About Schmidt

tragikomödie, usa 2002
original
about schmidt
regie
alexander payne
drehbuch
alexander payne, jim taylor
cast:

jack nicholson,
kathy bates,
dermot mulroney,
hope davis, u.a.

spielzeit
124 min.
kinostart
27.02.2003
homepage
www.aboutschmidtmovie.com
bewertung

(10/10 augen)








 

 




 

Der bezeichnendste Moment kam, als Jack Nicholson den Golden Globe für seine famose Darstellung des titelgebenden Warren Schmidt überreicht bekam, und zwar in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einem Drama". "Komisch", wunderte sich Nicholson, "und ich dachte, wir hätten eine Komödie gedreht". "About Schmidt" ist natürlich beides, aber nur unzureichend beschrieben mit dem Hilfsbegriff Tragikomödie. Es ist ein Film, der sich auf manchmal gehässige, aber immer mitfühlende Weise über seine Figuren lustig macht. Ja, es gibt ein, zwei laute Lacher hier und viele Schmunzler, aber der Film streift nie den ernsthaften, bedrückenden Rahmen ab, in dem all diese kuriosen Figuren gefangen sind. Eine Komödie mit einem traurigen Herz also. Oder eine Tragödie, die oft zum breiten Grinsen veranlasst. Letztlich ein Film wie das Leben selbst: Die bittersüße Gleichzeitigkeit des Seins, vorgeführt am Leben des Warren Schmidt.

Dieser Warren Schmidt hätte wohl kaum gedacht, dass er mit 66 Jahren vor den Trümmern seines vormals so geregelten Lebens steht. Er wird von seiner Firma in den Ruhestand geschickt, seine Tochter Jeannie (Hope Davis) will den in Warrens Augen totalen Verlierer und Proleten Randall (Dermot Mulroney) heiraten, und dann stirbt auch noch Ehefrau Helen (June Squibb) nach 42 Ehejahren. Plötzlich fühlt sich Warren Schmidt nutzlos und entfremdet. Was kann da helfen? Eine für 22 Dollar im Monat übernommene Patenschaft für den sechsjährigen Ndugu in Tansania, dem er ellenlange Briefe schreibt? Wiederauflebenlassen von Erinnerungen an den Orten seiner Jugend? Oder aber die dann wichtigste Mission, die Warren für sich sieht: In den Riesenwohnwagen und auf nach Denver, um Jeannies Hochzeit mit dem ungeliebten Randall zu verhindern.

Jack Nicholson ist Schmidt. So der geplante deutsche Titel, den man sich gottlob dann doch verkniff. Aber die Aussage steht und bleibt gültig. Jack Nicholson ist Schmidt. Welcome to the Nicholson Show, nur diesmal ganz anders als sonst. Den großen Mittelteil seiner Karriere - also die letzten zwei Jahrzehnte - hat Nicholson eigentlich nur noch sich selbst gespielt: Den überlebensgroßen Jack, männlich und potent, mit wölfischem Grinsen und diesen unnachahmlich hochgezogenen Augenbrauen. Und nun? Hit the Road, Jack - Welcome back, Charakterdarsteller Nicholson. Bereits seine feingliedrige Zeichnung eines innerlich kaputten Charakters in "Das Versprechen" ließ vor zwei Jahren aufhorchen. Und jetzt diese tour de force als Schmidt. Später wird man in die Geschichtsbücher des Films schreiben, mit diesen beiden Darstellungen begründete Nicholson sein großartiges Alterswerk.
Sie sind nicht nur Ausdruck einer wiedergefundenen Ernsthaftigkeit in Nicholsons Spiel, sondern zollen auch veränderten Zeiten Tribut. Auch Nicholson bleibt nicht ewig jung. Und seine Charaktere in "Das Versprechen" und vor allem hier in "About Schmidt" sind körperlich verfallen, so wie sie im Geist zerfallen sind. Nicholson scheut sich nicht vor diesen Extremen oder Mut zur Hässlichkeit, und wenn er sich als verwahrloster Schmidt mit Wampe und unrasiert im Schlafanzug durch die Gegend schleppt, muss man diese Glanzleistung einfach anerkennen. Sein Warren Schmidt ist eigentlich ein einsamer, kleiner Mann - und Nicholson spielt ihn so. Ohne Grandeur, ohne überzogenes Pathos. Und gerade diese ungewohnt subtile Darstellung lässt seine Leistung umso monolithischer wirken.
Klar, man sieht noch immer den "alten Jack" ab und an aufblitzen, gerade in der auch mit einigen kleineren Längen versehenen zweiten Hälfte des Films (dies als einziger Kritikpunkt) brechen alte Manierismen das eine oder andere Mal durch. Aber trotzdem: So sehr und so überzeugend wie hier ist er zuletzt in den 70ern hinter einem Charakter zurückgetreten. Wir sehen nicht Jack Nicholson, der unter irgendeinem Rollennamen sich selbst spielt, sondern Warren Schmidt, der zufällig recht große Ähnlichkeit mit Jack Nicholson hat. Genau diese Glaubwürdigkeit ist es, die sein Spiel und den Film an sich zu einem solchen Genuss machen. Sorry, Eminem; aufgepasst, Daniel Day Lewis - wenn Hauptdarsteller-Oscar Nummer Drei nicht demnächst in Nicholsons Vitrine steht, ist irgendetwas fürchterlich falsch gelaufen.

