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Outtake: Die Macht der Bibelkrieger - jetzt auch im Kino
V. Robrahn |
Frühere Outtakes und Editorials:
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Name: Angie Email: Angie@Angie.net Bewertung: Es ist das gute Recht der Menschen, egal ob in Amerika oder Europa, einen Film zu gucken oder eben nicht. Und wenn nicht genug eingespielt wird, um Fortsetzungen zu drehen, besagt das nur, dass die Film-Industrie vom Zuschauer abhängig ist - und das ist für mich keineswegs überraschend. Dabei ist es ganz egal, was für religiöse Hintergründe dabei ausschlaggebend sind. Also von wegen trübe Aussichten, ich weiß nicht was Herr Robrahn von der Filmindustrie erwartet, jedenfalls ist es ziemlich idealistisch, die Leute würden die Filme am meisten besuchen, die auch qualitativ am besten sind. Ich denke, da gibt es genug Gegenbeispiele. |
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Name: Fastjack Email: DarknessFalls@gmx.de Bewertung: Red doch ned so nen Mist Angie...natürlich hat jeder das Recht auf nen Film zu verzichten. Aber wenn der Film nur deshalb boykotiert wird, weil er Religionskritik übt (und das viel viel abgeschwächter als in den Büchern) und weil der Author überzeugter Atheist und Humanist ist, dann stimmt was gewaltig nicht. Es geht denen doch ned im Ansatz darum ob der Film überhaupt gut oder schlecht ist, sondern nur darin das er in ihren Augen eine Gefahr für die Gehirnwäsche ihrer dogmatisierten Kinder darstellt, die ja in Frage stellen könnten was ihnen tagtäglich an religiösem Wahnsinn eingeimpft wird. Das zeigt mal wieder das das neue Jahrhundert und die angehende Verblödung der Menschheit durch die erstarkenden Religionen in allen kulturellen Schichten zu spüren ist und hier das Medium Kino erwischt.... Traurig traurig.... |
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Name: Angie Email: Angie@Angie.net Bewertung: @fastjack: Wir leben nunmal in einer demokratischen Gesellschaft genau wie die Amis. Und wenn dort nunmal die Mehrheit der Bevölkerung so religiös ist, dass sie diesen Film boykottieren, dann dürfen sie das auch (auch wenn es so gut wie keinen Grund gibt). Du hast natürlich recht damit, dass religiöse Motive für die Bewertung eines Films nicht den Ausschlag geben sollten. Aber das zeigt ja auch, dass die Filmkultur keine Subkultur ist, sondern eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielt, genau wie Religion. Ich würde mir etwas mehr Respekt auf beiden Seiten wünschen. Glaubst du wirklich, alle religiösen Menschen wären strohdoof und du allein hast die Wahrheit? Damit stellst du dich auf diesselbe Ebene wie die religiösen Fundamentalisten, die dasselbe behaupten, nur umgekehrt. |
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Name: Fastjack Email: DarknessFalls@gmx.de Bewertung: @Angie Ich hab nie gesagt das ich allein die Wahrheit gepachtet habe. Und Respekt vor religiösem Fundamentalismus ? Nein tut mir leid, dafür kann ich keinen Respekt und auch keine Toleranz aufbringen. Ich bin lediglich der Meinung das die Religion ein veraltetes Instrument ist, dessen wir uns endlich entledigen müssen, denn schau dich doch mal auf der Welt um ....die letzten Jahrhunderte und auch heute noch ist die Religion für den Großteil des Übels auf unserer Erde verantwortlich....nix gegen die gemäßigten Gläubigen hier in Europa die reflektieren können. Aber alle meine Verachtung gegen jeglichen Fundamentalismus ob er nun islamisch oder christlich ist...und die Aktion die grad drüben in Amerika in Bezug auf den Film abgeht, ist nichts anderes als extremistische evangelikale Hetzpropaganda...und sowas hat in einer Demokratie eben nichts verloren. Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit bilden sich nämlich so langsam Demokratiefeindliche Strukturen... |
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Name: loser Email: email@adresse.de Bewertung: >>" Es ist das gute Recht der Menschen, egal ob in Amerika oder Europa, einen Film zu gucken oder eben nicht." Genau dieses "Recht" wird aber eingeschränkt durch diese bescheuerte Boykottierung seitens dieser überzeugten Christen. Ein Film, der anzunehmenderweise kein Geld einspielen wird, wird auch nicht produziert. Abgesehen davon ist Religion, die sich in den letzten Jahrzehnten nur noch durch Luftleer-Argumente und pro-christlichen Agnostizismus behauptet, wie Fastjack schon richtig sagte ein Aberglaube, den es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben dürfte. |
