Sideways

tragikomödie, usa 2004
original
sideways
regie
alexander payne
drehbuch
alexander payne, jim taylor
cast

paul giamatti,
thomas haden church,
virginia madsen,
sandra oh, u.a.

spielzeit
124 min.
kinostart
03.02.2005
homepage
http://www.sideways-derfilm.de
bewertung


(10/10 augen)




 

 

 

 


 

 

"Struggling artists in their twenties can play the poet maudit and find romance. Struggling artists hitting 40 are ready for the glue factory." - Rex Pickett, Autor des Romans "Sideways"

Miles (Paul Giamatti) ist vom Leben gebeutelt: Die Trennung von seiner Ex-Frau immer noch nicht überwunden, den stumpfen Job als Lehrer satt, die geplante Karriere als Autor lässt auf sich warten. Und das mit fast 40. Gut, dass als Ablenkung sein langgeplanter Trip durch die Weinanbaugebiete Kaliforniens mit seinem alten College-Kumpel Jack (Thomas Haden Church) ansteht. Der will in einer Woche heiraten und plant - sehr zu Miles' Leid - die Reise als wahren Junggesellenabschied, in dem noch schnell flachgelegt werden muss, was sich vor ihm nicht schnell genug retten kann. Und während Jack blitzschnell die lebenslustige Weinverkäuferin Stephanie (Sandra Oh) klargemacht hat, hat Miles da größere Probleme. Zwar findet er die mittlerweile ebenfalls wieder im Single-Dasein angelangte Kellnerin Maya (Virginia Madsen) mehr als nur nett, aber als ein in Sachen Rendezvous chronisch Unbeholfener hat er es - gerade angesichts Jacks Macho-Eskapaden - nicht gerade einfach. Und so steht den beiden ungleichen Kumpels ein absurder, bisweilen schmerzhafter, vor allem aber auch lehrreicher Weinverköstigungsstrip bevor...