Das gesamte Ensemble ist exzellent, mit einer zweiten Überraschung. Dermot Mulroney - ehemals eher farbloses, aber hübsches Objekt der Begierde von Julia Roberts in "Die Hochzeit meines besten Freundes" - zeigt sich hier ebenfalls von einer noch nicht gesehenen Seite. Als Randall Hertzell rennt er mit Vokuhila-Frisur, Schnauzer und Geheimratsecken herum und ist kaum zu erkennen. Nicht nur eine erstaunliche körperliche Transformation, sondern auch eine recht schöne Performance von Mulroney, der dem einfältigen aber liebenswerten Randall zu mehr als einer simplen Karikatur macht. Schmidt mag Randall unzulänglich finden und hat damit auch in vielen Belangen recht, aber Randall liebt Jeannie ohne Erwartungen - etwas, das Schmidt niemals könnte. Kathy Bates als Schwiegermutter in spe ist darstellerisch sowieso über alle Zweifel erhaben und auch Hope Davis als nicht unnötig verhübschte Tochter ist absolut glaubhaft.

Glaubwürdigkeit wurde jetzt zweimal erwähnt, warum aber macht man hier so ein Riesenaufhebens drum? Weil dieser Film von wirklichen Menschen handelt und weil man hier das Gefühl hat, dies sind - bei aller satirischen Überzeichnung - wirkliche Menschen. Und das ist eine Rarität in Hollywood. Wirkliche, atmende, unsympathische, liebenswerte, komische Menschen sind hier versammelt. Menschen des Amerikanischen Mittelwesten.
Denn dies ist auch ein Film über seine Lokalität. So wie Scorsese und Woody Allen von New York nicht loskommen, oder Tarantino von L.A., so setzt Regisseur und Drehbuchschreiber Alexander Payne (zusammen mit Kumpel Jim Taylor) seine Heimatstadt in seinen Filmen, diesen Tragödien der Eintönigkeit, in den Mittelpunkt - Omaha, Nebraska. "Was? Wo? Nie gehört" werden jetzt viele sagen, und man muss auch nicht wirklich von Omaha, Nebraska gehört haben. Fakt aber ist, dass diese Charaktere so großartig akkurat getroffen sind, von der Bewegung bis hin zur Redewendung, dass die Ortswahl nicht nur logisch erscheint, sondern geradezu notwendig. Denn die Städte New York und L.A., die eigentlich gar nicht wirklich Amerika sind, verleiten mit ihren Extremen zu extremen Figuren - wandelnde Klischees, allesamt. Oder, wie Payne selbst sagt: "Das Leben in L.A. und New York ist durchaus nicht typisch für Amerika: Zwischen beiden liegt ein riesiger Kontinent". Und genau in dessen Herz trifft dieser wunderbare Film, genau dieses Herz thematisiert er. They don't call it the heartland for nothing: Hier brechen Herzen wirklicher und sehr viel trauriger als in den Seifenopernmetropolen der Küste. Und niemandes Herz mehr als das von Warren Schmidt.

