L.A. Crash

episoden-drama, usa 2004
original
crash
regie
paul haggis
drehbuch
paul haggis, robert moresco
cast:

sandra bullock,
don cheadle,
matt dillon,
brendan fraser,
jennifer esposito,
ryan philippe, u.a.

spielzeit
113 min.
kinostart
04.08.2005
homepage
http://www.crash-film.de
bewertung


(8/10 augen)




 

 

 

 


 

In 36 Stunden prallen in Los Angeles Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Schwarze und Weiße, Polizisten und Autodiebe, Privilegierte und vom Pech Verfolgte. Paul Haggis, der Drehbuchautor von "Million Dollar Baby", zeigt in seinem Regiedebüt Individuen mit all ihren Vorurteilen, Verzweiflungen und Ängsten - eine Momentaufnahme des 21. Jahrhunderts.

Das übergeordnete Thema von "Crash" ist der alltägliche Rassismus, wie er sich in allen Kapiteln dieses Episodenfilms in verschiedenen Varianten findet: Die beiden schwarzen Autoklauer Anthony (Chris ‚Ludacris' Bridges) und Peter (Larenz Tate) treffen auf den erfolgreichen Staatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und seine ängstliche Frau Jean (Sandra Bullock). Auf offener Straße ziehen sie ihre Knarren und machen sich mit dem teuren Auto der Cabots davon. Officer John Ryan (Matt Dillon) und Officer Thomas Hansen (Ryan Philippe) halten während der Suche nach dem gestohlenen Wagen den schwarzen Fernsehregisseur Cameron Thayer (Terrence Dashon Howard) und seine schöne Frau Christine (Thandie Newton) an. Da diese sich nicht gerade kooperativ zeigen, nutzt John Ryan die Suche nach Waffen aus, um Christine vor den Augen ihres Ehemannes in den Schritt zu fassen. Währenddessen verdächtigt Jean Cabot den Schlosser Daniel (Michael Peña), mit den neuen Schlüsseln demnächst ihr Haus auszurauben, und schreit ihren Mann hysterisch an. Die beiden Autodiebe überfahren auf der Flucht einen Chinesen. Detective Graham Waters (Don Cheadle) und seine Partnerin Ria (Jennifer Esposito) übernehmen einen Fall, in dem ein schwarzer Undercover-Polizist von einem weißen Kollegen niedergeschossen wurde. Der iranische Ladenbesitzer Farhad (Shaun Toub) legt sich ebenfalls mit dem Schlosser Daniel an, als dieser ihm rät, seine Tür auszuwechseln. Am nächsten Tag ist Farhad ausgeraubt und hat seine Existenzgrundlage verloren....

Das waren jetzt nur die ersten dreißig Minuten. Und die wirken am Anfang erstmal ziemlich unübersichtlich. Über die Distanz bestehen aber zum Glück keine ernsthaften Verständnisprobleme, die den Filmgenuss einschränken könnten. Denn Regisseur Paul Haggis konzentriert sich auf das Wesentliche, überlädt seinen Film nicht mit unnötigen Details und richtet seinen Blick nur auf das Leben seiner Protagonisten: In kurzen und sensiblen Momentaufnahmen.
All diese Personen treffen sich immer wieder und krachen mit Vorurteilen, Misstrauen und Feindlichkeit aufeinander. Jeder "Crash" zwingt sie, sich ihren Ängsten zu stellen - mal hysterisch, mal tragisch, mal hochdramatisch. Der Rassismus und die Aggression gegen "die Anderen" sind ihre spontane und einfache Reaktion aus instinktivem Selbstschutz: Wenn ich die anderen beschuldigen kann, muss ich nicht über meine eigenen Fehler nachdenken.