Die schlechte Nachricht: Ich trinke keinen Wein, und dies ist ein Film über Wein und die, die ihn trinken. Die gute Nachricht: Das macht überhaupt nichts, denn der Wein ist hier natürlich nur Mittel zum Zweck - und der Zweck ist eine Reise to boldly go where few movies have gone before: in die Gefühlswelt des Mannes. Und die richtig gute Nachricht: "Sideways" ist über jeden Meter Zelluloid so großartig, wie man es erwartet und erhofft hat. Vorschusslorbeeren hat der Film nämlich im Magnumflaschen-Format bekommen: Kritikerlob noch und nöcher, sich niederschlagend in Dutzenden Filmpreisen und sich daran knüpfenden Oscar-Prognosen. Selten war man sich so einig, selten hatten alle so recht: "Sideways" ist ein grandioser Streifen, wie ein verloren geglaubter Schatz aus einer vergangenen goldenen Ära.
Diese Ära ist das New Hollywood der 1970er, in der auch in der Traumfabrik ernsthafte und intelligente Filme über - und jetzt kommt's - richtige Menschen gemacht wurden. Man hat das ja fast vergessen über die zahllosen Abziehbilder und zynischen Stereotypen, die einem seit Etablierung des Blockbusters schonungslos wieder und wieder vorgesetzt werden. Wie sich das anfühlt, einen Film über wirkliche Menschen mit wirklichen Gefühlen, Sorgen und Nöten zu sehen, ganz ohne Effekte oder Effekthascherei. Wie das ist, mit richtigen Menschen mitzufühlen anstatt zur Identifikation mit Reißbrettcharakteren genötigt zu werden.
Zudem ist dieser Film bei aller Traurigkeit und Bittersüße in vielen Szenen das mit Abstand Lustigste, was man seit Jahren gesehen hat, und lustiger als 99% von dem, was Hollywood dem Publikum so als Komödie vorsetzt. Natürlich gibt es hier reine Slapstick wie Nacktfluchten oder absurde Autounfälle. Die ist dann wie die beste Teenagerkomödie aller Zeiten, nur ohne Toilettenhumor und ohne Teenager. Noch viel öfter ist der Humor jedoch feinsinniger, ergibt sich im fabulösen Dialogwitz und erinnert an Woody Allen, als der noch gut war. Und in den Momenten dazwischen reicht einfach nur der Blick auf Paul Giamattis unnachahmliche Verlierer-Visage, um vor Lachen am Boden zu liegen. Dabei sind die Anlässe für Lachsalven hier oftmals gar nicht per se komisch, sondern liegen in der liebevoll aufgespürten Lächerlichkeit, die Mann und seinem Gebaren innewohnt.
Unvergesslich ist allerdings auch die vielleicht schönste Liebesszene, die keine Liebesszene ist, sondern eine, in der zwei einsame Menschen über Wein reden. Miles soll erklären, was er an Pinot mag, und redet eigentlich doch nur über sich und seine Sehnsucht nach Liebe. Und auch Mayas Antwortrede über das, was sie an Wein mag, zählt zum schönsten, was es an schöner, vielschichtiger Dialogkunst geben kann. Für Zeilen dieser Klasse (und davon gibt es hier eine Menge) würden andere Autoren töten.
Eben jene Zeilen entstammen wieder mal der Co-Produktion von Regisseur Alexander Payne und seinem Standardpartner Jim Taylor. Was soll man da sagen, "Never change a winning team"? Denn wenn Payne und Taylor so weiter arbeiten, wird man ihre Filmographie zukünftigen Generationen von Filmstudenten als Muss vorlegen. Wer nach "Citizen Ruth", "Election" und "About Schmidt" schon den vierten Volltreffer hintereinander hinlegt, den darf man jetzt schon zu den Großen zählen. Zumal dies ihr bester Film überhaupt ist, vielleicht auch weil beide Herren hier ihre Klasse vornehmlich durch geschickte Zurückhaltung beweisen: Indem sie ihre übliche Satire - die schon im ebenfalls grandiosen "About Schmidt" etwas verloren umherstolperte - einmal zu Hause lassen und sich voll und ganz auf die Figuren und ihre menschlichen Seiten verlassen.
Was natürlich nicht heißen soll, dieser Film wäre nicht kunstvoll, denn das ist er nicht zu knapp. Aber die Eleganz und inszenatorische Klasse wird einem erst auf den zweiten Blick klar, so viel Raum gibt Payne seinen Darstellern und der Geschichte. Trotzdem: Wie die ausgebleichte, sonnengegerbte Kinematographie sowohl an Paynes Vorbilder aus den frühen 1970ern gemahnt und gleichzeitig kongenial die Stimmung und Atmosphäre des südkalifornischen Weinlandes ausdrückt, das hat Stil und zeugt von Klasse. Wie etwa auch der Bild- und Tonschnitt, als Miles sich während des Vierer-Dates betrinkt und die Kamera die behäbige Angeschwipstheit (nichts anderes bedeutet übrigens der Filmtitel) des Darstellers transportiert.

Und die Darsteller selbst, hach. Unnachahmlich, wie Thomas Haden Church auch mit gebrochener Nase noch breitbeinig wie John Wayne durch die Gegend stolziert. Und Paul Giamatti, der schon in "American Splendor" ganz groß war, ist hier ein Monolith von einem Niemand. Sein neurotischer aber liebenswerter Charakter gibt dem Film sein Herz. So richtig exzellent wird das Ganze aber durch ihr Zusammenspiel und die in jeder gemeinsamen Szene zu spürende Chemie zwischen den beiden als gegensätzliche Kumpel. Und dass die ewig unter Wert verkaufte Virginia Madsen - über zehn Jahre nachdem sie sich im ungeliebten Horrorgenre die Seele aus dem Leib spielte ("Candyman's Fluch") - noch einmal eine richtig saftige Rolle bekommt, das ist wahre Gerechtigkeit. Zumal sie - wie auch Kim Basinger - mit zunehmendem Alter offenbar immer attraktiver wird, gerade weil sich ihr jugendlicher Sexappeal mittlerweile in eine andere, reifere Schönheit umgewandelt hat.

