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Editorial: Lucas, führ uns zum Schotter - Der akute Zuschauerschwund des Hollywood-Kinos
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Frühere Outtakes und Editorials:
| Name: Bommel Email: bommel@usa.com Bewertung: ( von 10 Digital Eyes) "Die meisten Filme sind einfach scheiße." Ganz im Ernst, so ist es. Was in vergangener Zeit in den Kinosälen an die Leinwand projeziert wurde, war teilweise nicht mehr zu ertragen. Ich fragte mich immer wieder, wie diese oder jene Story überhaupt bis ins Kino durchgekommen ist. War da während der gesamten Produktion kein Mensch, der mal den Finger hob und sagte, "Hey Leute, was wir hier machen ist Müll, das können wir so nicht ins Kino lassen"? Nein. Stattdessen sah man die üblichen Making-Offs, in welchen die Darsteller über die Genialität des Stoffes philosophierten und die unglaublichen Fähigkeiten des Regisseurs hervorhoben. Man nahm es ihnen schon lange nicht mehr ab. Aber warum gab es keine Qualität? Warum hatte man ständig das Gefühl, die Filmemacher seien nicht mit Enthusiasmus und Motivation bei der Sache. Wo waren Künstler, die ein Werk erschaffen wollen? Wofür bekommen Roberts, Pitt, Cruise etc. ihre abartig hohen Millionengagen? Offenbar war es oftmals durchaus so, dass man den Zuschauer einfach verarschen wollte. Lockmittel wurden benutzt, wie überzeugende, geniale Trailer oder vielversprechende Sequels. Inzwischen hat man den Dreh aber raus: Je besser der Trailer, desto schlechter der Film. Mehrteilige Kinofilme sieht man sich auch besser nur noch an, wenn "Herr der Ringe" draufsteht. Und Sequels sollte man grundsätzlich meiden, auch wenn ganz selten gute Filme dabei sind. Andererseits, die Nachfrage bestimmt auch das Angebot. Wenn ich zurückblicke und mir allein mal die Kritiken der Leser hier vor Augen führe, so ist der Anspruch der Masse gesunken und auch der größte Schrott kann unerklärliche Erfolge einfahren. Man hatte auch mehrmals den Eindruck, dass sich viele nicht eingestehen wollten, dass der gerade gesehene Film einfach ein Totalausfall künstlerischen Schaffens war. Oft war die Story sehr vielversprechend und man hat sich auf Interessantes und Faszinierendes gefreut, sich selber schon ausgemalt, wie die Geschichte wohl aussehen könnte. Aber dann war da nur langweiliger Murks aus der Klischee- und "alles-schon-mal-gesehen"-Dose und man sah sich nach der Vorstellung an und sagte "Schade". Umso glücklicher bin ich, wenn man sieht, dass die Zuschauer endlich aufwachen und sich nicht jeden Film kritiklos ansehen. PS. Wenn mich nicht alles täuscht, kommt man nur über die "Updates" zu diesem Editorial. Das muss geändert werden, denn es wäre schade, wenn dieser lesenswerte Artikel übersehen wird. |
| Name: tomblue Email: tom_blue@gmx.net Bewertung: ( von 10 Digital Eyes) Kann mich euren Gedanken sowie meinem Vorredner nur anschliessen. Es fällt immer schwerer einen anständigen Film im Kino zu finden für den man bereit ist die 7 bis 10 Euro (je nach Wochentag & Filmlänge) abzudrücken. Schliesslich will man was sehen für sein Geld. Und während man früher mit ziemlicher Sicherheit in einem gross angekündigten Blockbuster zumindest jede Menge gute Action & Spannung (wenn auch oftmals keine logische Story) geboten bekam - z.B. in fast jedem Schwarzenegger-Film - so kann man sich mittlerweile meist nur noch auf Mundpropaganda verlassen. Ein guter Trailer macht noch keinen guten Film (siehe "Alien vs. Predator). Ich persönlich bevorzuge immer mehr Filmkost aus Asien: Movies aus Hongkong/China , Südkorea, Indien, Thailand und Japan bieten etwas, was dem Hollywood-Mainstream mittlerweile fast völlig verloren gegangen ist: Innovation & Überraschung. Hier bekommt man noch Geschichten und Bilder zu sehen, die einem den Mund vor Staunen offen stehen lassen ("Tiger & Dragon", "Hero", "Flying Daggers", "Kung Fu Hustle", Shaolin Soccer", "2009 - Lost Memories" um nur einige wenige zu nennen). Ein Grossteil dieser Filme muss sich schon längst nicht mehr hinter Grossproduktionen aus Hollywood verstecken, im Gegenteil: In Sachen Kamera, Action-Choreographie und Schnitt setzen viele Fernostler die Messlatte so hoch an, das amerikanische Produktionen gerade noch hals albwegs gelungene Kopien durchgehen. Ein weiterer Grund für die oftmals sehr gute Qualität der fernöstlichen Produktionen ist das - im Vergleich zu Hollywood-Blockbustern - extrem geringe Budget, welches sehr sparsam und überlegt eingesetzt werden muss, was eine unheimliche Kreativität zur Folge hat, die