Das emotionale Spektrum, das Nicholsons Schmidt durchläuft, ist buntgefächert. Tiefe Trauer nach dem Tod seiner Frau, aber sofort danach unbändige Wut, als er ihre Liebesbriefe an einen anderen findet. Ergreifend, aber nicht rührselig; komisch, aber nicht billig. So werden die Irrungen und Wirrungen, die Schmidt durchläuft, gezeigt. Ob er nun erfolglos sein Geburtshaus besucht (dort steht mittlerweile ein Reifengeschäft), ebenso erfolglos seiner ehemaligen Universität ("Rock Chalk, Jayhawk, K-U!") einen Besuch abstattet, oder sich ungebührlich an eine Zufallsbekanntschaft heranschmeißt: Die Disfunktionalität, mit der sich Schmidt durch sein neues Leben schlägt, zeigt ihn als jemanden, der nie wirklich gelebt hat. Nichts tut das allerdings mehr, als seine Brieffreundschaft mit dem kleinen Patenkind Ndugu aus Tansania. Obwohl auf den ersten Blick nicht mehr als eine Beiläufigkeit, sind jeweils die Szenen, die mit dem aus dem Off kommenden "Lieber Ndugu" eingeleitet werden, die wahren Schlüsselstellen. Aus zweierlei Gründen: Zum einen sind sie natürlich urkomisch, denn die minutenlangen Tiraden, die Schmidt ablässt, können unmöglich von einem sechsjährigen Afrikaner verstanden werden (ob Schmidt dies nicht bemerkt oder es absichtlich ignoriert wird nicht geklärt und ist eigentlich auch egal). Viel wichtiger jedoch: Sie entlarven Schmidt als einen Mann, der sich nicht mehr ändern kann, der lieber weiter in Illusionen lebt. Denn die Bilder enttarnen selbst diese hilflose und völlig unnötige Charade, wir hören Schmidt Ndugu Dinge erzählen, die dem Geschehen auf der Leinwand völlig konträr gegenüberstehen.
Noch ein Triumph dieses Filmes. Obgleich faktisch ein Road Movie, unterwirft er sich nicht den so simplen wie einfältigen Regeln des Genres. Diese besagen, dass jemand nur auf die Straße muss, neue Bekanntschaften treffen muss, um am Ende dann garantiert etwas gelernt bzw. sich selbst gefunden zu haben. Nicht so hier. Schmidt bleibt Schmidt, und eine unangemessene weil unglaubwürdige Wandlung zum Gutmenschen macht der im Grunde genommen äußerst unangenehme weil zutiefst menschliche Schmidt auch nicht durch.
Dieser Film macht es dem Zuschauer nicht zu einfach. Zum Glück. Denn solch prätentiöse Patentlösungen sieht man nur in Schmonzetten und oberflächlichem Unsinn. Als Schmidt den Wohnwagen wieder vor seinem Haus einparkt, wird es dem Zuschauer selbst überlassen: Hat Schmidt etwas gelernt? Und wenn ja, dann was? Der Road Trip als Sackgasse, die Suche erfolglos. Auch so schließt sich ein weiterer Kreis. In seinem Durchbruch "Easy Rider" endete Nicholsons Road Trip mit dem Tod, und Captain America wusste später ebenfalls "We blew it". Ein Jahr später suchte Nicholson sich in "Five Easy Pieces" selbst und fand doch nichts. Und jetzt, über zwanzig Jahre später, der krönende, in Form und Inhalt völlig unerwartete Abschluss dieser Quasi-Trilogie. Und es ist wie damals zu seiner Glanzzeit: Ein weiterer Triumph. Right on, Jack.


P.S.: Wer mehr über Patenschaften in Ländern der Dritten Welt erfahren will: Das im Film gezeigte Kinderhilfswerk gibt es wirklich, und es vermittelt seit 1937 Patenschaften als Hilfe zur Selbsthilfe. Mehr Informationen unter www.plan-deutschland.de

S. Staake

 



Name: HerrTopp
Email: chris_ok@web.de
Bewertung: -

Beeindruckende Kritik.Meine Hochachtung vor soviel Argumentationspotenz.