Das Genie des Films liegt darin, wie zutiefst menschlich sich seine Figuren, vor allem aber die beiden Hauptcharaktere verhalten. "Wann ist ein Mann ein Mann?" hat Grönemeyer gesungen, und "Sideways" gibt die Antwort: Wenn er so ist wie Miles oder Jack. Wer sich als Mann nicht in dem ängstlichen, zweiflerischen, exzentrischen, intelligenten, sarkastischen Verhalten von Miles oder den sexbesessenen, leichtlebigen, starrsinnig optimistischen, von Machoallüren durchsetzten, wankelmütigen, lügnerischen, auch grausamen Zügen von Jack oder - im Idealfall - in beiden zumindest ein bisschen wiedererkennt, der hat nicht richtig hingeschaut. Treffender, wahrhaftiger hat kein Film die Spezies Mann zusammengefasst. Auch wenn soviel Ehrlichkeit manchmal schmerzt. Wenn etwa Miles einsam und nur mit einem Pornoheft im Hotelzimmer zurückbleibt, oder er Mayas subtile Avancen panisch abwehrt, sich nach Beruhigung im Badezimmer dafür dann aber küssend auf sie stürzt, in dem zum Scheitern verurteilten Versuch, das ‚richtige' männliche Verhalten an den Tag zu legen, obwohl er den richtigen Moment dafür verpasst hat.

Am Ende hat man alles gehabt: Man hat vor Lachen am Boden gelegen, man war von diesen bezaubernden Figuren angerührt und man hatte einen Film, der einem auf einer realen menschlichen Ebene etwas mitgeteilt hat. Und so tritt mit seinem grenzenlosen Charme und seiner geballten Ehrlichkeit "Sideways" dem verlogenen Hollywood-Mainstream so richtig in den Arsch. Gäbe es mehr Filme wie diesen, die Welt (und die Filmindustrie in ihr) wäre ein besserer Platz. Dies ist der menschlichste, anrührendste, lustigste, zärtlichste und ehrlichste Film, den Hollywood seit vielen Jahren hervorgebracht hat. Und wer diesen Film verpasst, darf sich nicht mehr Filmliebhaber oder Cineast nennen.
Natürlich ist "Sideways" großartiger als Scorseses "Aviator". Natürlich wird er im Oscar-Rennen trotzdem gegen das verschwenderisch ausgestattete Hollywoodmärchen verlieren. Macht aber nix. Da gewinnen ja eh eigentlich nie die Richtigen. Und "Sideways" ist wie seine Hauptfigur: ein Underdog, den man von ganzem Herzen liebt.

S. Staake

 


Name: AngryAlex
Email: AngryAlex@gmx.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Super Kritik Herr Staake!
Freue mich schon lange auf den Film.
Aber leider werde ich wohl auf die Suche nach einer Vorstellung gehen dürfen, bei den heutzutage verblendeten Multikomplexen die nur noch Schrott bringen.



Name: ja
Email: eben
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Herr Staake, was ist los? Schon wieder 10 von 10 Augen...

Was immer der Grund ist, wir freuen uns mit Ihnen! :D



Name: Moociloc
Email: moociloc@yahoo.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Zitat: "Wie etwa auch der Bild- und Tonschnitt, als Miles sich während des Vierer-Dates betrinkt und die Kamera die behäbige Angeschwipstheit (nichts anderes bedeutet übrigens der Filmtitel) des Darstellers transportiert." Da haben sie leider unrecht Herr Staake. Mit Sideways ist die beste Art der Lagerung von Weinflaschen gemeint, nämlich nicht stehend sondern seitlich liegend.
Auch sonst geht ihr Lob etwas zu weit, aber vielleicht haben sie ja recht und ich sollte den Film noch ein zweites Mal sehen. Ich halte ihn zwar auch für einen guten Film, aber eben nicht für dieses herausragende Werk, als welches ihn (fast) alle preisen.



