Die Bourne Verschwörung

action-thriller, usa 2004
original
the bourne supremacy
regie
paul greengrass
drehbuch
peter gilroy
cast:

matt damon,
joan allen,
franka potente,
brian cox,
karl urban,

spielzeit
108 min.
kinostart
21.10.2004
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bewertung


(7/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Zwei Jahre sind seit den Ereignissen aus der "Bourne Identität" vergangen. Kurze Rückblende: Der ehemalige CIA-Killer Jason Bourne (Matt Damon), der sich nach einem missglückten Attentatsversuch seiner Auftraggeber weder an sein gewalttätiges Vorleben noch seine Fähigkeiten - seien es im Kampfsport oder beim Sprechen von einem halben Dutzend Sprachen - erinnern konnte, entledigte sich am Ende des Filmes seiner Häscher und entschied sich für eine Zukunft mit der auf der Flucht kennen gelernten Marie (Franka Potente). Und von da geht's rasant weiter zum Anfang der "Bourne Verschwörung". Bourne und Marie leben immer noch im Untergrund, und zwar auf der anderen Seite der Welt, in Indien. Doch mit der Idylle ist es vorbei, als ein Fremder (Karl Urban) auftaucht, der wie Bourne und Marie nicht so recht hierher passt. Die alten Instinkte nach wie vor geschärft, wähnt der Ex-CIA-Killer korrekt, dass man ihm wieder auf den Fersen ist. Zeitgleich beginnt sich nach einer fehlgeschlagenen Mission in Berlin, die zwei ihrer Mitarbeiter das Leben kostete, die CIA-Abteilungsleiterin Pamela Landy (Joan Allen) für die Personalie Jason Bourne zu interessieren, denn Bournes Fingerabdrücke befinden sich am Tatort. Am anderen Ende der Welt macht sich Bourne derweil bereit zum Gegenschlag: Warnte er am Ende des ersten Streifens, man solle ihn nicht zwingen, zurückzukommen, so ist dies nun effektiv geschehen. Vielleicht hätten sie ihn besser in Ruhe gelassen....

Vor drei Jahren brachte Doug Limans rasanter Agententhriller "Die Bourne Identität" neuen Wind ins schon reichlich angestaubte Genre und sorgte mit Matt Damon als Titelheld Jason Bourne für einen recht ungewöhnlichen Helden. Dem guten Einspielergebnis im Kino folgte ein Siegeszug auf DVD und Video, so dass der Dauerbrenner am Ende des Jahres der meistausgeliehene Titel überhaupt war. Mehr als genug Gründe also, um sich an eine Fortsetzung zu machen. Die ist mit der "Bourne Verschwörung" nun da und wir bringen gleich frohe Kunde: Dies ist wie sein Vorgänger ausnahmsweise mal das, als was die Macher ihn bewerben: A thinking man's action film, bei dem neben den obligaten Verfolgungsjagden und Faustkämpfen auch das Gehirn gefordert wird. Noch viel schöner: es ist eine Fortsetzung, die dem Original mindestens ebenbürtig ist.
Ein warnendes Wort sei trotzdem gesagt: Dieser Film versteht sich in der Tat als Fortsetzung und nicht als neues Kapitel einer Franchise. Daher sollte man vor Besuch dieses Filmes "Die Bourne Identität" schon gesehen haben, ansonsten wird man sich hier vielleicht etwas verloren vorkommen. Große Erklärungen oder Rückblenden auf Ereignisse aus dem ersten Teil gibt es nämlich nicht. Und wer den verpasst hat, wird so auch die Relevanz von im ersten Teil eingeführten Figuren wie Ward Abott (der wie immer großartige Brian Cox) und Büro-Assistentin Nicky (Julia Stiles, immer noch auf der Suche nach mehr Leinwandzeit) nicht kennen. Daher im Ernstfall vorher noch schnell bei der Videothek des Vertrauens vorbeigucken. Die gute Nachricht: Wem damals ein wenig sauer aufstieß, dass nur ein Teil der Bösewichter seine Strafe bekam, der kann sich freuen, dass Bourne noch nicht am Ende ist mit den ‚Aufräumarbeiten'.
Was diesen Film noch besser macht als seinen Vorgänger, ist die Tatsache, dass er noch mehr überraschen kann als der ohnehin erfrischende Erstling, da er deutlich weniger bekannten Storykonventionen folgt (es sei da nur kurz das Thema love interest genannt), in denen sich der Erstling gerade im Verlauf doch mehr und mehr verfing. Allerdings wird dies nicht jedem gefallen. Dadurch, dass der Film auf ein klassisches Drei-Akt-Schema und einen Oberbösewicht verzichtet, kommt einem dieser Film sehr "klein" vor, eben eher wie ein Teil einer fortlaufenden (Spielfilm-)Serie als wie ein für sich stehendes Filmereignis. Je nach dem, ob einem dies gefällt, wird man auch "Die Bourne Verschwörung" mögen oder sich eben doch die etwas bekannteren und damit auch bequemeren Strukturen des ersten Films zurückwünschen.
Erfreuliche Dinge, die dagegen aus der "Bourne Identität" übernommen wurden: Die Tatsache, dass wiederum fast sämtliche Action in Europa (und noch dazu in Deutschland, es ist also fast ein "Heimatfilm") spielt, was immer noch eine schöne Abwechslung ist. Denn mal ehrlich, wie viele Verfolgungsjagden durch L.A. oder New York will man noch sehen? Und - wie auch im Erstling - wird alles wieder in einem sehr zurückgenommenen, monochrom fotografierten Stil präsentiert. Exzesse gibt's hier nicht (einzige Ausnahme: die bisweilen etwas übertriebene Vorliebe für die Handkamera und schnelle Schnitte) und das ist angesichts zu vieler mit hirnloser CGI aufgeblasener Möchtegern-Blockbuster eine richtige Wohltat. Dies ist immer noch Popcornunterhaltung, aber intelligente, stil- und gehaltvolle.