Name: Dalusia
Email: hoeks@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

einer der filme wo ich noch stundenlang im kinosessel auf 5 zusaetzliche minuten gewartet haette:) wunderschoen



Name: Holger Vogt
Email: vogt_holger@t-online.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Hervorragender Film mit genialem Jack Nicholson.



Name: Christopher Peters
Email: mail-for-the-don@gmx.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Pseudotiefgängiger Film, der seinen Zuschauern vermitteln will, wie das spießige Mittelbürgertum Amerikas sein Leben verbringt. Die Darsteller retten ein wenig die verkorkste Story, die leider eine gute Thematik völlig verreißt, aber wer geht schon wegen ein paar Schauspielern für € 8 ins Kino?



Name: Frau Krause
Email: ckrause@promar.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich habe den Film gestern abend gesehen und bin restlos begeistert!!! Ich gebe nur deshalb 10 Augen, weil es keine elf gibt ...
Ich finde absolut nicht, dass hier eine gute Thematik verrissen wird - ganz im Gegenteil! Es ist die Story eines Durchschnittsmenschen, der gern etwas ganz Besonderes wäre, sich dabei aber fortwährend selbst im Weg steht. Und doch IST er etwas ganz Besonderes, nur wird ihm das erst ganz am Ende klar. - Der Film ist so schön, tragisch und komisch wie das Leben selbst. Letztendlich steckt in jedem von uns ein bisschen Schmidt. Und um doch noch ein wenig Kritik anzubringen: Neben Jack Nicholson müssen alle anderen Darsteller verblassen. Er ist einfach genial!



Name: jack
Email: nicholson
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ich war mal wieder der größte.Aber leider ist die geschichte sonst zu konventionell geraten.
Ps:die größte überwindung hat mich der take mit der bates im pool gekostet.ich glaub das kam im film ganz gut rüber



Name: basti
Email: basti@detailfreak.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

sehr gute chauspielerische leistung, aber ehrlich gesagt sind mir 2 stunde selten so lange vorgekommen



Name: Franco
Email: fmunoz@yahoo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Waaas?! MIR sind zwei Stunden selten so KURZ vorgekommen! Da ging es mir wie Dalusia (siehe weiter oben): Der Film hätte ruhig noch ein paar Minuten länger sein können ...



Name: Cineast
Email: nosp@m
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Sehr authentischer Film mit einem grandiosen Nicholson.



Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

31.08.03

NOTE 1


Eigentlich bin ich ja etwas spät dran mit meiner Kritik zu diesem Film, aber ich konnte ihn erst jetzt im Open Air Kino sehen (er lief leider hier nicht regulär, was mich ziemlich geärgert hat) und MUSS einfach etwas dazu loswerden: "About Schmidt" ist verdammt nochmal einer der besten Filme die ich bisher in diesem Jahr gesehen habe! Dies schonmal sozusagen als vorgezogenes Fazit! :)

Es tut mir leid, aber ich kann nichts Negatives über diese Tragikomödie sagen, ich war ganz einfach begeistert und wegen mir hätte der ca. 2-stündige Film ruhig noch länger gehen können - ich hab das Zuschauen einfach genossen! ^_^

Die Handlung von "About Schmidt" teilt sich im Prinzip auf in 3 Abschnitte: Zunächst erleben wir mit wie das geregelte Leben von Warren innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht (Ruhestand, Tod der Ehefrau, ...) und er zusehends verwahrlost. Dann macht sich Schmidt auf den Weg um mit dem Wohnmobil eine kleine Tour zu fahren, u.a. besucht er sein Geburtshaus (welches einem Geschäft weichen mußte) und seine ehemalige Universität. Zu guter Letzt begibt sich Warren Schmidt auf die "Mission" seine Tochter von der Hochzeit mit einem in seinen Augen totalen Loser abzuhalten, dabei wird er auch mit der Mutter des Schwiegersohns in spe konfrontiert: Kathy Bates in der Rolle der etwas gewöhnungsbedürftigen Roberta.

