Hostage - Entführt

actionthriller, usa 2005
original
hostage
regie
florent siri
drehbuch
doug richardson
cast

bruce willis,
kevin pollak,
ben foster,
serena scott thomas, u.a.

spielzeit
113 min.
kinostart
17.03.2005
homepage
www.hostage-derfilm.de
bewertung

(6/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Jeff Talley (Bruce Willis) ist in Los Angeles DER Mann für Verhandlungen mit psychisch labilen Geiselnehmern. Doch als eine Befreiungsaktion in der Katastrophe endet weil Jeff die Lage falsch eingeschätzt hat, verliert er daraufhin mehr als nur seine zur Schau gestellte Selbstsicherheit. Er verlässt den Moloch L.A. und zieht mit seiner Familie in eine Kleinstadt mit niedriger Kriminalitätsrate. Als jedoch eines Tages drei Jugendliche eher ungeplant in die Villa des wohlhabenden Walter Smith (Kevin Pollack) eindringen, entwickelt sich dort eine dramatische Situation. Von der Polizei entdeckt, nehmen die überforderten Kleinkriminellen die aus Vater, Tochter und Sohn bestehende Familie als Geiseln und verschanzen sich in dem mit allerlei technischen Finessen ausgestatteten Anwesen. Talley bleibt seinen Vorsätzen treu und gibt den Fall daher zunächst an den örtlichen Sheriff ab. Doch der Wohlstand des einfachen Buchhalters Smith hat seine Gründe und liegt in den nicht ganz legalen Arbeiten begründet, die er für seine mächtigen Auftraggeber ausführt. Diese haben ein gesteigertes Interesse an der Unversehrtheit der Geisel und seiner ganz speziellen Besitztümer. Und so hat Jeff Talley nach einer unfreiwilligen Konfrontation mit den unbekannten Hintermännern bald gar keine Wahl mehr: Denn wenn er jetzt nicht doch auf eigene Faust versucht den Fall zu lösen, ist weit mehr als nur sein eigenes Leben in Gefahr.

Bruce is back in Action. So lautet die lapidare und doch bemerkenswerte Erkenntnis nach Betrachten von "Hostage". Denn nachdem er es jahrelang ganz bewusst vermieden hat in Filmen mitzuwirken, die auch nur entfernt an seine Paraderolle aus den "Stirb Langsam"-Filmen erinnern, bewegt sich Bruce Willis nun doch wieder in dem Genre, dass ihm einst zum großen Durchbruch verhalf. Sicher, es gibt schon einige Unterschiede zu den Abenteuern des John McClane (die auffälligsten sind deutlich weniger Humor und trockene Sprüche sowie ein spürbar zurückgefahrener Bodycount), aber allein die Auftaktsequenz, in der Willis einige Minuten lang die vollbärtige coole Sau raushängen lässt, dürfte bereits genügen, um den darbenden Fans ein verzücktes "Endlich!" zu entlocken. Und die darauf folgende Phase als traumatisiertes Weichei dauert dann auch nicht allzu lange, bevor sein Jeff Talley - wenn auch nur durch nicht ganz so sanften Druck von außen - wieder Kommando und Initiative übernimmt.
Wie überhaupt die erste Hälfte des Films die deutlich stärkere ist und fast restlos überzeugen kann. Das beginnt beim grandios konstruierten Vorspann, der den Zuschauer zusammen mit den bald folgenden Kamerafahrten über Straßen und Berge hin zum Ort des dann folgenden Geschehens schön auf eine spannende und bedrohliche Geschichte einstimmt. In diesen frühen Sequenzen macht sich noch am deutlichsten die eigene Handschrift des französischen Wunderkindes Florent Siri bemerkbar, der vor einiger Zeit mit seinem "Tödlichen Wespennest" für Aufsehen sowohl bei Publikum als auch bei Filmschaffenden sorgte. Dies verschaffte ihm auch den Regie-Job für die Hollywood-Produktion "Hostage" und es ist zu befürchten, dass Siri seine eigenen Vorstellungen hier wohl nur zum Teil um- und durchsetzen konnte. Denn leider fällt sein Thriller mit fortschreitender Laufzeit immer stärker zurück in die vorhersehbaren Pfade des Genres und kann die mitreißende Stimmung und Spannung des Auftakts nicht halten, bis er schließlich in einem recht konventionellen Finale sein blutiges Ende findet.

