Kill Bill - Volume 1

karate-komödie, usa 2003
original
kill bill vol. 1
regie
quentin tarantino
drehbuch
quentin tarantino
cast:

uma thurman,
lucy liu,
vivicia a. fox,
sonny chiba,
james carradine,
daryl hannah, u.a.

spielzeit
90 min.
kinostart
16.10.2003
homepage
http://www.killbill-derfilm.de
bewertung


(9/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Wäre Quentin Tarantino ein Zocker, er wäre immer der Mann mit dem Ass im Ärmel, der das Spiel im letzten Moment gewinnt. Was "Kill Bill" betraf, standen die Chancen auf einen neuen Geniestreich nach allen verfügbaren Informationen eher schlecht. Zum einen ist da die heftig diskutierte Entscheidung von Miramax und Tarantino, "Kill Bill" als zwei separate Teile in einem Abstand von vier Monaten ins Kino zu bringen (ähnlich dem Vorgehen bei "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions"). Denn dies konnte nicht mehr als eine Verlegenheitslösung sein, war "Kill Bill" doch eindeutig als ein Film geplant worden. Und so sehr die beiden dicken Weinsteins von Miramax, in der Branche eh als Mafiosi verschrien, auch beteuerten, sie wollten damit "Tarantinos künstlerische Vision wahren" (dafür gehören gleich ein paar ganz große Scheine ins Phrasenschwein) und Tarantino dies heftig nickend bestätigte, so ganz wollte man sich dem Eindruck einer Abzocke und eines Betrugs am Zuschauer nicht erwehren. Zum anderen war da die Tatsache, dass Tarantino mittlerweile sechs Jahre missing in action ist, und das nach dem für seine Verhältnisse auch eher mittelmäßigen "Jackie Brown". Da stellte sich schon die Frage, ob Tarantino es überhaupt noch drauf hat, ob ihn seine Nachahmer und Nachfolger nicht vielleicht zwischenzeitlich überholt haben...

Alle diese Fragen beantwortet "Kill Bill Vol. 1", und zwar in beeindruckendster Weise, nämlich mit einem kräftigen Schwerthieb quer über die gedämpften Erwartungen, gleichbedeutend mit einem "No fucking way!". Tarantino is back! Und wie. Der König nimmt nach langer Absenz wieder seinen Platz ein. Und er beweist, dass in Sachen Coolness und Style nur einer ganz an der Spitze ist. Was Tarantino hier veranstaltet, kann die Konkurrenz nur sprachlos gaffen lassen, denn er tritt ihnen mit seinem neuen Film derart in den Hintern, dass sein Schuh eigentlich irgendwo in Brustkorbhöhe wieder austreten müsste. Dies ist die Art von Film, die sein im Abspann gegrüßter ‚Bruder' Robert Rodriguez mit "Irgendwann in Mexiko" machen wollte und sollte und kläglich scheiterte: stilvoll, actionreich, blutig, humorvoll, episch und noch vieles mehr. Was hier gezeigt wird ist ein wahres Feuerwerk an Ideen und Zitaten, ein Popkulturuniversum im Westentaschenformat, ein Kessel Buntes der allerfeinsten Art.

Schon die Eröffnungssequenz ist typischer Tarantino und gibt wieder mal grandios Stimmung und Stil vor: Das Bild ist schwarzweiß. Eine blutverschmierte, hochschwangere Frau im Brautkleid (Uma Thurman) spricht röchelnd den titelgebenden Bill an. Mit einem mit seinem Namen bestickten Taschentuch wischt dieser ihr fast liebevoll das Blut ab und sagt "Dies ist das masochistischste, was ich je tun musste". Sie röchelt "Es ist dein Baby, Bill" und er schießt ihr aus nächster Nähe in den Kopf. Abblende. Nancy Sinatra fängt an zu singen "Bang, Bang, my baby shot me down".
Diese jetzt schon fast klassische Eröffnungssequenz schwebte Tarantino fast zehn Jahre im Kopf herum, und nun kann er sie endlich zeigen. Und den Rest seines epischen Rachedramas dazu. "Kill Bill" im nämlich im Grunde eine Geschichte der ganz simplen Machart. Als Hommage an die Kung Fu-Filme und Spaghettiwestern, die der junge Quentin in seiner Jugend lieben lernte, geht es hier nur um eins: Rache. Blutige Rache. Und wenn wir hier blutig sagen, dann meinen wir blutig. Hier werden im Comicstil Körperteile abgetrennt, und aus den Wunden spritzt literweise Kunstblut in geradezu abstrusen Fontänen durch die Gegend. Verantwortlich dafür: Die nach vier Jahren aus dem Koma erwachte "Braut" (ihr Name wird sorgsam ausgebliept). Und "die Braut" haut ins Auge! Genauer gesagt metzelt sie sich per Messer und Samuraischwert durch ihre Feinde und deren Helfershelfer (wobei eins, zwei Augen auch dran glauben müssen...). Die Feinde sind natürlich ihr ehemaliger Boss und Liebhaber Bill (David Carradine, den man in diesem ersten Teil noch so gut wie gar nicht sieht) und ihre ehemaligen Kollegen im Elitekillerkommando "Deadly Viper Assassination Squad": O-Ren Ishii (Lucy Liu), Vernita Green (Vivica A. Fox), Budd (Michael Madsen) und Elle Driver (Darryl Hannah). Den ersten beiden geht es hier an den Kragen, die anderen drei müssen sich dann in "Kill Bill, Vol. 2" warm anziehen. Soweit zur simpel aber effektiv gehaltenen Geschichte, die man freilich erst nach Genuss des zweiten Teils so richtig beurteilen kann.

Tarantino treibt in "Kill Bill" seinen sattsam bekannten Popkultur-Referenzstil zu vollster Blüte. Und zeigt auch, warum niemand so unwiderstehlich stiehlt wie er. Wie er hier verschiedenste Genres, Musikstile und Motive miteinander vermischt, das ist wahrlich einmalig. So wird dann die Herkunft von Yakuza-Königin O-Ren Ishii (Lucy Liu wieder mal oberbiestig) als Anime erzählt und dazu ertönt der wehmütige Musikscore aus einem alten Spaghettiwestern. Ein wirklich fantastische Sequenz, auch für Menschen, die dem asiatischen Zeichentrick bisher eher weniger abgewinnen konnten, denn dieses Kapitel von "Kill Bill, Vol. 1" dürfte sogar sie überzeugen. Später unterlegt er einen durchs plötzliche Versetzen in eine Schneelandschaft ohnehin ins Reich des Fantastischen abdriftenden Schwertkampf elegant mit Flamencoklängen.
Die Musikauswahl ist stellvertretend für die Art, wie Tarantino diesen Streifen (und auch seine anderen bisherigen Filme) anging. Vor die Wahl gestellt, ob er für den Score Mariachi-, asiatische, Flamenco-, Blaxploitationsoul-, Rock-, oder klassische Filmscore-Klänge wollte, hat Tarantino nicht lange gezögert, und nahm sie gleich alle. Ähnlich verhält es sich mit den Anspielungen und Zitaten in Form und Inhalt (eine der offensichtlichsten ist das gelbblaue Kampfkostüm der Braut, eine Hommage an Bruce Lee), von denen der Zuschauer erschlagen wird und im Ernstfall sicher gerade mal einen Bruchteil erkennt. Ist ja auch völlig schnuppe, solange das Ergebnis so überzeugt wie hier. Außerdem hat der Regisseur noch eine ganz eigene Erklärung für diesen Extremfall der Referenznahme, indem er "Kill Bill" zum ersten Film des eigenen Schaffens erklärt, der doppelte Popkulturreferenz ist: "Es gibt das ‚Quentin Universum', in dem z.B. "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" spielen, und ein ‚Filmuniversum', auf dass diese Figuren, wenn sie Filme gesehen haben, verweisen. "Kill Bill" ist der erste Film aus diesem Filmuniversum." Und so sind dann auch etwaige Vorwürfe betreffs der mangelnden Charaktertiefe oder der simplen Story wie weggeblasen. Apropos: Weggeblasen wird man als Zuschauer auf jeden Fall auch von dem Showdown von "Kill Bill Vol. 1", einem fast halbstündigen Kampf der Braut mit den Yakuzakillern Crazy 88 und ihrer Anführerin O-Ren Ishii. Tarantino zieht hier alle Register, und das Ergebnis erstaunt und begeistert in gleichem Maße.

