Traffic - Macht des Kartells

drogen-drama, usa 2000
original
traffic
regie
steven soderbergh
drehbuch
steven gaghan
cast
benicio del toro,
michael douglas,
catherine zeta-jones,
don cheadle,
dennis quaid,
u.a.
spielzeit
143 min.
kinostart
5.4.2001
homepage
http://www.traffic-derfilm.de
bewertung

(10/10 augen)

Plakat


 

 

 

 




Interview: Regisseur Steven Soderbergh über "Traffic"
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Douglas
Michael Douglas schaut
in die Röhre
Ein Kriegsfilm ohne Soldaten. Ein Epos ohne Helden. Die Schlachtfelder, auf denen hier gekämpft wird, sind die staubigen Strassen von Tijuana, die blankgewienerten Kongresshallen in Washington, D.C. oder aber miese Hotelzimmer in Los Angeles. Der Krieg, der hier geführt wird, ist der Krieg gegen Drogen. Und jeder Krieg fordert seine Verluste. Alle Protagonisten aus "Traffic" tragen ihre Wunden davon, erleiden Traumata, kehren aus diesem Krieg verändert zurück.

Wie der Regierungsabgeordnete Robert Wakefield (Michael Douglas), der gerade zum obersten Drogenbeauftragten des Landes befördert wurde, und nicht nur mit ansehen muss, wie Lobbyismus und Korruption seine mit hehren Ansprüchen angetretene Arbeit lähmen, sondern zusammen mit seiner hilflosen Frau (Amy Irving) bemerken muss, das Tochter Caroline (Erika Christensen) selbst ein Junkie ist, auf dem unaufhaltsamen Weg Richtung Abgrund.
Oder wie die mexikanischen Polizisten Javier Rodriguez (Benicio del Toro) und sein Partner Manolo Sanchez (Jacob Vargas), die dem Drogenhandel über die mexikanische Grenze und der umgebenden Korruption in den eigenen Reihen hilflos gegenüberstehen und mit Unterstützung eines zwielichtige Generals (Thomas Milian) versuchen, eines der Drogenkartelle zu zerschlagen.
Oder wie die L.A.-Cops Montel Gordon (Don Cheadle) und Ray Castro (Luiz Guzman), die nach ihrer Festnahme des Gangsters Eduardo Ruiz (Miguel Ferrer) nun eben diesen als Kronzeugen beschützen müssen. Oder wie Helena (Catherine Zeta-Jones), die Ehefrau des von Ruiz belasteten Schmugglerboss Carlos Ayala (Steven Bauer), die sich von verwöhnter High-Society-Lady in eine eiskalte Gangsterin verwandeln muss, um ihre Familie zu schützen, bis sie höchstpersönlich Todesurteile befiehlt.
Zeta Jones

Volltanken, bitte: Catherine Zeta-Jones und der
nette Herr von der "Tankstelle"

Zweieinhalb Stunden. Drei große Storylines mit zahllosen Subplots. Über hundert Sprechrollen. Ein Monument, aber kein falsches oder pathetisches. In diesem Film von Steven Soderbergh (der auch die Kameraarbeit übernahm), seinem besten, wird gezeigt und nicht verurteilt. Gezeigt in teilweise schmerzlich realistischen Bildern - das Verurteilen muss der Zuschauer schon selbst übernehmen. Selten hat ein Film seinem Publikum so viel abverlangt, musste sich dieser mit soviel Ambiguität herumschlagen. Polizist und Drogenboss, Abgeordneter und Junkie, oder verzweifelte Mutter: Einfache Gut und Böse-Muster gibt es hier nicht. Niemand ist ohne Schuld. Niemand ist nur bei einer dieser beiden Extreme zu finden. Ambivalentere und daher realistischere Charaktere hat man auf der Leinwand selten gesehen.