"In Los Angeles berühren sich die Menschen nicht wie in anderen Städten, sie krachen ineinander, nur um etwas zu fühlen" sagt Detective Waters am Anfang des Films. Und konsequent lässt Paul Haggis seine Figuren ungebremst und mit voller Wucht aufeinander los.
Doch bei ihren zweiten Begegnungen treten ihre offensichtlichen Vorurteile allmählich oder plötzlich hinter Verzweifelung und Hoffnungslosigkeit zurück. In diesem Film ist der Feind auch der Retter, der scheinbare Gegner der Verbündete, und der langjährige Vertraute seine Treue nicht wert. Aus starken Draufgängern werden sensible und verletzliche Privatmenschen. Aber weil keine Figur um die Sympathie des Publikums heischt, bleiben die Charaktere authentisch. Denn Haggis bezieht zu niemandem Stellung: Es gibt kein Gut und kein Böse, kein Wichtig und kein Unwichtig, jede gesellschaftliche Gruppe bekommt ihr "Fett weg".
Der Regisseur und Autor spielt geschickt mit den Vorurteilen und Erwartungen des Publikums, indem er ihnen in der einen Szene durch Klischees nachgibt, und sie in der anderen über den Haufen wirft. Erst der zweite Blick, den der Film seinen Figuren ermöglicht, lockert die festen Muster, gibt den Charakteren eine neue Chance.

Haggis schafft es trotz der für einen Episodenfilm kurzen Laufzeit von 113 Minuten, jeden seiner Protagonisten zu offenbaren und ihre Ängste und verborgenen Leidenschaften zu entblößen. Die kurzen Momentaufnahmen aus ihren Leben sind nachvollziehbar und eindringlich. Leider sind viele der dargestellten Wandlungen der Charaktere vorhersehbar oder erfolgen zu pathetisch. Auch die unterschiedlichen Reaktionen bei den Begegnungen sind nicht immer logisch. Aber die Schauspieler nehmen ihre Charaktere sehr ernst und geben ihnen auch in kurzen Szenen die nötige Tiefe, und die unterschiedlichen Kollisionen erzeugen immer wieder Spannung. Da verzeiht man es den Produzenten auch, dass sie die dramatischen Momente mit mittelalterlichen Choralgesängen unterlegt haben.

Das Hauptthema des Films ist Rassismus, und deshalb ist "Crash" kein Popcornkino. Wer sich aber für brillant geschriebenes Charakterkino begeistern kann, das aufrüttelt und zum Nachdenken anregt und nicht mit hervorragenden Darstellern geizt; wer Gesellschaftskritik ohne physische Gewaltszenen genießen und obendrein noch seine eigenen Vorurteile testen möchte, dem sei "Crash" wärmstens ans Herz gelegt.

S. Hertel

 


Name: Mr. Ibrahim
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich liebe mittelalterliche Choralgesänge :^)
Dem letzten Absatz stimme ich voll zu, erwähnenswerte Kritikpunkte konnte ich nicht ausmachen.

Dieser Film lohnt sich!
Reingehen!



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

es bleibt zu hoffen das dieser film die aufmerksamkeit bekommt die er verdient, den die hat dieser brilliante streifen wirklich mehr als verdient. die namen bullock und fraser ziehen hoffentlich die leute ins kino, auch wenn beide nur am rande auftreten. man muss vor ihrer entscheidung in diesem film mitzuwirken den hut ziehen, da sie es endlich mal wieder schaffen aus ihren typecasting-movies auszubrechen. "star" des films ist für mich der seit jahren unterschätzte, und viel zu selten zu sehende matt dillon, der hier eine klasse performance als cop abliefert. ich möchte nichts vorwegnehmen, aber die szene mit dem unfall ging mit unter die haut
wie schon lange nichts mehr. DER geheimtip dieses jahres...



Name: sk0vi
Email: skover@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Habe den Film in der Sneak gesehn und fand ihn durchaus gelungen. Aufjedenfall einen Kinobesuch wert!



Name: Christian
Email: sch@iii.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Super schöner Film zum nachdenken!



Name: gzea
Email: uufukf@vfjk.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Sehr wahr und sehr unangenehm und vor allem sehr, sehr gut - muss man ansehen



Name: Tester
Email: lassma@needu.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,368090,00.html



Name: crazy-pie
Email: CrazyPie@gmx.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Möchte mich den anderen anschliessen. Ein super schöner Film zum nachdenken und dem man so schnell nicht vergessen wird.
Mein Tipp: Unbedingt anschauen! Der Film des Jahres.