Gleichzeitig ist "Kill Bill" in gewissem Sinne kein klassischer Tarantinofilm, wenn man bedenkt, dass sich seine ersten drei Filme hauptsächlich über ihre geschliffenen Dialoge definierten, und die Action den coolsten Gesprächen der Filmgeschichte untergeordnet war. Hier ist es genau umgekehrt: Geredet wird wenig, und wenig einprägsam, stattdessen gibt es Action, Action und noch mal Action, von einer kleinen Ruhepause im Mittelteil des Films - in der die Braut von dem japanischen Schwertkämpfer Hattori Hanzo (Kung Fu-Legende Sonny Chiba) ein Schwert handgefertigt bekommt - mal abgesehen.
Dies wäre also die einzige klitzekleine Enttäuschung. So eminent viele zitierbare Zeilen wie in den vorherigen Werken wirft "Kill Bill Vol. 1" nicht ab. Aber das kann ob der innovativen Kameraarbeit mit teils unglaublichen Einstellungen, der perfekt durch choreographierten Kampfszenen, der eigenwilligen aber perfekten Mischung aus wunderbaren Bildern und grandiosem Soundtrack - kurz: der absoluten Coolness und Stilsicherheit des Gezeigten - nicht ernsthafte Beschwerden nach sich ziehen. Er mag nicht, wie Tarantinos unantastbare Meisterwerke "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction", nach Höherem streben, aber das, was er versucht, schafft dieser Film unnachahmlich. "Kill Bill" ist intelligentes Unterhaltungskino in der Reinform.

Und auch die Angst davor, enttäuschenderweise nur einen halben Film zu sehen, widerlegt "Kill Bill Vol.1". Denn das Ende kommt zum rechten Zeitpunkt, baut geschickt einige weitere Handlungsfäden auf und macht Appetit auf mehr. Und das war ja das Ziel der Sache. Befriedigender als der abrupte Schluss von "Matrix Reloaded" ist das allemal. Apropos: Im Vergleich zum Cyberspektakel der Wachowskis sieht man dann auch, warum es letztlich tatsächlich die künstlerisch richtige Entscheidung war, "Kill Bill" als Zweiteiler in die Kinos zu bringen. Denn die (zu) langen Kung Fu-Kämpfe in einem (zu) langen Film wirkten bei der wiedergeladenen Matrix einfach ermüdend. Hier ist man nach dem Riesenshowdown denn auch erst mal gut bedient und braucht ein Päuschen. Und natürlich hat Meister Tarantino auch recht, wenn er sagt, dass seine Hommage an die grindhouse movies seiner Jugend - also die Spartenfilme, die in Kleinkinos noch lange nach der Blütezeit ihres Genres liefen - nicht sehr viel länger sein dürfte. Denn ein solcher Film, der drei Stunden dauert, wäre ein Widerspruch in sich selbst. Gut gekontert, Quentin, altes Schlitzohr!

"Kill Bill Vol.1" ist der stylischste, originellste, mutigste, purste und beste Unterhaltungsfilm des Jahres. Und das ist nicht nur wesentlich besser als offen befürchtet, sondern noch besser als heimlich erwartet. Ein kleiner Triumph.

S. Staake

 


Name: Nils Westerboer
Email: entersand@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Hmmm, da bringt mal einer mal so eben Kindesmißbrauch, annähernde Nekrophilie und Mißhandlung von schwangeren Frauen ins Kino,
nimmt das postwendend zum Anlaß für für eine nicht enden wollende Splatterorgie, mixt einen lässigen Soundtrack darunter, ästhetisiert bis zur Verblödung, heißt Tarantino und schon ists Kult. Sicher, mehr als dass das Plakat in den nächsten Monaten etliche Zimmer in Zivi-Wohnheimen und Informatikstudentenküchen schmücken wird, kann der Film nicht verderben. Aber mal ehrlich: ist sowas nicht genauso witzig wie ein Schlachtfeld? Vergewaltigung von im Koma liegenden Frauen? Mutige, tolle, beste Unterhaltung, Herr Staake!?



Name: Maggie
Email:
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich erinnere mich noch daran, dass ich damals "Reservoir Dogs" zu brutal fand. Dann sah ich nach einigen Jahren jetzt "Kill Bill" und muss ehrlich sagen: Dieser Film ist meiner Meinung nach absolut brillant. Ich empfinde diesen Film in der vorliegenden Form als optimal und kann kaum fassen, als wie zufriedenstellend ich die Lösung fand, den Streifen in zwei Teile zu teilen. Normalerweise befürchtet man, dass dabei der erste Teil ein schrottiges Ende hat, welches einen schalen Beigeschmack hinterlässt, doch dies ist hier nicht geschehen.

Aus Sicht einer Frau wirken die Szenen heftig, sind aber meisterhaft umgesetzt. Auch ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Vergewaltigungen bei Frauen im Koma gibt. Daher ist dies zwar ein Einblick in eine Horrorvorstellung, die aber zusammen mit der Fast-Tötung einer Schwangeren die Emotionslosigkeit der "Braut" auf perfekte Weise erklärt. Wer wie mein Vorredner dies als geschmacklos empfindet, kann die Distanzierung von allgemein gültigen Wertvorstellungen hinein in die Welt des Quentin Tarantino nicht vollziehen.

Im übrigen möchte ich noch einmal auf die wunderschöne Ästhetik des Films hinweisen, der Farben, Schnitte und Einstellungen zu einer optischen Orgie des Splatters zusammenstellt.

Ich danke Herrn Staake für die meiner Meinung nach sehr fundierte und gut begründetete Rezension.



Name: Mido
Email: oink
Bewertung: -

Ich hab den Film noch nicht gesehen, werde es aber sicher tun. Darum geht es mir jetzt auch nicht. Ich wollte Herrn Staake nur mal an seine Kritik zum (meiner Meinung nach) sehr guten Film "Nicht Auflegen!" erinnern. Ihre moralischen und ethischen Grundsätze scheinen sich seitdem ja starkt verändert zu haben. Wenigstens weiß ich jetzt, was ich von ihren Filmkritiken zu halten habe.



Name: björn
Email: keine@keine.de
Bewertung: -

Hmm, da haben zwei meiner Vorredner nicht unrecht:
Auf der einen Seite ist "Nicht Auflegen!", den Herr Staake trotz seiner - auch von Herrn Staake selbst konstatierten - ordentlichen Machart aus moralischen Gründen völlig abgelehnt weil er die Moral des Killers (also des Bösen!) mit der Aussage des Films gleichsetzt.
Auf der anderen Seite Kill Bill, Vol. 1 der, neben diversen Abartigkeiten (u.a. der oben angesprochenen Vergewaltigung einer im Koma liegenden Frau), offen Selbstjustiz der Protagonistin (also der "Guten"!) propagiert. Aber hier beschwert sich Herr Staake nicht!
Der Grund? Die Machart (denn schliesslich ist Kill Bill Vol.1 "der stylischste, originellste (...) und beste Unterhaltungsfilm des Jahres")!
Hier passt doch was nicht, Herr Staake!
Damit mich keiner falsch versteht: Ich fand beide Filme ziemlich gut!
Nach welchen Kriterien Herr Staake hier allerdings bewertet ist mir unklar! Wäre nett, wenn Sie mich bzw. uns aufklären könnten, denn grundsätzlich fand ich ihrer Kritiken immer ziemlich gut, fundiert und - auch wenn ich sie nicht immer teile - nachvollziehbar!
In diesem Fall leider nicht!



Name: Sunspecter
Email: sunspecter@t-online.de
Bewertung: -

Ich versuche jetzt mal eine Lanze für Herrn Staake zu brechen.

Ich glaube, man darf Kill Bill und Phone Booth nicht miteinander vergleichen. Besonders was die Moralansprüche betrifft. Da hätten wir zunächst Kill Bill, der in einem total übertriebenen und nicht realen Szenario spielt. Ein sehr fiktionaler Film, also. Auf die supercoolen Kill Bill Charaktere wird man im wahren Leben nie treffen (nehmt nur den Kung Fu Opa aus dem Trailer als Beispiel). Die Umgebung, Charaktere, und deren Motive sind also nicht mit der Realität zu vergleichen. Da könnte man gleich jeden x-beliebigen Horrorfilm als Beispiel der Verrohung zitieren. Da beschwert sich auch keiner (in diesem Forum)über die Moral.
Bei Phone Booth ist das Szenario allerdings ein sehr pragmatisches (also sehr reales). Den Sniperattentäter von Washington gab es wirklich. Und wenn man in so einem Film wie Phone Booth dann auch noch diesen Attentäter als "Erziehungsinstrument" darstellt (also eigentlich der gute), dann ist das moralisch doch sehr bedenklich, aber auf jeden Fall hinterhältig. Handwerklich ist der Film natürlich spannend inszeniert, aber das rechtfertig noch lange keine derartige Doppelmoral. Kill Bill zumindst legt seine Moral sehr eindeutig dar: Der Film hat keine, und behauptet dies auch zu keiner Zeit.
Das alles schreibe ich, ohne Kill Bill gesehen zu haben. Aber wenn ich ihn erst einmal gesehen habe, werde ich Herrn Staake wohl noch mehr unterstützen müssen...