Name: ricky
Email: 007@007.com
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

tut mir leid aber 10/10 augen hat dieser film nie im leben verdient. wiedermal typisch für herrn staake. genauso überbewertet wie house of flying daggers.



Name: Sandra
Email: nospam@please.å
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Bei Filmen wie diesen stellt sich immer die Frage, wie sehr man sich mit den Figuren identifizieren kann. Mit fiel es schon bei "Lost in Translation" sehr schwer, der so schönen Liaison zwischen Bob und Charlotte etwas abzugewinnen. Bob ist ein Ar*** ist, der seine Frau betrügt, weil er in Selbstmitleid versinkt und die jugendliche Konfusion eines Mädchens ausnutzt, um sich noch einmal zu verjüngen und verlorenen Träumen nachzujagen.
Was das mit "Sideways" zu tun hat? Die beiden Hauptfiguren sind durchschnittliche Idioten. Sie betrügen, lügen und stehlen, sie sind weder erwachsen noch haben sie eine innerliche Stärke, Moral oder Ehre. Sie sind mir unsympathisch.
Nun will uns Hollywood (das bisschen Pseudo-Kulturelle/-Intelektuelle macht es noch lange nicht zum Mainstream) erzählen, dass das zwei ganz besondere Menschen sind, ... naja, ich kann nicht weitermachen, ohne zu spoilern.
Fazit: Sehr gemächliche, nette Story, deren Message aber nicht meine Sache ist. Die Schauspieler waren wenigstens gut. Warum der Film den Golden Globe und nun auch die Oscar-Nominierungen erhalten hat, weiß ich wirklich nicht.

Zum Titel: Die Schauspieler meinten in Interviews, es bedeutet "angetrunken sein", Moogli.. Moocl@#§!.. wie auch immer meint, es sei die Lagerung der Flaschen. Andere behaupten, Sideways sei ein Anagramm von "Wise Days" und andere wiederum sehen darin das Leben der Hauptdarsteller als Metapher. Wie man sieht, es gibt viel zu diskutieren.



Name: Simon Staake (Redakteur)
Email: simon.staake@filmszene.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Begriff "Sideways" (in: to be 'sideways') für Angetrunkensein stammt von Rex Pickett, dem Autor des gleichnamigen Romans. Die seitliche Lagerung der Weinflaschen gewinnt dem Ganzen vielleicht noch eine weitere Dimension ab, ist aber nicht Ursprung des Titels.



Name: Oliver Nordberg
Email: mail@gibts.net
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Muss man vierzig sein, um diesen Film gut finden zu können? Habe mich schon lange nicht mehr so gelangweilt.

Das einzig Gute: Die Alkoholszene am Telefon. Habe glaube ich noch nie eine so gute Visualisierung eines Alkoholrauschs gesehen. Das Spiel mit dem Fokus und die Nahaufnahmen von Miles' Gesicht beim Gehen sind grandios.



Name: Mr Ibrahim
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Wieder einmal hat mich euphorische Kritik ins Kino gelockt, warum aber solch eine Hysterie um den Film gemacht wird, kann ich nicht nachvollziehen.
Sideways ist sicherlich sehenswert aber nicht wirklich genial. Es gibt einige hervorragende Szenen, andererseits hat man den Eindruck einer seichten Komödie. Wer seinen Filmhorizont auf Hollywood beschränkt, ist womöglich begeistert. In der Kritik scheint mir viel zwischen den Zeilen gelesen worden zu sein. Paul Giamatti hätte einen Oscar verdient. About Schmidt hat mir etwas besser gefallen.

