Der letzte Kuss

tragikomödie, usa 2006
original
the last kiss
regie
tony goldwyn
drehbuch
paul haggis
cast

zach braff,
jacinda barrett,
casey affleck,
blythe danner,
tom wilkinson, u.a.

spielzeit
104 min.
kinostart
16.11.2006
homepage
www.derletztekuss-film.de
bewertung


(8/10 augen)




 

 

 

 


 

Der Endzwanziger Michael ("Garden State"-Star Zach Braff) hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Einen guten Job, eine wundervolle Freundin, und jetzt auch noch Nachwuchs auf dem Weg. Doch der Grund, warum Michael nicht übers Heiraten reden will, ist derselbe, warum ihm die ganze Situation Unwohlsein bereitet. Klar, er könnte jetzt einfach Ja sagen zu Ehe, Familie und lebenslanger Bindung, aber: Will er das denn?
Michael hat ganz einfach Angst davor, sich festzulegen, keine Überraschungen und keine Aufregung mehr zu erleben. Problematisch wird diese Unentschlossenheit, als er auf der Hochzeit eines Freundes die junge Studentin Kim (Rachel Bilson) trifft, die ebenso süß wie offensichtlich scharf auf Michael ist. Hinter dem Rücken seiner schwangeren Freundin Jenna (Jacinda Barrett) kann Michael es nicht lassen und verabredet sich mit Kim. Er ist allerdings nicht der einzige, der mit der Aussicht auf oder den Auswirkungen von einer festen Bindung kämpft. Sein Kumpel Chris (Casey Affleck) leidet darunter, dass seine Ehe mit Lisa seit der Geburt ihres ersten Babys zur Hölle geworden ist; Izzy und Kenny, die andere Hälfte des Männerquartetts, wollen - von Beziehungen gebrandmarkt - auf einen Abenteuertrip nach Südamerika fliehen; und Jennas Mutter Anna (Blythe Danner) ist von ihrer völlig eingeschlafenen Ehe mit Stephen (Tom Wilkinson) so gefrustet, dass sie einen längst vergangenen Ehebruch gesteht und ihren Mann endgültig verlassen will.

Wem das alles irgendwie bekannt vorkommt, der hat wahrscheinlich vor fünf Jahren den italienischen Film "L'ultimo bacio" gesehen. Dieser erfährt hier nun sein Hollywood-Remake, und damals wie auch heute ist dabei ein bezaubernder, nachdenklicher und grundehrlicher Film heraus gekommen, dessen Figuren allesamt sehr menschlich sind und drum mit Fehlern behaftet, die man nur allzu gut nachvollziehen kann. Wenn Kim den etwas überrumpelten Michael bei ihrer ersten Begegnung fragt, ob er eine Freundin hat, möchte man ihm einerseits zurufen "Jetzt sei gefälligst ehrlich!", kann andererseits aber auch gut verstehen, warum ihm das "Ja" nur sehr zögerlich über die Lippen kommt. "Der letzte Kuss" ist voll von solchen Momenten, in denen die Vernunft das eine sagt, doch das Gefühl oder der Instinkt etwas anderes, und all diese Momente haben etwas mit Akzeptanz der eigenen Situation zu tun und der Notwendigkeit, Lebensentscheidungen zu treffen und auch zu halten.
Dass einem solche Situationen nicht nur mit Ende 20 auf dem Weg zu Erwachsensein und Familienverantwortung begegnen, sondern auch noch danach, verdeutlicht der Nebenstrang um Jennas Eltern, der in vielerlei Hinsicht die Konflikte der jüngeren Figuren thematisch spiegelt und schön verdeutlicht, dass wir alle wohl unser ganzes Leben mit der stillen Sehnsucht nach etwas mehr Leidenschaft, etwas mehr Aufregung, etwas mehr Abwechslung verbringen werden. Jede Figur in "Der letzte Kuss" setzt sich auf die eine oder andere Weise damit auseinander, und ihre verschiedenen Geschichten werden durch Dramaturgie und Montage meisterhaft zu einem thematischen Gesamtbild verwoben.
Da möchte man schnell ein großes Lob an Drehbuchautor Paul Haggis loswerden, der immerhin mit "Million Dollar Baby" und "L.A. Crash" bewiesen hat, dass er zu den derzeit größten Künstlern seiner Zunft in Hollywood zählt. Allerdings orientierte sich Haggis bei seiner Adaption sehr stark am italienischen Original und wich kaum von der Vorlage ab, so dass das eigentliche Lob auch in diesem Fall Gabriele Muccino gebührt, Regisseur und Autor des Originalfilms. Immerhin: Haggis hat großartige Dialoge mit Wortwitz und Charme geschaffen, die ihren Teil zum gelungenen Filmvergnügen beitragen. Das tun im Übrigen auch die durchweg hervorragenden Darsteller, die ihre komplexen Figuren sehr gut beherrschen und die diffizilen Gefühlslagen toll auszudrücken verstehen. Zach Braff, den viele immer noch nur als Clown aus der Ärzte-Sitcom "Scrubs" kennen, beweist hier erneut seine Berufung zu Größerem und macht das Hadern und Zweifeln von Michael in jeder Sekunde subtil spürbar.