Es ist das Zusammenspiel vieler kleiner (zum Teil recht humorvoller) Szenen die diesen Film insgesamt so fantastisch machen: Wenn etwa Warren mit seiner schlafenden Ehefrau Helen im Bett liegt und sich fragt wer eigentlich diese Person ist die da seit 42 Jahren neben ihm liegt, oder wenn er nach ihrem Ableben überraschend Liebesbriefe seines Freundes an Helen findet, oder wenn Warren versucht sich bei einem Anrufbeantworter zu entschuldigen, oder wenn er nach dem Tod seiner Frau endlich wieder im Stehen pinkelt... :D

Schlüsselmomente des Films sind jedoch eindeutig die Briefe die Warren an den 6-jährigen Weisenjungen Ndugu aus Tansania schreibt, dessen Patenschaft Warren übernimmt als er im Fernsehen die Werbung einer Hilfsorganisation sieht. Wenn aus dem Off "Lieber Ndugu..." zu hören ist weiß man einerseits daß es jetzt lustig wird (denn was Warren so alles schreibt kann ein kleiner afrikanischer Junge niemals verstehen), andererseits erhält man einen sehr interessanten Einblick in Schmidts Gedanken und merkt auch welchen Illusionen er sich in seinem traurigen Leben hingegeben hat...

Warren beginnt allmählich sein Leben ehrlich zu reflektieren und es ist als Zuschauer spannend, ergreifend und amüsant zugleich wie er dies tut.
Die Briefe an Ndugu sorgen übrigens am Ende des Films für eine kleine Überraschung und für Warren könnten sie möglicherweise eine positive Wendung in seinem Leben bedeuten - dies bleibt offen damit sich der Zuschauer selbst Gedanken darüber machen kann. Auch ob Schmidt aus den Erlebnissen seines "Road Trip" etwas gelernt hat oder nicht läßt der Regisseur offen - Grund genug sich also auch nach dem Abspann Gedanken über den Film zu machen. :)

Jetzt nochmal zu den Darstellern:
Jack Nicholson spielt ohne Übertreibung einfach GRANDIOS, die Rolle des Warren Schmidt ist ihm wie auf den Leib geschneidert und so stellt der Film auch eigentlich größtenteils eine One-Man-Show dar - trotz hervorragender Nebendarsteller! Nicholson zieht alle Register seines Könnens und läßt jede Szene des Films (ob komisch, ob tragisch) zu einem Hochgenuß werden für die Zuschauer, einfach toll!

Als Gegenpart Roberta hätte man für den dritten Abschnitt von "About Schmidt" keine bessere Schauspielerin als Kathy Bates finden können. Sie verblasst zwar im Prinzip wie alle anderen Darsteller neben Nicholson, liefert aber trotzdem eine sehr gute Leistung ab!
Hope Davis überzeugt als Tochter Jeannie und Dermot Mulroney sorgt für eine echte Überraschung: In "Die Hochzeit meines besten Freundes" noch als Sunnyboy unterwegs, erkennt man ihn hier kaum wieder - ach was red ich: Ich HAB ihn wirklich nicht wiedererkannt! ^^ Tolle Darsteller insgesamt!

Fazit:
"About Schmidt" ist meiner Meinung nach großartiges Kino wie man es nur noch selten antrifft. Ein leiser, tragikomischer Film über das Leben und vor allem Lebenslügen - wobei er trotz ein/zwei Lachern und vielen Schmunzlern nie seinen bedrückenden Rahmen ablegt, was den Film so faszinierend und ergreifend macht.
Der ursprünglich geplante deutsche Kinotitel "Jack Nicholson ist Schmidt" wurde glücklicherweise verworfen, WAHR bleibt er aber trotzdem: Nicholson geht in seiner Rolle richtig auf, spielt sie als hätte er nie etwas anderes getan, als WÄRE er dieser traurige, verzweifelte Mensch Warren Schmidt.

Wer gerne auch mal anspruchsvolle Filme sieht sollte sich "About Schmidt" nicht entgehen lassen, für mich ganz klar eine Filmperle dieses Jahr! Der Film präsentiert einem auf der einen Seite zwar eine melancholische und nachdenkliche Grundhaltung, weiß aber seine humorvollen Szenen sehr stilvoll und perfekt passend zu integrieren - also Langeweile kommt da garantiert nicht auf! :)

Schluß mit der Jagd, der Rest wird vertagt!
Thommy

P.S. Ich war zum ersten Mal im Open Air Kino und was habe ich daraus gelernt? Auch an dem schönsten Sommertag kann es spät Abends arschkalt werden, ergo nächstes mal eine Jacke mitnehmen!!! *lol*

_______________________________________________
"Jeden Tag überraschte mich Jack Nicholson aufs Neue - kaum zu glauben, wie überragend er spielt. Er zählt eindeutig zu den besten Schauspielern des gesamten ersten Kino-Jahrhunderts!"
(Regisseur Alexander Payne)



Name: Leben Lang
Email: sadf@yahoo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Exelenter Film.
Super Jack!



