Deuce Bigalow: European Gigolo

komödie, usa 2005
original
deuce bigalow: european gigolo
regie
mike bigelow
drehbuch
david garrett, jason ward, rob schneider
cast

rob schneider,
eddie griffin,
jeroen krabbé,
til schweiger, u.a.

spielzeit
83 min.
kinostart
18.08.2005
homepage

http://www.deuce-bigalow.de

bewertung

(1/10 augen)





 

 

 

 



 

Es ist eine streitbare Frage, ob bereits die alleinige Wiedergabe des Inhalts eines Films seine Kritik darstellen kann. Im Falle von "Deuce Bigalow: European Gigolo" würde sich diese Frage erst gar nicht stellen, denn wir haben es hier mit dem zweifellos miserabelsten Film des bisherigen Jahres zu tun. Eine in jedem Belang katastrophale, komplett unkomische Unnötigkeit, deren Inhaltsangabe sogleich auch ihr Urteil bildet:

Alles beginnt idyllisch. Eine Gruppe freundlicher, blinder Senioren geht am Strand in einem abgesteckten Becken mit Delphinen schwimmen. Ein paar Meter weiter sitzt Deuce Bigalow (Rob Schneider), der bemitleidenswerte Protagonist der Geschichte und erfolgloser Gigolo, der an einer unidentifizierbaren Apparatur bastelt. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei der Maschine um eine spezielle Konstruktion, welche Signale an Delphine aussendet. Durch einen dummen Zufall landet diese Maschine nun im Wasser und, richtig, macht die Delphine verrückt. Diese geraten völlig außer Kontrolle, sehr zum Leidwesen der blinden Senioren, welche nun reihenweise brutal durch die Gegend geschleudert werden. Diese Einführungsszene besitzt, neben ihrer offensichtlichen Sinnlosigkeit, keinerlei Relevanz für die weitere Handlung des Films - aber hey, sich über Delphine und blinde Senioren lustig machen kann schließlich nie schaden.
Deuce wird von seinem alten Kumpel T.J. Hicks (Eddie Griffin) aus Amsterdam angerufen, der dort als Zuhälter seinen Lebensunterhalt verdient. Kurze Zeit später befindet sich Deuce ebenfalls dort und erlebt sein blaues Wunder: Das älteste Gewerbe der Welt, die Prostitution, ist hier legal! Hochgradig beeindruckt besucht er nun den Wohnsitz seines Freundes T.J.: Ein riesiges Hausboot, inklusive coolen Lowrider-Qualitäten. Lustigerweise steht das halbe Boot unter Wasser, doch T.J. gibt Entwarnung: Das passiert nur, wenn die Flut kommt. Ein Brüller.
Doch was wäre ein Besuch der Niederlande ohne eine Stippvisite im nächsten Coffee-Shop. Deuce, passionierter Nicht-Raucher, lehnt den ersten Joint natürlich ab, verspeist jedoch sogleich unwissend dutzende Space-Cakes. Ziemlich benommen steigt er in einer grandios belanglosen Trip-Sequenz in ein Gemälde und schmust mit dem dort abgebildeten Alpenmädel. Doch alles nur drogengeschwängerte Illusion! In Wirklichkeit knabbert er an T.J.s Nippeln, welcher ihn so gleich entrüstet von sich stößt. Der gute alte T.J. ist nämlich ein äußerst homophober Zeitgenosse, welcher die Auffassung vertritt, dass nichts die Ehre eines Mannes mehr beschmutzt als Homosexualität. Dieser Bursche lebt den Zeitgeist.
In besagtem Coffee-Shop begegnen die Beiden nun einem der angesehensten, renommiertesten Gigolos von ganz Europa: Heinz Hummer (Til Schweiger in einer unbeschreiblich peinlichen Minirolle), von dem die Legende besagt, sein Geschlechtsorgan hätte gigantische Ausmaße. Die Dinge verkomplizieren sich jedoch: Ein perverser Massenmörder treibt sein Unwesen in den Straßen von Amsterdam. Und er hat es einzig und allein auf berühmte Gigolos abgesehen. Eines seiner Opfer ist Heinz Hummer, dessen Leiche zufällig der ahnungslose Deuce findet. Der hält ihn jedoch für betrunken und schleppt ihn in T.J.s Hausboot. Unfug mit einer Leiche. Wie einfallsreich.
Sich Hummers Tod alsbald bewusst werdend, versucht T.J. die Leiche des potenten Heinz in den Grachten zu entsorgen, nicht ohne jedoch noch mal einen kurzen Blick auf seine legendäre Männlichkeit zu werfen. Dummerweise wird er just in diesem pikantesten aller Momente von vorbeikommenden Touristen ertappt. Der arme T.J. wird nun nicht nur unschuldig zum perversen Gigolo-Mörder deklariert, nein, viel schlimmer noch: Man hält ihn für schwul. Nun liegt es am gutherzigen, aufrichtigen Deuce die Unschuld seines Freundes zu beweisen und den Mörder zu stoppen.