+ tolle Hauptdarsteller
+ einige wirklich gute Lacher
+ authentisch

- teilweise seicht
- Hollywood Ende
- einförmiger Soundtrack



Name: Jan
Email: teslaj2003@yahoo.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Was macht ein Blinder in der Nationalgalerie?
Wieso geht ein Tauber ins Konzert?
Was will ein Eunuche im Pornokino?

Braucht man für ,,Sideways'' eine Art 6. Sinn?

Sorry, aber ich habe mich nie zuvor dermaßen gelangweilt.

Vielleicht hätte man uns im Kino den Wein, der da literweise floss, lieber den Zuschauern aushändigen sollen.





Name: Viel mäh um nichts
Email: deaineda@yahoo.com.au
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Auf die Filmkritiken kann man sich nun wirklich nicht verlassen. Mit den ganzen "Vorschusslorbeeren in der Magnumflasche" macht man den Film zu einer ähnlichen Mogelpackung, wie "Aviator", der von einem der besten Filmteams Hollywoods sicher fehlerfrei inszeniert war, aber meiner Ansicht nach eine sehr mässige Story behandelte. Nun wird ein Film wieder mit Nominierungen überhäuft, und wer diesem jetzt keine angemessene Kritik schreibt, der fühlt sich wohl verloren. Der Film, ist amüsant, interessant, und sehr gut gespielt. Aber, weder ich, noch irgendein anderer im Kino, lag, wie oben versprochen, "vor Lachen am Boden". Für mich verliert "Sideways" in jeder Hinsicht gegen "About Schmidt". Beileibe funktioniert hier die Mixtur aus Melancholie und Humor nicht ebenso gut. Es hat mich einfach nicht so sehr berührt und ich fand es nicht so witzig. Aber vielleicht finden sich ja Filmkritiker ganz besonders oft in den Charakteren "Jack" und vor allem "Miles" wieder... vorstellen könnte ich mir das sehr gut ;)



Name: Claudia
Email: *
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Normalerweise lese ich nur die Kommentare, aber bei diesem Film bzw. bei der erstaunlichen Überbewertung muss ich mich auch mal auslassen. Wir haben uns nach einer Weile, ich hatte im Vorfeld Super-Kritiken gelesen, irritiert gefragt, ob es wirklich nötig wäre, diesen Film komplett zu sehen. In der Hoffnung, dass noch irgendetwas passiert,
schauten wir den beiden doch eher unsympatischen Männern weiter bei Ihrem Treiben zu, wobei ich sagen muss, mit "Miles" kann man schon Mitleid haben, aber sympatischer wird er erst gegen Ende des Films. Und zu Jack kann ich nur sagen, wer kann denn diesen ewig nur von Sex redenden Mann ertragen, der sich auch noch die schäbigste Frau schönreden würde, nur um einen wegzustecken. Widerlich. Daher war auch nur die Szene der Rückholaktion des Portemonaires wirklich amüsant. Alles andere wirkte zu flach und gestelzt, um wirklich witzig zu sein, selbst der fingierte Autounfall. Allerdings war der Film sehr realistisch, aber Reality TV (unseren Nachbarn beim Handerken zuschauen) ist nicht unbedingt das, was ich mir in meiner Freizeit antun muss. Ach ja, der Film macht allerdings sehr durstig...



Name: Sven
Email: carlo@yahoo.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Das war wirklich der schlechteste Film in den letzten 10 Jahren.



Name: Mikesch
Email: cnewcoi@dfvuoi.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Mir fällt auf, dass die Lesermeinung bei diesem Film gravierend von der Meinung von Herrn Staake abweicht. Es wäre ja toll, wenn die Augen bei den Filmen einen Mittelwert aus allen Bewertungen darstellen würden. Das ergäbe sicherlich eine realistischere Einschätzung der Filme!



