Video/DVD-Tipp: Thursday - Ein mörderischer Tag

gangster-groteske, usa 1998
original
thursday
regie
skip woods
drehbuch
skip woods
cast

thomas jane,
aaron eckhart,
paulina prizkova,
mickey rourke, u.a.

spielzeit
84 min.

Plakat

 

Thursday DVD
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In ähnlicher Weise wie heutzutage chinesische Firmen die Ideen westlicher Konzerne kopieren und Plagiate hervorbringen, bedienten sich gegen Ende der 1990er Jahre diverse Filmemacher bei Marktführer Tarantinos Kultstreifen "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction". Guy Ritchie, Reb Braddock, Troy Duffy und John Herzfeld wollten alle ein Stück vom Kuchen abhaben - ebenso Skip Woods, Macher von "Thursday", der mit einem solchen Namen auch im Pornogeschäft Erfolge feiern könnte. Stattdessen entschied er sich dafür, dem Club der von Quentin Tarantino inspirierten Regisseure beizutreten und einen Film zu schaffen, der sich genau an dessen Erfolgskonzept hält: Tiefschwarzer Humor, absurde Dialoge, groteske Situationen, skurrile Charaktere und viel rohe Gewalt.

Aus der Filmgeschichte wissen wir, dass es für einen Gangster im Ruhestand nur eine Frage der Zeit ist, bis er von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Bei Casey (Thomas Jane) geschieht dies in der Form seines früheren Partners Nick (Aaron Eckhart), der eines Tages in die beschauliche Vorstadtidylle eindringt und sein spießiges Leben ein wenig interessanter gestaltet. Während Nick sich in der Stadt um seine Geschäfte kümmert, findet Casey in dessen Koffer eine große Menge Heroin, die er in einem Anfall kleinbürgerlicher Rechtschaffenheit schnellstens der Kanalisation übergibt. Die Zeiten des Drogenhandels sind für ihn vorbei. Allerdings sieht sich Casey alsbald mit einer Reihe von ungebetenen Gästen konfrontiert, die reges Interesse am Inhalt des Koffers zeigen: Ein Rastafari, der sämtliche Kifferklischees erfüllt; Dallas, die sexsüchtige Ex von Nick; ein kreissägenschwingender Spezialist für innovative Foltermethoden und ein korrupter Polizist, souverän gespielt von Mickey "Mugshot" Rourke. Sie alle hinterlassen eine scharlachrote Sauerei in Caseys Haus, die selbst Mr. Wolf arge Probleme bereiten würde.

Im Verlauf des Tages, an dem Casey mehrmals dem Tod von der Schippe springen muss, kommt beim Versuch, die Lage unter Kontrolle zu bringen, immer mehr sein altes Gangster-Ich zum Vorschein. Verschwommene Flashbacks unterbrechen das muntere Stelldichein im Haus und bringen Licht in seine dunkle Vergangenheit. Eine Erklärung für die blitzschnelle Mutation zum gutbürgerlichen Architekten vermögen sie jedoch nicht zu liefern. Damit wäre zumindest Nick geholfen, der mit Entsetzen feststellen muss, dass sein ehemaliger Partner nun Sojamilch trinkt und einen Kombi fährt. Immerhin besser als Drogen zu verticken und Konkurrenten umzunieten. Alles alte Geschichten, die Casey am liebsten vor dem Adoptionsgutachter verheimlichen würde, der ihn heute beurteilen wollte. Dank Dallas erfährt der dennoch von Caseys wilden Jahren in LA. Sein Bericht wird wahrscheinlich negativ ausfallen.

Neben diversen kleineren Einfällen und den starken schauspielerischen Leistungen der Protagonisten kann vor allem die eindrucksvolle Anfangsszene überzeugen. Geschickt vereinen sich in ihr alle Elemente, die "Thursday" auszeichnen. Nicks Versuch, beim Kaffee bestellen zu betrügen, endet mit einer toten Kassiererin und einem toten Polizisten, dazwischen gibt es coole Sprüche und Anspielungen auf die Popkultur. Mehr kann und sollte man von diesem Film auch nicht erwarten. Vom Drehbuch über den geschickt gewählten Soundtrack bis hin zum visuellen Stil - irgendwie bleibt immer das Gefühl, in einem Tarantino-Remake gelandet zu sein, was dem reinen Unterhaltungswert allerdings kaum schadet.

Da dieses Werk ohne die Arbeiten von Uns Quentin sicherlich nicht entstanden wäre, erweist sich "Thursday" ergo als Geheimtipp für all diejenigen, die mit einem neunzigminütigen Déjà-vu keine Probleme haben, sondern sich stattdessen einfach an den zahlreichen Vorzügen dieses Genres erfreuen können.

J. Großöhmigen
 


 

Name: Dieter
Email: Dieter@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Sehr schöner Film! :-)



Name: Toni Revada
Email: viva5@gmx.de
Bewertung:          (3 von 10 Augen)

Der Film ist einfach eine mittelmäßige Kopie von einigen Tarantino Filmen.

Wenn nichts anderes läuft, kann man sich den antun.



Name: Icke
Email: fuck@off.de
Bewertung:      (1 von 10 Augen)

Der größte Scheiss im Universum! Wer allerdings zuviel Zeit hat, keinen Wert auf Spannung und überhaupt irgendeine Handlung legt, der sollte hier mal reinschnuppern! Da wird einfach alles geboten, was keiner sehen will! Der Film ist genau 80 Minuten zu lang! Nach vier Minuten hat der Film seinen Höhepunkt erreicht, danach unterbietet er sich nur noch selbst! Glückwunsch - Ich bin unterwältigt und warte auf die Fortsetzung!



Name: f4f
Email: blabla@bla.de
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Zitat: Eine Erklärung für die blitzschnelle Mutation zum gut bürgerlichen Architekten vermögen sie jedoch nicht zu liefern.Zitat ende
und ob der Grund für die Mutation geliefert wird...man muss nur mal zwischen den zeilen lesen;)



Name: MiniQualmer
Email:
Bewertung:                    (8 von 10 Augen)

Alle Leute die diesen Film für eine billige Kopie von Tarantino halten, sollten vllt mal den TEXT OBEN lesen!!!
Man Tarantino ist für diesen Film nur Vorbild und ich muss wirklich sagen das es echt nen geiler Film ist, für eine Nachahmung!!!
Mal so gesagt... RICHTIG GEILER FILM



Name: Arthur Spooner
Email: qwert@web.de
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Jammerschade, während der Kopulation einen deftigen Kopfschuß zu bekommen.........



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Bewertung: von 10 Augen