Das ist die Grundgeschichte dieses mit Geschmacklosigkeiten jeder nur vorstellbaren Art überfrachteten Schwachsinns. Rob Schneider, verantwortlich für das Drehbuch, mag die Entrüstung der Presse als Kompliment betrachten und sich insgeheim amüsieren (Seine humorlose Attacke auf Kritikerpapst Roger Ebert spricht allerdings nicht dafür), für den Zuschauer ist sein Machwerk jedoch eine einzige Qual. Unreflektiert und ohne das geringste Gespür für humoristisches Timing ergeht sich seine tumbe Nummern-Revue im stumpfsinnigen Zelebrieren betont anstößiger Tabubrüche.
Beispiele gefällig? Auf seiner Wahrheitssuche bekommt es Deuce bei seiner Tätigkeit als Gigolo mit diversen Frauen zu tun, die seine Dienste in Anspruch nehmen wollen. Jede von ihnen ist entweder physisch abnormal und deformiert oder besitzt schwerwiegende Verhaltensstörungen. Die erste Frau, eine zwei Meter große Wuchtbrumme, steckt den armen Deuce in Windeln und malträtiert ihn mit brutaler Mütterlichkeit. Eine Szene, die in ihrer abgegriffenen Unlustigkeit schmerzt. Dann haben wir eine akut krebskranke Dame, welche ein Atmungsloch im Kehlkopf besitzt. In der Sekunde, in der man dieses Loch erblickt, ist klar was passieren wird: Der Rauch der Zigarette kommt nicht aus dem Mund, sondern aus dem Hals, ebenso wie diverse Flüssigkeiten, welche Deuce frontal aus dem Loch ins Gesicht spritzen. Wenn dann die nächste Kundin vorgestellt wird, welche anstatt einer Nase einen Penis im Gesicht trägt, dann ist nicht nur klar, was passiert, wenn sie niest, sondern auch, dass sie irgendwann auf maximal derbe Art auf ihre Vorgängerin treffen wird. Wenn das Unvermeidliche schlussendlich eintritt, möchte man aufgrund dieser erbärmlichen Geschmacklosigkeit am liebsten schreien.
Doch das ist nicht alles: Dem alten T.J. beißt eine aggressive Katze ins Gemächt, dreiste Kanadier entleeren sich auf den Gehwegen Amsterdams und eine mächtige, später noch eine gewichtige Rolle spielende Gigolo-Vereinigung ist verantwortlich für dutzende hochgradig langweilige, lahme Gags über Oral- und Geschlechtsverkehr.

Was hat die Macher hier nur geritten? Ist es wirklich komisch, über todkranke Krebspatienten zu lachen? Muss man, selbst in einer zotigen Klamotte, derart reaktionäre Weltansichten über Homosexualität und Prostitution genüsslich breittreten? Wäre das Ganze wenigstens ansatzweise komisch, könnte man eventuell noch ein Auge zudrücken - derber, respektloser Humor macht eben selten Kompromisse. Doch hier besteht alles aus unkohärentem, belanglosem Gestammel. Ohne Sinn und Verstand wird eine berechenbare Szene an die andere gehängt, ohne auch nur den Hauch eines roten Fadens zu entwickeln. Keine amüsante Situationskomik, keine bissigen Dialoge, nur stumpfer, bodenloser Fäkalhumor der pubertärsten Sorte.
Ein Film, der nicht nur desinteressiertes Schulterzucken provoziert, sondern aufgrund seiner schon fast aggressiven, unsympathischen, komplett unreflektierten Witzlosigkeit massiv wütend macht. Ohne jeden Zweifel einer der Tiefpunkte des Jahres.

C. Topp

 


Name: Noah
Email:
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich habe den film nicht gesehen, aber das sich lustig machen mit ausschliesslich sexuellen mitteln lässt mich vermuten, dass ursprünglich amerikanische öffentlichkeit mit ihren medien so allmählich in die pubertät kommt, wenn man auch die letztenpseudowitzigen filme begutachtet. eigentlich logisch. war in den filmen bislang nur kriegsspielchen zu sehen, beginnt man nun allmählich mit dem erwachsen werden. mit all seinen pickeln und geschlechtlichkeiten im humor... :D



Name: Anna
Email: ...
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Stimme der Rezension absolut zu. Habe diesen Film in der Sneak Preview gesehen und auch wenn ich selbst schonmal gerne über dreckige Witze lache, dieser Film war einfach nur unter aller Sau.



Name: thommy
Email: ...
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ok, is halt rob schneider humor. habt ihr wirklich mehr erwartet. es gibt halt leute die lachen halt immer wieder über die gleichen flachen gags.



Name: Tilli das Fiesel
Email: tilli_das_fiesel@gmx.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich will eine Kritik von Frank Michael Helmke zu diesem Film lesen, bitte!!!

P.S. nichts gegen die Kritik von Hernn Topp, habe den Film zwar nicht gesehen, aber allein die Sachen aus dem Trailer so schlecht, dass er gar nicht mehr über 1 Punkt kommen kann!!



