Antikörper

psycho-thriller, brd 2005
original
 
regie
christian alvart
drehbuch
christian alvart
cast:

wotan wilke möhring,
andré hennicke,
heinz hoenig,
nina proll,
hauke diekamp, u.a.

spielzeit
122 min.
kinostart
07.07.2005
homepage
http://www.antikoerper-derfilm.de
bewertung


(9/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Filmszene-Special: Unser Interview mit Regisseur und Autor Christian Alvart findet ihr >>> hier

 

Als David Finchers "Sieben" 1995 in die Kinos kam, gelang dem Ausnahmeregisseur mit seinem Ausnahmewerk das besondere Kunststück, ein Subgenre gleichzeitig zu neuem Leben zu erwecken und nachträglich zu Grabe zu tragen: Hatte man den Serienmörder-Thriller vor "Sieben" eigentlich für sattsam durchgekaut gehalten, bewiesen die nach "Sieben" zuhauf aus dem Boden sprießenden Nachäffer, dass Finchers Geniestreich in der Tat das letzte Wort gesprochen hatte: Ein Genre-Gigant, an dem sich von nun an alle Nachfolger messen lassen mussten, und dem keiner auch nur annähernd das Wasser reichen konnte.
Umso erstaunlicher, dass ein Jahrzehnt später der erste wirklich würdige Nachfolger ausgerechnet aus Deutschland kommt: "Antikörper", das Kinodebüt des filmverrückten Autodidakten Christian Alvart, verhehlt nicht die bei "Sieben" gemachten Anleihen und zollt seinem geistigen Vorgänger gehörigen Respekt, erweist sich zugleich aber als beinah gleichwertig genialer Thriller, der sein Publikum über zwei Stunden mit eiskalter Faust packt, in finsterste Gefilde menschlicher Abgründe zieht, intensiver, rastloser Hochspannung aussetzt und bis zum furiosen Ende nicht wieder los lässt. Kurz und gut: Der beste Psycho-Thriller, den man seit langer Zeit im Kino zu sehen bekam.

Und das, obwohl der bestialische Killer den gesamten Film über hinter Gittern sitzt: In der spektakulären, düsteren Eröffnungssequenz gelingt der Polizei unter Führung von Kommissar Seiler (Heinz Hoenig) die Festnahme des seit langem gesuchten Serienmörders Gabriel Engel (André Hennicke), dem die bestialischen Sexualmorde an über einem Dutzend Teenagern zur Last gelegt werden. Auch im Heimatdorf des Landpolizisten Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) war es zu einem erschreckenden Mord gekommen, der genau ins Schema des Serientäters passt. Der Vorzeige-Katholik Martens, der mit seinen versessenen Nachforschungen zum Mordfall und dem unterschwelligen Verdacht, der Täter könnte ein Anwohner sein, den Dorffrieden empfindlich gestört hat, reist nach Berlin, um dem Psychopathen Engel ein Geständnis abzuringen. Anstatt den Fall aber endlich abschließen zu können, wird Martens von Engel in ein verwirrendes Verhörspiel verwickelt, in dessen Verlauf sich der tiefgläubige Polizist seinen eigenen Dämonen stellen muss, und das den Tatverdacht schließlich in eine zutiefst beunruhigende Richtung lenkt....

Extrem düster ist es nicht nur in den ersten Minuten von "Antikörper" - die allgemeine Stimmung des Films bleibt konsequent finster, und auch thematisch wagt sich der Film tief ins Dunkel der menschlichen Psyche vor, wo er dann seine Zelte aufschlägt und sich standhaft weigert, wieder kehrt zu machen. Das als warnende Worte für alle irgendwie zart besaiteten Kinogänger: "Antikörper" ist starker Tobak, geht sowohl psychisch als auch visuell heftig an die Nieren und lässt einen auch nach dem Kinobesuch eine ganze Weile nicht los.
Wer bei so etwas aber nicht ängstlich die Augen zukneift, sondern sich ein außergewöhnliches, intensives Filmerlebnis erhofft, wird von "Antikörper" nicht enttäuscht werden. Wenn die Story auch manchmal arg grenzwertig ist und Regisseur und Autor Christian Alvart mit ein paar weniger Extremen wohl dieselbe Wirkung erzielt hätte - sein Film ist meisterhaft gemachtes Kino auf allerhöchstem Niveau. Schon früh stellt Alvart nachhaltig seine gekonnte Beherrschung eindrucksvoller Widescreen-Bildführung unter Beweis und zeigt, dass es auch in Deutschland durchaus Talente gibt, die Breitbild-Kino in wahrhaft großem Format machen können - man muss sie nur lassen. Mit dem exzellenten Soundtrack von Michl Britsch weiß Alvart die verstörende Intensität seiner Bilder zusätzlich zu erhöhen und nutzt so eindrucksvoll alle ihm zur Verfügung stehenden Inszenierungsmittel, um größtmögliche Wirkung auf den Zuschauer auszuüben - mit geradezu beängstigendem Erfolg.