Was die Bourne-Reihe so besonders macht, ist der Realitätsanspruch der Serie und ihres Helden. Während der fast lachhaft anachronistische James Bond in immer alberneren Filmen antritt, zeigt Jason Bourne, wie das Agentenleben wohl eher aussieht. Enorm trickreich, wenn notwendig brutal, aber immer wenig glamourös schlägt sich Bourne seinen Weg durch die Intrigen um ihn herum. Bestes Beispiel dabei auch: Die Kampfszenen oder die finale Auto-Verfolgungsjagd. Nichts davon hat etwas graziöses, etwas flamboyantes. Beides wird schnell, dreckig und so die Sinne attackierend dargestellt, wie es vermutlich auch im wirklichen Leben ablaufen würde. Allerdings: Bei der Verfolgungsjagd ist dies aufgrund von schnellen Schnitten und extrem wackliger Kamera gar ein wenig (zu) anstrengend und Regisseur Paul Greengrass' Vorliebe für beides etwas fehlgeleitet. Was also der Actionhöhepunkt des Filmes sein sollte, wird durch die hier überzogene Präsentationsform unnötig abgeschwächt. Dennoch, über große Strecken funktioniert die "Nah dran am Chaos"-Taktik des Regisseurs. Überzeugend hier vor allem der Kampf zwischen Bourne und einem ehemaligen Kollegen in München. Dieser Kampf hat nichts Überzogenes an sich, es geht hier nur darum, wie zwei darauf trainierte Männer versuchen, dem Gegenüber möglichst schnell und effizient zu töten. Da wird gewürgt, gekratzt, geröchelt, gemeuchelt. Nicht schön, aber wahrhaftig.
Wahrhaftig kann man auch Matt Damons Spiel in der Hauptrolle nennen. War der grundsätzliche Schachzug, ihn völlig gegen den Strich zu besetzen schon genial, so scheint Damon mit dem zweiten Teil so richtig Schritt zu fassen. Noch glaubwürdiger ist sein Porträt des Killers, der nur überleben will und nicht vergessen kann, was er nur bruchstückhaft ahnt. Das Milchgesichtige in Damons Zügen wird zur befremdlichen, aber perfekten Tarnung für die Kampmaschine, die in jedem Moment anspringen könnte. Man bedenke die Szene in der italienischen Polizeiwache. In einem Moment wirkt Bourne wie ein Autist, Sekunden später hat er mit bloßen Händen zwei bewaffnete Polizisten außer Gefecht gesetzt.

