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| filmszene special: Ein neuer Anfang und der Anfang vom Ende - "Die wilden Siebziger!" - Staffel 7 auf DVD |
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Ein
neuer Anfang ist die nun endlich auf DVD erschienene siebte Staffel der
"wilden Siebziger" deshalb, weil man sich bei Sunfilm fast anderthalb
Jahre Zeit gelassen hat, um diese zu veröffentlichen und Fans der Serie
mit gutem Grund Angst hatten, es würde nicht weiter gehen mit den Abenteuern
der Clique aus Point Place, Wisconsin. Dafür geht es jetzt nach der
Synchronisierung und TV-Ausstrahlung der Staffeln Sieben und Acht ganz schnell,
die Veröffentlichung der achten und letzten Staffel folgt schon in
ein paar Wochen. Diese siebte Staffel ist gleichzeitig auch der Anfang vom
Ende, denn es sind die letzten Folgen, bei denen noch die komplette Besetzung
mit an Bord ist und die die bisher gebotene Qualität beibehalten. Man
merkt der Serie allerdings auch hier so langsam an, dass sie ihren Zenith
nicht nur erreicht, sondern auch überschritten hat. Allerdings ist
der Gagfaktor und die Spielfreude immer noch sehr hoch, so dass sich auch
diese siebte Staffel qualitativ nahtlos in die Reihe der bisher erschienenen
Boxen einreihen kann.Dabei darf man feststellen, dass die Serie ein paar Folgen braucht, um so richtig auf Touren zu kommen. So werden etwa die Cliffhanger der letzten Staffel eher lustlos aufgelöst. Da entscheiden sich Eric und die erblondete Donna nach der Ende der letzten Staffel geplatzten Hochzeit ohne größere Probleme, eine Beziehung ohne Diskussionen und Erwartungen zu führen, einhergehend mit Erics Entscheidung, ein Jahr lang einfach gar nichts zu tun. Selten hat eine Serie so offensichtlich und ohne für überflüssig empfundenen Erklärungsfirlefanz ihre Hauptdarsteller aus einer immer weiter ins Ernste driftenden Beziehung zurückgeholt, wie es hier mit Eric und Donna geschieht. Wohl gewahr der Tatsache, dass man langsam kaum noch sinnvolle Beziehungskrisen aufbauen kann, wird der Hebel einfach auf Anfang gelegt. Auch die Entscheidung Bobs zwischen Exfrau Midge und Jackies Mutter Pam wird vollkommen
undramatisch und abseits des Geschehens entschieden und nach ein paar Folgen
fehlt dann auch Tanya Roberts als Midge, die sich endgültig aus der
Serie verabschiedet. Um das Leben der Freunde dennoch zu komplizieren, hat man Hyde einen schwarzen (und reichen) Vater verpasst sowie eine heiße Halbschwester, für die sich zwangsläufig Frauenheld Kelso interessiert, und zudem noch einen Job. Und dem Liebespaar Hyde und Jackie wird auch so manche Prüfung während dieser Staffel auferlegt. Auch Fez wird auf dem Arbeitsmarkt tätig, und zwar als Shampoo Boy in einem Friseursalon. Kelso hat als frisch gebackener Vater eine kleine Glaubenskrise und will Frauen respektvoller behandeln. Wie gesagt, so richtig zur Höchstform läuft die Serie erst zum Mittelpunkt der Staffel auf, mit der famosen Episode "Aufgeraucht", in der sich Eric, Hyde und Kelso nach einem danebengegangenen Anruf im Weißen Haus vom Geheimdienst verfolgt sehen, und zur Vernichtung der Beweise ihr gesamtes Marihuana aufrauchen, was freilich noch mehr zu ihrer Paranoia beiträgt. Direkt danach kommt ein weiteres Highlight, die im Deutschen etwas seltsam "Käse an der Hose" betitelte Folge, in der Erics Clique mit Red ein Footballspiel der Green Bay Packers besucht. Hier sorgen Fez und Kelso wieder mit ihrer grenzenlosen Idiotie für Vergnügen, zudem darf Eric seinem Vater mal zeigen, dass er nicht nur ein verweichlichtes "dumbass" ist. Auch "On the Road" mit Eric als verhindertem Dokumentarfilmer sorgt für so manche Lacher und die unverhoffte und frohe Rückkehr von Lieblingshippie Leo (Tommy Chong) und die Wohnungssuche von Fez und Kelso in den nachfolgenden Episoden ist auch für manch Schmunzler gut.
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| S. Staake |