Spüren kann man auch selbst im Remake noch das italienische Lebensgefühl, das hinter "Der letzte Kuss" steckt, und das nicht nur wegen der leicht nach südländischem Machismo duftenden Thematik von der Schwierigkeit, sich ein für alle mal an einen festen Partner zu binden. Es herrscht ein permanentes Gefühl von Lebensdurst und Leidenschaft, und trotz des ernsten Themas auch immer eine gewisse Leichtigkeit, wie man sie in dieser Mischung tatsächlich nur aus dem südeuropäischen Kino kennt. Bezeichnenderweise wagt sich "Der letzte Kuss" dann auch weiter, als es ein üblicher amerikanischer Film tun würde, und schraubt seine Konflikte bis zu einem Punkt hoch, wo sie eben nicht mehr in einem einfachen Happy End aufgelöst werden können, aber umso lebensnaher und wahrhaftiger sind.
Versuchung und Zweifel sind Fakten des Lebens, und trotzdem muss es auch damit irgendwie weitergehen. Das ist keine Moral, die man im Hollywood-Mainstream erwarten würde. Gerade deshalb ist "Der letzte Kuss" auch soviel besser, klüger und, ja, komischer als die meisten seiner artverwandten amerikanischen Genre-Kollegen.

F.-M. Helmke

 


Name: nonobjektiv
Email: habekeine@undwennwürdeichsiehiernichtbekanntgeben.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Zwar habe ich den Film noch nicht gesehen, aber seit Garden State, einem der eindrucksvollsten Filme seit langem, steht Zach Braff in meinen Augen für erstklassige Qualität. Schon allein wegen ihm werde ich mir den Film auf jeden Fall ansehen.



Name: Kaba
Email: ydwk@ywk.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

HAb den Film in New York gesehn und muss sagen, dass er zwar keinerlei Langeweile aufkommen ließ, ihm aber auch über die gesamte Länge irgendwie Höhepunkte gefehlt haben - für die interessante Beziehungskiste trotzdem gute 7 Punkte:

Wer das selbe in Grün - und flippiger, frecher und ja, besser - sehen möchte, dem sei GARDEN STATE empfohlen.



Name: McJ
Email: McJ@McJ.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Sympathischer Film.
Eine witzige und dennoch ernste Studie über die Probleme von Männern Ende 30. Treffend auf den Punkt gebracht und auch durchgängig gut gespielt. Zach Braff als Hauptfigur bringt gerade die richtige Mischung aus sympathisch, glaubhaft und linkisch-witzig rüber, um die Balance des Films zu halten.
Was gibt's zu meckern? Irgendwie fehlte mir etwas der Zusammenhalt der Geschichte. Manchmal hatte man das Gefühl, in einem Episodenfilm zu sitzen, bei dem mehrere Erzählstränge nebeneinander her laufen ("Short Cuts" - R. Altman, rest in peace!). Da das aber wohl nicht die Absicht des Films ist, gehen manche der Stories einfach ein wenig unter (z.B. die Trennung der Eltern) oder werden nur angeschnitten (Freund mit Baby). Generell sind auch die Frauenfiguren (ausser der Mutter) etwas blass.
Aber insgesamt ein Film, dessen Besuch ich nicht bereut habe.



