeute bereits völlig zufrieden ist. Eine Geschichte? Starke Figuren? Clevere Dialoge? Wer braucht so was schon….

Der Film lehnt sich, wie es der Titel schon vermuten lässt, an den klassischen Science-Fiction-Roman von Jules Verne an, und das sogar sehr werkgetreu. Mit einem einfachen Kniff holt man die Geschichte dabei aus dem 19. Jahrhundert ins Hier und Heute, indem der Film nämlich behauptet, dass die Hauptfigur des Romans, der Wissenschaftler Otto Lidenbrock, eine real existierende Person war, deren Tatsachenbericht von Jules Verne aufgeschrieben wurde - Vernes Buch also gar kein Roman, sondern die Wahrheit ist. Das glaubte auch der seit Jahren verschollene Bruder von Professor Trevor Anderson (Brendan Fraser), seines Zeichens Geologe. Als er eher unfreiwillig auf seinen Neffen Sean (Josh Hutcherson) aufpassen soll, entdecken die beiden zufällig ein paar alte Notizen des Bruders bzw. Vaters und kommen so auf die Spur, dass es durch einen isländischen Vulkan tatsächlich einen Weg zum Mittelpunkt der Erde gibt.
Auf geht also die Reise, und was braucht man außer einem ironisch-humorvollen Helden und einem zu behütenden, clever-vorlauten Teenager noch für die Minimal-Standardbesetzung einer solchen Abenteuer-Geschichte? Richtig, eine Frau. Die wird dann in Form der toughen, isländischen Wissenschafter-Tochter Hannah (Anita Briem) auch noch schnell eingesammelt, und dann geht's nach der absolut notdürftigsten Kleinstmenge an Exposition auch gleich los: Durch einen wenig sinnhaften, aber ein paar hübsche Effekte hergebenden Zufall wird das Trio in einer Mine verschüttet und gelangt auf der Suche nach einem Ausgang immer tiefer ins Erdinnere, bis sie tatsächlich die sagenumwobene Welt innerhalb unserer Welt finden. Dort trifft man dann auf allerlei Ungewöhnlichkeiten und so manch ein Tier, das auf der Erdoberfläche schon lange ausgestorben ist, und versucht einen Weg zu finden, um wieder nach oben zu gelangen.

Das war dann eigentlich auch schon der ganze Film. Denn ab dem Moment, wo das Trio in der "Unterwelt" angekommen ist, verharrt die Geschichte im Prinzip in völligem Stillstand. Was folgt, ist nur noch eine Aneinanderkettung von Ereignissen, welche die Plattform für kurze Action-Sequenzen oder andere visuelle Effekte bieten sollen. Es ist dabei kaum zu übersehen, dass "Reise zum Mittelpunkt der Erde" als 3D-Film konzipiert ist, in solch geballter Form fliegen hier Gegenstände, Lebewesen und andere Gefahren direkt auf den Zuschauer zu.
Das hält selbst in der 2D-Variante noch für einige spektakuläre Szenen her, vor allem die wilde Achterbahnfahrt mit einem Minenwagen (Indiana Jones lässt grüßen) ist wirklich gelungen und es lässt sich erahnen, dass der Film in einem entsprechend ausgerüsteten Kino und mit 3D-Brille auf der Nase durchaus seine Momente hat. Wenn Trevor und Sean beispielsweise auf einem Floß Baseball spielen mit gefräßigen Fischen, die aus dem Ozean springen und ihnen an den Leib wollen, oder Trevor sich eine treffliche Schlägerei mit einem Haufen fleischfressender Pflanzen liefert. Das ist ganz nett und amüsant und sieht toll aus, erzielt über den Effekt des Augenblicks hinaus aber überhaupt keine Wirkung.
Warum? Weil der Film es gar nicht versucht. Geschichte und Figuren sind hier wirklich auf das absolut notwendige Minimum reduziert, sie sind nur da, weil es sonst nichts gäbe, woran man die Effektsequenzen aufhängen kann. Darum sind einem die Charaktere auch ziemlich egal, und ernstlich in Gefahr wittert man sie auch nie. So fühlt sich "Reise zum Mittelpunkt der Erde" nicht selten mehr wie ein Videospiel als ein Film an: Man geht mit den Figuren von Level zu Level, die Übergänge werden überbrückt mit ein wenig erläuterndem Dialog, der entweder erklärt, was gerade passiert ist oder als nächstes passieren wird, und weiter geht's. Figurenentwicklung Fehlanzeige, Trevor, Josh und Hannah bleiben vollkommene Pappkameraden ohne Seele, selbst beim besten Bemühen von Brendan Fraser, ein wenig seines in den "Mumie"-Filmen erfolgreich Abenteuerfilm-erprobten Charmes an den Mann zu bringen. Sehr bezeichnend, wie schon die Einführung in die Geschichte so knapp wie möglich gehalten wird und die Helden schnurstracks in den Berg (und damit zu den Effekten) verfrachtet werden. Die komplette Cast-Liste des Films umfasst exakt zehn Schauspieler - und da sind solch umfangreiche Rollen wie "alter Mann" und "Kaugummi kauendes Mädchen" schon mitgezählt.