Wirklich beängstigend ist auch André Hennicke als Psychopath Engel, der sich furchtlos und ungebremst in seine Rolle stürzt und die unheimliche, dunkle Bedrohung seiner Figur perfekt zu transportieren weiß - ein kranker Geist, der auch gefesselt, verkrüppelt und hinter Gitterstäben noch in der Lage zu sein scheint, Unheil und Tod über die Welt zu bringen. In der Tat hat es seit "Sieben" keinen Psychopathen mehr gegeben, der solch ein durchtriebenes und diabolisches Spiel mit seinen gesetzestreuen Kontrahenten gespielt hat.
Hennicke absolut ebenbürtig, wenn auch auf gänzlich anderer Wellenlänge ist Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring ("Eierdiebe", "Lammbock"), der dem intensiven Spiel seines Gegenübers in nichts nachsteht, dabei aber wesentlich subtilere Akkorde spielen muss. Der grausame innere Konflikt zwischen Martens' tugendhaft-christlicher Weltsicht und den Versuchungen und Abgründen, denen er sich mit der Reise in die Großstadt und der Auseinandersetzung mit Engel stellen muss, verlangt dem Schauspieler alles ab - eine Herausforderung, die Möhring kongenial meistert und mit beeindruckender, stetig angespannter Mimik umzusetzen versteht.
Sehr beeindruckend ist auch der Umgang mit Martens' erzkatholischem Hintergrund: Das Festhalten dieses Protagonisten an seinen christlichen Grundsätzen, seine nicht zu erschütternde Religiösität und sein Bestehen auf eine moralische Instanz sind geradezu anachronistisch - Martens ist ein Typ Mensch, den es immer seltener gibt und der vor allem noch nie als Held eines modernen Kinofilms aufgetreten ist. Charaktere wie Martens und der Rest seiner Dorfgemeinschaft dienen sonst als verbohrte, ewig gestrige Moralprediger - Witzfiguren, die von aufgeklärten Protagonisten bloß gestellt werden. Nicht so hier: Alvart begegnet den Dörflern respektvoll, verhöhnt sie nicht und setzt sich mit einer Ernsthaftigkeit mit Martens' religiösen Grundsätzen auseinander, die in ihrer vorurteilsfreien Offenheit sehr positiv überrascht und nicht zuletzt die folgende intensive Darstellung von Martens' inneren Konflikten und die daraus resultierende, immense Spannung des Films überhaupt erst ermöglicht.

Das einzige, was an "Antikörper" nicht so recht passen will, ist sein Titel - klingt der doch eher nach krudem Medizin-Thriller á la "Anatomie" und hat letztlich auch nichts mit dem Inhalt zu tun. Aber das ist eine Marginalie, die schnell vergessen ist angesichts der makellosen Pflichterfüllung von allem, was man von einem nahezu perfekten Psycho-Thriller erwarten kann: Grandiose Darsteller, die hervorragend herausgearbeitete Figuren zum Leben erwecken; eine spannende, sich stetig wendende Geschichte, die immer wieder zu überraschen weiß und ihre besten Trümpfe erst ganz zum Schluss ausspielt; ein wirklich meisterlich arbeitender Regisseur, dessen Inszenierung all dies auch zur vollen Entfaltung kommen lässt; und letztlich ein Filmerlebnis von solch konsequenter Intensität, dass man mit wackeligen Beinen und Gänsehaut den Kinosaal verlässt. Wenn's auch manchmal etwas weit geht: "Antikörper" packt einen gnadenlos und lässt zwei Stunden lang nicht eine Sekunde wieder locker - ein größeres Kompliment kann man einem Thriller wohl nicht machen.

F.-M. Helmke

 


Name: Frank-Michael Helmke (Redaktion)
Email: frankmichael.helmke@filmszene.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Anmerkung zu den User-Kommentaren: Einige der ersten Kommentare mussten redaktionell gekürzt werden, da sie wichtige Details über das Ende des Films verraten haben.

Bitte in eigenen Beiträgen darauf achten, keine "Spoiler" zu setzen und keine Einzelheiten über die Auflösung erwähnen.




Name: Insanity
Email: keine
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich freue mich jetzt schon darauf den film zu sehen. die rezension schein einiges zu versprechen.



Name: Manuel
Email: digitalmy@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich habe den Film gerade eben gesehen, in der Sneak Preview....

DER HAMMER - ein solch spannendes, verwirrendes, tiefgründiges und zugleich faszinierendes Kinoerlebnis hab ich schon lange nicht mehr erlebt... Absolut empfehlenswert -> 10 Augen, alles andere wäre unwürdig. Eben keine Massenproduktion alla Hollywood...



Name: Karin
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Manuels Beschreibung passt genau. Habe den Film auch im Snaek Preview gesehen. Der Film scheint vorhersehbar, doch es kommt anders als man denkt. Spannend bis zum Schluß.



Name: Caro
Email: Lulutu@aol.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Auch ich habe den Film gestern bei Sneak Preview gesehen.
Echt ein sau geiler Film.
Spannung vom Anfang bis zur letzten Sekunde. Besonders gefallen hat mir die Darstellung von Gabriel Engel.
Also alle Achtung an die Macher des Films.
Es lohnt sich!!!



Name: jaasi
Email: bockfriede@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

... hab den film gestern in der sneak gesehen... und bin immernoch verstört



Name: cinemarc
Email: cinemarc@web.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

...habe vermutlich einen anderen Film gesehen:

Mein Film war träge und laaaaangweilig, stellenweise grundlos unappetitlich und hat mich an keiner Stelle überrascht...naja...am Ende schon ....
Antikörper ist kompletter Kokolores:

handwerklich überdurchschnittlich...ok! Ordentlich gespielt...na gut.

Aber diese Story???? Zusammengezimmert aus allem was dem Serienkiller-Thriller-Fan heilig ist: Hier ein bisserl Lecter, da noch etwas Wetter- und Natursymbolik aus "Sieben"... dazu eine Hand voll Splatter und eine Prise Hardcore...ja was denn nu?

Einigermaßen überrascht bin ich, daß dieser "originelle" Katholizismus-Dreh fast schon frenetisch gefeiert wird. Mal ganz abgesehen davon, daß die Nummer schon Grünspan ansetzt, ist sie ja auch nicht konsequent umgesetzt (Schade, ist ja wohl das zentrale Motiv in "Antikörper").

Unser total origineller Anti-Held Michael Martens (bei der Alitteration kann es sich ja nur um einen Scherz handeln) wird versucht... sündigt... büßt... wird geläutert...aber wodurch denn bitte schön? Ja doch wohl nicht durch seine christlichen Werte. Oder haben wir es hier mit einer kirchen-kritischen Veranstaltung zu tun? Genügend Querverweise wäre ja vorhanden.