Die in der Werbung für den Film groß angekündigten "zahlreichen Wendungen" reduzieren sich dabei genau genommen auf eine einzige in der Mitte des Films und selbst die dürfte vielen Zuschauern durch die entsprechende Berichterstattung schon vorher bekannt sein. Dass hinter dem biederen Familienvater Walter Smith mehr steckt als zunächst angenommen, wird durch deutliche Hinweise schon recht früh offensichtlich und geht daher auch nicht als großer Clou durch. Obwohl Kevin Pollacks "Mr. Smith" zumindest noch eine einigermaßen vielschichtige Figur ist, was man von den drei jugendlichen Möchtegerngangstern nun wahrlich nicht behaupten kann. Da haben wir den ungestümen Anführer samt besonnenem und deutlich vernünftigerem Bruder sowie als Drittes noch den obercoolen Psychopathen. Mit anderen Worten also einen ganz tiefen Griff in die Klischeekiste samt klassischer Rollenverteilung, wie sie beispielsweise zuletzt auch in dem ebenfalls nur mittelprächtig gelungenen "Panic Room" zu sehen war. Überhaupt weist "Hostage" in Sachen Konzentration auf einen sehr übersichtlichen Raum sowie Ablauf des Geschehens in "Beinahe-Echtzeit" einige Parallelen zum Film von David Fincher auf.

Den großen Unterschied macht dann auch Bruce Willis, der diesen Film ganz klar dominiert - wie sollte es auch anders sein. Serientauglich ist seine neue Figur dabei wohl eher nicht und obwohl "Hostage" letztendlich auch nicht ganz gelungen ist, macht es doch auf jeden Fall einigen Spaß, ihn mal wieder so zu sehen: Als zwar sensible, aber trotzdem unkaputtbare Kampfmaschine. Ein akzeptables Aufwärmtraining für "Stirb langsam 4" - der steht als nächstes auf Willis' Terminkalender. Endlich.

V. Robrahn

 


Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

der film bietet wirklich spannende action-unterhaltung bis zum schluss und alle rollen sind hervorragend und passend besetzt...ein echter tip für alle action und thriller fans...reingehen....



Name: voelligegal
Email: ka
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

spannende unterhaltung in der tat. einige wendungen waren tatsaechlich vorhanden und auch nicht voellig vorhersehbar - gegensaetzlich zu obiger kritik. wie vielschichtig sollen denn teenager sein, die sich die zeit mit etwas kriminalitaet vertreiben ?? egal, der film bleibt spannend bis zum schluss und bietet gute unterhaltung. ich kann ihn nicht nur bruce willis fans empfehlen.



Name: Thomas
Email: huhu@yahoo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Bruce Willis ist zurück- so wie wir ihn kennen und lieben!
Junge ein starker Film, kein Killer wie Stirb Langsam oder Last Boy Scout aber dafür das dieses Genre auch durchgekaut ist, nicht schlecht. Los Bruce lass dir für Die Hard 4 bloß was einfallen.



Name: Martin
Email: martin2@aol.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Leider sieht man viel zu selten derart gute Filme, nicht nur dieses Genres.



Name: Daniel
Email: Rosenborgbk@gmx.net
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Ein schwacher Film. Am besten sind Intro und Outro. Keiner der Handlungsstränge wird ordentlich behandelt. Der Regisseur hat sich einfach zu viel vorgenommen und sich letztlich damit ziemlich verzettelt.