Grüße, SunS




Name: jenny
Email: jenny@vonwegen.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Wahrscheinlich weil Herr Staake zu jenen verkappten Nerds gehört, die sich bei vermeintlich reaktionären Streifen wie "Nicht Auflegen" plötzlich ihrer humanistischen Erziehung bewußt werden und ein empörtes "So nicht!" in den Kinosaal schmettern, bei postmodern-ironisierten Gewaltorgien wie "Kill Bill" aber ihren primitivsten Bedürfnissen freien Lauf lassen, weil die Gewalt ja hoffnungslos über-ästhetisiert und somit nicht mehr "real" ist. Dass Mr. Q.T. wahrscheinlich zu den reaktionärsten Regisseuren Hollywoods gehört, der sich partout nicht auf eine reflektierende Diskussion über seiner Filme einläßt, beweist das aktuelle SPIEGEL-Interview. Ich habe mich schon immer gewundert, warum eine (meist sogar recht platte) intertextuelle Referenz aus einer schäbigen Gewaltszene einen intellektuellen Schenkelklopfer machen soll, und warum Scheiße plötzlich zu Gold wird, wenn sie in das Glitzergewand postmoderer Spielerei verpackt wird? BAD BOYS II war technisch auch über jeden Zweifel erhaben, aber da Regisseur Micheal Bay gemeinhin den Ruf eines Prollo-Regisseurs besitzt und keine Popkultur Ikone wie Q.T. ist, hat die Filmszene den Streifen aus den selben Gründen verrissen, die bei KILL BILL plötzlich auf der positiven Seite stehen. Oder will tatsächlich jemand behaupten, der Plot von KILL BILL sei so unendlich viel cleverer als der von BAD BOYS II? Ich mache niemanden zum Vorwurf, auf technisch solide Action Reißer zu stehen, aber die Teile nur dann gut zu finden, wenn man sich von dem Presseheft einreden läßt, dass die ganze Sache unheimlich intellektuell ist, weil der Regisseur nicht hinter seinem eigenen Film steht, ist reinste Bigotterie.



Name: Danny
Email: sandra_weiller@yahoo.com
Bewertung: -

Das ist typisch postmoderne Masturbation: die Story ist platt, aber die Referenzen sind wahnsinnig intelligent. Na super. Warum gilt es mittlerweile als Auszeichnung, wenn man nichts eigenes zu sagen hat, aber dafür unendlich viele Filme zitieren kann? Kill Bill ist das reinste Looser-Kino für kleine Jugns, die sich auch mal clever fühlen wollen.



Name: fandango
Email: stefanhornig@hotmail.com
Bewertung: -

Mr Staake hat geschrieben dass dieser Film der beste Unterhaltungsfilm des Jahres sei. Er hat aber nicht gaschrieben das der Film intelligent oder interlektuell sei. Man kann das ganze ein bisschen mit 3 Engel für Charlie vergleichen. Der Film hatte keine intelligente Handlung aber dafür hat er gut unterhalten. Der Film soll einfach Spaß machen. Und überhaupt wenn Rezensionen nicht intelligent geschrieben sind für was sind sie sonst da. Ich will mehr hören als: Der Film ist scheiße oder der Film ist cool.



Name: Mr. Pink
Email: QT@hotmail.com
Bewertung: -

Eines vorweg: Habe Kill Bill (noch)nicht gesehen! Zum Glück, denn sonst könnte ich diese Diskussion nicht objektiv mitverfolgen. Klar geniesst Mr. Tarantino einen gewissen Kredit, wie viele hier meinen. Ist es aber nicht gleichzeitig auch ein Erwartungsdruck, nach 6 Jahren Abwesenheit wieder auf die Fährte des Kults à la Pulp Fiction zurückzufinden? Ich denke dieser Druck überschattet den Kredit um Längen! Dabei gilt es auch die Definition von "Kult" ins richtige Licht zu rücken. Kult ist dies und jenes, kann alles und nichts, Gutes und Schlechtes sein. Lassen wir es also sein, eine universell gültige Definition für "Kult" zu finden. Zurück zum Film. Tarantino kommt nun mit einem Streifen, der sich von seinem Vorgänger Jackie Brown distanziert, in dem er die Ähnlichkeit mit P.F. und eben J.B. gänzlich hinter sich lässt, und für einmal (zumindest im Vol. I, gem. eigenen Angaben)das Schwer(t)gewicht auf gestylte Action legt, anstatt auf das was ihn berühmt gemacht hat: Absurd komische Dialoge! Dem gebührt reichlich Lob, so finde ich! Wer Tarantinos Laufbahn etwas mitverfolgt hat weiss, dass dies sein vermutlich persönlichster Film ist, wenn man bedenkt, wieviel Kindheit drin steckt. Fazit: Wer Interesse bekundet, den Regisseur und Menschen Tarantino ein weiteres Mal auf seinem Weg zur Ikone des amerikanischen Films zu verfolgen, der solle sich Kill Bill ansehen. Wer jedoch Filme wie Phone Booth auf die gleiche Stufe setzt (ob weiter oben oder unten sei jedem selber überlassen), der lasse es lieber sein.



Name: Simon Staake
Email: simon.staake@filmszene.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wie die ersten Kommentare hier zeigen, scheint sich das von mir im Rahmen der „Nicht Auflegen!“-Rezension angesprochene Thema „Zynismus und Menschenverachtung in Hollywood“ fortzusetzen. Nicht, dass mir das unrecht wäre. Nichts desto trotz möchte ich meine Kritiker, die mich jetzt schon als doppelzüngigen Wendehals an die Wand nageln wollen, ein paar Hinweise darauf geben, wie sich diese auf den ersten Blick so unterschiedliche Sichtweise erklären lässt. Ein Dank an „Sunspector“, dessen obiger Kommentar viele Dinge bereits vorzüglich erklärt hat. (trotzdem noch einmal kurz): Ich weise in dem Text oben eindeutig auf die überzogenen comicartigen bzw. Fantasyelemente hin – also Elemente, die den Film aus dem Rahmen einer realistischen „Umgebung“ führen. Und anders würden bestimmte Genres, etwa der Horrorfilm (oder aber auch bestimmte Stile, wie das Hongkongkino) nicht funktionieren. Durch eine grobe Überzeichnung wird also dem Zuschauer vermittelt, dass dies nur noch ganz entfernt mit der Realität zu tun hat. Was zwar nicht grenzenlose Gewalt und/oder makabren Humor rechtfertigt, aber doch noch eine andere Qualität hat als ein in der Realität verankertes Pseudolehrstück (das zudem noch mit der Prämisse agiert „Es könnte auch DICH treffen!“). Und wie sehr man diese offenkundige Überzeichnung akzeptiert, das ist dann meines Erachtens eher Geschmacks- denn Moralfrage. Tarantinos Doppelreferenz-Erklärung mag man dazu dann noch akzeptieren oder nicht, aber dieser Film spielt im Gegensatz zu „Phone Booth“ mit offenen Karten. Während „Phone Booth“ nämlich meiner Meinung nach äußerst manipulativ dem Zuschauer durch bestimmte Stilmittel (Figurencharakterisierung, Musikeinsatz etc.) eine gewisse Sichtweise unterschwellig suggerieren will, tut „Kill Bill“ das nicht. Hier weiß man von Anfang an, woran man ist. Natürlich ist Moral im Subgenre des Rachedramas immer eine heikle Sache, aber dass Tarantinos Filme generell (und in mancherlei Hinsicht sicher nicht zu Unrecht) als unmoralisch angesehen werden, kann ich nicht als in Stein gemeißelt stehen lassen. „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“ sind offenkundig unmoralische Filme mit einem tiefmoralischen Kern. In diesen Filmen wird Gewalt zwar beiläufig eingesetzt, hat aber weder beiläufige Folgen noch einen beiläufigen Wert. Die Figuren bezahlen einen Preis, für das was sie tun. Besonders gut zu sehen in „Reservoir Dogs“. Mr. Blonde bezahlt für seine Mordlust, Mr. White für seine (falsche) Loyalität, Mr. Orange für seine (fehlgeleitete) Sentimentalität. In „Pulp Fiction“ muss Vincent Vega sterben, weil er im Gegensatz zum Kollegen Jules die Bedeutung des ‚Wunders’ nicht erkennt. Butch dagegen überlebt und darf mit der Geliebten in Sonnenuntergang und Happy-End reiten – äh, fahren – weil er in der Befreiung von Marcellus Wallace Ehre und Menschlichkeit gezeigt hat. Und so weiter und so fort. Und auch in „Kill Bill“ wird, gemäß der Geschichte, der Ehrenkodex der Kämpfer (genauer: Samurai-Kodex, man bedenke Sonny Chiba und seine Schwerter...) in den Mittelpunkt gestellt. Die Braut lässt ihren Gegnern die Wahl der Waffen und des Schauplatzes, fordert sie also zu einem fairen Kampf heraus. Dass die Bösewichter Dutzende von Gefolgsleuten in ihren (blutigen) Tod schicken, gehört zu den Regeln des Genres – aber diese hätten die Wahl, mit ihrem Leben zu entkommen (Die Braut: „I beg you to walk away“). Und um endgültig zu beurteilen, welchen Preis die Braut eventuell für ihre sicherlich ebenfalls vorhandenen Verfehlungen (und sei es in ihrem Vorleben als Killerin, für dass sie schon mit dem Tod von Mann und Kind bezahlen musste...) bezahlen muss, steht bis zum Ende von „Kill Bill“ ja noch aus.
Anmerkung: Diese Passage sollte um einer Vorbeugung genau dieser Situation eigentlich Teil der obigen Rezension (nicht Rezession, wie manch einer meiner Kritiker immer gerne schreibt. Ein Wort: Duden) sein, wurde aber aus Platzmangel wieder herausgenommen. Dass dieser so vermisst wird, habe ich mir vielleicht anzukreiden, schließlich habe ich diese Diskussion ja angezettelt. Von etwaigen anderen Vorwürfen spreche ich mich mal frei, denn es bleibt dabei: „Kill Bill“ und „Phone Booth“ zu vergleichen ist einfach die falsche Adresse, Leute. Da könnt ihr toben und wüten.