Ich meine: nein! Ich meine: Ein Thriller soll spannend sein! Ich meine: verstörende Bilder (und die gibt's ja tatsächlich) müssen in den Kontext passen! Und ich meine: zwischendurch sollte ein Kinofilm nicht wie eine mittelprächtige Derrik-Folge inszeniert, gespielt und fotographiert sein. Ach ja...und wenn ich schon mal dabei bin: Wer nochmal Herrn Hönig als brummigen Polizei-Querkopf besetzt, wird von mir im Kinosaal bestreikt.

Das Gegenteil von gut ist - wie leider so oft - gut gemeint: Antikörper führt zu Verschnupfung.



Name: Eva
Email: keine
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Tut mir leid Leute, aber mehr ist bei dem Film nicht drin. Der Kampf zwischen Gut und Böse im Inneren eines streng katholischen Dorfpolizisten. Pikanterweise heißt der psychopatisch sadistisch veranlagte Serienkiller, welcher das Böse durch die Frage "Was denkst Du, wenn Du Deine Frau fickst?" entfacht, 'Gabriel Engel'.
Das Ende des Films zerstört die allgemeine Atmosphäre des Filmes. Es wäre besser gewesen, auf der ursprünglichen Schiene weiterzufahren. Das hätte den Film zu einer runderen Sache gemacht.
Ich schließe mich cinemarc im Bezug auf die Art und Weise, wie die Handlung rübergebracht wurde an. Der Film weist Sequenzen aus verschiedenen Filmen/Serien auf, welche bruchstückhaft zusammengesetzt wurden.

Gespickt mit wiederlichen Szenen und Bildern ist dieser Film nichts für empfindliche Gemüter. Wer sich Dinge generell zu sehr zu Herzen nimmt, sollte einen Bogen um diesen Film machen. Auch Tierliebhaber sollten ihn meiden.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus gut, vor allem André Hennicke überzeugt als Psychopath. Das ist aber auch das einzig Positive.

Mein Fazit: Hier werden Antikörper aufgebaut!



Name: Martin
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich hab den Film vor drei Tagen in der Sneak gesehen und was mir selten passiert: Ich denke immer noch darüber nach! Nur oberflächlich betrachtet hat er überhaupt etwas mit anderen Filmen dieser Art gemeinsam. In der Wirkung und im philosophischen Sinn ist er ziemlich speziell und daher fast einzigartig. Hier trifft sich Gut und Böse in einer Figur, und anders als Eva und Cinemarc bin ich überzeugt, dass man das Ende auch als zynischen Kommentar der Filmemacher deuten kann, die bis dahin schließlich 120 Minuten ein nihilistisches Weltbild zeichneten. Alles in allem: Top-Film, der zum nachdenken und diskutieren anregt!



Name: Stephan
Email: keine
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Habe den Film gestern in der Sneak gesehen. Vielleicht hatte ich durch die hymnische Kritik hier zu hohe Erwartungen, aber meiner Meinung nach ist der Film zwar OK, aber nicht sehr gut. Besonders der Vergleich mit "Sieben" ist meiner Meinung nach unpassend - von der Story her war Sieben deutlich ausgreifter und mit der besseren Schlusswende versehen, "Antikörper" hat dagegen auch bei der Story dem Fincher-Klassiker zu sehr Tribut gezollt.

Ansonsten schließe ich mich den Vor-Kritikern an: Handwerklich sehr gut, klasse Schauspieler - aber als Thriller trotz der brutalen Bilder unfd Handlung für häufige Konogämger und Tatort-Schauer nur mäßig spannend und neuartig.



Name: Patrick
Email: maf@sundin.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Wieso kann man hier keine 0 / 10 Augen vergeben ?

Sorry an alle Beteiligten, aber "Antikörper" ist der abgöttisch schlechteste Film, den ich je gesehen habe.

Ein unglaublicher Mix aus dümmlichen Dialogen, einer Story mit 100 Löchern zum vergessen und ich ... mir fehlen einfach die Worte.

Und als die Rehe am Ende kamen...nee, ne nee...das war zuviel.


P.S.: Ja, dieser Kommentar ist ernst gemeint.



Name: Manü
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ist eigentlich schon jemand aufgefallen, dass der Film damals zwar das "Schweigen der Lämmer" versprochen hat, dann aber doch keine Lämmer zu bieten hatte? Nun "Antikörper" hat mehr als genug Lämmer. Dafür aber keine Antikörper. Seltsam... :)

Ansonsten: Spitzen Film! Wie man der Diskussion hier entnehmen kann wohl nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall meiner! Bitte bitte mehr davon!



Name: Stephan
Email: bloodpatch@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Sorry, aber dieser Film ist echt das Letzte. Es werden jede Menge Anleihen an Filme wie "Sieben" gemacht, ohne je auch nur ansatzweise dessen Klasse zu erreichen. Man merkt dem Film an, dass er eine Kopie amerikanischer Filme ist, man glaubt nicht, dass die Handlung in Deutschland spielen könnte.

Die zwischenmenschlichen Konflikte sind viel zu flach und schablonenhaft, und die ewigen Bezüge zur Religion wirken fehl am Platze, ja sogar störend (was sollen dies andauernden Abraham-Zitate?).

der absolute Tiefpunkt ist die Szene mit den Rehen. Vermutlich hatten die soviel Geld von der Filmförderung übrig, dass die ein paar schlecht animierte Rehe reinhauen mussten.



Name: Dj Buttnugget
Email: dj_buttnugget@yahoo.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

kann mich manü und stephan nur anschliessen .. BAMBI RELOADED ?? .... Einer der schlechtesten deustchen filme ever ... interessant ist aber das BUDDY GIOVINAZZO ( "COMBAT SHOCK" TROMA KLASSIKER ) mitbeteiligt war.... der score war super ....