Name: dorian
Email: dorian.gray@chello.at
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Die ganz nette Handlung vom Film :


Eigentlich kriegt man ja mit 40 die Midlife Crisis, MICHAEL bekommt so was Ähnliches schon mit 29. Er ist erfolgreicher Architekt in einer Firma, und hat eine hübsche JENNA die nette Eltern hat, STEPHEN (Tom Wilkinson) und ANNA. Alle leben so wie in einer Kleinstadt, jeder kennt jeden, und JENNA wird schwanger. Beide lieben sich, haben sich geschworen die Wahrheit zu sagen, aber es geht trotzdem nicht gut. Wieso?

Nun ja, MICHAEL träumt von einem Trip nach Südamerika, Feuerland, er will nicht immer ein Leben führen das gleich lauft, dauern die selben Bahn, keine Überraschungen, und er traut sich seiner JENNA die er liebt nicht die Wahrheit sagen, ein Kind? Igitt, er will nicht, also akzeptiert er, lernt KIM kennen, küsst sie, und hat Zoff mit JENNA, aber nicht in Beverly Hills.

Ja ein bisschen Sex ist auch mal da dabei, aber das kommt noch viel später. Jedenfalls ist JENNA unnachgiebig und MICHAEL kommt drauf dass er sie doch liebt.

Meine Meinung und ein bisschen Geplaudere über dieses und jenes im Film was man nicht ernst nehmen sollte, aber was trotzdem stimmen könnte:


Wer die 2001 er Version von „L´Ultimo Baccio“ gesehen hat, wird sich wundern, das diese 2006 er Version die gleiche Story eigentlich ist. Naja ein Remake von den guten alten Italienern wieder einmal. Naja die Amis haben wohl keine guten Ideen mehr, und diese Idee, Mann soll heiraten, hat Angst, fühlt sich nicht gut, geile Freundin ist Studentin, macht alles, keiner redet so richtig mit den anderen, Freundin wird schwanger, Mann geht fremd, war sicher schon 88,33 x im Film da gewesen. Stefano Accorsi spielte die Rolle damals im Italienischen Original das ungefähr so ähnlich ist wie „Original Sin“, das ist auch so ein Film über Frauen und Leid in der Liebe, da spielt übrigens Antonio Banderas mit, und im neuen Remake spielte Zach Braff, den keine Sau kennt. Vielleicht seine Mama die ihn gestillt hat bis er 29 ist und hier im Film mitspielen darf.

Nun die Story ist nett, was mir dabei auffiel, Frauen sind Saumonster. Nicht immer, aber immer öfters. Warum? Naja ganz einfach. Wer sich mal die Nachrichten der Liebe anguckt, „Oliver Geissen Show“, „Britt“ – übrigens ne geile Moderatorin – oder früher die unsägliche Proletenshow „Arabella“ der wird bald merken, Frauen sind wirklich Monster. Nun wenn eine Frau einen Fehler macht, schiebt sie es meistens auf irgendwas hin das entweder mit Ihrer Vagina zu tun hat, oder mit Ihren frühen Kindheitserlebnissen. Sofort muss der Mann Ihr untertan sein und Ihr vergeben, geht sie fremd, ja was soll´s, ist ja nur ein Ausrutscher gewesen, und wenn sie noch dazu einen Managerposten hat, ist natürlich der schuld, und ja, heut zu Tage ist das ja auch nicht mehr so, ein bisschen Bi schadet nie und ein bisschen fremd ist vielleicht auch nicht so übel. Ja unsere Wohlstandsgesellschaft hat ja jegliche Moral im Westen verloren.

Wenn wir nun auf den Mann blicken macht er einen Fehler, Rübe ab, Schwanz ab, irgendwas muss ab, irgendwas muss fliegen, irgendwer muss bluten. Warum? Nun, Mann ist Böse, Frau lernt eben dazu und das schadet Ihr wohl nicht. Naja die Welt ist auf Frauen aufgebaut, so kommt es einem in dem Film vor. Der gute Junge ist wirklich arm, er hat ne Freundin die ein Kind will, kann Ihr nicht sagen das er Angst davor hat, sein Leben als Architekt im Beruf rennt gut, er hat keine Eltern, muss 100 Filmminuten nicht aufs Klo, keiner muss in dem Film kotzen, und trotzdem überleben alle, eigenartig gell, ja das ist Hollywood.