Und so findet Robert Ludlums Romanreihe eine würdige Entsprechung auf der Leinwand, die sich in der Tat als aufeinanderaufbauende Serie versteht und nicht als reine Geldmacherei mit einem Markennamen. Auch wenn es immer schwieriger werden dürfte, immer neue und dabei noch glaubwürdige brenzlige Situationen zu entwickeln, in die der Herr Bourne gerät: Auf ein drittes Wiedersehen freuen wir uns bei der bisher gezeigten Qualität der Serie schon jetzt. Mach's noch einmal, Jason!

S. Staake

 


Name: Hummelbuddha
Email: hummelbuddha@biene.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hab mich in eine Hummel verklnallt



Name: T@keo
Email: D@sn'tex.ist
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Man freut sich doch immer wieder nach wenigen Zeilen einer Rezension direkt zu erkennen wer sie geschrieben hat :o)

Danke Herr Staake für eine weitere ausführliche, informative und sachliche Rezension.

Ich freu mich schon auf den Film.

Gruß
T@keo



Name: insanity
Email: keiner@hause
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

hab ihn mir gestern angeschaut und er ist eigentlich echt ganz ok. nur die handkamera war einfach etwas zu viel um sich den film gemütlich aus der vierten reihe anzuschauen. also im kino am besten nen logenplatz und den euro mehr für die karte in kauf nehmen.



Name: Michi
Email: Nix@da.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Ich kann mich mit der Kritik von Herr Staake anschliessen , jedoch ist zu sagen , das der Film nicht als "Einzelfilm" anzusehen ist. Es ist besser sich in der Videothek "Die Bourne Identität" auszuleihen ansonsten wird man mit den vielen Informationen die im Film auftauchen nicht viel anfangen können. Der Film ist für mich ein nettes Anhängsel des ersten Teils , in der das Katz-und Mausspiel erfolgreich fortgesetzt wird.



Name: piranhaz
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich bin ein Fan vom ersten Teil und muß sagen, daß ich auch hier nicht zu kurz gekommen bin. Prädikat: Tolle Atmosphäre bei diesem Film!
Trotzdem ein großes Pfui für diese besch... Wackelkamera während einiger Actionsequenzen, die eigentlich Rasanz demonstrieren soll. Das kann einem echt die Szene vermiesen, aber passt auf, dass ihr deswegen den ganzen Film lang genervt seid...




Name: Ruebennase
Email: -
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Tolle Aktionszenen, die sich nicht gut in handlungsarmen, langgezogenen Zwischenspiele einfügen. Gegenüber dem ersten Teil von der Idee her ein guter Fortsetzungsansatz, allerdings viel zu lang. Ein Plotansatz und ein Hauptdarsteller verschwinden ohne Erklärung von der Bildfläche. Schwache Leistung.



Name: User
Email: Nixmail
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Möchte ebenfalls stark vor der Wackelkamera warnen! Wir saßen in der Mitte vom Großraumkino. Teilweise konnte ich nicht mehr hingucken, bakam mit zwei anderen Kopfschmerzen von der lichtgewitterigen Zuckelei. Schade, denn ansonsten bietet der Film eine Dichte Atmo, stylistische Action und einen smarten Agenten auf der Flucht. Freu mich darauf, das Ganze als DVD im Blick zu haben. Und auf den nächsten Teil (dann aber aus der letzten Reihe).