ich bei amerikanischen Filmen so vermisse. Für die 25 Millionen Dollar-Gage, die manche Hollywood-Schauspieler einsacken kann man in Fernost nicht nur einen sondern gleich mehrere Filme drehen - inklusive einige der bekanntesten Stars des asiatischen Kinos als Hauptdarsteller. Anstatt also nur auf teuer produzierte Blockbuster zu setzen und erfolgreiche Filme aus Deutschland, Frankreich und Fernost in nachgedrehten, amerikanisierten "Remakes" zu verwursten sollten einige Hollywood-Bosse mal überprüfen ob die Relationen überhaupt noch stimmen: Welcher der 20-Millionen Dollar-Stars ist tatsächlich noch seine Kohle wert? Brauche ich einen dieser Stars um die Leute ins Kino zu locken? Vielmehr sollte man mehr auf neue Ideen und vor allem gute Storys setzen, denn diese waren in den letzten Jahren mehr als rar. |
| Name: Martin Email: - Bewertung: ( von 10 Digital Eyes) Ich würde zwar nicht soweit gehen, die meisten Filme als Scheiße zu bezeichnen, aber sie kommen zweifellos über das Mittelmaß nicht hinaus. Der Grund liegt M.E. meist in schlechetn oder mittelmäßigen Drehbüchern. Statt eine spannende Story mit gut entwickelten Charaktären und guten Dialogen auf die Leinwand zu bringen, konzentrieren sich die Filmemacher auf visuelle Effekte. So auch beim neuesten Starwars, wo versucht wurde, diese Grundzutaten eines guten Films durch ein Feuerwerk von Kampfgetümmeln zu ersetzen. Ich gucke mir ja auch gerne gut gemachte visuelle Effekte an, das klappt aber eben nur begrenzt. Zunächst müssen Story, Charaktäre und Dialoge stimmen. Da haperts meist beträchtlich. |
| Name: wesni Email: jepp Bewertung: ( von 10 Digital Eyes) kann mich allen artikeln nur anschliessen, muss aber noch was hinzufügen: ich glaub nich unbedingt das die filme wirklich schlechter werden -es gab auch vor jahren schon genug schrott welches massig geld gemacht hat- und die einnahmen nur deswegen so viel fallen. viel mehr ist das angebot des internets einfach zu gross und zu verlockend, man bekommt ja jeden film spätestens ein paar tage nach dem kinostart in passabler bis guter qualität aus dem netz - und zwar völlig kostenlos! während man früher in die stupiden actionkracher ins kino gegangen ist und eintritt gezahlt hat um sich zu überzeugen wie schlecht der film ist, lädt man ihn heute einfach runter... das ist für mich der absolute hauptgrund für den gewinneinbruch. und ach ja, dadurch haben auch die kleinen produktionen wie "garden state" höhere kinozuschauerzahlen, da kleine produktionen viel schwerer übers internet zu besorgen sind. sie profitieren quasi noch durch diesen massiven missbrauch. |
| Name: ich hab keine Ahnung!!! Email: ich-hab@keine-ahnung.de Bewertung: ( von 10 Digital Eyes) @wesni: Ich finde was Du schreibst ist absoluter Quatsch. Wenn es so wäre dann würden wir kaum noch Blockbuster sehen. Es gehen immer noch mehr als genug Leute ins Kino so das es sich für alle immer noch rentiert. Das problem ist ja auch nicht unbedint das die Firmen keinen Gewinn mehr machen sondern viel eher das sie weniger gewinn machen, was aber bedeutet sie machen nach wie vor noch Gewinn. Auch wenn in dem Artikel steht das einige Filme hinter den Kosten bleiben. Die Produktionsfirmen sollten sich überlegen den tollen Schauspielern die Gage mal zu kürzen. Ich finde es nicht in Ordnung das z.B. eine J. Roberts oder ein B. Pitt ca. 20 Mil. für einen Film abräumen. Überleg mal wenn Du 2 solcher Stars schon in einem Film hast welche Kosten das sind ohne das auch nur 1cm Film verschwendet wurde, an Filmen wie Oceans 12 kann man das ja wunderbar erkennen. Der Müsste eigentlich schon 250 Mil. in der produktion gekostet haben bei der Besetzung!! Die Qualität des Filmes ist ja mehr als beschissen, ich kann mir kaum vorstellen das es wirklich Leute gibt denen dieser Film gefallen haben könnte!?!?! So und noch die kinopreise also 7-10 Euro pro Karte für einen Film ist ja schon eine Frechheit und das ist wohl auch einer der hauptgründe warum das Ganze den Bach runter geht. Wenn die Preise nicht gesenkt werden (ich weiss es gibt Kino Tage), generell gesenkt werden dann wird sich dieser Trend auf jedenfall durchsetzen, wer hat den so viel geld das er mit 2 Kindern und 2 Erwachsenen regelmässig ins Kino gehen kann?? Da sind ja schon im Vorfeld mind. 28 Euro weg ohne Trinken, Popcorn oder Eis. Also kostet ein Kinobesuch in der Besten Konstellation 50 Euro und das für einen Film. Das sind die wahren Gründe warum das Kino und die Filmindustrie den bach runter gehen und natürlich die meisten schwachsinnigen Filme!!!! |