Das Verweben der verschiedenen Plotlines - Drehbuchautor Steven Gaghan hätte eine Oskarnominierung mehr als verdient - ist meisterhaft: Nur selten begegnen sich die verschiedenen Hauptfiguren, aber ihr Handeln hat Auswirkungen für Alle. Jede Tat hat eine Konsequenz. Jede Konsequenz hat ihren Preis. Verlust der eigenen Ideale, Verlust des besten Freundes, Verlust der eigenen Menschlichkeit. Jeder hier bezahlt einen Preis. Manchmal einen vielleicht zu hohen, aber auch das muss der Zuschauer selbst entscheiden.
Die Darstellerleistungen des Ensembles sind herausragend, nicht mehr und nicht weniger. Allen voran Benicio del Toro. Sein Porträt des Javier Rodriguez, eines Mannes, der wie ein einsamer Wolf an seinem eigenen Moralkodex festhält, mit seinen müden, aber gleichzeitig hellwachen Augen im vom Kampf zermürbten Gesicht und mit der Gefährlichkeit eines angeschossenen Tieres. Das ist ganz groß. Von großartig ganz zu schweigen. Der Rest folgt nahezu genauso beeindruckend. Auffällig ist, dass sich Michael Douglas in seinem Porträt eines scheiternden Idealisten angenehm zurückhält und dass seine Angetraute Catherine Zeta Jones mit einer richtig geschriebenen Rolle wesentlich mehr bietet als nur sekundäre Geschlechtsmerkmale. Ein hervorragend aufgelegter Don Cheadle, die beeindruckende Leistung von Erika Christiansen als Teenie-Junkie, die Liste der Lobpreisungen wäre schier endlos.
Behind the Scenes

Regisseur Steven Soderbergh und Michael Douglas

Angenehme Kinokost ist "Traffic" nicht. Sperrig und mit Fragen, die einem auch Stunden und Tage später nicht aus dem Kopf gehen, wird hier gezeigt, was wirklich grandiose Filme leisten können: Alle Sinne werden angesprochen. Wen dieser Film kalt lässt, der ist schon tot. Das erste absolute Muss dieses Filmjahres.
Natürlich hat dieser großartige Streifen weder eine Lösung noch eine Moral, wenngleich Soderberghs Ansatz klar wird: Drogen sind in erster Linie ein Gesundheits- und erst dann ein Kriminalitätsproblem. Am Ende Ratlosigkeit, aber keine Resignation. "Wir sind hier, um zuzuhören" murmelt Michael Douglas und Benicio del Toro sieht fröhlichen Kindern beim Baseball zu. Und vielleicht reicht dies schon. Der Krieg, den Soderberghs Soldaten führen, mag ein Rückzugsgefecht sein und vielleicht auch schon verloren, er mag sinnlos sein und mit den falschen Waffen geführt. Aber so lange es Aufrechte hinter den Fronten gibt, die nicht aufstecken, muss er weitergeführt werden. March on, soldiers.

Bilder: Courtesy of 20th Century Fox, Copyright 2000
S. Staake
 
Name: Jean
Email: Boerf@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Sehr schön, Steven hat wieder zugeschlagen. Und wird, wie ich im Interview gelesen habe, gleich noch einen Film hinterherschieben. Spätestens seit "Out Of Sight" gucke ich mir jeden Streifen von ihm an und war bisher jedes Mal angetan. Jeder Film ist anders, und trotzdem kann man die Handschrift erkennen. Und wenn das sein bester sein soll .... ich bin gespannt!



Name: ELDORADO
Email: VRCutter@aol.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein großes Stück Kino zweifellos. Hervorzuheben wären noch der anfangs nervige, im Laufe des Films aber immer besser wirkende "Handkamera-Dokumentarstil" und die sehr authentische Wirkung, die der recht große Teil an original in spanischer Sprache gedrehten Szenen hinterläßt. Diskutieren kann man aber über die Glaubwürdigkeit der C.Zeta-Jones Figur und den Ausgang der M-Douglas-Storyline. Gerade das oben aufgeführte "Wir sind hier um zuzuhören" inmitten einer Selbsthilfegruppe kommt doch arg gestelzt daher (um das Wort "schmalzig" zu vermeiden).