Name: badabum
Email: bada@freenet.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Als ich die Kritik von S. Staake gelesen habe, gelesen habe, fragte ich mich, warum bei einer so lobenden Kritik in der Wertung nur 7 Punkte vergeben wurden. Nachdem ich den Film jetzt gesehen habe, weiß ich warum. Erstmal das Positive. Der Film macht insgesamt den Eindruck einer realen Welt und keiner geschönten Filmwelt in der nur die Postkartenansichten einer Stadt zu sehen sind. In Berlin wurde beispielsweise gerade nicht der Postdamer Platz oder das Sonycenter abgefilmt. Der amerikanische Geheimdienst in Deutschland hat seine Räumlichkeiten nicht in einem unterkühlt-edlen Hightechpalast, sondern in einem schnell angemieteten biligen Bürogebäude. Drinnen stehen keine coolen Flachbildschirme, sondern normale Monitore rum. Nichts ist geschönt. Bei den Actionszenen wird kein Balett der Zerstörung geboten, wo in Zeitlupe die Fetzen fliegen und der Held gerade noch dem Explosionsball davonspurtet, wo die Autos in der Luft kunstvoll einen Flikflak mit doppelter Drehung aufführen. Diesen Actionszenen merkt man an, dass es um zweckgerichtete, brutale Gewalt geht. Diese Haltung ist eine wahre Wohltat. Ein echtes Ärgernis, das im Kino stellenweise gehörig nervt, ist dagegen diese blöde Wackelkamera. Sie soll wohl die Authenzität des Films noch unterstreichen, wird aber viel zu häufig und unüberlegt eingesetzt. Die Zeiten, in denen das amateurhafte Wackeln als Stilmittel fürs große Kino entdeckt wurde und als Inovation durchging sind mittlerweile vorbei. Wenn das Wackeln den Adrenalinspiegel des Helden verdeutlicht, kann man das ja noch vertreten. Aber warum müssen Gesichter in Großaufnahme wackeln oder Blicke, die in einem Büro hin und hergeworfen werden. Irgendwann muss ein Film doch auch mal zur Ruhe kommen. Nicht zuletzt weil das Wackeln irgendwann abstumpft und die Wirkung einer Szene schwächt statt stärkt. Die Gedächtnisfetzen unterscheiden sich beispielsweise stilistisch nicht mehr von den Verfolgungsjagden. Welchem Zweck dient es, wenn zur Bewegung der Akteure in Aktionszenen auch noch die Bewegung der Kamera hinzutritt. Betont es die Bewegung, drückt es die pure Reaktion, den Verlust der Kontrolle durch das bewußte Denken aus, die Unübersichtlichkeit der Situation, die Angst der Protagonisten aus? Oder wackelt man bloß, weil es gerade schick ist.



Name: asura
Email: asura666di@web.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

tach
ich fand den ersten teil spannender! der film ist zwar nicht schlecht aber er kommt meiner meinung an den ersten nicht dran.vieleicht hat das auch mit dieser scheiss kamera zu tun!!!!!!!!!!!!!!!



Name: Ossiboy
Email: ossiboy@jakuza.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Habe mir den Film gestern angeguckt. Ich fand ihn sehr gut!
Er kommt zwar nicht ganz an den ersten Teil ran, aber so schlimm ist die "Wackelkamera" auch wieder nicht. Hab ihn aus letzter Reihe gesehen - vielleicht fand ich es deshalb nicht schlimm - und ich finde dass die Kamera ihn richtig schön realistisch macht. Ich fühl mich da gleich mittendrin. Ist wohl Geschmackssache :)



Name: bla
Email: bla
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der film ist total toll Karl Urban ist super süß vindet ihr das auch?



Name: bla
Email: bla
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der film ist total toll Karl Urban ist super süß vindet ihr das auch?



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Ein toller Hauptdarsteller in einer hervorragenden Story. 4 Punkte Abzug gibt es für die Kameraführung. Stellenweise bekommt man elementare (Action-)Sequenzen nicht mal mit, weil die Kamera derart verissen wurde, dass die Hauptakteure nicht mehr im Bild waren. Entsetzlich! Beinahe schon ein Grund, diesen sonst großartigen Film nicht zu empfehlen...



Name: Mark Behnsen
Email: keine
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Der Film hatte das Potenzial eines Mega-Hits. Warum er es nicht geworden ist:

-> Die hier schon viel monierte Kameraführung. Ich war vorgewarnt, dennoch übertraf es meine schlimmsten Befürchtungen. In Erinnerung bleibt dieser Film als verwackeltes, verschwommenes Etwas. Zusammen mit dem Schnitt ist der Film ein einziger hektischer Trailer ohne einen Moment der Ruhe und Orienterung. Kopfschmerztabletten mitnehmen!
-> Schauplatz Berlin. Woher kommt die Begeisterung für die Drehorte? Das letzte Mal, dass Deutschland so grau, trist, dunkel und abstossend gezeigt wurde, war in "Der Untergang". Es war so schlimm, dass man gleich die Moskau-Szenen in Berlin drehte... New York dagegen strahlt im Glanze der Sonne und alles wirkt ordentlich und schön.
-> Franka Potente. Wer der Film gesehen hat, weiß wovon ich spreche, Für mich ein ganz klarer Minuspunkt.
-> Synchronstimmen. Schlimm, vor allem die andere Stimme von Matt Damon.
-> "Ich habe deine Eltern getötet". Alle Strapazen in Russland auf sich genommen, für diese hirnlose Szene?

