I Spy

action-komödie, usa 2002
original
i spy
regie
betty thomas
drehbuch
marianne & cormac wibberly
cast:

eddie murphy,
owen wilson,
famke janssen,
malcolm mcdowell, u.a.

spielzeit
97 min.
kinostart
09.01.2003
homepage
http://www.i-spy-der-film.de
bewertung

(4/10 augen)








 

 




 

"Another movie from a stupid 70's TV show", mit dieser Zeile eröffnete die Actionkomödie "Drei Engel für Charlie" vor zwei Jahren ihr selbstironisches Feuerwerk, das über 96 Minuten in konsequenter, augenzwinkernder Überhöhung abfackelte und eine Riesn Gaudi bot. "Another movie from a stupid 70's TV show", damit könnte auch die neue Eddie-Murphy-Klamotte "I spy" (basierend auf der Agentenserie "Mit Tennis, Schläger und Kanonen") gemeint sein, auch eine Actionkomödie, die Selbstironie aber gegen substanzlose Albernheiten und Kalauer eintauscht, und über 97 Minuten irgendwo zwischen Langeweile und einfallslosem Mittelmaß versumpft.

Mit angesprochener TV-Vorlage hat "I spy" dabei nur noch das Grundkonzept gemeinsam: Ein Agenten-Duo kämpft gegen böse Gauner und tarnt sich dabei als Sportler plus Betreuer. Während im Original noch Robert Culp als vermeintlicher Tennisprofi und Bill Cosby als sein Trainer auftraten, lässt es sich Eddie Murphy im Update natürlich nicht nehmen, die erste Geige zu spielen, und zwar als ungeschlagener Mittelgewichts-Boxchamp Kelly Robinson. Der hat nach 57 Siegen in Folge auch ein selbstverliebtes Rumgepose entwickelt, wie es außer Eddie Murphy sowieso niemand darstellen könnte (und das ist nicht unbedingt als Kompliment gemeint). Robinson wird von seinem guten Freund, dem Präsidenten, darum gebeten, dem Geheimdienst ein wenig unter die Arme zu greifen: Er soll dem Agenten Alex Scott (Sonnyboy Owen Wilson) Tarnung in seinem Begleittross geben, damit der sich während einer Party von Box-Fan und Waffenhändler Arnold Gundars (Malcolm McDowell, der offensichtlich mal wieder einen Scheck für die Miete brauchte) in dessen Anwesen umsehen kann nach einem kürzlich entwendeten Prototyp von Tarnflugzeug.
Das Gag-Potential versucht "I spy" größtenteils aus der altbekannten Zusammenwürfelung zweier gegensätzlicher Charaktere zu entwickeln, doch die Chemie zwischen dem überheblichen Robinson und dem immer etwas untergebutterten Scott will sich nicht entwickeln - was auch daran liegen kann, dass die Agentenfigur je nach Bedarf der Situation mal unbeholfen, mal höchst souverän wirkt.
Sich über die Charakterkonstanz in "I spy" Gedanken zu machen, unterstellt dem Autorenduo aber schon mehr Substanz, als ihre Arbeit jemals haben sollte. In einfachster Weise werden hier handelsübliche Elemente verwurstet, wobei die Eröffnungssequenz nicht das einzige ist, was leicht nach einer Bond-Persiflage riecht (der fuhr jüngst ja mit einem unsichtbaren Auto durch die Gegend, das unsichtbare Flugzeug hier passt sich da perfekt an). Doch wieder sollte man die Macher nicht überschätzen: eine Parodie aufs Agenten-Genre an sich ist hier ganz sicher nicht entstanden und auch nicht geplant gewesen, es ist halt einfach nur eine bemüht alberne Actionkomödie.
Ähnlich uninspiriert werden dann auch diverse Actionsequenzen mehr schlecht als recht aneinander gekleistert, das beste Beispiel ist die gemeinsame Flucht von Robinson und Scott aus Gundars' Anwesen: Ohne jegliche Kohärenz wechseln die beiden mehrmals das Fortbewegungsmittel, bis den Autoren anscheinend nichts mehr einfiel, woraufhin das Duo kurzerhand in einen Abwasserkanal verfrachtet wird, wo sie dann bis zum Morgen ausharren, um sich vor ihren Verfolgern zu verstecken (merke: Böse Buben hören Schlag Sonnenaufgang auf, nach dir zu suchen. Nicht eine Minute vorher).

So kalauert man sich recht konzeptlos durch die dünne Handlung, die dann noch Famke Janssen als von Scott angeschmachtete Kollegin Rachel sowie Gary Cole als von Scott beneideter Kollege Carlos anreichern dürfen. Erwähnenswert sind eigentlich nur noch die gelungenste Szene des Films, in der Robinson mit Cyrano-Touch Scott helfen möchte, Rachel zu verführen und ihn Marvin Gayes "Sexual healing" rezitieren lässt, und der Schluss, der sich mit übereinander gestapelten "überraschenden" Wendungen als besonders clever zu geben versucht aber wieder nur wie ein sehr müder Abklatsch wesentlich besserer Vorbilder wirkt.
Sieht man von der streckenweise überhand nehmenden Dämlichkeit des Drehbuchs einmal ab, tut "I spy" nicht wirklich weh, was ihn allerdings auch nur in die nicht gerade schmeichelhafte Kategorie "Vollkommen irrelevant" rettet. Ein Film, den man eigentlich schon wieder vergessen hat, sobald der Abspann vorbei ist. Und für eine 70-Millionen-Produktion mit Star-Power ist das ein bisschen sehr wenig.

F.-M. Helmke

 



Name: Olli
Email: -
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Eine reichlich müde Action/Buddy-Komödie im typischen Eddie-Murphy-Stil der Achtziger. Owen Wilson kommt ebenso blass rüber wie Famke Janssen und Malcolm McDowells Rolle ist ein einziges Klischee, was wohl der Grund für sein lustloses Spiel sein dürfte. Die Dialoge sind platt bis albern und die Story mit beiden Händen an den Haaren herbeigezogen. Mit der alten TV-Serie hat dieser Mist eigentlich so gut wie nichts zu tun...
Die beiden Punkte gibt's nur für die schönen Kulissen in Budapest.



Name: Hubi
Email: asdf
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Endlich mal wieder ne Komödie die auf nackte Brüste und Ärsche verzichten kann und trotzdem noch ein paar lacher hat.
hat mir gut gefallen aber ich hoffe das nicht schon wieder irgend so ein zweiter Teil kommt der irgendwie noch alte lacher aus dem ersten klaut und somit Reihenweise Leute zum einschlafen bringen.



Name: Türke
Email: ebubekir@aol.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der film ist Super



Name: wolle
Email: gaga@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Echt geil. Gebalte Action mit viel Witz.



Name: Cartman78
Email: cartman78@fahrzurhoelle.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Was für ein Film! Eddie Murphy als immer drauflos plappernder, selbstverliebter Boxer, der sich am liebsten in´der dritten Person beschreibt und Owen Wilson als überforderter, genervter Geheimagent.
Ich habe lange Zeit nicht mehr so gelacht. Hirn ausschalten, zurücklehnen und einfach gute 90 minuten verbringen. Königlich! Ich hoffe inständig das Scott Alexander und Kelly Robinson uns in einem zweiten Teil die Ehre geben.



Name: Daniel
Email: killerdan@hotmail.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

dieser film is sehr sehr gut