Name: Manü
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@ DJ Buttnugget
Wieso mir anschließen? Ich hab dem Film 10 Augen gegeben.



Name: Pinobär
Email: info@sneak.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Kleinere Schwächen kann man in diesem Fall verzeihen, ansonsten ein sauber inzenierter Thriller auf hohem Niveau.



Name: dgv
Email: fvmn@jcgsk.net
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich gebe zu, dass ich v.a. wegen Norman Reedus (als Polizist Schmitz, hihi) reingegangen bin, aber der Film hat mir dann doch (trotz Sieben- und Lämmer-Anleihen und einiger toter Tiere) sehr gut gefallen - v.a. für deutsche Verhältnisse sehr gut (die Auflösung ist zwar vorhersehbar, das Ende aber dennoch überraschend!)



Name: clo
Email: clo@wuerg.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Also, das war der größte Mist, den ich je gesehen habe.....das war das letzte mal, das ich diese Seite besuche......



Name: kingolli
Email: kingolli1@yahoo.com
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Der Film erinnert mich doch an Finchers "Seven" (das SWAT Kommando, das Set Design von Engels Wohnung, tote Tiere) und Demmes "Silent of the Lambs", (die Rededuelle zwischen Engel und Martens) findet dann aber doch seine eigene Linie.

Spannendes Kino, mit einer so finde ich gelungenen Hommage an Ladislao Vajda's Klassiker "Es geschah am hellichten Tag". Absolut sehenswert und ein Lichtblick am deutschen Psychothriller Horizont



Name: Jan-Peter
Email: eierkuchen@gmx.de
Bewertung:                          (10 von 10 Digital Eyes)
Dieser Film ist radikal! Und Radikalität spaltet. Dies zeigt dieser Film einmal mehr deutlich, denn unter den Kritiken gibt es nur absolute Lobeshymnen und Totalverrisse. Das gilt auch für die Zuschauerwertungen hier, auch wenn die Lobeshymnen in der Mehrheit sind. Ich finde es an sich schon geil, wenn Filme noch aus dem Einheitsbrei, dem kleinsten gemeinsamen Nenner des Fördersystems ausbrechen können und die Leute sich aufregen dürfen. Wenn ich mich dann noch zu denjenigen zählen darf, denen der Film zwei aufregende Stunden beschert hat, so bin ich glücklich. Ich liebe diesen Film und halte ihn für den bisher besten des Jahres. 10/10 Punkten!



Name: Striker
Email: s@s.s
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist visuell und auch inhaltlich sicherlich sehr gut verfilmt worden, sehr viel besser als die (meiner Meinung nach miesen) Filme "Lautlos" und "Tattoo". Ob man da schon von "meisterhaft gemachtem Kino auf allerhöchstem Niveau" sprechen kann, bestreite ich aber.

Mein Problem ist, alles ist nachgemacht, kopiert und angelehnt. Sieben, Schweigen der Lämmer, uvm. entdeckt man in jeder Szene. Die wenigen eigenen Ideen (z.B. hinsichtlich biblischer Themen) sind nicht überzeugend und wirken aufgesetzt.

Für eine deutsche Produktion wie gesagt gut, im internationalen Vergleich irrelevant. "Wir" können eben keine eigenen brilianten und faszinierenden Ideen entwickeln und haben keine Ausnahme-Schausieler. Ich bin mir sicher, käme dieser Film aus den USA, hätte er in der Bewertung nicht so gut abgeschnitten. Somit finde ich den Film mit 9 von 10 Augen völlig überbewertet.



Name: nwilson
Email: irgendwo in New York
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

@ Striker
Du täuschst Dich! (Nicht in Deiner Bewertung, Film ist Geschmacksache). Ich habe den Film hier in New York auf einem Festival gesehen und er kam ausgezeichnet an. Das Publikum war begeistert und die Kritiken sind auch alle gut. Mein Verdacht: Wir sehen in deutschen Filmen nicht so schnell das Besondere, weil wir einfach zu nahe dran sind. Stattdessen vergleichen wir ihn ständig mit Amifilmen. Die Amis selbst machen das überhaupt nicht.
Gehe mal zu Bloody-Disgusting.Com oder AintItCoolNews und such nach ANTIBODIES, so heißt der Film hier.



Name: @Striker
Email: email@email.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Kann mich Striker nur anschließen. Bei allem Ehrgeiz ist es am Ende nur handwerklich sehr gut gemachte, aber inhaltlich doch recht öde Durchschnittsware.

"Ich bin mir sicher, käme dieser Film aus den USA, hätte er in der Bewertung nicht so gut abgeschnitten." Hmm, ja. Mir ist aufgefallen, daß Helmke einen ganz anderen, "getragenen" Tonfall in seiner Rezension gewählt hat. ;) Ging ja um einen deutschen Film, jetzt. ;)



Name: nochmal @Striker
Email: email@email.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

In der Kritik von Arte kann man das übrigens auch sehr schön sehen. Deutscher Film, ganz anderer Tonfall der Rezension. Werden Dinge erwähnt (natürlich lobend), die bei internationalen Filmen denselben Kritikern nichtmal ein Zucken im Tastaturfinger wert wären. Und jetzt ... Was ist nur in die gefahren?! Sind "wir" so wenig selbstbewußt? Es lebe die Objektivität.



Name: und nochmal @striker
Email: email@email.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Was mich persönlich an "Antikörper" und dem ganzen Getue stört, ist die große Eitelkeitk, die immer wieder spürbar wird. Da will einer zuviel, und läßt zu wenig geschehen.



