Zatoichi - Der blinde Samurai

kostüm-drama-action, japan 2003
original
zatoichi
regie
takeshi kitano
drehbuch
takeshi kitano
cast

takeshi kitano,
tadanobu asano,
michiyo ogusu,
daigoro tachibana, u.a.

spielzeit
116 min.
kinostart
24.06.2004
homepage

 

bewertung

(8/10 augen)





 

 

 

 



 

Japan, neunzehntes Jahrhundert. Der blinde Masseur Zatoichi (Beat Takeshi) zieht einsam durch das Land. Viele halten den gebrechlich wirkenden Mann für leichte Beute, jedoch erweist er sich bald als geschickter Samurai, dessen Schwert in seinem Blindenstock verborgen ist. Zatoichi lehrt die Zuschauer schnell, das man mit den Augen vielleicht am schlechtesten sieht, da unser Blick immer nur die Oberfläche berührt. Wie schon Kurosawas "Yojimbo" gerät Zatoichi in einen Ort der von einer brutalen Gang terrorisiert wird (Kurosawas Filme waren auch die Vorlage zu Sergio Leones Spaghetti-Western). Die Macht der Ginzo-Gang vergrößert sich noch, als der Ronin Hattori (Tadanobu Asano) ihr seine Dienste anbietet. Zunächst interessiert sich Zatoichi nicht für die Leiden der Dorfbewohner, dann aber trifft er auf zwei Geishas (Daigoro Tachibana und Yuko Daike), deren gesamte Familie von einem Mann namens Kuchinawa getötet wurde. Die Geschwister vermuten den Mörder in der Ginzo-Gang und wollen sich rächen...

Takeshi "Beat" Kitano ist hierzulande mit Filmen wie "Hana Bi" und "Dolls" hauptsächlich auf Programm-Kinos abonniert. In Japan allerdings begann seine Karriere als Komiker im Fernsehen und Kitano ist dort auch heute noch mit Spielshows wie "Takeshi's Castle" dabei. Sein neuer Film ist eine Wiederaufnahme des in den 60er Jahren berühmt gewordenen Zatoichi-Stoffes. Bis in die 80er Jahre wurde der blinde Masseur insgesamt 26 Mal von der japanischen Filmlegende Shintaro Katsu verkörpert.
In postmoderner Manier kombiniert Kitano das vor allem durch Akira Kurosawa bestimmte traditionelle Samurai-Genre (Ran, Sieben Samurai, Yojimbo) mit modernen Elementen, zum Beispiel sind Zatoichis Haare Wasserstoffblond gefärbt, ein Effekt der den ungewöhnlichen Helden noch mehr hervorhebt. Außerdem erinnert die zum Rhythmus der Musik ausgeführte Feldarbeit der Bauern und ein Finale mit der japanischen Steptanz-Gruppe "The Stripes" an die Glanzzeit der Hollywood-Musicals. Doch damit ist die Stilvielfalt Kitanos noch lange nicht erschöpft: Computeranimiertes, weitspritzendes Blut sowie umherfliegende Körperteile lassen einen an Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss" denken, während die Slapstickeinlagen an Charlie Chaplin erinnern.
Trotz allem dominieren auch in diesem Film Themen wie Ehre, Verantwortung und Rache, und es mangelt nicht an spektakulären Schwertkämpfen. "Zatoichi" hat einige Längen, diese werden aber immer wieder durch Überraschungen und Kitanos faszinierend kontrollierte Bewegungen wettgemacht, zum Beispiel bei seinem ersten Treffen mit Hattori. Obwohl der Film seine Darstellung von Elend und Tod ernst nimmt, kommt auch die Komik nie zu kurz, eine Mischung, die "Zatoichi" seine besondere Stimmung gibt. Eingeschworene Kurosawa-Fans könnten mit Kitanos Stileintopf ihre Probleme haben, Neugierigen wird vielleicht dadurch der Einstieg ins japanische Kino erleichtert.