->>> Für "Das Bourne Ultimatum" eine Bitte: Paul Greengrass aus dem Team werfen!



Name:
Email: gehtkeinen@was.an
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Toller Film, authentisch wirkende Darstellung einer Agentengeschichte, klasse Action, überzeugende Schauspieler und ein besonders guter Matt Damon. Schade um die Kamera, der Schnitt ist an sich schon okay.

Zitat Mark Behnsen: "...Das letzte Mal, dass Deutschland so grau, trist, dunkel und abstossend gezeigt wurde, war in "Der Untergang"...

Ja, und? Paßt doch zur Story - und die düstere Umgebung einer Großstadt wirkt bedrohlich und anonym. Und Berlin ist nun mal genau das.

"Es war so schlimm, dass man gleich die Moskau-Szenen in Berlin drehte..."

Bitte was?!? Moskau ist eine wunderschöne Stadt, Berlin dagegen ein Beton gewordener Alptraum, außerdem soll die Stadt im Film etwa die gleiche Stimmung beim Betrachter hervorrufen. Schon blöd wenn man von 80er US-Serien et cetera ein "böses" Bild dieser phantastischen Metropole erhalten hat.

So viel zu dem unqualifizierten Blödsinn.



Name: Mark Behnsen
Email: keine
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich war dieses Jahr zwei Mal in Moskau, soviel zu deinen haltlosen Vorwürfen. Unter "wunderschön" scheint dann ja jeder etwas anders zu verstehen. Schön blöd, wenn man einfach drauf los quakt.



Name: DerDude
Email: truth.hurts@freenet.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ebenbürtige Fortsetzung - Kameraführung und Schnitt verhindern eine höhere Wertung. Ansonsten darf man auf eine Fortsetzung gespannt sein.



Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

01.11.04

NOTE 4+


Jason Bourne alias Matt Damon ist zurück - und hat leider einen neuen Regisseur mitgebracht...

Die Story der "Bourne Verschwörung" knüpft sehr schön an seinen Vorgänger an, bringt zum Glück die Schauspieler des ersten Teils nahezu alle wieder mit und gestaltet sich im Verlauf des Films durchaus ansprechend, spannend und clever genug um neben dem hervorragenden "Die Bourne Identität" bestehen zu können. Doch oh weh, der feine Herr Greengrass bringt als neuer Regisseur auch seine offensichtliche Vorliebe für Handkameras mit. Einige mögen jetzt sagen: Hey ist doch klasse, das sorgt für Atmosphäre und das Gefühl der Authenzität. Könnte auch in der Tat so sein, nur übertreibt man es hier ganz gewaltig mit diesem leider in Mode gekommenen Stilmittel. Während Bournes Gedächtnisfetzen (bruchstückhafte Rückblenden die seinen ersten Auftrag zeigen) mag das noch passen, aber was wenn sich diese stilistisch praktisch gar nicht mehr vom Rest des Films unterscheiden? Die Wackelkamera befindet sich quasi dauerhaft im Einsatz, zur Ruhe kommt das Bild fast nie. Und das schlimmste: Bei Actionszenen wird das Ganze nochmal gesteigert! Die Folge ist daß man sich geradezu FREUT und daß man ERLEICHTERT IST wenn eine Actionsequenz vorüber ist. Szenen wie der Mann-gegen-Mann Kampf in München oder später die große Autoverfolgungsjagd in Moskau würden normalerweise als Highlights des Filmes gelten, aber wie soll das funktionieren wenn man keine Chance hat die Übersicht zu behalten und die meiste Zeit keine Ahnung hat was da grad vor sich geht!? Wenn ich öfter mal von der Leinwand weggucken muß weil mir schon übel wird von dem Gezappel der Kameras kann etwas nicht stimmen, tut mir leid (mein Kumpel hat es haargenauso gesehen, liegt also nicht an mir). Ein "Mittendrin statt nur dabei"-Feeling kommt ganz sicher nicht auf, man hat es ganz einfach massiv übertrieben in "Bourne II". :( Ich habe ja bei "Collateral" schon über die Wackelkamera gemault, doch was uns hier präsentiert wird schießt wahrlich den Vogel ab - und macht nebenbei bemerkt verdammt viel kaputt in dem Film.