Name: Skandal
Email: will.kein@spam.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Naja,ich wurde schon in "Das Tribunal" und "Tränen der Sonne" von Bruce enttäuscht - in dieser Rolle sieht es meiner Meinung nicht besser aus...Kann mir nicht helfen,aber seit Stirb Langsam 3 - okay in "Bandieten" war er auch noch zu ertragen - sank in meinen Augen Bruce Coolnes-Faktor ins Bodenlose...

Wo bleibt der Willis aus "Last Boyscout" , "Last man Standing" oder in der Stirb Langsam Reieh ?

Je neuer ein Film mit ihm wurde,desto schlechte fand ich ihn...Füntes Element,Keine Halben Sachen,The Kid...etc etc..

Irgendwie siehts für mich so aus,als bringts der nich mehr.Bin mal gespannt auf Stirb Langsam 4 , vielleicht wirds da besser

! SKANDAL ! :-)



Name: Furious Anger
Email:
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ach ja,wie in den 90ern!!!

Kein Funke Anspruch,keine verkrampften Versuche überraschende Wendungen reinzupressen - Endlich!

Einfach nur völlig hirnlose,prollige Action wie man sie von Bruce Willis sehen will.

Ich meine das keineswegs ironisch - Hostage ist genau das,was man von einem derartigen Actionfilm erwarten sollte - einfach nur extrem spannende,gut unterhaltende Action!!!




Name: blair
Email:
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

geht durch



Name: Donjuan
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Fand ich richtig Klasse den Film!
Nicht die Typische Etführungs Story!
Sehr spannend!
Anschauen!



Name: schloddie
Email: nixd@.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

guckbar



Name: Maverick
Email: ---
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Schon komisch. Der Film erhält hier eine gute Kritik und schon liest man fast nur positive Meinungen ...
Ich habe mich auch gefreut, Bruce wieder in Action zu sehen, aber dieser Film ist einfach schwach, richtig schwach.
Die Story ist in meinen Augen total platt. Die einzelnen Handlungsstränge sind nur lose aneinander gereiht, ohne dass sie ein schlüssiges Gesamtbild ergeben.
Furious Angel schreibt hier, es drehe sich um "hirnlose, prallige Action". Sorry, aber einer von uns beiden hat dann wohl einen anderen Film gesehen. Richtige Action gibt es ja nur am Ende. Wobei ich diese nicht mehr richtig mitbekommen habe, da der Film bis dahin dahinsiecht und so gut wie keine Spannung bietet.



Name: Ricomaniac
Email: --
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

In der Tat, schwacher Film.

Man kann einen Actionfilm mit Bruce Willis drehen und lässt ihn auf seine Art Spaß haben (und den Zuseher mit ihm), wie es in den oben mehrmals zitierten Klassikern der Fall war. Versucht man aber, einen Action-Thiller zu drehen und den Charakteren etwas mehr Tiefe zu verleihen, wie es hier wohl die Zielsetzung war, dann braucht man ein gut ausgearbeitetes Drehbuch und eine intelligente Umsetzung dessen. Daran scheitert der Film allerdings völlig. So verliert sich der Film in einer Anreihung von vielen nicht nachvollziehbaren Handlungen fast aller Beteiligten und einer Anreihung von Logikfehlern, die den geübten Zuschauer immer wieder mit den Augen rollen lassen. "Hostage" scheitert an den Beziehungen der Figuren zueinander und somit an seinem eigenen Anspruch, nicht "nur" ein Actionfilm zu sein.

Man hat das Gefühl, dass Bruce versucht, das Ganze zumindest mit einigen altbewährten John McClane-Einlagen ins gepflegte Mittelmaß zu retten, die aber auch irgendwie deplaziert anmuten. Was unterm Strich übrig bleibt, ist ein Wirrwarr von lieblos aneinandergereihten Handlungsschnipseln, das einfach keinen Sehspaß bietet.