A. Plumeyer

 


Name: buki
Email: kabuk1@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Als großer Japanfan freu ich mich schon auf diesen Film. Hätte nicht gedacht, dass er hierzulande auf so große Aufmerksamkeit stößt. Stern.de hat auch schon nen artikel geschrieben.



Name: iRoNic
Email: afafafdads@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

also in 10 von 10 Kinos bei mir in der Umgebung läuft er noch nicht.
Vielleicht weiss jemand ein Kino in der Umgebung von Stuttgart, am besten südlich davon, ob er da irgendwo läuft?!?!



Name: pim
Email: pim@pom.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

hm, hier hat wohl der rezensent herr plumeyer keine große lust auf eine ausführliche rezension gehabt. im aktuellen spiegel und in der aktuellen zeit findet ihr sehr detaillierte besprechungen dieses films. die obige ist ja ein witz...



Name: Sven
Email: scsad@sasd.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Sehr guter und unterhaltsamer Film! Würde sogar 10 Augen geben, weil es genau das Genre ist, das ich mag, aber dafür waren mir die Kampfszenen zu sehr aus dem Computer gemacht. Dennoch sehr gut!



Name: Henry
Email: Henry@gmx.net
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Kill Bill classic

Wie oben bereits erwähnt ist der Soundtrack auch ein Highlight (im Takt zu den Bauern, Kindern in der Pfütze oder den Handwerkern... kommt sehr gut)

hmm, warum lasse ich einen Punkt weg ? weil mir die richtig heiße Braut fehlt...

Action, Spannung und Humor stimmt.

Die Kampfszenen sind nicht aus dem PC. Was der Vorredner vermutlich kritisieren wollte: Das Blut und die abgetrennten Glieder (Finger , Arme etc.) sehen sehr künstlich aus...Plastik(?)-Modelle - ist aber im Stil der bekannten Bruce Lee Filme und daher für mich vollkommen in Ordnung...das Blut wirkt auch etwas komisch, so ein dicker Schwall immer und ob das auch in diese Richtung gehen würde? aber ist ja auch egal und der Film lebt ja auch nicht davon...jedenfalls hatten die Leute nicht so einen enormen Bluthochdruck wie in "Kill Bill", wo aus einem Finger eine 5 Meter lange Fontäne kommmt...

so, will nicht länger rumsabbeln...super streifen...unbedingt sehen !!!

Zum Kino: Cinemaxx zeigt sowas ja in unserer Gegend NIE (!!!) - Also kleines Independent-Kino raussuchen in der Nähe und ab gehts...



Name: Sven
Email: scsad@sasd.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Habe mich wohl falsch ausgedrückt. Die Waffen und die Einstiche waren teilweise aus dem Computer und sahen sehr schlecht aus. Ein in den Brustkorb eingestochenes Messer "wackelt" im Körper hin und her, was eindeutlich dem Computer zuzuschreiben ist.



Name: Elektro
Email: blub@blob.blörp
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ironic - Zatoichi läuft zur Zeit im Arsenal in Tübingen (30 km südl. Stuttgart)

http://www.cityinfonetz.de/tagblatt/kino/?aktion=programm&o=Tuebingen



Name: kabuki
Email: kabuk1@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

So, hab den Film nu gesehn. 8/8 punkte sind durchaus gerechtfertigt.
Es fehlt zwar der gewisse Kick in dem Film (mitgefiebert hab ich an keiner stelle), aber die kämpfe als highlights und einige durchaus lustige gags machen das ganze wieder weg. Zudem ist die Hauptfigur, besonders durch den Darsteller, eine überaus sympatische Person, auf die man immer wieder wartet.

acht punkte



Name: iRoNic
Email: afsdgi@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

@ elektro, danke ich war gestern dort.
Die Kampfszenen haben mir sehr gefallen wenn auch das Blut etwas künstlich aussah und die Wirze waren auch gut. 8 Punkt sind meiner Meinung nach gerechtfertigt.



Name: NIKE
Email: 1607-461@onlinehome.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

So einen Schwachsinn habe ich echt selten gesehen !



