FC Venus - Elf Paare müsst ihr sein

komödie, d 2006
original
 
regie
ute wieland
drehbuch
jan berger
cast

christian ulmen,
nora tschirner,
florian lukas,
heinz hoenig,
anneke kim surnau, u.a.

spielzeit
99 min.
kinostart
27.04.2006
homepage
http://www.fc-venus.nfp.de
bewertung


(8/10 augen)




 

 

 

 


 

Momentan nimmt sie Fahrt auf, die WM-Welle. Unzählige Produkte werden mit Fußballslogans beworben, vom Baumarkt über den Minivan und den Rasierschaum bis hin zum Bausparvertrag ist alles vertreten. Und wenn sich alle Bereiche der Öffentlichkeit für die WM positionieren, dann darf auch das Kino nicht fehlen. Gut 50 Tage vor dem Eröffnungsspiel startet nun "FC Venus" (das deutsche Remake eines finnischen Films aus dem letzten Jahr) in unseren Kinos - also rechtzeitig um sich die Zeit bis zum Spiel Deutschland - Costa Rica zu vertreiben.

Paul (Christian Ulmen) wird von seinen ehemaligen Kameraden des FC Imma 95 zurück in die Provinz gerufen, um den verletzten Stürmer der Truppe zu ersetzen. Seine Freundin Anna (Nora Tschirner) darf den wahren Hintergrund ihres Umzugs allerdings nicht erfahren, hasst sie doch Fußball über alles. Als Anna dann aber doch Wind von der Sache bekommt, erzwingt sie eine Entscheidung: Sie wettet mit Paul, dass sie mit den anderen Spielerfrauen und -freundinnen den FC Imma schlagen kann. Der Einsatz: Verlieren die Spielerinnen des FC Venus, dürfen die Männer ihrer Fußballleidenschaft weiter frönen; gewinnen die Frauen, müssen die Männer den Fußball für immer abschreiben.

Im ansonsten eintönig bis infantilen Feld der deutschen Kinokomödien präsentiert sich "FC Venus" als überraschendes Ausnahmetalent. Ironisch und mit einem Augenzwinkern werden hier die Vorurteile gegenüber fußballspielenden Männern und Frauen aufs Korn genommen: Männer, die ihre Hochzeit auf dem Fußballfeld mit Stollen und Trikot begehen, und Frauen, denen man erklären muss, was "Abseits" überhaupt bedeutet. Diese Stereotypen werden hier charmant, aber mit Biss aufgegriffen.
Darüber hinaus strotzt der Film vor genialer Situationskomik. Wenn die Männertruppe verhindern muss, dass der Vereins-Macho mögliche Fußballerinnen und somit potentielle Spielerinnen flachlegt, oder die brave Hausfrau Gerd Müllers Hit "Dann macht es bumm" etwas anders interpretiert, ist das schreiend komisch. Die Figuren werden in ihrer Skurrilität aber nie vorgeführt.
Regisseurin Ute Wieland macht ihre Sache solide, kann aber vor allem in der Musikauswahl herausragen. Nie hat man in einem deutschen Film eine liebevollere Auswahl an Songs gehört. Da wird auch mal ein Flirt mit "You´ll never walk alone" untermalt.
Auch die Mannschaftsaufstellung - um im Fußballjargon zu bleiben - überzeugt. Das ganze Team (vorneweg Christian Ulmen und Nora Tschirner) beweist Spielwitz, selbst wenn des Öfteren zu erkennen ist, dass nicht alle wirklich gekonnt auf dem Bolzplatz gegen das Leder treten. Einer stiehlt aber allen die Show: Heinz Hoenig liefert als deutscher Startrainer Laurenz Schulz eine grandiose Leistung ab. Mit so einem Trainer müsste es einem bei der WM um Deutschlands Elf nicht bange sein.

"FC Venus" kann locker mit britischen Komödien der letzten Jahre mithalten und schlägt vergleichbare Filme wie "Männer wie wir" um Längen. Oder um es wie im Stadion zu sagen:

"Männer wie wir"? - Null!
"FC Venus"? - Drei!
"Danke!" - Bitte!

K. Kollenberg

 


Name: Dennis + Till
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Nora, du bist eine Bombe!!!



Name: ich
Email: a@b.c
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

So,so: "FC Venus" kann locker mit britischen Komödien der letzten Jahre mithalten und schlägt vergleichbare Filme wie "Männer wie wir" um Längen".

Aber beide kriegen 8 Augen - interessant!