Name: Mel
Email: catch22@gmx.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Die Kommentare hier bezeugen mal wieder auf amüsante Weise die geballte Inkompetenz und Geschmacksverwirrung der meisten Menschen. Der Film ist genial und die Kritik von Herrn Staake ebenso gelungen. Selten habe ich mich bei einem Film so amüsiert. Völlig zu Recht hat er den Oscar fürs beste Drehbuch bekommen.



Name: Martin
Email: *
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Herr Staake hat mit seiner Kritik vollkommen recht. Aber ein paar Personen die sich sonst nur Unsinn wie Riddick oder Triple X ansehen war der Film wohl zu Anspruchsvoll



Name: Claudia
Email: *
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Mel und Martin, sollten hier nicht eigentlich die Filme beurteilt werden und nicht die Kommentare bzw. Geschmacksverwirrungen der anderen Kinogänger... aber da wir schon dabei sind, wer diesen Film anspruchsvoll und genial findet, sollte dieses lieber nicht öffentlich zugeben,denn ich glaube, dann befürchten alle bei den Gesprächen mit eben diesen Leuten einzuschlafen. Außerdem muss man bei Sideways genauso wenig nachdenken wie bei Riddick oder Triple X, aber mit Van Diesel hat man wenigstens was für´s Auge...



Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wer "About Schmidt" kennt und mag sollte diesen Film gesehen haben. Punkt. Alle anderen sollten sich fragen ob sie einer gemächlichen Charakter(drama)komödie mit Charme 'ne Chance geben wollen oder nicht. Unter simplem Plotaufhänger bekommt man bei "Sideways" hochinteressante, einfühlsame Einblicke in das Leben und die Psyche zweier tragischer Figuren, doch trotz des eher ernsten Themas kommt die Komik nicht zu kurz. Intelligente Unterhaltung par exellence könnte man sagen, wobei der Film ab und an dann doch mal einen kleinen Hänger zu verbuchen hat, weshalb ich ihm auch die 10 Augen verwehre. "Sideways" ist ein kleiner Film, der eine ganz große Wirkung haben kann. Die Mischung aus Melancholie und Humor sagt bestimmt nicht jedem zu, wer aber anspruchsvoll unterhalten werden möchte darf ruhigen Gewissens einen Blick riskieren.

Gruß,
Thommy



Name: -
Email: - -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wer intelligente, berührende und zugleich komische Filme mag darf sideways nicht verpassen.



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Die Gratwanderung zwischen Tragik und Komödie empfand ich als nicht gelungen, jedenfalls konnte ich nie wirklich lachen. Und auch sonst schwächelt der Film an vielen Stellen doch sehr. Die Story bewegt sich auf allzu bekannten, für Payne untypischen, Hollywood-Pfaden. Die Charaktereigenschaften und Aufgaben der Figuren sind klar abgesteckt und teils zu (US-)klischeehaft. Die Schauspieler sind jedoch hervorragend und die Bilder und viele Szenen sind fabelhaft gedreht worden.
Fazit: Nette, bittersüße Charakterstudie, allerdings weniger gut als "About Schmidt".



Name: meandmymonkey
Email: ---
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Bin normalerweise ein Fan anspruchsvoller Filme.
Konnte Sideways jedoch beim besten Willen nichts abgewinnen.



Name: wret
Email: etrt
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Weintrinkenfilm!!!!!!!!!!!!!!!Supaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!



Name: Sean Soo
Email: hudsoo@gmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Very Good!