Name: Juergen
Email: Hessen
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein ganz großartiger Film, der mich 127 Minuten lang bestens unterhalten hat. Katholikendorf kontra Großstadt, perfekte Schauspieler, geniale Atmosphäre, sehr gutes Drehbuch! In meinen Augen besser als die thematisch ähnlich gelagerten Hollywood-Streifen, weil es um "echtere Menschen" geht, weil die Sex-Szene authentisch ist, weil diese Dörfer existieren!
Ich will mehr solche Filme, alles andere als die Höchstwertung wäre unangebracht!



Name: Andy
Email: forrest.gumb@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Lasst Euch diesen Film nicht entgehen. Die Brutalität im Film war mir an 2 Stellen zuviel, aber der Hauptteil des Filmes macht die Spannung aus. Es wird nie langweilig und die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt.
Mit einem solchen Film braucht sich Deutschland nicht vor Hollywood zu verstecken.



Name: Andy
Email: forrest.gumb@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Lasst Euch diesen Film nicht entgehen. Die Brutalität im Film war mir an 2 Stellen zuviel, aber der Hauptteil des Filmes macht die Spannung aus. Es wird nie langweilig und die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt.
Mit einem solchen Film braucht sich Deutschland nicht vor Hollywood zu verstecken.



Name: The Me
Email: e@f.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Im Prinzip ist dieser Film nicht mehr als eine filmisch gut umgesetzte Tatort-Folge mit unglaublichen Längen zur Mitte der Laufzeit hin. Die Zeichnung der Charaktere wirkt unheimlich steif und klischeehaft. Leider konnten es sich Alvert anscheinend auch nicht verkneifen, wirklich jede Plotwendung noch einmal explizit zu erklären bzw. im Vorfeld anzukündigen. Wie oft muss denn das schon von einem Vorredner erwähnte Abraham-Zitat vorgelesen werden um zu begreifen, was denn nun wohl als nächstes passieren wird. Überrascht hat mich an diesem Film eigentlich nichts. Ein Meisterwerk sieht anders aus.

5 von 10 Punkten.



Name: Jan Jansen
Email: DiegutenJungs@gmx.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Also, Filmkritiker beschweren sich häufig darüber, dass in diesem Jahr (oder den letzten Jahren) recht weniger Filme in die Kinos kamen, die wirklich zu den Klassikern zu zählen sind. Komischerweise ging man aber immer wieder sehr grösszügig mit den Bewertungen um. Es gab ja schon einige Filme, die von Kritikern gefeiert wurden, und dann mich im Kino sehr enttäuschten. Und hier ein weiteres Exemplar. Ein Film der Marke "gucken und vergessen". Etwas über Fernsehfilm-Niveau, mehr ist das nicht.
Meine Kritikpunkte:
a) erst einmal ist das alles handwerklich nichtmals ansatzweise internationales Niveau. Regie, Cinematographie, Musik (!! wer zur Hölle hat an seiner Mambo-Kurt-Heimorgel dieses langweilige Geseusel zusammengedudelt?) lassen zu oft "tatort"-Flair aufkommen, aber sonst nix
b) ein wenig orginelles Drehbuch. Die Story bedient sich eines alten Sujets, und alles in allem ist das voller Klischees. So psychologisch ist das auch keinesfalls. Der böse Bube spielt hier nicht einen realistischen Triebtäter, die ja eher sehr zurückhaltende, in sich gekehrte und gefühlsarme Menschen sind, sondern eher einen hyperaktiven Kassenpatienten-Mephisto. Insgesamt sind alle Charaktere hier ziemlich flach und klischeehaft

Der Film hat seine Momente, in denen er dann doch den Anschein aufkommen lässt, nachträglich noch zu überzeugen. Manchmal ist es sehr spannend. Aber das ist dann nur kurz, und fällt dann wieder zurück in die unbeholfene Kopie. Was auch irgendwie auffällt, ist das komische Casting. Irgendwie scheint man hier vsrsucht zu haben, möglichst viele schräge Vögel zusammenzubekommen. Dass hier natürlich keine Charismatiker vorkommen, ist auch typisch deutsch. in US-Filmen werden die Bullen von Typen, wie Brad Pitt oder Denzel Washington gespielt, in deutschen Filmen sind dann eher Mauerblümchen, oder Kerle, die auch problemlos den Kiez-Puffbesitzer spielen könnten. Aber das soll kein kritikpunkt sein, sondern dieses typisch deutsche Phänomen ist mir nur aufgefallen. Witzig ist jedoch, dass der Hauptdarsteller "Wotan Wilke Möring" fast 100%ig aussieht, wie der junge Adolf Hitler. Das fällt einem mit fortdauernder Spielzeit immer mehr auf, da er bald immer öfter grimmig in die Kamera blickend gezeigt wird, und zu meiner belustigung auch sehr oft so beleuchtet wird, dass sich direkt unter seiner Nase ein kleiner Schatten bildet ;) Ich habe wenigstens da immer wieder etwas lachen müssen.
Ich gebe dem Film 5 Sterne. Das heisst also nicht, dass er schrott ist. Der Film unterhält, aber ohne wirklich zu fesseln, und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.



Name: NIKE
Email: nike@onlinehome.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Verstört bin ich jetzt auch irgendwie, aber nicht, weil der Film so ultraspannend und revolutionär war, sondern weil ich mich allen Ernstes frage, wie man ihm hier 9 von 10 Punkte geben konnte??????? Entweder leide ich an Geschmacksverkalkung oder ich habe den falschen Film gesehen, keine Ahnung, jedenfalls handelt es sich bei ANTIKÖRPER um ein typisch deutsches, bedeutungsschwangeres und äusserst schwermütiges Thrillerchen, mehr Schein als Sein, aus diversen Hollywood-Klassikern (wurden hier schon erwähnt) zusammengeklaut, ohne auch nur ansatzweise deren Klasse zu erreichen. Alles wirkt wie ein nicht zusammengehörendes Puzzle. Mehr als heisse Luft ist im Endeffekt nicht dabei herausgekommen, ein filmischer Flickenteppich sondergleichen. Meistens öde bis belanglos und irgendwie abstoßend aber nicht wegen der ach so brutalen Szenen (sorry, habe keine einzige entdecken können, wo waren sie denn?) ...