Name: McJ
Email: McJ@McJ.ch
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Bisher bester Film des Jahres (hoffentlich habe ich da nichts übersehen...). Intelligent, emotional, auch mal witzig.
Ein "Short Cuts", nur mit einem insgesamt ernsteren Thema, stärker focussiert.
In den besten Momenten wie ein guter Song von Springsteen (so von der "Nebraska"... oder der neuen): eine Geschichte über Menschen, die alle nicht unbedingt auf der Sonnenseite stehen, über Amerikaner in Amerika der Jetztzeit.
Okay, ein paar wenige Male wäre ein bischen Emotion weniger ganz gut gewesen, aber die Grenze zum Kitsch wird nicht wirklich überschritten, ganz einfach, weil diese Szenen sehr gut gemacht sind (gerade die mit dem mexikanischen Kind).
Sehr gut gelungen sind auch die Verflechtungen zwischen den einzelnen Figuren. Manchmal überraschend, manchmal witzig, aber nie als Selbstzweck ("seht her, was für ein tolles Drehbuch ich habe") inszeniert.
Stark! Ansehen!



Name: E.T.
Email: etieker@freenet.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Also ich kann mich hier den positiven Kritiken zu diesem tollen Film nur anschliessen und sagen das dies bisher der beste Film in diesem Jahr ist. Auch wenn einige Schauspielernamen anderes vermuten lassen ist dieser Film doch großes Schauspielerkino und die Leistungen aller waren durch die Bank hervorragend. Ausserdem hat Haggis es geschafft seine Protagonisten in teilweise extrem spannende Situationen zu bringen wo ihr Überleben auf Messers Schneide stand. Also der Kinosaal hat bei zwei Geschehnissen entsetzt geraunt (Farhad,Daniel, Daniels Tochter und ein Revolver, Christine und John Ryan in dem Unfallwagen aus dem Benzin ausläuft, welches auf einen Brand zufließt). Die Kamerarbeit hat mich vor allem von der Farbgebung her an ,Traffic" erinnert was ja auch nicht unbedingt die schlechteste Referenz ist. Also reingehen und sich überraschen lassen.



Name: Freddi
Email: fivebyfive@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich glaube nur "American Beauty" hat mich so bewegt wie dieser Film. Das script ist intelligent, die Schauspieler sind alle gut genug um für einen Oskar nominiert zu werden und - im Gegensatz zu vielen anderen Filmen diesen Sommer - regt "Crash" (Originaltitel) zum Denken an. Unbedingt schauen!



Name: Morpheus
Email: a@a.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein toller Film über Vorurteile und Rassismus. Wirkt nie wirklich platt und ist immer unterhaltsam.



Name: martin
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ja! Ja! Ja! Von solchen Filmen sollten mehr gezeigt werden. Ein ernstes, alle betreffendes und seit menschengedenken aktuelles Thema wird unterhaltsam, spannend und zum Nachdenken anregend behandelt. Ich bin keiner von denen, die meinen, ein Film habe schon deshalb wenigstens acht Augen verdient, weil er sozial engagiert ist oder ähnliches. Ein Spielfim muss auch unterhaltsam sein. Und das leistet L.A.Crash. Habe seit Mel Gibsons "The Passion of the Christ" (der allerdings sehr viel härter ist)keinen solch wirklich gut gemachten Film mehr gesehen, der sozialkritisches so fesselnd rüber bringt.



Name: Adrian
Email: Adrian@rautemusik.fm
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Einfach genial
Angefangen über die Schauspieler bis hin zur extrem ausgearbeiteten Story
Thumbs up



Name: Louie
Email: ne du
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich habe noch nie so einen "starken" Film gesehen. Und damit meine ich nicht, dass es hier um Action geht. Noch nie hat ein Film derart Gefühle bewegt, Bilder so gekonnt gezeichnet, Musik so stimmungdvoll in Szene gesetzt, und mich zum nachdenken angeregt.
Schwarz ist weiß, weiß ist schwarz, oben ist unten, und unten ist oben. Dieser Film hat so viele Botschaften in sich vereint, so dass die Komplexität fast nicht mehr auszusprechen ist. Jeder Charakter hat mehrere Seiten, mehrere dunkle, und mehrere helle. Es handelt sich um eines der Meisterwerke, die sich nicht auf Äußerlichkeiten beschränken. Sie zeigen den Menschen in seinem innersten. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten, große Ideen, gute Vorsätze, allerdings auch tiefe Abgründe. Der Film zeigt, dass das moralische Predigen nicht ausreicht, sondern dass sich Situationen im Leben ergeben können, in denen man selbst aufgefordert ist, nach diesen Vorsätzen zu handeln. Und dass man eben erst dann erkennt, wenn man selbst mit einer derartigen Situation konfrontiert ist, wie schwer es ist, auch das richtige zu tun. Gute Ansätze genügen nicht, die Menschen verlieren sich darin und am Ende verlässt sie doch der Mut.
Der Film ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, er hat die Kraft, einem selbst die Augen zu öffnen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man im Kino sitzt und weiß, dass man einen Film sieht, der die Messlatte in seinem Genre um ein gutes Stück nach oben schiebt.
"Gretchens Schuld liegt im Sozialen". Wer dies verstanden hat, geht mit offenen Augen durchs Leben.