Name: Henry
Email: iidff
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

jepp, sponsored by GARDENA. Nicht jedermanns Geschmack. Brilliante Umsetzung. Und keine Angst, man bekommt schon keinen "Moralischen". Ist einfach zu genial gemacht. Gibt auch viele tolle Bilder à la "HERO". Super Soundtrack. Sexy Frau - Lucy Liu, meinte ich jetzt.
Hier hätte sich "Brother" Rodriguez ne Scheibe abschneiden sollen für seinen Mexico Film.



Name: Mido
Email: oink
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Erstmal schön, dass Herr Staake Stellung genommen hat.
Aber da ich den Film jetzt selber gesehen habe, werde ich auch mal meine Meinung kund tun.
Ja, Kill Bill Vol. 1 ist ein guter Film. Nein, es ist nicht der Megafilm, den ich von Tarantino erwartet habe. Klar, er ist wirklich genial inszeniert, keine Frage. Unglaublich stylische Kampfszenen, genialer Soundtrack, gute Schauspieler. Die Kung Fu/Samurei-Schwert Kämpfe sind wirklich ausnahmslos genial gelungen. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich persönlich den extremen Einsatz von Blut etwas übertrieben finde (erinnert Stellenweise an "From Dusk Till Dawn"), er aber zum Gesamtcharakter des Films auf jeden Fall passt.
Auch wenn "Kill Bill Vol. 1" eigentlich nichts mit "Pulp Fiction" zu tun hat, muss ich die beiden einfach miteinander vergleichen, da letzterer nun mal DIE Messlatte für alle Tarantino Filme ist. Und hier liegen auch meine größten Kritikpunkte: Die geniale Story, unterstrichen durch die Rückblenden etc., die ultra coolen und auch intelligent aufgebauten Dialoge, wie man sie bei "Pulp Fiction" findet, fehlen mir bei "Kill Bill". Deswegen auch "nur" 8 Augen.



Name: björn
Email: egal@egal.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

ja stimmt, das wollte ich auch noch sagen: danke für die stellungnahme, herr staake. damit sind sie für mich, auch wenn ich einige dinge immer noch anders sehe, wieder "rehablitiert".

so und weil ich das bisher vergessen hatte - kurz und knapp:

der film geht mir zu plakativ mit gewalt um, ist stellenweise sogar abartig und hat auch nur eine sehr dünne geschichte zu bieten, aber die inszenierung ist schon vom allerfeinsten und allein deshalb den eintritt wert.



Name: peitsche
Email: ist@doch.latte
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Regt sich eigentlich heute noch jemand in dem Maße über Manga-Comics (mit ihren unsäglich perversen Anspielungen und ihrer ungeheuren Brutalität) auf wie über den Film Kill-Bill? Der ganze Film ist doch nichts anderes als ein Manga mit realen Schauspielern, in diesem Licht muss man die ganze Gewalt und die ganzen Abartigkeiten einmal sehen (Martin Fliege ist das wohl garnicht aufgefallen). Dieser Film hat überhaupt keinen Bezug zur Realität, es ist ein Comic!!! Die Gewalt z.B. ist in einem Maße überzogen, dass so ziemlich jeder normal veranlagte Mensch dies unzweifelhaft erkennen und richtig einordnen kann (Bei James Ryan z.B. habe ich viel öfter das Gesicht verzogen - hier wird die Gewalt schließlich realistisch dargestellt). Ich habe den Film nicht für seine Gewalt bewundert, sondern für die Art und Weise, wie es Mr. Tarantino gelungen ist, einen jap. Anime mit Schauspielern auf die Leinwand zu bannen. Allein das Ende von Vol. 1 - besser und aufregender kann man es doch kaum noch machen...
"Wie sagt der Igel zu dem Hasen: Ich bin schon da!"



Name: Covenant
Email: istdagibtsabernicht@f-u.c-k
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Tachjen zusammen.
Hab mir den Film gestern mit 2 Freunden und ner Freundin angesehen. Da meine Wenigkeit und einer der beiden große Tarantino Fans sind, waren wir natürlich gespannt, wie der neue Film von Mr. T(arantino) werden würde. Eines vorweg: wir drei fanden ihn verdammt klasse. Obwohl wir der Meinung sind, das die Freundin letzte nacht nicht gut schlafen konnte.
So, genug geschwafelt. Warum ich und mein Kumpel (ja nur einer der beiden, also der T-Fan) den Film klasse fanden, ist im Prinzip einfach gesagt: Er ist cool, verdammt hart, sehr gut erzählt (weil, verliert nie den Faden), spielt ähnlich wie Pulp Fiction mit Zeitebenen und hat einen sehr interessanten visuellen Stil. Mein Kumpel meinte, das Kill Bill ähnlich anzusehen ist, als wie wenn man ein Buch liest. Nichts wird ausgelassen, alles haarklein erklärt.

Über das Thema Gewalt will ich mich jetzt nicht bewusst äußern, nur soviel sag ich dazu: Tarantino hat seinerzeit selber gesagt, das er in seinen Filmen Gewalt bewusst als Stilmittel einsetzt. Soll heißen, wenn Gewalt in seinen Filmen zu sehen ist, dann hat diese "immer" einen "Grund". Siehe obigen Beitrag über die Gewalt in Reservoir Dogs und Pulp Fiction. Bitte jetzt keine Anfeindungen wie "Gewalt ist grundsätzlich sinnlos etc.". Vergesst bitte nicht, Filme sind Kunst. Oder hat sich jemals einer von euch mit Werken von Bosch oder Giger wirklich auseinandergesetzt? Original Fotos aus Kriegen. Das ist tatsächliche Gewalt. Und Gewalt ist härter als Fiktion. Und Fiktion sind gut 80% aller Filme, auch solche wie "Phone Booth". Aauch wenn dieser in gewisser Art und Weise doch nah an der Realität ist. Im Vorfeld hab ich mich auch durch die Meinung eines gewissen Rezensenten beeinflussen lassen, ließ es mir aber nicht nehmen, den Film doch zu sehen. Fazit: erschreckend gut, da sehr beklemmend. Und das will ich im Kino. Unterhalten lassen, erschrecken lassen, Informieren lassen. Bei "Phone Booth" spielt der Voyerismus eine klare Rolle. Die Thematik ist sicher umstritten und bedenklich. Dennoch entwickelt der Film eine Gewisse Dichte, die einen nicht mehr loslässt. Und das ist was fesselt, einen nicht mehr loslässt. Das einen persönlich so etwas passiert, das ist mehr als weit hergeholt. Aber ich schweife ab.

Kill Bill ist desweiteren Tarantinos Hommage an den Hong Kong Film der 70er und 80er Jahre in denen auch genug Gewalt vorhanden ist (man denke nur an die Okami Reihe).

Zu der Aussage "Doch, der Nils hat den gsehn. Ich war doch dabei. Und ich fands auch oft total pervers, zum kotzen sowas. (Die Zeichentricksachen fand ich lustig, dafür 10 Punkte) sag ich mal: du tust mir leid.
Sicher, die nur angedeutete Pädophilie ist nicht wirklich geschmackvoll, aber sowas lustig zu finden, nur weil es gezeichnet ist, bitte. Die Animationen selber sind ein interessanter und witzig gedachtes Konzept, welches voll aufgeht. Aber besagte Pädophilie ist genauso extrem wie die nicht gezeigte Vergewaltigung von "Der Braut", als sie im Koma liegt. Wie gesagt, die Aktionen sieht man nie, sie werden immer nur angedeutet. Das finde ich sehr gut, weil sich so die Szenen und der Ekel/Schrecken erst im Kopf bilden. Gut finde ich sowas mit Sicherheit nicht, aber da es sich hier um einen Film handelt... es ist halt nur Fiktion. Da Szene, "wo die Braut dem Pfleger die Tür vorstellt", fand ich da um länger härter, weil es halt wirklich gezeigt wird.

Die Martial Arts Szenen sind von erster Güte, gerade die sehr gut choreographierten Schwertkampfszenen wussten voll zu überzeugen und es hat Spass gemacht sie anzusehen. Yuen Wo Ping versteht wirklich sein Handwerk.