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Name: Aqua Email: aqua@go4more.de Bewertung: Das Outtake trifft den Nagel auf den Kopf: In den USA zeigen sich die Vorboten des nächsten dunklen Kapitels der Menschheitsgeschichte: Werte wie Meinungs- oder Religionsfreiheit und das Recht, seinen Verstand frei einzusetzen werden von christlichen Fundamentalisten systematisch untergraben, um bevormundende Erziehungsideale aus den 50ern uneingeschränkt anwenden zu können. In meinem Bekanntenkreis sind einige Leute, die einen Schüleraustausch in die Staaten gemacht haben. Vorallem in Texas' Familien haben Schule, Kirche und Eltern in ihrem Handeln beängstiende Ähnlichkeit mit dem Vorgehen des kompass'schen Magisteriums, frei nach der Losung: "SELIG (werden/sind) die geistig (Armen/Beraubten/Bevormundeten)". |
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Name: Jane the Bane Email: jellybane@web.de Bewertung: Die religiöse Rechte der Vereinigten Staaten unter dem Verweis auf demokratische Freiheiten zu verteidigen ist etwa so, als würde man Bücherzensur und -verbrennungen unter der Rubrik "freie Meinungsäußerung" zusammenfassen. Geistesgeschichtlich befinden sich weite Teile dieser Fundamentalchristen noch im tiefsten Mittelalter: überall sind Dämonen am Werk, und alles, was mit der wörtlich verstandenen Schöpfungsgeschichte einer Hirtenkultur der Bronzezeit nicht in Einklang zu bringen ist, *muss* von vornherein Teufelszeug sein. Nun sei es jedem freigestellt, jedweden Unsinn zu glauben - aber dieselben Leute setzen sich dann dafür ein, dass die Schöpfungsgeschichte als "gleichwertige Theorie" neben der Evolution unterrichtet wird, laden die Gemeinde kollektiv zu Gibsons "Passion" - oder betreiben eben eine beispiellose Schmierkampagne gegen Filme wie "Der Goldene Kompass". Zeitweise war dort drüben sogar Anne Franks Tagebuch auf dem Index - weil die junge Dame geschrieben hat, dass sie nicht an Gott glaubt, und somit als Identifikationsfigur für gute amerikanische Kinder nicht in Frage kommt. |
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Name: ich Email: ich@ichkom.de Bewertung: Sehr gut geschrieben. Und leider sehr wahr. In der heutigen Zeit bestimmt immer noch ein Aberglaube das Leben der Menschen. Er zerstört immer noch mehr, als er je versucht hat aufzubauen. Welche Greueltaten im Namen der Kirche begangen wurden, sind nicht mehr aufzuzählen. Im Namen aller sogenannten Götter, im übrigen. Aber Amerika ist noch immer das Land der Superlative, wenn es um Dummheit geht. Das wird sich auch nicht ändern. Das wir auch hier solche armen Geister haben, ist ebenfalls bekannt. Das ich aber wohl nie die Vorsetzungen von einem der besten Fantasy-Filme nach Herr der Ringe sehen werde,macht mich traurig und wütend zugleich. |
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Name: Kris Email: Kris522222@aol.com Bewertung: Hätte man mich nicht mit der Nase darauf gestoßne wäre mir (als überzeugte Christin) gar nicht aufgefallen, dass in dem Film so radikale Religionskritik geübt wird. Ich sehe das doch eher als Kritik an einer machtbesessenen, rücksichtslosen Obrigkeit. Und wenn man es wirklich auf die Religion bezieht, dann kritisiert der Film höchstens die Institution, also die Kirche. Aber mal ehrlich, eine Bande von Bösewichtern, die Kindern ihre Seelen rauben will und sie so gefügig machen, das könnte man auch als Kritik an unserer Konsumgesellschaft auffassen. Ist doch alles eine Frage der Interpretation. Zwei Dinge finde ich bei dieser Diskussion beängstigend: 1. Dass die christlichen Fundamentalisten in den USA überhaupt ihren Glauben durch den Film kritisiert sehen. 2. Dass die wirklich so viel Macht haben, dass sich ihre Anschauung auf die Einspielergebnisse auswirkt. Denn: Selbst wenn hier Kritik geübt wird, das muss erlaubt sein. Von einem Fantasy-Kinderfilm sollte niemand seinen Glauben angegriffen sehen und selbst wenn es so wäre, sollte man damit souverän umgehen können. Man müsste sagen können, dass sich jeder ein eigenes Urteil bilden sollte. Aber das ist eben typisch für die Amerikaner, lieber verdammen, als sich wirklich damit auseinander zusetzen. Aber ein Sekten-Guru wie Tom Cruise ist ein anerkannter Filmstar. Viel interessanter sind da seine Beziehungsgeschichten, als seine radikalen religiösen Ansichten. Tja, die USA sind eben ein Land der Widersprüche. |
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