Name: ich auch
Email: d@e.f
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich würd mal sagen, das liegt daran, dass "Männer wie wir" nicht von K. Kollenberg bewertet wurde.



Name: Name:
Email: Email@Email.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

8 von 10?!

Und ich dachte immer, hier würd kompetent bewertet...

Der Film ist - zumindest für mich - ziemlich überflüssig. Die Witze sind nicht witzig, die Story so flach wie voraussehbar und dass Nora Tschirner nicht schauspielern, sondern nur gut aussehen kann, wussten wir alle spätestens nach Soloalbum.




Name: Jonas
Email: lala@Ulmen.Ulm
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ich mag den Film .. ich finde das beide, also Nora und Christian ihre Sache gut machen.
Wäre ich aber kein so überzeugter Ulmen-Fan würde ich dem Film mindestens noch 2 Augen wegnehmen.
Zu wenig(richtig gute) Gags.
Ansonsten fand ich den ok



Name: Stop den Wahn
Email: nixwie@weg
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Frauen sind nur ohne Trikot auf dem Rasen brauchbar, genau das zeigt dieser Film und ausserdem brauchen wir keine Schwulen mehr im Kino. Mir reicht schon der schleimige Beckmann. Die Klimaforscher haben es ja schon lange gewusst; auf der Erde wird's immer wärmer. Nix wie weg, bevor wir im Schleim ersaufen.



Name: Yoschi
Email: mail@kasuch.net
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Die Musikauswahl ragt heraus? Ja, das stimmt! Leider jedoch überhaupt nicht positiv. Da wurde jeder noch so schlechte Song, egal ob man ihn schon 100x gehört hat, in den Topf geworfen und ein paar Mal umgerührt. Krönung des ganzen war natürlich "We are the champions."
Die Handlung des Films ist, das kann selbst der größte Schönredner nicht optimistischer ausdrücken, sehr mau. Da wird innerhalb von Sekunden auf die emotionale Schiene umgelegt, so dass eigentlich in diesem plumpen Wechsel der Witz liegen sollte. Dramatische Tiefe in diesem Film ist so Fehl am Platze wie die "herausragende" Musik.
Ein Blick noch auf das Genre, hier die Komödie. So wird es zumindest bei den meisten Filmseiten eingeordnet. Ich durfte während des Kinobesuches 3-4 kurz lachen, ein neuer Spitzenwert!


Schön war auch der Anfang des Films der mit zwei dicken Fehlern beginnt. Bis der Krankenwagen da ist vergeht wohl die Zeit zwischen Mittag und Abend. Abends beim Telefonat mit Paul fährt eine S-Bahn, zu einem 1/3 die Leinwand ausfüllend, her und verschwindet. Im nächsten Cut fährt direkt nochma die S-Bahn in die gleiche Richtung. Handwerklich etwas sehr peinlich.



Name: Arndt
Email: arndt.reher@gmx.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Durchschnittliche Fernsehfilm Qualität.
Muß man nicht im Kino gesehen haben.



Name: zelig
Email: enemene@mu
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Nix gegen Nora Tschirner. Bin ja sogar so ein bißchen verliebt. Eines der wenigen Fernsehgesichter der letzten Jahre, die ein eigenes Profil aufweisen und einen eigenen Kopf haben. Schön spontan, schön schlagfertig. Gleiches gilt für Christian Ulmen.

Leider Gottes qualifiziert das die Beiden aber immer noch nicht dafür, gute Schauspieler zu sein. Kommt ja vielleicht noch. In diesem Film jedenfalls ist von großartiger schauspielerischer Qualität nicht allzu viel zu sehen. Wobei ich die zwei auch gleich in Schutz nehmen will: Es liegt eher an der holzschnittartigen Inszenierung und dem Drehbuch, daß aus dem Streifen eine unterdurchschnittliche deutsche Kommödie geworden ist. Absolut verzichtbar und überflüssig. „Hat sich stets bemüht“ steht bei einer solchen Leistung meist im Zeugnis.

Der gute Wille mag ja da gewesen sein. Aber der Film ist so platt und spröde, daß es einem richtiggehend wehtut. Man gebe bei google die Stichworte „Fußball, Männer, Frauen, Klischees“ ein und hätte dann das Grundmaterial des Scripts.

Die fast überschwengliche Kritik von K.K. hier auf der Seite ist für mich absolut rätselhaft, wenn nicht sogar ärgerlich.