Name: sdgwsg
Email: gaeg@hrth.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

gWEGwerg



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein wunderschöner und trauriger Film. Jack Nicholson allein ist schon das Kinogeld wert und die Geschichte war ergreifend. Der Stil der Erzählweise, Musik und Bilder erinnerte mich an "Ghost World".



Name: NIKE
Email: 666@freenet.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein Meisterwerk !



Name: Haegar
Email: otto@addo.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Deprimierend, ätzend, lahm.



Name: Adnan
Email: ak.mailbox@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Ich fand den Film so langweilig, dass ich ihn nicht bis zu Ende sehen wollte. Vielleicht habe ich ihn mir mit falschen Erwartungen angesehen, mit Erwartungen an einen Film mit Spannungsbogen und Dramatik, wie man es aus fast allem cineastischen kennt. Die Tragik des Charakters Schmidt entzog sich mir völlig, ich fand ihn schlichtweg langweilig und spießisch. Gerade diese unsympathische Art Schmidts, oder besser: Der Mut, einen solchen Charakter darzustellen, scheint dem Rezesenten besonders gefallen zu haben. Mag sein, dass das eine tolle schauspielerische Leistung ist; und ich möchte auch niemandem widersprechen, der das würdigt. Aber mit einem solchen Charakter kann ich mich nicht identifizieren, was bedeutet, dass ich den Film mit gleicher Anteilnahme verfolgte, wie jemand anderes Gras beim Wachsen zuschaut. Wenn mich die Schicksale des Filmes nicht interessieren, können sie mich erst recht nicht berühren, weshalb ich den Film wohl auch ziemlich langweilig fand. Deshalb nur ein Auge, das allerdings ausschließlich mein eigenes Empfinden des Filmes widerspiegelt und mit schauspielerischer oder filmtechnischer Leistung wenig am Hut hat.

Hm. Vielleicht muss ich einfach nur etwas älter werden.



Name: j.cash
Email: j.cash@lycos.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Erschreckend langweiliger Film.
Ein jack Nicholson in Höchstform sieht anders aus. Normalerweise schaft es Nicholson aus solch ekelhaft spiessigen Figuren ein ironisches Abbild der Gesellschaft zu machen, über das man sich ärgern, lachen und bisweilen sogar mitleiden kann. Hier bleibt der Charakter allerdings blass und vollkommen Sinnfrei. Es entstand bei mir in keinem Moment das Gefühl der Anteilnahme oder der Sympathie für Schmidt.
Mag sein, dass die Rolle des Schmidt so belanglos angelegt ist wie Nicholson sie spielt, allerdings gibt die Handlung dem interessierten Zuschauer den Rest.
Man schleppt sich ohne Höhepunkte von einer Belanglosigkeit zur Nächsten. Selten haben sich 2 Stunden für mich so lange angefühlt wie während diesem Film.
Möglicherweisen bin ich, so wie Adnan es sieht, ebenfalls zu jung um Anteilnahme und Sympathie für Schmidt zu empfinden und werde das in einigen jahren vielleicht anders sehen. Ich hoffe allerdings, dass uns rein menschlich auch dann noch Welten trennen werden



Name: Matze
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Klasse Film.
Sehr bewegend inziniert und Nicholson ist die Rolle auf den Leib geschnitten.



Name: Daniel
Email: dopple_D@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Jack Nicholson wir er leibt und lebt.
Ein wirklich starker Film. Die Zeit ist vergangen wie im Fluge.



Name: derdiedas
Email: wildschwein
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der film darf in meiner DVDsammlung in der zweiten Schublade zuobertst in der zweiten Reihe in der Mitte Platzt haben!d.h. der Film ist gut und ist ein Drama!!!!!!!!!!!