Die Musik, welche bei Tarantinos Werken wie besagte Gewalt immer als bewusstes Stilmittel eingesetzt wird, wirkte auch nie fehl am Platz und passte immer gut zu den Szenen. Wer den Soundtrack vor dem Film gehört hat, ohne zu wissen, was bei den entsprechenden Szenen passiert, bei dem wirkt die Musik einfach nicht. Man höre sich mal den Soundtrack zu Reservoir Dogs an, ohne den Film zu kennen (was ja an sich schon eine Schande ist). Nette Auswahl von 60s Stücken. Klasse, und nu? Sieht man sich aber den Film an und hört sich drei Tage später mal den Soundtrack an, da kann mir keiner Erzählen, das bei "Stuck in the middle with you" keiner sofort an Mr. Blonde denkt, wie er den armen Marvin Nash malträtiert und selber mitwippt. Oder Pulp Fiction mit "Flowers on the wall". Schon stellen wir uns Bruce Willis in seinem Wagen vor, wie er an der Ampel steht und Marcellus Wallace erblickt. Oder Jackie Brown mit "Didn't i blow your mind this time", Robert Foster und Samuel Jackson im Wagen. Oder, oder, oder... das könnte ewig weitergehen. Man sieht also, Musik ist bei jedem Tarantino bewusst gewählt.

Abschließend sei gesagt, das der Cut am Ende sehr gut gewählt ist und Hunger auf mehr macht. Ja, sogar besser als bei Matrix Reloaded. Bei Matrix kommt er ja plötzlich, bei Kill Bill... ja, wer ihn noch nicht kennt, dem verrat ich auch nix. Ich sag halt nur, das der Cut sehr gut plaziert ist und ich mich verdammt auf Teil 2 in 4 Monaten freue.

Anmerkung: Keiner soll sich durch persönliche Ansprachen irgendwie angegriffen fühlen. Das hier ist ein Forum, wo jeder seine freie Meinung kundtun kann. Ich hab es oft genug erlebt das irgendwer was gesagt hat und von "vielen" anderen verbal so derbe was in die Schnauze bekommen hat. Das muss nicht sein. Wer Kritik äußert muß auch Gegenkritik einstecken können. Wer das nicht kann ist in jedem anspruchsvollen Forum fehl am Platz. Das nur so nebenbei.



Name: Waldelfe
Email: sdf
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wie man sich bei einem Film (!) über Moral oder sonstigem Schwachflug aufregen kann... entzieht sich meiner Kenntniss... Echt traurig.. die ganzen Leute, die überhaupt nicht wissen, für was ein Film da ist, und trotzdem immer wieder aus neue hineingehen, um später nur den Standardschwachsinn "Oh, die Story ist aber scheisse, oh der ist aber nicht sehr moralisch, ohhh der ist aba typisch scheiss amerikanisch" etc. von sich loszulassen.. Geht einfach nicht rein, wie wäre es damit, ?



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Im Schatten der Anonymität darf der kleinbürgerliche Hans-Franz mal richtig die Sau rauslassen, beleidigen und maßregeln. Nur weil ein Rezensent mal eine diskussionswürdige Kritik geschrieben hat, bedeutet dies noch lange nicht, dass man ihn persönlich angreifen darf - soviel zu dem Thema Moral und Benehmen.

Was den Film betrifft, so kann ich der Kritik von Herrn Staake nichts hinzufügen.



Name: Sunspecter
Email: sunspecter@t-online.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

So, ich habe "Kill Bill" nun auch sehen dürfen. Hier mein Senf dazu:

Selten habe ich mich befriedigter von einem Film verabschiedet als nach dem Ende von Kill Bill. Und das nicht, weil ich masochistisch veranlagt wäre, sondern weil ich nach etlichen Monaten (Jahren?) endlich mal wieder einen wirkliches Kunstwerk im Kino bewundern durfte.

Dabei sehe ich die Sache so: KB wurde von Freaks für Freaks gedreht (erst Volume 2 wird zeigen, wie sehr das kommerzielle Publikum den Film annehmen wird). Denn ohne diverse Eastern und Western Filme gesehen und geschätzt zu haben, kann man KB nicht in vollen Zügen genießen. Man würde den Film "falsch verstehen", so wie ein paar Comments Schreiber dies getan haben. Natürlich fließt bei KB literweise roter Saft, natürlich werden Körperteile abgehackt, aber bei all der Brutalität orientiert sich KB an die Klassiker des alten Eastern Genres. Und hier liegt auch der Hase im Pfeffer begraben: Man darf KB nicht als wirklichkeitsorientierten Film alá Phone Booth ansehen. Denn wie schon gesagt, der Film beansprucht keinerlei Moral für sich. Die Frage über Moral kam für mich in keiner Sekunde des Filmes auf. Allein aufgrund des fontänenartigen Blutgespritzes muss man den Film mehr als Comic, denn als Realmovie ansehen. Wer das nicht tut, hat meiner Meinung nach jeglichen Bezug zur Realität verloren.

KB ist eine Hommage an die alten Eastern Filme. Und dort werden nun mal auf übertriebene Art und Weise Körperteile abgetrennt. Punkt. Das sind die Gesetze des Genres. Will man das dem Film zum Vorwurf machen? Wenn ihr KB aufgrund seiner Moral verurteilen wollt, dann müsst ihr gezwungenermaßen ein gesamtes Genre mitverurteilen.

Aber KB hat noch mehr zu bieten als bloßes Gemetzel. Ehre, Loyalität, Gnade..und natürlich die Rache sind die Hauptthemen des Films. Man sollten KB daher nicht auf das Offensichtlichste reduzieren. Es sein denn, man will als oberflächlich gelten.

Handwerklich ist der Film brilliant gemacht (what is the Matrix?). Man betrache nur die minutenlange und zugleich emotionale Animesequenz. Ebenso der Soundtrack. Was hier an genialen und zugleich ungewöhnlichen Klängen aus den Boxen tönt sucht seinesgleichen.

"Wieso gibts du KB dann "nur" 9/10 Punkte?", wird sich der ein oder andere fragen. Wegen den Dialogen. Zugegeben, sie sind nicht wirklich Tarantino-like, aber passend sind sie alle Mal (allein das gesprochene Japanisch passt perfekt zum Film). Ein weiterer Beweis für KBs Eastern Affinität. Dennoch, von einem derart begnadeten Drehbuchautor wie Tarantino darf man mehr erwarten.

KB ist wohl das ungwöhnlichste Kinohighlight des Jahres. Einen derat mutigen und abgefahrenen Film hat der Kinozuschauer seit langem nicht bestaunen dürfen (oder jemals?). Da müssen Neo und seine Hobbits schon ein paar Schippchen drauf legen, um mit "Kill Bill" mithalten zu können.

Arigatou und bis bald, SunS



Name: EvilElch
Email: EvilElch@gmx.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

@ Mido

Bevor ich jetzt meine 8 Augen rechtfertige, möchte ich mich Deiner Kritik zu 100% anschließen!



Name: Marius Jaekel
Email: MariusJaekel@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Hat er super gemacht! Den Humor von Quentin Tarantino muss man erst verstehen lernen! Er ist recht indirekt und brutal! Aber der Film im ganzen war ganz lustig! Das sooo viel Blut geflossen ist war genau richtig! Es war schon wieder viel zu viel Blut um ernsthaft zu sagen das der Film brutal sein will! Genial gemacht! Auch die Kampfszenen waren in jeder möglichen Sequenz zu sehen! In Schwarz-Weiß oder Anime, Licht und Schatten usw.!
Viel Schwarzer trockener Humor!!! Ich mag es! Das will aber lange nicht heißen daß es jeder mag!!!!
Wem From Dusk till Dawn gefallen hat ist in diesem Film gut aufgehoben! Es kommt aber alles viiiiieeeeel trockener! Damit meine ich den Humor!!! Darüber muss man sich im klaren sein!
Die Szenen mit den Kindern fand ich persönlich nicht so gelungen! Deswegen ein Punkt Abzug!
Egal welcher Aussagekraft dies in der Geschichte hat (liebes Kind wird von der Umwelt zu bösem Kind gemacht!) haben Kinder in diese Geschichte nix verloren! (Ichweiß Wortverdopplung)
Wer Gramatikfehler gefunden hat darf sie behalten!



Name: Jay Dickface
Email: Diggnsaeck@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich hab ja kein Plan ob Quentin den Film so gemeint hat wie ich ihn verstanden habe, aber ich habe selten einen film gesehen der so "nachvollziehbar" war wie dieser.
Damit meine ich das ich z.B. keine Frau bin aber das durch diese krassen Darstellungen und heftigen Bilder man wirklich den Zorn von "der Braut" nachvollziehen konnte. Man konnte sich irgendwie in die Frau hineinversetzen. Der Film war indertat sehr Brutal aber deshalb ist er nicht gleich ohne Aussage. Welche nicht großartig philosophischer Natur ist, aber wie gesagt, denke ich mal, eine Rachetat nachvollziehbar und mölichst "gefühlsecht" darstellen soll.