Name: Fraser
Email: fraser@kanzleramt.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

15 von 10 Augen!!

Eines der besten Drehbücher der letzten Jahre! Die Szene mit Thandy Newton und Matt Dillon im Unfallwagen ist schon ergreifend, aber harmlos im Vergleich zur Szene, in der der Perser den Schlosser mit der Waffe bedroht und des Schlossers kleine Tochter sich dazwischen wirft, weil sie ja den "undurchdringlichen Umhang" trägt, den ihr Vater ihr zum Schutz schenkte. Wem hier nicht die Tränen kommen...

Auf die Idee mit dem Umhang und das überraschende Ergebnis muss man erst mal kommen! Ich finde das Drehbuch schlicht genial und die Umsetzung einfach ergreifend. Und dabei hab ich die DVD eher aus Zufall ausgeliehen - Glück gehabt :-)



Name: Kev
Email: kevq@oooooo.oo
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

[evtl. Spoiler]
Obwohl ein sehr schöner, ruhiger und mit gut spielenden Darstellern besetzter Film, kann ich nicht mehr als sieben Punkte geben. Denn die Handlung ist einfach zu konstruiert, das Thema nicht richtig angepackt. Vor allem die Wandlungen aller Personen am Ende ist dermaßen platt und unverständlich, dass es den gesamten Aufbau des Films wieder zunichte macht. Sandra Bullock, der Autodieb, der Ladenbesitzer oder die der beiden Polizisten... Was zur Hölle - die Sinneswandlungen sind überhaupt nicht glaubhaft. Wenn alles so simpel wäre...

Das alles erinnert mich sehr an "American History X", wo Edward Norton - als überzeugter Neonazi - im Knast von Seinesgleichen vergewaltigt wird und plötzlich geläutert in die Welt hinausgeht. Leicht übrspannt wiedergegeben, aber die Wandlung (nach der ganzen Vorgeschichte) war da meiner Meinung in keinster Weise ernsthaft und ehrlich aufgearbeitet.

Bis zur Mitte von L.A. Crash hätte ich es nicht gedacht, aber letztendlich ist alles nur ein kleiner Ausschnitt aus L.A., ohne sich wirklich ernsthaft mit dem Thema in letzter Konsequent auseinanderzusetzen. Da vergisst auch schon mal Sandra Bullock in ihrer Not, dass Ausländer nicht nur putzen, sondern (immer schön dienend) Tee machen und umarmen können. Grenzwertig.



Name: Held
Email: Hero@bulldozer.com
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Von mir auch nur 7/10 Augen. Kritikpunkte sind wie vom Vorredner, die zu stark konstruierte Geschichte. Die Begegnungen wirken zu stark inszeniert und rauben den sehr bewegenden Szenen die stellenweise die Glaubwürdigkeit. Aber es hätte einen von Anfang an stutzig machen sollen; wenn es in L.A. schneit, kann da was nicht stimmen. Aber jenseits aller Kritik: Der Film offenbart schonungslos, was wir an uns selbt und an anderen nicht mögen. Er zeigt das Elend und das Dilemma einer Gesellschaft in der sehr viele Ethnien aufeinander treffen, wobei alle ihre Probleme haben, alle letztlich Menschen sind.



Name: peanuts
Email: pcweb@lycos.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

...viele verschiedene geschichten, die nebeneinander herlaufen, menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. man begegnet sich und verliert sich wieder aus den augen, missverständnisse, vorurteile... eine gelungene mixtur aus spannung, probleme, action. ein mal ganz anderer film und zugleich höchst sehenswert.



Name: pussy
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

also der film reißt einem echt das herz raus. nicht nur bei den weibern nein auch bei den typen das verspreche ich. der film ist einfach nur geil gemacht. also leute seht ihn euch an. echt empfehlenswert



Name: Boor Jérôme
Email: deguenn@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein sehr emotionalreicher und besonderer Film über zwischenmenschliche Beziehungen und ihren Vorurteilen die jeder von uns in sich trägt und dieser Film sie uns wieder ganz stark bewusst werden lassen. MUST SEE!!!