Gelb-rote Karte und Abpfiff.





Name: C
Email: ?
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

An diesem Film ist nichts außergewöhnlich gut, er bedient Klischees und ist vor allem kein wichtiger Film.
Aber die beiden Hauptdarsteller sind doch wirklich sympathisch, genau wir der Film selbst.
Vielleicht wär es mehr was fürs Fernshen gewesen...



Name: öä
Email: üoi
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Stop den Wahn
Ach ja,Frauen sind nur ohne Trikot auf dem Rasen brauchbar??Komisch,dass die deutsche Elf der Frauen schon sechs mal Europameister und einmal Weltmeister geworden ist!!



Name: tomblue
Email: tom_blue@gmx.net
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Sehr symphatisch, unterhaltsam und mit guten Schauspielern.... der Film macht einfach Laune auch wenn er kein Gagfeuerwerk ist, geeigent für Fussballer und Fussballhasser gleichermassen...



Name: Bastian
Email: keineAngabe
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Es bleibt zu vermerken, dass dies ein wirklich gelungener Film ist. Es wurde oft kritisiert, dass FC Venus "kein Gagfeuerwerk" ist. Das kann man nicht bestreiten. Der Film ist in erster Linie nicht auf schnelle Komik ausgelegt. Der Witz steckt meistens im Detail. Gut, es gibt auch kleinere Slapstickeinlagen, doch sind diese immer dazu gedacht den jeweiligen Charakterzug der Person zu überspitzen. Doch zuerst ein Blick auf die Personen. Auf den ersten Blick mögen diese wie ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von Stereotypen erscheinen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Beziehung der beiden Hauptpersonen ist im Kontrast der doch so unterschiedlichen Charaktere sehr interessant. Scheint doch immer Anna das Opfer von Pauls Fußballbesessenheit zu sein, so ist doch eigentlich Paul das Opfer Annas innerer Spaltung. Durch ihre doch verzwickte Geschichte (Sie hat eindeutig eine bleibende Störung durch das VErhalten ihres Vater erlitten. Sie versucht grundsätzlich selbst der bessere Mann zu sein) benutzt Anna eine Art Doppelmoral. Sie urteilt scharf über Pauls schwerwiegende und infantile Lüge, rechtfertigt jedoch halbherzig ihre eigene, nämlich, dass ihr Vater nicht tot ist. Paul hingegen ist naiv, denkt, er könnte seine Partnerin zum Narren halten und dabei fällt ihm genau diese Doppelmoral vor die Füße. Die Beziehung ist also grundsätzlich prädestiniert für Spannungen. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtiger, als ein oberflächlicher Streifblick das offenbart. Einer ist zeugungsunfähig, ein Anderer seit Jahren mit einem Mann liiert, wieder ein Anderer verschweigt seiner Frau seit Jahren, dass er mehr als nur der Mannschaftsarzt ist und einer schließlich geht zum Fußballschauen zu einer Prostituierten. All Teammitglieder haben irgendwo etwas zu verbergen oder ein Problem, der sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Und auf den dritten Blick sieht man schließlich, dass sie alle durch ihre Umgebung, ihre Mitmenschen, ihren Ruf, ihren Frauen oder Ähnlichem dazu getrieben werden und dem nicht entfliehen können. Das macht FC Venus zu mehr als "nur" einer Komödie. Der Film zeigt gesellschaftliche Probleme auf, die fast alle Menschen in einer Beziehung kennen. Er fordert zum aktiven suchen nach einem Kompromiss auf. Darum ist dieser Film nicht das, wofür einige der Kommentatoren ihn halten. Er ist nämlich ein zutiefst ernsthafter Film mit einer Menge subtilem und gutem Humor.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen durchweg überzeugend. Weder Nora Tschirner noch Christian Ulmen kann man hier eine mangelnde Leistung nachsagen und an S-Bahnen im Hintergrund sollte man sich grundsätzlich nicht aufhängen, denn das ist einfach nur pedantisch.
Noch etwas grundlegendes zu Kommentaren: Es ist beim besten Willen nicht sachdienlich sofort den Rezensenten anzugreifen und zynische Bemerkungen à la "Ich durfte während des Kinobesuches 3-4 kurz lachen, ein neuer Spitzenwert" sind es auch nicht.
Wer nur lachen will, kann sich American Pie ansehen, wer unterhalten werden will und auch mal hinter die optisch-akustische Oberfläche sehen will, der sollte sich FC VEnus unbedingt ansehen.