Name: pim
Email: pimpalim@pom.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

guter film. leider ist das westliche publikum die im asiatischen kino immer noch beliebten langsamen schnitte nicht mehr gewohnt (die bei uns bis in die 80er übrigens durchaus üblich waren ...)



Name: typ der mit N.H. im kino war
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

ein bsichen strange - besser als kill bill 2 ( fand ich sehr enttäuschend ) - schlechter als kill bill 1 - strange aber irgendwie auch ein ganz gute film - langweilig war er nicht

wer das genre mag reingehen wer mit soetwas nichts anfangen kann auf keinen fall !



Name: Der Herr Takeshi!
Email: bilybas@t-online.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Also jetzt mal ehrlich!

Es ist nicht so das ich dass Japankino nicht mag oder alles was in unseren Breitengerade alternativ und neu wirkt, verurteile, aber dieser Film ist leider von vorne bis hinten Mist!
Die ellenlangen Szenen, deren Aussage meistens auf dem Niveau einer BieneMajaFolge liegen, bieten Dialoge die zum Hirntod führen,Witze auf unterem Karnevalsniveau und Actionszenen die man so künstlich aussehen, als hätte man sie auf einem C64 programmiert.
Die Figuren haben weder ein Gesicht noch eine Motivation,die Bildsprache ist zwar episch aber trotzdem langweilig und die musikalischen Tanzszenen hätten sogar in Dawn of the Dead oder Terminator 1 mehr Sinn gehabt.
Das einzig Erträgliche ist die Darstellung des Zaitochi,er ist der einzige Charakter, dessen Verhalten nicht so wirkt, als würde seine Kopf mit Milchgetränkten Weißbrot gefüllt sein.
Alles in Allem habe ich noch nie( nichtmal in Supersüß und Supersexy!) soviele Zuschauer in Panik um ihr Leben und ihr Hirn das Kino vorzeitig verlassen sehen.
Also lieber Finger Weg vom blinden Samurai!
Grüße



Name: T@keo
Email: D@sn'tex.ist
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Hallo zusammen,

zunächst mal bin ich bekennender Asien-Fan. (Daher auch mein Nic ;o)

Nicht alles was von Ostwärts kommt ist gut (Full Metall Jakuza), bekommt von mir aber generell den Bonus "Es ist nicht aus den USA".

Und da in Asien/speziell Japan Herr Takeshi Kitano nun mal der Kult Regisseur und Medienmagnet schlecht hin ist, gilt ihm natürlich eine besondere Aufmerksamkeit. Da asiatische Geschichten kulturell nicht mit westlichen Geschichten zu vergleichen sind wundert es mich nicht, wenn sich Europäer verständnislos oder gar abgeneigt, dieser Erzählart/dem Erzählten gegenüber zeigen. Asien ist nicht Hollywood, zum Glück.

Zatoichi ist meinen Augen als Komödie zu sehen.
1. Im vergleich zu allen anderen Machwerken von Herrn Takeshi hab ich bei keinem seiner Filme so gut gelacht.
2. Das Computer animierte Blut ist so schön übertrieben, dass man es nicht als ernsthafte Gewaltdarstellung, sondern als Parodie der selben betrachten sollte.
3. So schön verrückte Charaktere gibt es in westlichen Filmen einfach nicht. (Vielleicht aus asiaticher Sicht)
4. Die Tanzeinlage fast aller Hauptdarsteller stellt eindeutig klar was dieser Film möchte, Unterhalten. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Fazit für Asien neulinge ein bizarres Machwerk mit übertriebener Gewaltdarstellung. Für Kenner und Fans ein weiterer Meilenstein in der Regie Geschichte Takeshi Kitanos. Und ein weiterer Einblick in die Facettenreichheit eines Japanischen Regie Tallents.

Gruß
T@keo



Name: tomblue
Email: tom_blue@gmx.net
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Bin ebenfalls ein grosser Fan des asiatischen Kinos, konnte mich für die japanischen Filme aber eher weniger begeistern. Dies hat sich auch mit Kitanos neuem Film nicht geändert, da man weder richtig mitfiebern kann und der Film auch keine durchgehende Spannung bietet. Alles in allem kein schlechter Film aber auch kein wirkliches Highlight des asiatischen Films.



