filmszene-Outtake: Arnie for President!

Wie die stets bestens informierte IMDB kürzlich vermeldete, hat Aktschn-Fuimer Arnold Schwarzenegger seine Kandidatur für das Gouverneursamt von Kalifornien jetzt doch zurückgezogen.
Och, Menno, mag man sich da denken, wurde doch nicht einmal vor Monatsfrist noch Gegenteiliges berichtet, wodurch die Vorfreude auf den anstehenden Wahlkampf bereits kräftig geschürt wurde. Da hätte good old Arnie endlich aufgeräumt mit den verstockten, politisch korrekten Gepflogenheiten in der selbstdeklarierten ältesten Demokratie der Welt. Schwere Geschütze (und diesmal nicht verbaler Natur!) gegen den Gegner aus dem anderen Lager wären da an der Tagesordnung. Wer als Journalist freche Fragen stellt, wird erstmal handtaschengerecht zusammengefaltet. Und bei großen Veranstaltungen wäre die Sicht endlich einmal frei gewesen auf den Protagonisten. Nicht nur, weil Arnold die obligatorische Armee an Bodyguards nicht braucht, schließlich ist er für sich selbst ja Schutz genug, sondern auch, weil zu Beginn erst einmal das halbe Publikum per MG nieder gemäht worden wäre. Nur um mal klar zu stellen, wo der Hammer hängt. Und damit auch alle kapieren, was Herr Schwarzenegger unter einer schonungslosen und der Praxis angepassten Politik zur Kriminalitätsminimierung versteht.
Gerade mit seinem Kumpel George W. im Weißen Haus hätte Arnie wahre Feste der Verbrechensbekämpfung feiern können. Ist Georgie-Boy doch der Welt größter Fan von einer ordentlich durchgezogenen Hinrichtung, und wer würde sich als Nonstop-Henker mit hoher methodischer Effizienz besser eignen als der Steiermarks stolzester Sohnemann? Sowohl von den politischen Standpunkten als auch den geistigen Fähigkeiten her haben George und Arnold soviel gemeinsam, ein Traumteam par excellence wäre das gewesen.

Doch nun will Arnold erst einmal die Filmprojekte "True Lies 2" und "Terminator 3" verwirklichen. Die versprechen zumindest einen ähnlich hohen Bodycount wie ein zünftiger Wahlkampf, und werden mit höllisch hanebüchenen Storys ganz sicher dazu beitragen, den Intelligenzlevel des amerikanischen Volkes genug ab zu senken, als daß es auch Arnold Schwarzenegger eines Tages zum Führer der freien Welt wählen wird. Dafür müssten sie zwar die Verfassung ändern, aber schließlich wurde uns bereits in "Demolition Man" prophezeit, daß es einst einmal die Schwarzenegger-Präsidentenbibliothek geben wird. Und Filme haben schließlich immer recht.

Doch bis dahin müssen wir noch ein wenig geduldig sein. Uns Arnold möchte mit politischen Ämtern noch warten, bis seine Kinder etwas älter sind. Puh, da fällt uns aber ein Stein vom Herzen. Er hat seine Ambitionen zum Glück noch nicht aufgegeben. Filme und Familie sollen für den Moment Vorrang genießen. Doch mit grimmigem Blick läßt Arnie seine politischen Feinde erschauern, während die Fans euphorisch kreischen, als er ein weiteres Mal verspricht: "I'll be back."