Name: schloddie
Email: nixd@.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Klasse Film, der unterhalten und zum Nachdenken anregen kann. Erstklassige Darsteller. Einige zuvor genannte Kritikpunkte (z.B. die "unglaubwürdigen" Wandlungen der Protagonisten zum Ende, die pathetische Auflösung usw.) kann ich ebenfalls sehen, nur stören mich diese nicht wirklich.
Für US-Kino wirklich ein außergewöhnlicher Film, auf jeden Fall sehr sehenswert.



Name: Miriam
Email: miriam-a@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber was ich bisher schon über den Film gelesen habe, überzeugt mich. Vor allem der sozialkritische Aspekt interessiert mich sehr.
Deswegen werde ich mir den Film jetzt schnellstmöglich auf DVD anschauen, auch wenn ich ihn viel lieber im Kino gesehen hätte.



Name: crash
Email: keinen
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ein film bei dem man nachdenkt
wie der macher des filmes schon sagte ,bei dem film hat jeder characker zwei seiten ...
besser könnte man es nicht mehr machen



Name: uschi
Email: uschi@dot.com
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Tut mir leid, der Film reiht sich nahtlos in den Hollywoodschund ein, wenn er auch zur besseren Machart gehört.

1. Zunächst einmal die Episoden-Erzählstruktur. Sehr konventionell. Hat man x-mal gesehen in Short Cuts, Pret-a-porter, Magnolia, Traffic etc.

2. Was war eigentlich die Aussage des Films? Für mich: jeder ist ein Rassist, aber jeder hat eben auch seine Gründe dafür.
Matt Dillon spielt einen rassistischen Bullen, der er aber nur ist, weil sein Papi so krank ist.
Sandra Bullock ist eine hysterische reiche Rassistenkuh, aber nur, weil ihr Mann u. ihre "Freundinnen" keine Zeit für sie haben.
etc. etc.

3. In der Millionenstadt L.A. fahren offenbar nur 2 Streifenwagen rum u. es gibt auch nur 2 schwarze Kleingangster - wirklich, die Begegnungen waren schon sehr konstruiert.

4. Völlig unglaubwürdige Charakterentwicklungen. Der heldenhafte Ryan Phillipe riskiert seinen Job, um einen Schwarzen zu retten, beleidigt aber am selben Abend einen anderen Schwarzen nach bester Redneck-Manier und tötet ihn dann sogar. Oh please...

Nunja, unterhaltsam ist der Film schon, aber er hat die Welt nicht verändert.



Name: Judas
Email: silentjudas@aol.com
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ein Film kann die Welt auch nicht verändern.
Er kann nur das Handeln der Menschen beeinflussen.



Name: madmatt
Email: nix
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Netter Film, aber absolut konstruierte Handlung, in der alle moralischen Weltanschauungen der handelnden Personen auf Grund von einer Begegnung von schwarz in weiß verkehrt werden. Der schwarze Regisseur, der gerne weiß wäre und sich auch so verhält,benimmt sich plötzlich wie das Klischee eines autoklauenden Schwarzen. Ein Cop, der kein Rassist sein möchte und von seinen Kollegen verhonepipelt wird erschießt plötzlich nen Scharzen. Die beste Freundin der ausländerfeindlichen Sandra Bullock ist plötzlich die mexikanische Haushälterin... usw. Leute, Leute, so einfach ist die Welt nun auch wieder nicht.