Und als Krönung des Ganzen dann noch die Rehe aus dem Computer am Schluss, au weia, total an den Haaren herbei gezogen, aber hauptsache einen auf dicke Hose machen. Von wegen "internationales Niveau", deutsche Hausmannskost war's und nicht mehr. Da bleibe ich doch lieber bei meinem Lieblingsthriller "High Tension", denn der ist wirklich klasse und hat internationales Format, aber bitteschön nicht dieser Pseudo-Thriller aus deutschen Landen !

3 (Trost-)Punkte gibt es nur wegen der guten schauspielerichen Leistungen.



Name: nwilson
Email: irgendwo in New York
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@ Nike
Danke! Danke, dass Du Dich mit Deinem letzten Satz, in dem Du "High Tension" als Deinen Lieblingsthriller bezeichnet hast, als Kritiker für Diesen Film disqualifiziert hast. Ich habe selten einen dämlicheren und sinnlos brutaleren Film als High Tension gesehen (meine Meinung) und von wegen "an den Haaren herbeigezogen" stehe ich wohl nicht alleine mit der Meinung, dass der völlig bescheuerte Schluss von High Tension darin wohl kaum zu übertreffen ist. Wenigstens weiß ich jetzt, warum Antikörper manchen Menschen nicht gefällt. Sie mögen halt ganz andere Filme als ich. Übrigens war High Tension einer der größten Flops diesen Jahres hier in Amerika. Von wegen, einen auf dicke Hose machen...



Name: NIKE
Email: nike@onlinehome.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Das ist Deine bescheidene Meinung, die ich akzeptiere, wozu Du bei mir wohl nicht in der Lage bist, das unterscheidet uns dann wohl voneinander und spricht eigentlich für sich, danke für Deinen konstruktiven Kommentar :)

*gg*



Name: NIKE
Email: nike@onlinehome.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Nachtrag: Deine 10 von 10 Punkte für "Antikörper" begründest Du mit keiner einzigen Silbe (nicht gerade sehr überzeugend), dafür ziehste aber genüsslich über "High Tension" her. Das ist in einem Diskussionsforum für "Antikörper" eher eine schwache Leistung. Du hast hier klar ein Eigentor geschossen, naja ...



Name: Siegfried
Email: auerswalddvag@hotmail.com
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Also der Film hat was, was man aus dem Kino mit nach hause nimmt. Das ist gut und leider schlecht zugleich. Denn obwohl er zum Nachdenken anregt über die menschliche Psyche, Provinzmief, Relegion usw. provoziert er leider auch ganz zwingend vernichtende Schelte.

Hätte ich "Sieben" und "Das Schweigen der Lämmer" nicht schon gesehen, würde ich wohl weniger zu meckern haben. Aber so fällt all zu sehr auf, dass dieser Kopie-Mix-Aufguss eben nur mäßiger Abklatsch ist, dem die animierten Plastik-Kitsch-Rehe am Ende dem Streifen fast jede nennenswerte Substanz zu entziehen drohen.
Die Story wirkt ansonsten in Teilen arg konstruiert, und mit den vielen christlichen Zitaten und Metaphern schon reichlich wie Mysteriverschnitt.

Aber bei all dieser Kritik, soll doch nicht vergessen werden: Die Schauspieler zeigen durchaus sehenswerte und überdurchschnittliche Leistungen, die Lob voll und ganz verdient haben.
Teile der Story, die Echtheit einiger mutiger Szenen, und das am Ende zum glück nur scheinbar völlig vorhersehbare Finale bieten durchaus gute Kinounterhaltung.

Ja auch deutsches Kino und deutsche Filme können genial sein. Es gibt reichlich deutsche Meisterwerke, die sich vor nichts und niemandem verstecken müssen und sich wohltuend vom amerikansichen Film unterscheiden.
Antikörper ist kein Meisterwerk, denn Amifilme können die Amis eben besser. Bedauerlich ist leider sehr, das in diesem Film auch so viel Gutes steckt - das verschwendet scheint - weil man beim Ansehen ahnt, dass es auch ein toller deutscher Film hätte werden können!



Name: DD
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wer hätte gedacht, dass ein deutscher Thriller so athmosphärisch dicht und auch spannend sein kann.
Nach einem etwas konfusen Anfang versteht es der Film gut eine gute Story aufzubauen, die von starken Schauspielern unterstützt wird und auch erfahrene Genre-Gucker durchaus zu überraschen weiß.
Allerdings muss ich schon sagen, dass das direkte Ende einfach nicht konsequent genug war um hier von einen Meisterwerk zu sprechen.
Trotzallem wohl einer der stärksten deutschen Filme dieses Jahres.



Name: Jesus
Email: Messias@jesu.gott
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Alos ich fand den Film sehr gut. Dieser Film regt zum denken an und stellt viele Fragen an die Gesellschaft. Was ist gut und was böse?

Auch der Ausbruch Martens aus seiner tief gläubigen in die durch Sünden geplagte Welt lässt einen doch auch über sein Leben nachdenken. Steckt man auch in einer Rolle fest? Kann man loskommen?
Was will man selber?

Schon allein aus dem Grund, dass dieser Film kein 100.000.000$ Hollywood-Film ist, in dem uns Amerikanische Werte vermittelt werden (was die meißten leider nicht verstehen: Durch solche Filme werden wir "Amerikanisiert" man höre: Rammstein - Amerika), sondern ein deutscher, vielen 'fremd' erscheinender Flim, ist dieser Film schn toll.

Letztendlich ist Antikörper Geschmackssache. Entweder er gefällt einem(wie mir), oder man kommt nicht damit klar(wie meine Freundin).