Wenn ich schon am meckern bin: Wieso muß ich mir Matt Damon jetzt mit der deutschen Synchronstimme von Josh Hartnett geben? Wieso durfte man im Trailer - genau wie bei Martin Lawrence in "Bad Boys II" - erst die richtige Stimme genießen und wird dann im Film mit einer neuen konfrontiert?? Sorry, aber gerade bei Fortsetzungen hasse ich sowas wie die Pest! Man kennt halt Jason Bourne schon aus Teil 1 und an seine Stimme hat man sich gewöhnt. Ein weiteres Beispiel in dieser Richtung ist ja "Stirb langsam III", in dem Bruce Willis in der deutschen Fassung plötzlich den Arnold Stallone gibt - was auch absolut daneben war! Aber was will man machen.

Wenigstens hatte unser Ex-CIA-Killer diesmal nicht viel zu sagen (siehe Sig), sonst hätte mich der Stimmen-Aspekt bestimmt noch mehr geärgert. Andererseits ergibt sich aus der Schweigsamkeit Bournes noch ein Kritikpunkt. Franka Potente überlebt leider die erste Viertelstunde des Filmes nicht (damit spoilere ich wohl nicht zuviel) und hinterläßt durchaus eine gewisse Lücke die bedauerlicherweise in einen Mangel an Emotionalität mündet. Die Gespräche und das Interagieren von Jason und Marie haben der "Bourne Identität" wie man vielleicht erst jetzt bemerkt eine wichtige emotionale Ebene und Tiefe gegeben, das fällt nun so ziemlich flach - Bourne wird wieder komplett zum wortkargen, ausdruckslosen Killer. Nicht einmal echte Trauer um seine Freundin leistet sich der einstige Agent, der eher emotionslos am Flußufer steht nachdem Marie und er dort mit dem Jeep reingesaust sind und der auch in der Foto-Verbrennungs-Szene eher lächerlich unterkühlt auftritt. Schade, ich finde da hätte man ruhig Bournes menschliche Seite mehr zeigen sollen.

Die Darsteller aus Teil 1 waren übrigens wie ich gelesen habe vertraglich zu einer Fortsetzung verpflichtet, so ist es auch zu erklären daß neben dem Kurzauftritt von Franka Potente ein ebenso kurzer Einsatz von Julia Stiles zu sehen ist. Ist doch nett. Brian Cox' Rolle bekommt etwas mehr Gewicht und Bedeutung, der Neuzugang Joan Allen fügt sich als Pamela Landy wirklich sehr gut in das Geschehen ein. Dann hätten wir noch Kirill (gespielt von Karl Urban), der seiner Rolle entsprechend eher blass bleibt und halt einfach nur den bösen Killer mimt. Das reicht auch, denn dieser Part paßt ebenfalls in die Story, welche ja - ich muß es nochmal betonen - durchaus gut durchdacht und als Fortsetzung absolut akzeptabel ist. Sicherlich nicht mehr so originell wie in "Die Bourne Identität", aber auch nicht sooo viel schlechter. Es macht im Prinzip Spaß dem Katz-und-Maus-Spiel zuzusehen, in dem Bourne seinen Gegenspielern fast immer einen Schritt voraus ist und in dem er clever sowie auch brutal der Wahrheit hinterherjagt. Diese Jagd spielt sich übrigens zu einem großen Teil auf deutschem Boden ab (Berlin), auch ein sehr ansprechender Aspekt des Filmes und eine gelungene Abwechslung zum ansonsten logischerweise eher amerikanischen Look solcher Produktionen.