Name: Melian
Email: melianimnetz
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wundervolle, realistische Studie über das Leben und die Liebe, über Scheitern und Hoffnung, über die Schwierigkeit, ehrlich zu sein und die verführerische Kraft des Selbstbetrugs.
Die Stationen der Reise der beiden Protagonisten sind eine Odyssee, an deren Ende für den einen (scheinbare) Erfüllung, für den anderen eigentlich Ungewißheit steht.
Und das ganze so erzählt, daß nie die Plausibilität verlorengeht, weil nämlich die Charaktere dicht und sich treu bleiben. Großartige schauspielerische Leistung!
Ich habe mich sehr über viele Einzelszenen (z.B. Miles läuft mit einer Weinflasche den Berg hinunter und Jack rennt hinterher; der Disput der beiden auf dem Golfplatz und die Konsequenz daraus) gefreut und amüsiert, weil sie leise und doch wirkungsvoll erzählt werden. Bravo! :-)



Name: Jean
Email: jau
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Wann ist ein Mann ein Mann?

Der Film gibt auf diese Frage folgende Antworten:

- wenn er sich peinlich daneben benimmt,
- wenn er unehrlich ist,
- wenn er lügt,
- wenn er säuft,
- wenn er seinem "Freund" die Konsequenzen seines (des Freundes) Handelns erspart,
- wenn er nicht autonom ist.

Traurig.



Name: watsolls@fuckyou.de
Email: --------@---------
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Beste und unglaublichste Film des Jahres. Alle anderen die nicht 10 Punkte vergeben zeigen mal wieder, wie wenig ahnung sie von filmen und cineastischen ergüssen wie diesem haben. SCHAUT DOCH WÉITER BIG BROTHER WÄHREND IHR EUCH IM CHAT MIT SCHIMPFWÖRTERN BOMBADIERT!!! IHR LOSER!!!!!



Name: didi
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich bin mit dem Kommentar von Herrn Staake 100% einverstanden. Das sind Filme aus dem wirklichen Leben. Einfach klasse. Aber wer sich solchen Schrott wie Tripple x oder ähnliches anschaut ist mit diesem Film wirklich überlastet. Nein Sideways ist auch für mich einer der besten Filme des Jahres. Schade das er keinen Oskar bekommen hat, fand ich besser als Million Dollar Baby.



Name: McJ
Email: McJ@McJ.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Merkwürdig... ein so hochgelobter Film (hier, in der Presse etc.), der mir beim Ansehen bestenfalls als "sehr nett" und mit einigen "Konstruktionsfehlern" erscheint.
Ich meine, ich war in der richtigen Stimmung (der Wein war geöffnet...), aber Sideways blieb dann eher 'mit flauem Abgang'.

Problem No. 1: Wein. Eigentlich eine gute Idee, dieses Thema als roten Faden zu nehmen, aber problematisch, dass nur einer der beiden Buddys überhaupt gerne Wein trinkt, der andere einfach nur "einen wegstecken" möchte. Womit wir auch schon beim

Problem No. 2 wären: Ein Buddy-Movie läuft ja normalerweise (und dramaturgisch nicht zu unrecht) so ab, dass zwei 'alte Freunde' sich nach längerer Zeit wieder sehen, im Rahmen einer 'Reise' merken, dass sie sich doch ganz schön auseinander entwickelt haben und die alten Zeiten als einziger Kitt der Freundschaft auch nicht mehr taugen; aber durch gemeinsame Erlebnisse kommt es entweder zu einer Läuterung der Freundschaft oder man trennt sich endgültig.
Bei 'Sideways' ist mir nie klar geworden, warum die beiden überhaupt Freunde sind - viel unterschiedlicher könne Charaktere kaum sein. Auf der einen Seite der Sensible Schlunz im kleinen Appartment, auf der anderen Seite der geile Grosskotz in der fetten Villa (sorry, aber die Figur von Church ist für mich ohne Tiefe gewesen...). Wo normalerweise aus den Differenzen emotionale Spannung und Witz entsteht, gehen sich hier zwei Männer, die sich nichts mehr zu sagen haben, von der ersten Minute an gewaltig auf den Keks.

Problem No. 3: Die Darsteller. Okay, Giamatti ist klasse, keine Frage. Auch die Madsen passt sehr gut. Aber Church und Oh sind für mich nur Abziehbilder geblieben - und auch noch ziemlich unsympathische.