Name: pso-blecky
Email: pso-blecky@freenet.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

moral hin oder her, kino soll unterhalten und genau das hat kill bill ohne frage! ( "nur" 9 von 10, weil teil 2 noch ansteht und mir teil 1 trotz 110 min zu kurz vorkam...)
greets, pso-blecky



Name: Mr.Milchshake
Email: mr.milchshake@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wirklich grandios gelungenes Comeback! Tarantino zeigt uns, dass er es trotz seiner langen Pause immernoch drauf hat!!!
Mit den meisten meiner Vorredner(Positv-Bewertungen) stimmte ich im Großen und Ganzen überein, von daher hab ich nicht mehr viel hinzu zufügen, möchte aber nochmal die Genalität des Soundtracks unterstreichen! Kein anderer, versteht es so mit mit musikalischer Untermalung zu spielen wie Tarantino- die Auswahl der Lieder und Musikstücke ist wieder einmal perfekt!!!
Hoffentlich vergeht die Zeit bis Febr. 2004 schnell...



Name: bianca
Email: firecandy@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

um es mal vorwegzunehmen, ja der film is sehr sehr blutig und übelst brutal, aber egal, weil einfach geil und weil alles übertrieben. sehr genialer soundtrack, eine geniale uma thurman und ich freu mich voll auf teil 2.



Name: pso-blecky
Email: pso-blecky@freenet.dö
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

@gonzo:
schwachsinn? vielleicht ja... ABER PURE PERFEKTE UNTERHALTUNG mit lustigen anspielungen....



Name: painkiller
Email: painkiller@t-online.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Nun, ich habs auch getan. Ich hab mir dieses Machwerk angeschaut und war wieder einmal sehr verwundert. Nein, ich bin nicht von der abstrusen Gewalt dieses Filmes abgestossen, auch akzeptiere ich die handwerklich herausragende Leistung von Tarantino. Ich bin sogar noch bereit, einen gewissen künstlerischen Anpruch zu akzeptieren. Manche Menschen mögen sich daran ergötzen, dass Sinnlosigkeit die Sinnhaftigkeit des Unternehmens darstellt. Und sinnlos ist jede Minute dieses Streifens. Ich sehe solche Streifen als Auswuchs unserer fetten, satten Wohlstandsgesellschaft an, deren Kind auch der Regisseur ist. Hier geht's nur darum, denen einen Kick zu verabreichen, die aus Gesundheitsgründen auf einen satten Rausch verzichten, und sich durch abgetrennte Gliedmaßen Ihren Bürotag erträglicher machen wollen oder müssen. Oh je... ich vergleiche Tarantino gerne mit Andy Warhol : Die Ästhetik der Kunstwerke des Pop-Art Gurus lassen die Sinne kurze Zeit erwachen, doch schon nach Minuten fällt man in die alte Lethargie zürück. Aber ich will nicht weiter nerven. Schauts Euch an, urteilt selbst und streitet nicht darüber... Übrigens, wahrscheinlich bin ich eh nur ein Spießer, der kein (Film)kunstverständnis hat. Ich schau jetzt noch mal "Das Wunder von Bern", da wird mir warm ums Herz...



Name: detailfreak
Email: basti@detailfreak.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

untypisch quentin tarantino!!

mal abgesehen, dass ich keine metzelfilme mag, haben mir saemtlich typische quentin tarantino details gefehlt.

es wurde keine fuer den film unsinnigen gespraeche gefuehrt.
also sachen, die nichts mit der handlung zu tun haben, allerdings dazu dienen die characaere ein wenig kennen zu lernen.

die schnitte und bilder waren nichts besonderes. kein vergleich mit den restlichen filmen von ihm.

die music hat nicht richtig mit dem film hamoniert. obwohl sie sehr gut war (deshalb auch die 2 punkte) gab es keine solchen szene wie bei reservoir dogs als sie ueber den parkplatz gingen.
es hat nicht 100% gepasst.

und eine szene war drin wo uma thurman ein paar schwertschlaege abwehrt und das sieht richtig schlecht aus. sowas darf bei einem quentin tarantino film nicht passieren.


mich wuerde interesieren was die leute von dem film halten wuerden wenn er nicht von quentin tarantino waer.
ich glaube der waer nichtmal ins kino gekommen.

bin echt entaeuscht.



Name: Black-Tomcat
Email: lsd-astronaut@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

...so habe mir jetzt so die meisten Rezensionen durchgelesen und bin der Meinung das die Diskussion über sinnlose Gewalt und Unmoral völlig fehl am Platz ist. Wenn man vor dem Kinoplakat von Kill Bill steht und Quentin Tarantino liest dann fallen einem doch so Filme wie Pulp Fiction, From Dusk Till Dawn und Resevoir Dogs ein, oder etwa nicht? Alle Filme in den Tarantino seine Hand im Spiel hatte waren nun mal überaus blutig. Aber trotzdem hatten seine Filme ein Niveau. Selbst Moral! Sie war zwar zwischen viel Gewalt und ekel gepackt aber sie war da (siehe 2. Rezension von S.Staake). Also warum schaut man sich dann so einen Film an und beschwert sich zu guter letzt noch darüber? Ist doch klar das Tarantino keinen jugendfreien Epos auf die Leinenwand zaubert der zeigt wie eine Frau mit einem Samuraischwert ihre Peiniger kurz und klein schnippelt! Tarantino ist ein eben ein Freak der diesen Film für seine geistigen Artgenossen gedreht hat. Habe auch weiterhin gelesen das einige die etwas schwächeren Dialoge kritisieren. Nun meiner Meinung nach tragen sie teutlich Tarantinos Abzeichen. Es wird nicht mehr so viel gesagt aber wenn etwas gesagt wird dann nimmt es deutlich Gestalt an und ist tiefgründiger dennje. Sie sind zwar nicht vergleichbar mit denen von Resevoir Dogs oder Pulp Fiction aber das waren andere Filme. Diese waren deutlich dialoglastiger weil es Story verlang hat. Kill Bill's Story verlang Action und was wäre denn schlimmer als ein Actionstreifen der sein Tempo ständig von zu langen Dialogen abbremsen lässt? Vielleicht sind die Dialoge auch ein wenig zu einfach aber wer Easternfilme kennt der wird wissen warum das so ist. Deshalb ist dieser Film nur für Genrefans die reinste Freude. Tarantino zitiert diese Filme so wunderbar in der visullen Gestaltung des Films das es für einen Kenner die reinste Freude ist ihn sich anzuschauen! Und ich muss der Kritik von "peitsche" recht geben. Der Film hat den Stil eines Mangas. Die überzeichneten Figuren, der Erzählstil und die Brutalität (die zwar überaus krass gezeigt wird aber trotzdem nicht realitätsnah wirkt). Wird z.B. ein Kopf abgehackt dann spritzt das Blut wie aus einem Springbrunnen und man hört es sogar noch spritzen (hat mich an Braindead erinnert). Die Splattersequenz des Films wurde sogar in schwarzweiß gezeigt. Wirkt als würde es als Stilmittel benutzt werden ist aber aus meiner Vermutung nur verwendet worden um nicht der Zensur zum Opfer zu fallen (wegen dem vielen rotem Blut). Eine andere nennenswerte Szene, die ich vom moralischem Punkt sehr hart fand war die "Koma-Vergewaltigungs-Szene". Man sah es zwar nicht aber man wusste das es geschah. Nun, nicht das es mich irgendwie geil gemacht hätte aber das macht den Film auf eine Art und Weise extremer ohne das er diese Szene tatsächlich zeigen musste. Andererseits wirkt die Figur (die Braut) dadurch sogar noch gezeichneter (als wäre sie nicht schon gezeichnet genug). Das scheint Standart zu sein bei Tarantino. In jedem seiner Filme gibt es immer eine sehr ausgefallen, krasse Situation (wobei Pulp Fiction voll damit ist). In Reservoir Dogs war es die "Ohr-Schnippel-Szene", in Pulp Fiction die Vergewaltiungsszene von Wallace, in "Jackie Brown" lässt Samuel L. Jackson erst seinen Partner in den Kofferraum steigen und knallt ihn dann ab und in From Dusk Till Dawn vergewaltigt Tarantino eine häßliche, fette Bankangestellte. Hmmm, jeder der diese Filme mag, hat bestimmt nichts gegen diese Szenen gehabt. Am beeindruckensten war die Anime-Sequenz über die Geschichte von O-Ren Ishi. Der mit Abstand dramatischste Teil des Films der durch seine Optik und der Soundkulisse einen sehr starken, intensiven Eindruck hinterlässt.
Ob man nun eher auf das Harte steht oder auf das Weiche, bleibt jedem sein Ding. Wenn man aber als Zuschauer eher so Filme wie "Das Wunder von Bern" bevorzugt dann ist es mir auch verständlich warum diese Art von Kinobesucher Kill Bill verflucht.



Name: pso-blecky
Email: a@a.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

100% Zustimmung, Black Tomcat...