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Selten hat mich eine Kritik so überzeugt, einen Film nicht zu sehen ;)



Name: ja
Email: auch
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Hab den Film nicht gesehen und werde ihn auch nicht sehen. Klingt nach primitivem Dreck der minderwertigsten Sorte.

Aber ein Verriß von Herrn Staake könnte ein Genuß sein. Lord Helmchen ist mir da doch ein bissl zu indirektuell... ;)



Name: Raul
Email: ha@ha.ha
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Ich wurde leider Gottes nicht von diesem vor dämlichen Gags und unerträglichen homophoben Sprüchen nur so strotzendem Machwerk verschont - Die sneak preview kann es aber manchmal auch in sich haben.

Das allerschlimmste allerdings war, dass das halbe Kino bei jedem noch so schlechtem Witz gebrüllt (!) hat. Das hat mich wirklich sehr schockiert.

Und ich kann normalerweise sehr viel mit Witzen auf niedrigem Niveau anfangen (z.B. SouthPark oder Voll Normaal) aber DAS war selbst mir zu schäbig. Pfui Teufel!



Name: Ben
Email: ben@filmkritiker.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein wahnsinnig guter Film, einer der besten der letzten Jahre.
10 Punkte nur deshalb nicht, weil er leider viel zu schnell zu Ende
war. Der Begriff "Meisterwerk" kommt bei Komödien selten zum
Tragen, hier muss es jedoch sein, auch wenn jetzt einige Leute
vielleicht den Kopf schütteln werden. Ein Meisterwerk !



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ ben : setzen,6.....



Name: ricky@ricky.com
Email: Ben
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

@Ben

bist du der produzent des films?



Name: Hartigan
Email: creep@yahoo-com
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Pfui Spinne - Was soll denn das für ein MAchwerk sein? Mein Tipp: Schaut euch liebe "Submerged" "Into the Sun" oder Means Gun - Knast ohne Gnade" an. Wie ihr an den Titeln erkennt, sind diese Filme , im Gegensatz zu dem zweiten (und hoffentlich letzten) Teil von "Rent a Man", wahre Meisterwerke mit Tiefgang und tollen 1A Schauspieler wie Ice - T oder Steven Seagel. ICh betone das Wort "Meisterwerk" mein lieber Ben.



Name: Sabine
Email: Sabine
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Diesen Film, den ich in einer Sneak-Preview über mich ergehen lassen mußte, ist so was von unterster Schublade, dass ich ihn überhaupt nicht bewerten mag. Es ist auch eigentlich kein Film, sondern ein Haufen Schrott auf Zelluloid.
Und Bens Kritik ist doch sicher ein Fake, oder? Das kann ich doch gar nicht glauben, was er schreibt. Naja obwohl, manchmal liegen halt Welten zwischen den Menschen ...



Name: Gna
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

für die ganz hellen unter euch:

ben's kommentar war ganz sicher ironischer natur...



Name: Marcel
Email: sylvia.schipper@t-online.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Die sehr wenigen guten Gags, unter anderem die irakkritischen Anspielungen und ein paar witzige Szenen mit Til Schweiger, gehen in der wahren Bilderflut an wirklich peinlichen und widerlichen Geschmacklosigkeiten unter. Auch wenn die Mundwinkel durchaus ein paar Mal nach oben zucken können, ist es doch sehr eindeutig einer der schlechten Filme des letzten Jahres.



Name: hui
Email: Gockfred@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich mag den Film. Ab und zu finde ich sowas ganz witzig. Muss ja nicht immer einen Film anschaun der einen Sinn ergibt oder total ernst ist. Es gibt bestimmt viele Filme mit solchen witzen und ich glaube das unter diesen Filmen einer ist den ihr mögt.



Name: hui
Email: Gockfred@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

PS:Ich denke nicht das einer von euch nur annähernd so einen Film hinbekommt bzw. genug Humor besitzt



Name: blubb
Email: bla@blubb.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ich find den film echt gelungen!


scheiss doch auf euch körnerfresser



Name: MEister
Email: MEister@meisterei.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Also ich find den Film auch ziemlich gut gelungen...

Heinz Hummer... bei dem scheiss Namen könnte ich abbrechen .. hahahahaha



Name: Patrice aus Berlin
Email: Saint_Killa@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Klar, der Film ist mega unanspruchsvoll, aber trotzdem musste ich DIE GANZE Zeit schmunzeln, als hätte ich ne Gesichtslähmung oder so. :-]
Wenn man den Film mit Freunden im Rausch anguckt, muss man sich fast totlachen, probiert's mal aus !!!
Ganz witziger Film, mehr aber auch nicht.



Name: hansmaulwurf
Email: hansmaulwurf@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Ich mag Rob Schneider! Ich mag die Idee, Rob Schneider in Europa sein Unwesen treiben zu sehen!
Aber, ich glaube, dieser Film ist das Ende der Karriere von Rob Schneider!
Kein Alkohl der Welt kann bewirken, daß ich mir diesen Film schöntrinken kann! UND ICH BIN KEINE VERBLÖDETE KÖRNERFRESSERIN! Leiht Euch den Film nur aus, wenn Euer Gehirn zu mehr als 90% aus Algengrütze besteht!