Problem No 4: Eigentlich kein Problem, aber ich kann auch nicht sagen, dass mich Sideways wegen seiner "inszenatorischen Klasse" (Staake) beeindruckt hätte. Hey, das war ein stinknormal erzählter Film mit ein paar netten Landschaftsaufnahmen aus einem Weinbaugebiet. "Die fabelhafte Welt der Amelie" oder "Before Sunrise" - um mal zwei filmisch sehr unterschiedlich gemachte aber in ähnlichen Stimmungen resultierenden Filme zu nennen -, die sind 'inszenatorisch' gekonnt.

Nichts ist unsinniger als Kritiker zu kritisieren - aber hier wundere ich mich doch über diese Zunft. War 2004 so ein schlechtes Kino-Jahr dass hier das Highlight ist?



Name: Sepp
Email: kleiner_iltis@hotmail.com
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Ich finde es sehr überheblich, wie sich hier einige Liebhaber dieses Films ggü. den Kritikern dieses Films äußern. Nur weil manch einer diesen Film tatsächlich langweilig finden, muss es sich dabei nicht zwanghaft um einen inkompetenten, geschmacksverirrten, "Riddick"- und "Triple X"-schauenden, "Big Brother"-konsumierenden Sich-im-Chat-mit-Schimpfwörtern-Bombardierer handeln.

Ich habe mich bei diesem Film nicht sehr amüsiert und auch nicht sehr unterhalten gefühlt. Dass manch einer daraus ableiten möchte, dass ich - oder andere, die meine Meinung teilen - ein niveauloser, einfältiger Vollidiot bin, finde ich über alle Maßen arrogant. Haltet mal 'n bisschen den Ball flach und erklärt euch nicht zum intellektuellen Zentrum dieser Welt.



Name: Peter Produzent
Email: aon.912347936@aon.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Also um den Ball flach zu halten:
Ich habe noch nie so eine ehrliche und präzise Darstellung von Menschen gesehen.
Paul Giamatti ist das beste, was Hollywood passieren konnte.
Und Merlot ist wirklich scheiße.



Name: prisilla2603
Email: prisilla2603@web.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

nein bitte nicht die mittelwerte aus den kommentaren ziehen sondern die filmszene-leute weitermachen lassen . ich bin auch nicht immer einer meinung so wie hier und bei about schmidt, die ich beide nicht mochte. vielleicht sollten solche stoffe nicht in den usa verfilmt werden aber was von den kinogängern kommt ist oft nur : "boah geil äih - wer den film nicht mag ist doof" oder "mann watt ne scheiße - wer den film gut findet iss doof". natürlich nicht bei allen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! aber teilweise auch bei anspruchsvollen filmen. der geschmack steht meistens vor einer fundierten kritik und unabhängig vom genre was meiner meinung nach die bewertung auf jeden fall beeinflussen muss. das sehe ich hier oft erfüllt und lese die kommentare wie die rezensionen - bin aber nicht scharf auf´ne mittelwertbewertung : zu wenig infos in den kommentaren weshalb die wertung in einer gewissen weise ausgefallen ist. hier möchte ich lieber ein lob aussprechen für die ganze arbeit die sich die jungs und mädels von der redaktion machen! lieben gruß



Name: Lee Cooper
Email: cooperleecooper@yahoo.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

STAAKE scheint zu tief ins Weinglas geguckt zu haben!
"ZEHN AUGEN" !!! WOFÜR ?

Zugegeben schlecht ist der Film nicht ...aber man sollte die Kirche im Dorf und den Wein in der Flasche lassen ( wenn man den nicht verträgt ).

6 Augen sind angemessen.



Name: dr
Email: dr
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Tolle Kritik, Herr Staake!!

Ein wunderbarer Film. Schade, dass er von den Kiddies hier so mittelmäßig bewertet wird! Aber für die gibt es ja bald wieder "Scary Movie Teil 14".