Fazit:
Respekt an die Drehbuchautoren, denn die Story der "Bourne Verschwörung" erweist sich weder als billiger Abklatsch des Vorgängers noch als uninspirierter Wir-müssen-irgendwas-erfinden-Stuß um nochmal ordentlich Kohle zu scheffeln. Die Geschichte um den an Amnesie leidenden Ex-Agenten wird logisch und glaubhaft fortgeführt, auch auf seine unschöne Vergangenheit wird in passender Weise weiter eingegangen. Leider hat man größtenteils die Emotionalität ebenso gestrichen wie die Rolle von Franka Potente, ein Fehler meiner Meinung nach. Doch trotzdem hätte aus diesem rasanten Action-Thriller mehr werden können als letztlich auf der Leinwand zu sehen ist - denn oft kann man eben NICHTS auf der Leinwand sehen. Dies liegt an der exzessiv genutzten Wackelkamera, die einen beinahe in den Wahnsinn teibt. Alle Actionszenen werden dadurch leider verhunzt und der Griff zur Kopfschmerztablette schon im Kinosaal zur Routine. Eigentlich unfassbar - unfassbar ÄRGERLICH - daß man einen Film mit viel Potential so easy mit einem dämlichen Stilmittel runterziehen kann. Bitte liebe Filmemacher, folgt nicht weiter diesem Trend der hektischen Kameraführung. Diese ist weder atmosphärisch noch cool und gereicht einem Film nur in wohl dosiertem Einsatz zum Vorteil. Wie man es auf gar gar gar gar gar keinen Fall machen sollte zeigt "Die Bourne Verschwörung" - es sei denn man hat heimlich einen Deal mit Aspirin gemacht!? ;)

Stay tuned,
Thommy

P.S. Wetten in zwei bis drei Jahren erwartet uns "Das Bourne Ultimatum"? Dann aber bitte wieder mit Doug Liman als Regisseur und nicht dieser Dilletant Paul Greengrass! ^^

_____________________________
"Ich spreche dieses Mal nur in vier oder fünf Szenen. Für mich war es eine Herausforderung, eine Hauptrolle, die nicht viel spricht, so zu spielen, daß es am Ende keinem wirklich auffällt!"
(Matt Damon)



Name: Miff
Email: tomarrr@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Bourne Verschwörung - ein wirklich guter Streifen. Ich finde den Film allein deswegen schon klasse, weil er auf "realistische Action" setzt anstatt nur mit den üblichen "Hau-drauf-Geplänkel" langweilt! Die schauspielerische Leistung eines Matt Damon ist stets erhaben. Aber auch die anderen Charaktere sind bestens ausgefüllt. Diese häufig eingesetzte Handkamera fand ich teilweise gut. (z. B. bei der Schlägerei in dem Haus) Bei anderen Szenen nervte diese Einstellung allerdings sehr. Aber über diese kleine Tücke konnte man hinwegschauen sobald man im Kinosaal etwas weiter hinten saß. Ich habe den ersten Teil nicht gesehen. Aufgrund dessen waren mir kleinere Passagen, vor allem zum Anfang des Films nicht ganz geläufig. Erst später verstand ich dann die ganze Handlung im Großen und Ganzen. Wenn ich eine Szene nennen müßte, die mir am besten gefiel, dann eindeutig die in der Mr. Bourne mit den russischen Mädchen kommuniziert. Diese Szene war schauspielerisch allerhöchstes Niveau - von beiden! Ich weiß der Film ist eigentlich ein Action-Thriller. Dennoch war diese Szene einfach herzergreifend.

Fazit: Wer den Streifen noch nicht gesehen hat sollte reingehen. Klassisches Popkorn-Kino ist dass meiner Meinung nach jedoch nicht. Dafür ist er zu gut!!!