Name: Harmonica
Email: amusedgorm@t-online.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Sehr feinfühliger und pessimistischer Film über das Altwerden. Jack Nicholson ist auf jeden Fall schon den Preis alleine wert, aber man kann auch sonst viel aus dem Film rausholen, so muss ein Independent-Hollywood-Movie aussehen... steht ganz klar in einer Reihe mit den anderen Payne-Werken "Election" und "Sideways"



Name: dsga
Email: sdg
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

sadtg! guter Film!



Name: Streuli
Email: christoph.streuli@gmx.net
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein nahezu perfekter Film und zweifelsohne etwas vom Besten, was es in den letzten Jahren im Kino zu sehen gab!!!

Wer allerdings Mainstream-Unterhaltung erwartet, wird den Film hassen, was auch die sehr negativen Feedbacks erklärt (wobei ich das überhaupt nicht verurteilen möchte, sondern sehr gut verstehe -
"About Schmidt" gehört einfach in eine ganz andere Filmsparte, welche zuweilen sehr polarisiert!)

Übrigens ist der Grund dafür, dass der Film nur 9 Sterne bekommt jener, dass ich nur etwa 20 Filmen der schon über hundert Jahre alten Filmhistorie die 10 Sterne zusprechen würde - also STRICTLY GRADED!

Es hat schon sehr viele interessante Kritiken zu diesem Film und ich möchte mich mehrheitlich "cobra" anschliessen!
Allerdings sehe ich eine Sache anders, als die meisten: das Ende!
Meiner Meinung nach wird dies von den meisten Leuten verkannt.
Es ist nicht so, dass Schmidt Hoffnung schöpft aus dem Brief von Ndugu (oder besser gesagt von der Schwester ???) und in dieser Patenschaft nun einen Sinn in seinem Leben gefunden hat. Das glatte Gegenteil ist der Fall: als er den Brief liest und das Foto sieht, wird ihm bewusst, dass der 6-jähruge Ndugu all das, was er ihm geschrieben hat, gar nicht begreifen kann. Er findet auch hier, wie in allem was er gemacht hat, die Sinnlosigkeit seines Lebens wieder. SOzusagen sein letzter Funken Hoffnung wird ihm mit diesem Brief genommen. Einer der letzten Sätze des Filmes ist, ob er (Schmidt) etwas (positiv) verändern konnte im Leben, ob sein Leben einen Sinn hatte - und die traurige Schlusserkenntnis ist, dass dies leider nicht der Fall ist. Der Gesichtsausdruck zum Schluss zwischen Lachen und Weinen zeigt einen desillusionierten Warren Schmidt, welcher einsehen muss, dass sein Leben erbärmlich war. Der ganze Film nimmt Bezug auf die Rede seines Freundes ganz am Anfang des Filmes, welcher sagt, dass nicht die Geschenke,... zählen, sondern das, was Schmidt Zeit seines Lebens erreicht hat - Schmidt sucht während des ganzen Filmes dieses Erreichte und sieht in der erfolgreichen Ehelichung seiner Tochter (und damit sei nicht Dermot Mulroney gemeint :) ) die letze Chance dies zu finden - was misslingt. Und zum Schluss muss er merken, dass sein Ansprechpartner - der Mensch, welchem er all seine Gedanken (hoch philosophische Texte) geschriebn hat, diese gar nicht begreifen kann, dass er (Schmidt) nun (wo er seine Tochter verloren hat) absolut alleine steht auf der Welt.
Er ist eine bedeutungslose Persönlichkeit - auch durch seine Patenschaft wird er in der Welt nichts ändern.

Die Aussage des Filmes ist für mich sehr pessimistisch. Eigentlich besagt er, dass die Existenz eines Jeden von uns (jeder kann sich ja mehr oder weniger identifizieren mit Schmidt) nutz- und sinnfrei ist. Wir können in der Welt nichts bewegen...

Übrigens empfehle ich - falls man nach diesem Film eine allzu pessimistische Sicht über das Leben und die Existenz an sich haben sollte - dass man sich den Film "Alexis Sorbas" ansieht.
Dieser zeigt nämlich, wie man sich trotz eines sinnlosen Daseins seines Lebens erfreuen kann (und sei es noch so schrecklich...!)