Name: Tilli_das_Fiesel
Email: Tilli_das_Fiesel@gmx.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ein sehr guter Film !! Gerade Kameraführung und Montage sind phantastisch ! Durch die Handkamera werden einige Szenen sehr realistisch, aber da recht wäcklig, stören Sie auch bei einigen Szenen. Ich möchte mich auch den Bemerkungen von Eldorado anschliessen, da mir persönlich der Ausgang der M-Douglas-Story auch missfällt. Dies ist der Punkt in dem ich Herrn Staake widersprechen will, den mit Robert Wakefield (Michael Douglas) gibt es doch einen Held, der ab einem Gewissen Punkt nichts mehr falsch macht.
Interessant sind die verschiedenen Subplots, doch leider finde ich, daß der Film durch die vielzahl der Probleme, die einzelnen Problematiken nicht genau genug behandelt. Z.B. Besteht die Aufgabe von Erika Christiansen als Teenie-Junkie fast nur darin stoned zu sein. Das weitere Abrutschen in die Sucht wird meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt. Einige Szenen wirkten dadurch albern, obwohl sie eher nachdenklich machen wollten.
Aber auf jeden Fall sehr sehenswert.
Tilli_das_Fiesel



Name: Miss Sauer
Email: psycho@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein großartiger Film mit einem überragenden Benicio del Toro! In diesem Film ist jeder Täter und Opfer zugleich! Jeder wird für das was er tut bestraft, wenn auch einige meiner Meinung nach härter als andere! Das einzige was ich nach diesem Film sagen konnte war... VERY INTENSE!!!



Name: Firebowl
Email: Firebowl98@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Vielleicht nicht der beste Film des Jahres, aber mit Sicherheit der wichtigste. Wenn ein Film so direkt und unbequem den Finger in offene Wunden legt, die öffentlich nur notdürftig kaschiert werden, und trotzdem im Blender-Staat USA über 110 Millionen Dollar einspielen kann, dann ist das nicht nur eine großartige, sondern auch eine hoffnungsvolle Leistung. "Traffic" bringt die Leute zum Nachdenken, und wenn genug Leute ihn sehen, kann das vielleicht wirklich etwas bewirken.
Bei all den Fragen, die der Film aufwirft, ist das Ende der Douglas-Storyline IMO die einzige Antwort, die "Traffic" zu geben wagt. Und weil ich diese Antwort für sehr sehr richtig halte, kann ich die geäußerte Kritik daran nicht teilen. Mein einziger Kritikpunkt wäre, daß der Farbfilter bei er Mexiko-Episode ein bißchen zu grell war. Aber das macht den Film nicht einen Deut schlechter und ist daher auch nicht relevant.
Höchstwertung. Meisterwerk. Pflichtprogramm. Keine Diskussion.



Name: Henni
Email: info@h-thier.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Ich verstehe den ganzen Traffic-Rummel nicht. Der Film ist nicht schlecht, aber er bringt einen doch nicht weiter in der ganzen Drogen-Problematik. Ich verstehe auch nicht, wieso sich - wie ich neulich in einer Radio-Dokumentaion hörte - alle Parlamentarier in den USA diesen Film ansehen sollten... Der Film ist voller Klischees, ein typisch amerikanischer mit moralischem Zeigefinger, guten und schlechten Menschen. Geradezu zum Heulen (vor Kitsch)ist die Schlusszene. Was soll das?
Die nervöse und hastige Kameraführung ist im übrigen auch nicht gerade ein besonderes Stilelement.
Einziger Lichtblick (und wirklich toll...) ist Benicio del Toro.
Ansehen kann man sich den Film allersdings schon, aber bitte: hängt ihn ein bisschen tiefer....



Name: Christoph K.
Email: www.comiccom.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich bin überweltigt! Eine Szene war zwar überflüssig, und zwar die mit Douglas´ Familie in der Selbsthilfe Gruppe... obwohl, na ja! Aber sonst... der Film ist einer der Besten! Verdient mit 4 Oscars ausgezeichnet und besonders Benicio Del Toro hat mich sehr fasziniert!

 


Name: kloetengemse
Email: Kloetengemse@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Die handkamera ist super, genauso wie regie, drehbuch, schnitt, schauspieler - einfach alles.Nach dem 1. mal sehen fand ich ihn langweilig, aber nach dem 2. mal gehörte er zu meinen 5 besten. Am besten finde ich, das steven es geschafft hat die ganze sache neutral zu behandeln. Mehr kann ich dazu nicht sagen - genial. Außerdem steht alles weitere schon oben. Muss man gesehen haben!!!!!