Name: grodskij
Email: agrodskij@web.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Eine sehr schwache Leistung im Vergleich mit dem ersten genialen Streifen. Bilder von Berlin und Moskau, die diese Städte wirklich so zeigen, wie sie sind, sind nach meiner Meinung das einzig Sehenswerte an diesem zweiten Bourne Film



Name: Cineast
Email: torazen@web.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Eigentlich wollte meine Freundin und ich den Film vor drei Wochen schon mal sehen und sind ins Kino gewandert. Nach ca. einer halben Stunde hat sie dann den Film verlassen weil ihr kotzübel wurde (kein Witz!). Dam,it mußten wir den ersten Versuch abbrechen. Woran lag's? Das wußten wir beide nicht, dachten sie hatte etwas schlechtes gegessen -oder ähnliches. Den Film fanden wir aber innerhalb der ersten halbe Stunde ganz o.k.
Zweiter Anlauf: und diesmal wurde ihr kurz nach dem Showdown im Tunnel übel und sie mußte wieder das Kino verlassen.
Soweit so gut. Der Film ist aufgrund seiner völlig entfesselten, quasi nie statischen Kameraführung definitiv nix für Personen mit Kreislaufschwäche. Ich hätt's nicht geglaubt wenn ich's nicht selbst miterlebt hätte. Einigen anderen Kinobesuchern war's beim Besuch des Films ebenfalls "mulmig" zumute. Mir selbst ist es im Film recht gut ergangen (mußte mich nicht übergeben o.ä.), fand ihn abseits vom Bombast-Hollywood-Quatsch eine echte Wohltat. Warum dann nur 6 points? Klar, die Kamera! Hoffentlich wird so ein blödsinniges "Stilmittel" nicht nochmal so hirnlos eingesetzt.



Name: Nicolay
Email: achterbahnnici@gmx.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

super schauspieler
super kammeraführung
franka potente spielt toll
aktion pur
tolle story
tolle special efectte
super fortsetzung
gute dialoge



Name: Striker
Email: s@s.s
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Ich sage:
- tolle Schauspieler
- gute Story
- zu Franka Potente: WARUM????!!?!?!??!
- Action mit "c"
- und eine Kamera, die an einem Gummiband hing, hüpfte, sich in alle richtungen drehte und den Zuschauer zum Erbrechen nötigte.

WERTUNG: 9 / Unter Einbezug der Kameraführung: 0, da keinerlei Spaß am Sehen des Filmes!



Name: Yeah
Email: Bekommt@ihr.net
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist klasse. Spannung ist top, die Darsteller ebenfalls (allen voran natürlich Matt Damon). Schade ist nur, dass Franka so früh draufgeht.



Name: Big
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Noch besser als der erste Teil und der war schon ein sehr guter und
fesselnder Film.



Name: Big
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Noch besser als der erste Teil und der war schon ein sehr guter und
fesselnder Film.



Name: Big
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Noch besser als der erste Teil und der war schon ein sehr guter und
fesselnder Film.



Name: Borusse
Email: Schroe1@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hab den Film noch nicht gesehn, aber was ich sehe, war nicht so ganz die Richtung die ich gedacht habe.

Ich werde mir den Film jetzt ma angucken und mir selbst nen urteil bilden ob die Kameraführung wirklich so schlecht ist...



Name: Jk - da orginal
Email: janknoth@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Also ich muss sagen das der Film super ist... Kameraführung naja... Aber die Leute die den Film genial finden, lest das Buch... dort gibt es zwar ganz andere Stories aber die sind viel besser... was sowohl in die Bourne Verschwörung und Identität vermisse, wo ist der Schakal? Auch sonst haben die Filme rechtherzlich wenig mit den Büchern zu tun... spielte nicht der Hauptteil der Bücher in China, Japan?
Freue mich trotzdem auf den nächsten Teil... Laut Buch wieder mit Franka (der besten deutschen Schauspielerin seit langem)



Name: Mr. Asmodi
Email: nico.drechsler@mtg-bayer.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

ich hätte mir noch mehr action gewünscht, ansonsten ganz gut gelungen, schade, dass franka so schnell abkratzt...



Name: AL
Email: dsgvbfjsdb@kjfds.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)


Das ist ja gerade das gute, dass Franka Potente gleich am Anfang draufgeht.
Die fand ich schon im 1. teil unterirdisch schlecht.

Sonst: guter Popcorn Film, nicht mehr aber auch nicht weniger.



Name: cateye
Email: xxx
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Eigentlich gleiches Niveau wie erster. Schade nur, dass Franka Potente schon am anfang stirbt. Bin gespannt auf Teil 3