Name: Claudia Fischer
Email: claudia_fischer@o2.pl
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

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Mit freundlichen Grussen,
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claudia_fischer@o2.pl



Name: priscilla26003
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

gute schauspieler machen noch keinen guten film - hab mich im kino selten so gelangweilt (gefühlte filmzeit : 300 minuten oder mehr). dabei hörte sich doch alles gut an und die erste szene ließ auch mehr vermuten - aber das war´s dann auch schon. schmidt und sein schicksal sind mir einfach egal - und dafür gehe ich nicht ins kino. schade. da ist sicher einiges verschenkt worden.



Name: Rolf Hansel
Email: roflhansel@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@Christofer Peters: Du bist echt eine bemitleidenswerte aber lebensunwürdige Kreatur!

Der Film ist ein Meisterwerk!



Name: Rolf nochmal
Email: folfjgfwjg@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

und priscilla ist eine Cracknutte



Name: Peter Produzent
Email: aon.912349736@aon.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein Meisterwerk, bei dem man nie weiß, was als nächstes passiert, auch wenn die Antwort immer die selbe ist: Nichts. Gar nichts. Nicht das Geringste.
So etwas muss einem erst einmal einfallen.
(Ich hoffe, ich habe mit dieser review nicht zu viel vom Ende verraten.)



Name: Sailor
Email: neenee@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Grossartig! Außerdem sind Filme mit offenen Ende rar geworden..



Name: nadja
Email: videc@gmx.at
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

für mich war das einer der bewegendsten und traurigsten filme, die ich je gesehn hab, ich hab mittendrin schon mal, sowie während den letzten zehn minuten des films richtig geheult, und ich konnte die emotionen auch wirklich genießen. hinter der fassade steckt alerdings eine ganz schwarze satire, die sich über sämtliche realistischen klischees und physischen sowie psychischen probleme des älterwerdens lustig macht. jack nicholson spielte in den letzten 35 jahren so viele unvergessliche rollen, ist müßig welche aufzuzählen, aber das was er hier bot, war eine glanzleistung, er zeigte nämlich einen ganz anderen jack nicholson, als man ihn bisher kannte, die darstellung des "warren schmidt" war für mich sein - leider nicht oscargekröntes - meisterwerk. "about schmidt" gehört - von cirka 500 gesehehen filmen - zu meinen "top 20 ever".



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

uih da habe ich aber emotionen freigesetzt . wieso ist es eigentlich für die meisten so schwer die meinung anderer zu akzeptieren als deren ganz eigene wahrnehmung und sie nicht dafür zu beschimpfen? irgendwie komisch und genau das gegenteil von dem was ich erwartet hätte bei jemandem der sich für diesen film interessiert für den ich unter anderem deshalb so wenig punkte gegeben habe (obwohl ich zugeben muss : 1 ist wirklich ein bißchen sehr wenig bei dem schrott an filmen die auf dem markt sind - die ich aber nicht anschaue weshalb das nur die wertung ist auf einer sklala für filme die ich wirklich gesehen habe wobei ich aber trotzdem jetzt eher zu 3 punkten tendieren würde da ich sonst matrix reloaded minuspunkte geben müsste den ich leider auch gesehen habe was aber about schmidt für mich nicht besser macht) weil hier ärgerlicherweise eine gute story total langweilig verschenkt wurde und jack nicholson so völlig aufgesetzt spielt dass der film eigentlich about nicholson heißen müsste - alles nur meiner meinung nach und s. staake dessen oder deren rezensionen ich sonst oft teile oder besser ausgedrückt finde als das was ich selbst wie über einen film sagen kann teile ich halt diesmal nicht . hab´ wohl wieder zuviel crack eingeschmissen...



Name: tobestar
Email: party@knut.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

so viel tragik, so viel gefühl, so viel schauspielerische leidenschaft und gezeigtes engagement hab ich wirklich zuvor noch nie in einem film gesehen...nicholsons leistung übertrifft alles...frag mich nur wieso er den oscar nicht gewonnen hat...wirklich sehr guter, wenn auch an manchen stellen etwas langweiliger, aber vorallem glaubwürdiger film über das scheitern im leben



Name: cateye
Email: xxx
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ich fand den Film eigentlich so lala. Warscheinlich bin ich noch zu jung (15). Aber Jack Nicholson ist echt gut, wie immer halt.