Name: patrick pfeiffer
Email: patrick.pfeiffer@comteam.at
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Ich weiß nicht wasrum Traffic jeder so toll findet aber ich habe den Film überhaupt nocht spannend gefunden. Er hat zwar viel Handlung aber ansonsten zum kotzen!!!



Name: bea
Email: TabeaSchatzi@web.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Seit diesem Film, liebe ich Spanisch!!!!!!!!!!!!!!



Name: spieler
Email: rollo-12@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

für manche ist der film vielleicht zu kompakt und der untertitel stört die analphabeten... aber ein sehr guter film....



Name: Ani
Email: KleinerFeiglingMD@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wir mussten den Film für die Schule sehen. Ich finde ihn ganz toll, mal etwas anderes. Die ständigen Szenenwechsel sind zwar anfangs ziemlich schwierig aber wenn man sich erst einmal rein gefunden hat. Am besten gefallen mir die Szenen in Mexiko wo Spanisch geredet wird! Einfach ein klasse Film!



Name: TylerD
Email: PitBull242@sms.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

habe den film zwar nur auf englisch gesehen aber er war auch so verdammt gut! müsste man gesehen haben
merkt euch eines:
erst wenn wir alles verloren haben, haben wir die freiheit alles zu tun!



Name: miki
Email: Jiggy-Twist@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist Perfekt bis in die letzte Einstellung !
Ist witzig wenn Leuten denen Filme zu kompliziert oder zu hoch werden, sofort mit Abneigung reagiern...



Name: Mick
Email: -
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

10 Augen??? Für diesen Schrott???



Name: Zizou
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ohne Frage ein großartiger Film (tolle Darsteller, eine einzigartige und irrsinnig komplexe Story), der aber für meinen Geschmack schon etwas zu desillusionierend und entmutigend wirkt. Allerdings fürchte ich, dass der Film sehr viel Realität enthält. Am beeindrucksten sind sicherlich die vielen Handlungsfäden, die jeder für sich, eine eigene geschichte erzählen und doch zusammenführen.



Name: J.S
Email: sonali1985@gmx.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

ich hab mir diesen Film wegen Catherine zeta jones angesehen ich bin riesiger fan von ihr aber dieser film hier ist wirklicher schrott



Name: Big Bö
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Einfach nur gut der Film



Name: Yogi
Email: yogi4711@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Grandios Kino.



Name: We$tW00D
Email: no@
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ich hab den film vor langer zeit gesehen und will jz keine super kritik schreiben jedoch weiß ich eins.
ich hab den film vor langer zeit gesehen und ich weiß nur noch eins vom film:das ich am ende mehr als nur traurig war das er zu ende ist
einer der besten filme 2001



Name: Jim
Email: jim1234567890@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wer diesen Film nicht gut findet, hat ihn ganz einfach nicht verstanden. Dieser Film fordert eben ein kleines bisschen an Denkleistung - und das wird das Problem sein von denjenigen die sagen, dass dieser Film scheiße ist.

...aber das Ende: wir sind hier um einfach nur zuzuhören - naja
(überhaupt die Rolle von Michael Douglas - der Drogenfeind, der selbst ein Alkoholiker ist???)



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

warum sagen eigentlich typen wie jim die einen film gut finden der mir zum beispiel nicht gefällt, dass ich deshalb dumm bin und ihn nicht verstanden habe? steven soderberghs regie die auch den besten stoff zerstören kann und diese aufgeblasene moralinsaure story sollen der grund dafür sein dass ich doof bin? vielleicht erwarte ich einfach nur mehr z.b. besseres intelligenteres und reflektierteres und differenzierteres kino und kenne das auch . vielleicht reicht ja hier die denkleistung des guten jim nur bis zu diesem film und nicht weiter? oder unterstelle ich ihm da etwas das gar nicht stimmt nur weil ich seine vorurteile zum kotzen finde?? schade um benicio del toro - der durfte auch schon in besseren produktionen zeigen was er kann!