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

so einfach muss die welt auch gar nicht sein . aber die falle schnappt doch immer zu weil es kein schwarz-weiß gibt und man es sich zu seiner eigenen sicherheit wünschen würde dass es doch so ist . es gibt die guten und die bösen und jeder kann sich aussuchen zu welcher sorte er gehört und mit wem von welcher sorte er zu tun haben will : das wäre schön. aber in jedem menschen verbergen sich beide seiten und auch noch zu verschiedenen prozentigkeiten und je nach situation + stimmung kommen schon mal überhänge zu tage die man an sich selbst nicht kennt : in die "gute" oder "böse" richtung (wobei gut und böse auch noch für jeden was anderes ist... mann ist das alles kompliziert!!) , aber immr menschlich und unmittelbar. zudem kann man sich ebenfalls nicht aussuchen wem man im leben begegnet und wer einem nützt oder schadet . diese verwicklung ist konstruiert aber meiner meinung nach nur weil man in 113 minuten nicht die verzwickungen und verbindungen mit dem menschenhaufen eines ganzen lebens zeigen kann und deshalb ausschnitte und begegnungen bringen muss. klischees - ja habe ich auch bemerkt aber es ist kino dass unterhalten soll und bei der menge an filmen die ich je gesehen habe ist auch in den besten oft noch eine message die mich nervt statt die lösung die für mich zählt mir selbst zu überlassen - und hier kann man sich sehr wohl seine eigenen gedanken machen und auch die vermutete message des regisseurs anzeifeln (wobei die frage ist ob er nicht genau das bezwecken wollte?)und klischees kommen daher dass VIELE sie leben . mir hat der film also gefallen will ich sagen und er liegt weit über dem durchschnitt die angesprochene problematik halbwegs offen zu interpretieren.



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

p.s.: der film bietet nicht nur die möglichkeit die message des regisseurs anzuzweifeln sondern auch eigene vorgefertigte meinungen neu zu überdenken :-)



Name: Ken
Email: oetzi_1998@yahoo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Das ist einfach großes Kino das bewegt!



Name: Raul
Email: gehtdich@nixan.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Also alle, die hier geschrieben haben, dass die Handlung zu konstruiert ist bzw. die Sinneswandel der jeweiligen Protagonisten zu einfach erscheinen, haben denke ich nicht genau verstanden.

Klar sind die Begegnungen konstruiert, wir reden hier immerhin noch von einem Film!

Es geht bei den Akteuren ja gar nicht um einen kompletten Sinneswandel. Der Cop wird weiterhin in rassistischen Stereotypen über Schwarze denken, doch das hindert ihn ja nicht daran einem Menschen das Leben zu retten.
Die Frau des Staatsanwalts wird Latinos und Schwarzen weiterhin mit Misstrauen begegnen, obwohl sie mittlerweile gemerkt hat, dass die einzige Person die wirklich für sie da ist eben eine Latina ist.

Es geht darum, dass die Protagonisten durch einen besonderen Vorfall (Autounfall, Treppensturz, Kugel die nicht zündet) einen Moment der Klarheit haben und feststellen, dass sich die Rassenthematik nicht einfach in Schwarz und Weiß (im wahrsten Sinne) unterteilen lässt.

Und ich finde, dass der Film ein prima Denkanstoß ist, seine eigenen vorgefertigten Meinungen über andere Kulturkreise mal zu überdenken.

Wer würde z.B. in einem heruntergekommenen Viertel in LA ein paar tätowierte Mexikaner nach dem Weg fragen? ;-)
Sicher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Gangster handelt ziemlich hoch, aber ist das tatsächlich so? Oder sprechen wir hier wieder nur von einem rassistischen Vorurteil, das wir durch Filme und ähnliches verinnerlicht haben?

Wir alle sind doch irgendwo in Denkweisen gefangen...



Name: Sanni
Email:
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist der absolute Wahnsinn, der animiert einen echt zum nachdenken.
Also unbedingt ansehen. Wirklich empfehlenswert.



Name: Me
Email: ...
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

wer auch immer behauptet den film nach einmal anschauen verstanden zu haben... ich glaube kein wort!
da ich ihn gezwungenermaßen immerwieder in mich reinzieh (so eine facharbeit schreibt sihc nunmal nicht von allein) erkenne ich immerwieder neue aspekte, ganz unterschwellige kommentare, die ich beim erstenmal anschauen niemals bemerkt hätte.
zugegeben, er ist tatsächlich etwas vollgestopft, für diese kurze zeit für den durchschnitts-fernsehschauer bestimmt viel zu dialogreich,und ja, er ist auch konstruiert... aber mal ehrlich, genau das ist es doch worum es geht!
in der literatur würde man das wohl als stilmittel bezeichnen... und mal ehrlich, solche genial ausgearbeitete dialoge findet man nicht so schnell wieder... deswegen auch von mir: volle punktzahl



Name: Ray
Email: a.ray@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

sehenswert!



Name: Jen
Email: orangesoda@bluemail.ch
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wundervoll!
Hat mich echt beeindruckt! Ich zeige den Film gerne anderen. Die Reaktionen danach zeigen mir immer wieder, dass der Film einfach genial ist!