Name: tomblue
Email: tom_blue@gmx.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Definitiv besser als PULP FICTION, obwohl man beide Filme nicht wirklich miteinander vergleichen kann: Zu unterschiedlich die Machart, zu wenig Tarantino-like in meinen Augen. Was KILL BILL so sehenswert macht sind seine unglaublich ästhetischen Szenen, die ultrabrutalen Fights und vor allem eine geniale Besetzung allen voran Lucy Liu und die japanische Kampfsportikone Sonny Chiba (Wahnsinnsidee von Tarantino ihn für KILL BILL zu engagieren!). Was die - von etlichen Vorrednern angesprochene - Brutalität anbelangt kann ich nur sagen das man tatsächlich keinen schwachen Magen haben sollte. Fazit: Sehr empfehlenswert, innovativ, blutig, gut.



Name: Akill
Email: andreas.theune@gmx.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Ich bin heute Abend in Kill Bill gegangen obwohl ich Tarrantinos Machwerke nicht so verehre wie viele hier. Und ich muss sagen, ich bin wiedereinmal nicht überzeugt worden. Ich brauche um wirklich in einen Film einzutauchen ein gewisses Maß an Story. Es muss nicht viel sein aber hier war es einfach zu wenig! Auch bin ich der Meinung, dass Literweise Blut einen Film nicht automatisch besser machen. Zum dritenn finde ich manch eine Szene doch ziemlich makaber. Sei es der 1.Mord der Rächerin vor den Augen des Kindes oder auch die Anspielung auf Pädophilie. Sowas muss einfach nicht sein.
Auch bin ich kein Freund dieser eine metzelt 80-Mann Szenen, weil sie einfach nur lächerlich sind. KillBill wechselt mir zu stark zwischem ernsthaften Film zu Beginn und Splatterkomödie am Ende.

Weshalb gebe ich bei all diesen Kritikpunkten immernoch 6 Augen? Nun einfach weil die Actionszenen sehr innotiv entwickelt waren, der Soundtrack fantastisch war und ich nicht behaupten würde mich gelangweilt zu haben. Die Athmosphäre war so meist trotz der fehlenden Story gegeben und vorallem der Endkampf war brilliant. Allerdings gucke ich mir dann doch lieber einen Hero an, der zur famosen Action auch noch Story bringt.

Zur Moralfrage möchte ich sagen, dass ich weder Phone Booth (für mich ein absolut genialer Film) noch KillBill wegen unmoral abwerten würde. Allerdings kann ich nicht verstehen warum KillBill nun moralischer sein soll als PhoneBooth. Auch in diesem Film existieren Pseudomoralische Passagen indenen die große Rächerin bestimmt Personen begnadigt nur um kurz danach weiterzumetzeln. Wenn man Moral ernst nimmt, muss man KillBill eigentlich ablehnen.



Name: drpool
Email: mein@eigener.scheiss
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

...zumindest hat es tarantino geschafft, dass sich die leute über seinen sinnleeren film unterhalten, es gibt ja fast nur 0 oder 10pkt für diesen film. so meine einschätzung:

positiv: toller soundtrack, schöne bilder (übertriebene, gut zueinanderpassende Farben), schöne darstellerinnen

negativ: genau das für einen film zu verwenden, damit er "gut" wird, also viel zu gewollt um "kult" zu sein, SCHWACHSINNIGSTE STORY (und das ist eine untertreibung), die dialoge sind nicht witzig, noch irgendwie originell (mag sein das es anspielungen an b-movie filme sind, dann kann ich mir vorstellen das es leute gibt, die zumindest darüber schmunzeln können).

neutral: moral, blut, perversionen

neutral heisst, nicht mit in die betrachtung einbezogen, da man das wie oben schon mehrfach gezeigt, so oder so sehen kann.

So, ich hab bestimmt ne Menge vergessen, klar, aber soll nur ein Tipp für jemanden sein, der den Film noch nicht gesehen hat und sich folgenden Satz gelegentlich am Ende eines Filmes stellt.
"Was hat mir der heutige Film eigentlich gebracht?"

In diesem Fall: "Leider gar nichts"



Name: pso-blecky
Email: akdla@ald.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

@drpool:
"Was hatt euch der Film heute eigentlich gebracht?"
Meine Antwort: "Einen Superspaßigen Abend!"
Gute Musik, Schöne Bilder, lustige Einfälle (Kaboom-Cornflakes), Absurditäten... Unterhaltung halt, vielleicht nicht so anspruchsvoll aber für viele (natürlich nicht für alle) einfach super zum schauen...

greets, Peter



Name: aikon2003
Email: anonym
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Also der Film ist der beste den ich je gesehen hab.
Für diesen Film eine fette 1+ mit*** Sternchen.
Auch das der Film in 2 Teile aufgeteilt wurde ist perfekt. Da die Spannung, wie der Film weitergeht, nicht entreißt.
Und für alle die gerne Aktionfilme mit viel Blut sehen ist dieser Film genau das richtige



Name: Entlauber
Email: gogo@yubari.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Lieber Herr Tarantino,

ich bin glücklich, das Sie solche Filme drehen.
Endlich kommen wieder die Leute aus den Löchern, die in jeder Art von Gewalt, die im Kino gezeigt wird, Menschenverachtung oder sonst welches böses Tun sehen. Genau diese Gutmenschen kaufen sich, quasi als gute Tat der Woche, die neue PUR-CD, schreiben empörte Kritiken über KILL BILL und lesen abends ihren Kinder schnell noch ein schönes Märchen vor, vorzugsweise Hänsel und Gretel.
Und wenn die Beiden im Backofen der alten Hexe nicht bestialisch verbrannt sind, erzählen diese Gutmenschen ihren Kindern weiter schöne Märchen und schreiben Verrisse zu KILL BILL 2.



Name: gerd
Email: hab@ichnicht.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

@entlauber:du hast nicht mal in ansätzen die gründe für die diskussion verstanden! deshalb ein völlig sinnleerer kommentar!



Name: Noxy
Email: Noxy2210@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Im Großen und ganzen fand ich den Film wirklich klasse: Geiler Soundtrack, geile Kämpfe usw. das einzige was mich gestört, war einfach nur diese dumme Darstellung des Blutes, das war einfach nur übertrieben und schwer unecht. Aber der Film hat einfach mal neuen Wind in die Branche reingebracht!! Man sollte ihn sich auf jeden Fall ansehn.



Name: LorettaLamas
Email: lorettalamas@gmx.net
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

So kurz wie möglich: Danke an Herrn Staake oder an Black Tomcat. Ich kann mich diesen Meinungen nur noch anschließen, finde jedoch die Frage, ob dieser Film genauso heiss diskutiert werden würde wenn es kein Tarantino wäre, durchaus interessant. Meiner Meinung nach würde Kill Bill auch dann so beachtet werden, er hätte dann halt einen Pulp Fiction Effekt.
Als dieser Film in Deutschland seinerzeit aufkam und zum Kult wurde (und ja, er wurde tatsächlich nicht dazu gemacht!!!), da sprach man auch sehr stark darüber und es wurden auf einmal ne ganze Menge Leute die ihren Senf zum Thema ließen. Ähnlich würde es Kill Bill ergehen, wäre er das Werk eines hoffnungsvollen, jungen, noch weitgehend unbekannten Regisseurs gewesen, den lediglich Insider und wahre Filmfans seinerzeit durch Reservoir Dogs kannten.
Insofern bleibt Kill Bill für mich ein Film, der sich zum Kultfilm entwickeln könnte, so oder so.
Aber Teil 2 steht ja noch aus und erst danach wird man diesem Film wirklich gerecht werden können und erst dann werden wahrscheinlich so manche Fans oder Hasser des ersten Teils sowohl bestätigt als auch Lügen gestraft werden.
Und deshalb auch erst einmal neun Augen.
Abschließend sei noch gesagt, dass dieser Film ja immerhin nicht spurlos an den Betrachtern vorübergeht und das ist doch etwas, dass beileibe nicht jeder Film von sich behaupten kann.
In diesem Sinne



Name: TimDrake
Email: timdrake@gmx.de
Bewertung: -

Ich gebe "Kill Bill" bewusst keine Wertung, weil ich es einfach nicht kann. Scheinbar geht´s nur mir so, aber ob der Film nun schlecht oder gut ist, kann ich nach (bisher einmaligem) Ansehen und (mehrmaligen) überlegen noch immer nicht sagen. Im Grunde darf so ein Film doch gar nicht gefallen?! Der Film nimmt ja wohl jedes Tabuthema in Angriff, bei denen Sittenrechtler nur die Augen verdrehe können (oder besser gleich auf die Barikaden gehen). Andererseits werden diese Themen (insbesondere Gewalt) dermaßen überzogen dargestellt (mir ging es zumindest so), dass es wirklich nicht mehr ernst zu nehmen ist. Oder nehmt ihr vielleicht Filme wie "Braindead" oder die Szene aus "Die Addams Family" ernst, in der Wednesday und Pugsley im Schultheater eine blutige Piratenszene darbieten???? Andererseits find ich es ziemlich traurig, das Gewalt (genauer gesagt blutrünstiges Gemetzel in billiger Effektmontur) als Unterhaltung verkauft wird (selbst wenn ich viel schwarzen Humor besitzte). Im Grunde habe ich ja nichts gegen Gewalt in Filmen, solange es die Geschichte weiterbringt, aber nehmen wir mal diese gesamte Blutmetzelei aus "Kill Bill" was ist denn dann noch? Eben, nichts...! Das zeigt ja dann schon mal wie originell die Geschichte ist. Aber vielleicht war das ja nie beabsichtigt (wie bei Tim Burtons "Mars Attacks!" das war ja auch eine bewusste Hommage an allerlei B-Movies ala Ed Wood) und Tarentino wollte einen Streifen ins Kino bringen, der einfach provoziert...?!?!
Jup, man könnte sagen, "Kill Bill" ist für mich der erste Film, der überhaupt kein Film ist. Bisher gab es für mich nur gute, unterhaltsame, ideenreiche, schlechte, weniger gute...etc. Filme, aber "Kill Bill" lässt sich für mich nirgendswo einordnen. Am Besten würde ich den Film mit einem grossen Fragezeichen versehen reichlich ausschmücken und an die Wand hängen, aber wer will schon sowas an der Wand haben?