Und die einzigen sind die Eltern der guten Frau die nett sind, die haben aber selber Probleme. Allen voran Tom Wilkinson der sich um seine Frau nicht mehr scheißt, ja irgendwann nach 30 Ehejahren geht dir das Ding da neben dir im Bett auf den Nerv und wenn du sie in der Frühe siehst, dann könntest du glauben die Geisterbahn hat Tag der Offenen Türe, aber du musst sie ja noch immer lieben und darfst Ihr ja nicht sagen, das Frauen im Alter grauslicher werden, und Männer oft geiler, außer es sind Münchner und Männer aus dem Schwabenland, die einen werden Bierfett, die anderen geizig.

Gibt es aber in jedem Land, nicht nur hier im deutschen Land. So jetzt weiter zum Film. Der ist gar nicht mal so übel, denn er ist nicht übermäßig witzig, so das man glaubt, der Witz gehört unbedingt dazu sonst funktioniert der Film nicht, dann hat er nicht unbedingt Spitzen bekannte Darsteller, denn der Trick ist oft, mieses Drehbuch, und gute Darsteller, ja das lenkt ab, ne ist hier auch nicht so, denn die Story ist einfach ehrlich, gut gespielt, nicht übermäßig gut, aber ist ja auch ein Erwachsener Highschoolfilm.

Tom Wilkinson als Vater, der übrigens Engländer und 1948 er Baujahr ist, spielt in dieser Rolle ja den Vater von Jenna, seiner Tochter, er heißt Stephen, und der hat ja selber Probleme mit seiner Frau und in den wenigen Minuten spielt er das recht sarkastisch und ehrlich, allerdings ist sein bisschen Auftreten im Film viel zu kurz gewesen, was eigentlich schade ist, aber der Film konzentriert sich ja nicht auf die Eltern von Jenna. Dann ist da noch die Mutter, Blythe Danner heißt die 1943 er Baujahrdame aus England, und die ist nur kurz zu sehen, man erfährt wenig von Ihr, außer das was wichtig ist, macht dein Mann einen Fehler, vergib ihm.

Dann ist da noch das Dreiergestirn des Sex, Chris, Izzy, und Kenny, 3 gute Freunde die sich schon lange kennen, und auch so Ihre Probleme haben. Der eine hat ne Alte die er nicht will, die ihn nicht will, beide haben ein Kind, und er kümmert sich nicht darum, seine Freunde und sein Leben sind ihm wichtiger, dann der andere Freund der seiner Ex nachtrauert und obwohl es schon lange aus ist, er träumt immer noch von Ihr und rückt ihr nicht vom Pelz und dann der Dritte Freund, der hat mehr Frauen im Bett, als andere Leute aufblasbare Gummipuppen vom Beate Uhseshop.

Wer was jetzt wo und wann gemacht hat, habe ich mir nicht so gemerkt. Die Hauptdarsteller, Michael und Jenna sind ein recht gutes Gespann und man nimmt Ihnen ab, das sie viele Probleme haben, man merkt das sie sich irgendwie lieben, und das ganze ist verpackt in ein Art Highschoolkomödie die keine ist, und keine sein will, aber trotzdem so wirkt, aber trotzdem nicht witzig ist. Und ja nicht zu vergessen, das Geheimnis von Michael, Kim, ne wirklich geile süße Studentin, ja da kann jeder eigentlich schwach werden, die ist süß, nett und hat oft Probleme mit Männern, alle verlassen sie, sie wird immer benutzt, und jetzt endlich trifft sie Michael, der in einer Sinn und Vorehekrise steckt.

Fazit:

Der Film kam mir vor so nach dem Motto, was passiert wenn Frau 100 Minuten oder 3 Wochen die Regel hat, und was passiert wenn ein grundehrlicher Mann mal einen Ausrutscher hat. So ungefähr a la „Schulmädchen Report, was Eltern nicht zu denken wagen“, ja das war noch eine nette Zeit mit den Aufklärungsfilmen, da konnte man so herrlich witzig und sarkastisch Geheimnisse über die Liebe reinbetten. Jedenfalls der Film hier ist, nett, Technisch gesehen und musikalisch gesehen unbedarft, nicht übermäßig unnötig witzig, sondern eher ehrlich und einfach, ein Film zum ansehen und vergessen, aber danach nett im Gedächtnis behalten.

79,11 von 100



Name: Jana
Email: sweetlaracroft@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

schöner film, wunderschöne musik

und mein wunderstern,
ICH LIEBE DICH SO UNGLAUBLICH!!!

deine jana