Name: Pavlos
Email: pavlotse@arcor.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Zugegeben, an Filme wie "Schweigen der Lämmer" kommt "Antikörper" oder "Sieben" kommt "Antikörper" nicht ran und er erscheint auch etwas zusammengestückelt und manchmal aufgesetzt. Doch anders als die lieblos aber perfekt inszenierten Hollywoodthriller der letzten Zeit lässt er doch ein paar Blicke ins menschliche Seelenleben zu. Hier gehts um Vertrauen, Zweifel, Beziehungen, Sexualität, Religion. All diese Themen werden leider nur gestreift und angedeutet. Mehr als genug jedoch um die allzu laute und doch nichtssagende Hollywoodbilderflut der letzen Zeit in den Schatten zu stellen.
Ein Film voller Stärken und Schwächen und eben deswegen authentisch und wohltuend.



Name: Pavlos
Email: pavlotse@arcor.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Einen Punkt zusätzlich bekommt er von mir noch, weil ich das Gefühl hatte, daß der Film "Antikörper" mehr war als seine bloße Inszenierung. Er arbeitet in mir weiter (ich wäre doch sonst nicht auf die Idee gekommen hier einen Kommentar abzugeben;-)
Darin ist er sogar dem "Schweigen der Lämmer" überlegen. Dem Drehbuchautor ist es bewußt oder unbewußt tatsächlich gelungen eine Art "Virus" in Gang zu bringen. Für mich hat er es geschafft, hinter der Inszenierung des Films selber (die jede Kritik die bisher hier geäußert wurde zulässt, auch die Verrisse;-)etwas zu transportieren wofür ich wohl noch einige "Antikörper" noch bilden muß;-)
Mir hat er jedenfalls wesentlich besser gefallen als z.B. "Hyde and Seek" oder "der verbotene Schlüssel" die zwar technisch ausgereifter und emotional "dichter" waren, jedoch mit eher trivialem Schluß aufwarten die einen leer ausgehen lässt. "Antikörper" aber hat einen wohltuenden Schluß und versöhnende Elemente. Des Teufels genialste Idee (neben der Sprache) sagt man ist das Spiel von "Gut und Böse" und die Verführung liegt darin "Stellung" in diesem Spiel zu beziehen. "Antikörper" deutet an, daß es auch einen anderen Weg gibt.
Dieses Thema wird Konsequent verfolgt und aufgebaut auch wenn, an der Oberfläche, mit vielen Zitaten garniert. Das macht einen guten Köder (verzeihung) Film aus. Das er einen auch ein bisschen reinlegt um seine Botschaft zu übermitteln.

Gruß, Pavlos



Name: bliXXa
Email: a@bc.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

hab glaub ich auch nen anderen film gesehn.
meiner war langweilig und von den dialogen her sehr "einfach", manchmal schon prollig.



Name: Stephan
Email: keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

GABRIEL: Woran mißt man eine schlimme Kindheit? Gibt es ein Instrument, eine Richterskala für Schicksale?
MICHAEL: Niemand wird über seine Möglichkeiten geprüft.
GABRIEL: Oh Michael. Die härteste Prüfung steht dir noch bevor. Ich! Ich werde dich prüfen.
MICHAEL: Das werde ich nicht zulassen.
GABRIEL: Zu spät. Das Böse ist ein Virus. Absolut ansteckend. Absolut vernichtend. Du bist schon infiziert.

Klingt nicht nach "einfachen und prolligen" Dialogen für mich. Eher artifiziell und abstrakt. Anscheinend hat bliXXa wirklich einen anderen Film gesehen...



Name: puma
Email: puma@
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

ein langweiliger besserer tatort, fürs fernsehn ok, aber als kinofilm nicht sein geld wert....



Name: Riccardo
Email: riccardo.dem@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der beste deutsche Thriller den ich bisher gesehen habe. Inhaltlich logisch, konsequent inszeniert und atemberaubend aufgelöst. Die Darsteller überzeugen bis in die kleinste Nebenrolle und ganz nebenbei gibt die anbetungswürde Nadeschda Brennicke einen Gastauftritt zum besten, der nun wirklich weltklasse ist. Zu den vielfach kritisierten, animierten Rehen, kann ich mich wiederum nur lobend äußern: surreal und packend(jedenfalls hats mich gepackt). Absolut empfehlenswert!



Name: eschaton
Email: eschaton@aol.com
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

3-4 Punkte - wegen der Schauspieler.

126 Minuten Laufzeit - 5 Minuten Eröffnungsszene = 121 Minuten Provinzposse.

>>> Zitat:
"GABRIEL: Woran mißt man eine schlimme Kindheit? Gibt es ein Instrument, eine Richterskala für Schicksale?
MICHAEL: Niemand wird über seine Möglichkeiten geprüft.
GABRIEL: Oh Michael. Die härteste Prüfung steht dir noch bevor. Ich! Ich werde dich prüfen.
MICHAEL: Das werde ich nicht zulassen.
GABRIEL: Zu spät. Das Böse ist ein Virus. Absolut ansteckend. Absolut vernichtend. Du bist schon infiziert.

Klingt nicht nach "einfachen und prolligen" Dialogen für mich. Eher artifiziell und abstrakt."
>>> Zitat Ende.

Au weia: verkappter katholischer Provinzbulle contra prolligem Fiesling als Stammtisch-Philosoph. "artifiziell", "abstrakt"...??? Nun ja, schon Aristoteles meinte, das Hirn fungiere zur Kühlung des Blutes. Schade, dass einige nicht weiter gekommen sind...

Insgesamt netter Tatort-Verschnitt (Schimanski ist ja auch dabei :)), aber die dunkle Seite der Katholiken ist während der Kreuzzüge und der Inquisition etwas deutlicher geworden als in diesem Versuch eines Thrillers.