Name: filmliebhaber
Email: suesserkauz@hotmail.com
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Hallo,
also, ich habe mich sehr gewundert, als ich diese bewertungen gelesen habe, und kanns kaum glauben. ich habe nämlich das gefühl, dass die leute, die diesen shit so gut bewerten, vielleicht die leute aus den eigenen reihen sind.
ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser film gut bewertet werden kann. ich schaue oft und gerne filme, sehr gerne. aber was ich da gesehen habe, war wirklich allerunterstes niveau. das übertriebene, absolut BILLIGE ireale herumspritzen von blut, das war mal "in", das war im jahre 1995. damals fanden das kleine jungs cool, die 10-13 jahre alt waren, um das ihren freunden herumzuerzählen, weil sie ja "absolut cool und abgehärtet" waren, wenn sie so etwas mal mit angeschaut hatten.
der film fängt sehr gut an, die anfangsszene mit dem kopfschuss, da hatte ich mich auf einen sehr guten film gefreut. eine eigentlich mittelmäßig bis gute idee, die so grottenmäßig umgesetzt wurde.
es handelt sich um ein paar "süß" aussehende frauen, die irgendwie den eindruck erwecken sollten, gefährlich zu wirken?
Oh mein gott, da wirkt es gefährlich, wenn mich ein clown angrinst.
der eindruck war total verfehlt, als ich diese bösen blicke gesehen habe, die dummen möchtegern-sprüche, hab ich mich fast übergeben müssen. so ein unteres niveau, das passt doch nicht ins kino. da wird eintritt gezahlt! es ist ein "viper-killerkommando" mit einem mann und drei frauen. drei süßen frauen, die irgendwie absolut schnell und super sind ( drei engel für charlie? ), es erinnert mich an sehr viele ältere filme, die schon 100 mal durchkaut wurden in sehr vielen anderen zusammenhängen.
dieser film hat absolut nichts neues, keinen pfeffer, keine würze, absolut gar nichts. reinste zeitverschwendung. ich habe immer auf etwas neues gewartet, bis zum ende, die metzelszene à la matrix, dachte " es kommt noch ". aber genau der gleiche flop. bereits 100 mal in anderen filmen beobachtete "flug-metzel-kampftechniken."
keine historie, keine umsetzung. der cartoon in der mitte des films hat quentin tarantino die schwierige umsetzung der kindheit von o-ren ishii schwerstens erspart.
ein weiterer minus-punkt


nicht zu empfehlen
ps: an den administrator: wird dieser eintrag genau so wie die anderen negativ-bewertungen gelöscht, bleibt das nicht ohne folgen.

MfG



Name: Filmszene-Administrator
Email: filmszene@filmszene.de
Bewertung: -

@filmliebhaber: Der Filmszene-Administrator verbittet sich die Unterstellung, dass hier von eigener Seite positive Kommentare "gepflanzt" wurden. Angesichts der "Unmöglichkeit" einer positiven Bewertung müssen dann wohl alle führenden Film-Medien Deutschlands genauso schief liegen wie wir. Und was deine Drohung betrifft: Wir haben echt ganz doll Angst und hoffen inständig, dass es ohne Folgen bleibt, dass wir das doppelte und dreifache Posting deines Kommentars gelöscht haben.



Name: K-DP
Email: kdp-du@t.online.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

"Kill Bill Vol. 1" hat mir gut gefallen. Es typischer Tarantino-Film, der nun auch den Trend zu Martial-Arts und japanischen Anime-Produktionen in sich aufgenommen hat. Ein unterhaltender Genuss, niemals langweilig, mit interessanten Wendungen, voller skurrilem Humor und Appetit auf mehr im zweiten Teil. Über Moralvorstellungen braucht man sich bei Tarantino nicht zu streiten, weil das seine Filme halt nicht ausmacht.
Warum dann keine zehn Augen? Ich finde den Film nicht wirklich erstklassig, weil, na ja, so das "gewisse Etwas" fehlt, das einen herausragenden Film ausmacht. Der Film wieder niemals so innovativ wirken wie seinerzeit "Pulp Fiction". Jeder Tarantino-Fan wird ihn mögen, aber er hat nicht das Zeug, ein Klassiker wie "Pulp Fiction" zu werden, Und das ist halt schwer zu toppen.
Aber warten wir mal Vol. 2 ab.



Name: Nebojsa Stevic
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Kill Bill Vol. 1 war wirklich gut. Als ich von diesen Film gehört habe, habe ich gedacht das Tarantino behindert geworden ist. Aber als meine Freundin mich gezwungen hat den Film im Kino anzukucken, hat er mir gefallen. deswegen 10 Augen.

Hammer Film, Krasse umsetzung, Brutalität pur. Nur die Schwarzweißszene im Restaurant hat mich genervt.

Aber sonst cooooooler Film.

Unbedingt Sehenswert.



Name: Skuzzle Budd
Email: anonym@gmx.net
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Mein erster Film den ich von und mit quentin tarantino gesehen habe,war "Pulp Fiction"...dann folgten "From dusk till dawn" sowie "Reservoir Dogs" und sie gehörten/gehören eigentlich alle zu meinen Lieblingsfilmen dazu...

Aber als ich Kill Bill gesehen hatte,war ich zwar nicht direkt enttäuscht,aber irgendwie dachte ich mir "nö,das war jetzt eigentlich nix besonderes"...
Ich mein,abgesehen von den vielen Kampfszenen und der gelungenen Filmmusik,was bleibt da noch ?? Die Story ist meiner Meinung nach ziemlich einfallslos und noch dazu Hauch dünn.

Manche Stellen im Film sind so dermaßen unrealistisch,dass mich das schon wieder genervt hat. Uma Thurman käpft gegen Ende des Filmes
!ganz allein! gegen midestens 30-40 Käpfer (gleichzeitig) und wird nicht einmal ernsthaft verletzt ??? Alles Klar!!! Und wenn sie verletzt wird,ist die Verletzung in der nächsten Szene dann einfach weg oder wie ???

Genau solche Szenen erinnerten mich an Matrix Reloaded wo es Szenen gab,in denen Neo allein gegen hunderten von Agenten käpft,aber letztendlich dann einfach davon fliegt...wo bleibt da denn bitte die Logik ?

Ich war,wie schon zu Anfags gesagt,nicht ganz enttäuscht,weil der Film durchaus unterhaltsam war,denn einige Szenen haben überraschende "Boom - Effekt" (z.B. als Uma Thurman zu Beginn des Films in der Küche von der Schwarzen Frau ist und auf einmal ne Schrotflinte Rausholt und schießt)...aber das hält meiner Meinung nach leider nicht über 90 Minuten hinweg

Fazit:

Kann sein dass quentin tarantino eine neue Richtung von Film ausprobien will - aber ganz ehrlich gesagt :

Ich habs eigentlich lieber,wenn die Story eines Filmes nicht komplett durch Blut/Kampfszenen oder Special Effekte ausgegewchselt wird,so wie es hier der Fall ist. - Ich hab nix gegen blutige Szenen - wie gesagt,ich liebe Pulp Fiction & Dergleichen...aber wenn ein Film nur noch aus solchen Szenen besteht und die sowiso dünne Handlung dann zu kurz kommt,kann ich das keinen guten Film nennen.

Die 4 Augen weil -> gute Schauspieler
-> guter Soundtrack
-> hat mich zumindest 90 min unterhalten
-> ...



Name: Sta2think
Email: nospam@nospam.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Sinnfreies Videospiel, leider ohne Joystick.
Tumb, primitiv, und Gewalt mehr als Selbstzweck.
Ein gestylter Hongkong-Flick, mit dem Tarantino-Label drüber, damit es einen Hype gibt.

Jetzt mal ne ehrliche Frage: Wolltet ihr, daß die Gegner alle abgemetzelt werden?
Hat die Story es geschafft, euch nach Blut dürstend um Rache bis zum Letzten flehen zu lassen?

Also, bei mir war das nicht so, ich hab die Story nur als (zudem unglaubwürdigen) Aufhänger dafür gesehen, daß Sprites über die Leinwand jumpen und runnen und sich gegenseitig kleinhacken. Keine Empathie, keine Charaktere.