Ernsthaft böse sein kann man so einem Film nicht, dafür sind seine eigenen Ansprüche schon viel zu gering. Es geht hier eben nur um die Effekte, und die sind zumindest anständig gemacht (bezeichnenderweise arbeitete Regie-Debütant Eric Brevig zuvor ausschließlich als Spezialist für visuelle Effekte). Ansonsten beweist "Reise zum Mittelpunkt der Erde", dass selbst eine einwandfrei gemachte, reine Effektshow nach nicht allzu langer Zeit langweilig wird und auch über relativ bescheidene 90 Minuten nicht fesseln kann, solang man dem Publikum dabei nicht ebenfalls eine akzeptable Geschichte erzählt. Das wussten wir vorher allerdings auch schon. Also: Entweder mit 3D-Brille gucken und die maximal mögliche Menge an Kurzzeit-Vergnügen rausziehen, oder einfach ignorieren. Verpassen tut man hier nix.

Frank-Michael Helmke

5

Völlig belangloser 08-15 Abenteuertrash, haarsträubend unrealistisch, null Handlung mit extrem aufdringlichen 3D-Effekten in jeder Szene. Dennoch ganz kurweilig und optisch nett umgesetzt.

2

Oh mann wie konnte man so eine tolle Vorlage nur so verhunzen?
Wo sind die guten alten Kulissen hin? Wo sind die wundervollen Ideen Jules Vernes geblieben?

Der Film ist nicht anschaubar. Vor allem der Anfang hat mich schon so abgeschreckt dass ich nach einer halben Stunde gehen wollte.
Zwei Augen dafür, dass er nach der Hälfte immerhin nichtmehr ganz so peinlich war wie zu Beginn.

10

Total toller Film.
Schon bei der ersten Szene war mir klar das der Film gut ist.
Ist nich wie das Buch , Naja
Aber is doch mal was neues und gutes.

Dieser Film hat sich 10 Augen verdient!!!!

8

Also ich fand den Film genial gemacht, er wahr lusitg und hatte einfallsreiche Kulissen. Zwar anders wie im Buch aber man sollte ja immer offen für was neues sein.

acht Augen von mir!

4

Ich gebe der Rezension vollkommen Recht.
Der Film war nichts weiter als reine Effekthascherei. Das haette ich mir auch sparen koennen. Es gab weder eine sinnvolle Handlung, noch gute Dialoge. Aber ohne Handlung koennen die ja ohnehin nicht entstehen.
Ich muss schon zugeben, dass der Film an sich recht spannend anzusehen ist, doch wie in der Rezension erwaehnt nichts weiter als eine Anneinanderreihung von Actionszenen darstellt. Kann man sich also getrost sparen!

6

Kurzweiliger Film. Die Geschichte von Jules Verne ist hier total vermurkst worden. Schade. Die Geschichte bietet viel und das Ergebnis.... Einzig die wirklich hübsche und sexy anzuschauende Anita Briem ist hier wirklich sehenswert.

10

der film an sich bekommt 5 punkte. ich gebe aber volle punktzahl, weil ich diesen film auf unserem hd beamer zu hause in 3d geschaut habe und das so viel spass gemacht...

8

Man wirft Logik und Physikgesetze über Bord und ... erlebt ein tolles kurzweiliges Abenteuer, gespickt mit tollen Bildern und lustigen Sprüchen.
Der Film macht Spass!

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