Die Rehe am Ende evtl. als Symbol der Katharsis? Ist Alvart auch Katholik?

He Leute, es gibt wirklich gute deutsche Filme, aber muss man so einem ebenso oberflächlichen wie langweilen Streifen "9" Punkte geben??

Unbegreiflich...



Name: hawkeye
Email: hawkeye_c
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Wieso faseln hier alle von "Sieben"? Dann doch wohl eher"Das Schweigen der Lämmer" auf deutsch...
Nach Lesen einiger Kriktiken hier, war ich nun wirklich gespannt auf diesen Film. Da werden mal 9 Punkte und dann auch nur 3 Punkte vergeben. Ich für meinen Teil bin hin und her gerissen. Manchmal möchte ich auch die volle Punktzahl nennen, aber irgendwie tendiere ich doch eher zu den unteren Rängen.
Der Film unterhält, er ist kurzweilig und letztlich schaut man nie auf die Uhr, wie lange er dann wohl noch geht. Der Plot ist aber irgendwie eher platt, Spannung will nicht recht aufkommen. Gut, das Ende und die Auflösung ist irgendwie dann ganz nett,die Idee eines deutschen Serienkillers ganz gut, aber ansonsten finde ich am positivsten das Spiel der Protagonisten Engel/Martens. Wo sind denn nur die fiesen,unappetitlichen Szenen des Films, die von den Vorrednern beschrieben wurden ? Ich habe keine gesehen. Wie gesagt, ein wenig wurde ja schon abgeschaut beim "Schweigen der Lämmer". Da ist der Dorfpolizist/Anfänger= Jodie Forster, der Superbulle vom BKA= Scott Glenn und Engel=Lecter, der ja auch im Film damit kokketiert.
Insgesamt 5 Punkte von mir.



Name: Wolf
Email: 1@
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Antikörper mit "Sieben" zu vergleichen - Lächerlich



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Schlichtweg Müll.



Name: ich
Email: ich@ag
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Antimeisterwerk



Name: Lachhaft
Email: keine
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Wurde die Kritik von Filmszene am 1.April geschrieben?



Name: Fritz
Email: world.wide.streberlein@gmx.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

anzeige spinnt. meine wertung: 6/10. der beste deutsche thriller den ich je gesehen habe, wäre da nicht.... eine grandiose anfangssequenz, ich war über große strecken des films gefesselt und angenehm geängstigt. je mehr man sich jedoch dem showdown nähert, desto größer werden die löcher in der story. wenn der regiesseur will, dass der protagonist unter zeitdruck steht, tja, dann muss der psychopath halt am sterben sein, auch wenn die erklärung dafür ziemlich konstruiert ist. das ganze kulminiert dann in einem schluss, der den film ins lächerliche zieht. da besticht der film die ganze zeit durch stimmungsvolle inszenierung, düstere bilder und gute kameraführung, nur um am ende mit schlecht animierten rehen alles kaputt zu machen. schade um die guten schauspielerischen leistungen, v.a. von andré hennicke, wenn der regiesseur nicht den mut hat konsequent zu bleiben und dem düsteren film ein düsteres ende zu verpassen.



Name: ich
Email: -
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist an sich ganz gut. Verwirrend und spannend. Doch das Ende ist lächerlich!



Name: püppi
Email: squalid@lycos.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

klasse film, aber noch besser die klasse Musik von
Michl Britsch,würde mich interessieren ob7wo man die bekommen kann.



Name: Andreas
Email: andreas.theune@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

So nun habe ich Antikörper auch gesehen. Eigentlich wollte ich mir den Film schon im Kino angucken, habe es aber damals irgentwie verpennt. Nachdem ich das Versäumnis nachgeholt habe, muss ich sagen, dass Antikörper zu den besseren Psychothrillern gehört, die ich kenne und für einen deutsche Film eine erstaunliche Spannung aufzubauen vermag. Der Film spielt in der Klasse großer Hollywood Thriller auch wenn er "Sieben" und das "Schweigen der Lämmer" nicht erreicht, da er doch einiges von seinen Vorbildern abkupfert.

Dabei gefiel mir die Anfangsszene noch überhaupt nicht, da sie zu surrealistisch aufgemacht war. Allerdings vermag es der Film mit längerer Laufzeit eine Spannung aufzubauen die mit seinen Vorbildern mithalten kann. Das liegt zum einen an den hervorragenden Darstellern insbesondere des Psychopaten Gabriel Engel. Zum anderen daran, dass der Protagonist mir sympathisch war und die Handlung mich so in ihren Bann ziehen konnte, was bei einem Thriller für den Erfolg des Films entscheidend ist.

Nun zu den Kritikpunkten, die mich nur 7 Augen vergeben lassen:
In der Charaktergestaltung der Hauptfigur waren mir einige Entwicklungen zu abprubt und psychologisch unglaubwürdig (starke Reaktionen nach 1.Gespräch mit Engel). Zum Glück wird die Entwicklung der Hauptfigur und auch ihr religiöses Weltbild gegen Ende immer besser und glaubwürdiger herausgearbeitet.

Der zweite negative Punkt ist, dass Kennern von Sieben einiges zu bekannt vorkommt und zumindestens ich beide entscheidenden Wendungen geahnt habe. Ich wurde schon deutlich besser überrascht in Psychothrillern. Die letzte Wendung war meiner Meinung nach für die glaubwürdigkeit der Handlung elementar und daher folgerichtig und rettet den Film davor zu starken Tobak zu verwenden.

Mein Fazit ist trotz dieser Kritikpunkte positiv. Der Film sticht aus der Masse der Psychothriller aufjedenfall positiv heraus.



Name: cateye
Email: xxx
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Inteligente Story, gute Schauspieler, aber der christlich Fanatismus ist ein bisschen überdreht. Aber ansonsten ganz nett.