Name: tobman.rlp
Email: annonymous@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Die Schauspielerische Leistung ist besser als bei allen anderen Filmen die zur Zeit laufen. Kein action film, wie z.B. the punisher kommt auch nur annähernd an den film ran. Die story zieht sich manchmal etwas, wer aber gewillt ist sich in die mentalität dieser menschen hineinzuversetzen wird nicht enttäuscht. Jeder Charakter stellt sich überzeugend zur Schau, mit details die wirklich sinn machen. Deutlich wird auch die mentalität dieses Volkes, anhand der lebensgeschichte der einzelnen Darsteller erzählt.
Nicht zu vergleichen mit amerikanischen Filmen und diesen oberflächlichen comicfiguren.

P.S.: Mag auch amerikanische Filme, oft retten sie durch action und computerszenen die miese story die Sie zu verkaufen suchen.



Name: DullBoy
Email: allworkandnoplaymakesjackadullboy
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Finde der Film macht schon irgendwo Laune.
Man sollte ihn halt nicht zu ernst nehmen.
Der coole Rhytmus der den Film durchzieht ist lustig in Szene gesetzt und auch wenn die Spannung nicht richtig aufkommen will, da die Story ein wenig hanebüchen ist, kann Zatoichi unterhalten.
Ist eben mehr eine schräge und brutale Komödie mit viel Computer-Kunstblut was eigentlich nicht weiter stört.



Name: Harakiri
Email: martin.harakiri@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Also was für ein Film...
ich dachte mir, machst du dir mal nen netten kinoabend, die dolmetscherin und zatoichi ausgeliehen, beim ersten ordentlich gelangweilt und augen verdreht nach soviel hollywood typischen cliches und dann kam zatoichi und ich muss sagen ich war geschockt, durchaus positiv. Dieser Film hat einfach Stil, die Hintergrundmusik, immer passend und wie ich finde durchaus mitreissend. Kampfsituationen, kurz, heftig auf den Punkt gebracht (nicht wie bei manchen samuraigedöns hin und her und hier und da und unheimlich ausschweifend). Die Figuren, in erster linie die protagonisten, sehr skuril und bei Betrachtung der japanischen Gesellschaft durchaus provokativ (männliche Geisha, Möchtegernsamurai etc.). Wirklich großartige Szenen und die langatmigkeit die meine vorschreiber meinten, passen großartig in das Gefüge des Filmes, vor allem werden dadurch die Höhepunkte noch weiter herauskristallisiert, diese wunderbare Atmosphäre wird erzeugt, außerdem sollten es kitano kenner schon kennen. Dialoge gibt es hier kaum, aber ich vermisse auch keine, jeder den es bei so manchen hollywood streifen genervt hat das wirklich alles und jeder kommentiert wird, statt bilder sprechen zu lassen, weiss was ich meine. Wer bei diesem Film mit Schubladenpolitik kommt, hat schon schlechte Karten, aber jeder der Aufgeschlossen ist für neue und interessante Filme sollte sich diesen zu Gemüte führen. Ich kann mich nur wiederholen: Dieser Film hat Stil!



Name: Cartman
Email: -
Bewertung:                    (8 von 10 Augen)

Die Schauspielerische Leistung aller Akteure ist erstklassig und auch die Story bietet einige Überraschungen,aber ein großer Teil der Atmosphäre wird durch den wirklich seltsamen und dämlichen Humor zerstört.Vorallem als Zatoichi am Ende nochmal alles gibt taucht eine irre Massentanzszene auf und macht das ansonsten gelungene Ende lächerlich.
Deshalb ziehe ich 2 Augen ab.



Name: Itto Okami
Email: gnu147@web.de
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

ich finde das man schon etwas von Japan kennen sollte,Wissen was Busido bedeutet.der Film war voll super auch wenn er Längen hatte.Ein Schwertkampf dauert sowieso nicht lange,o.k. das Blut spritzt naturlich übertrieben viel und weit.Dafür ist ein Film nicht echt,auch wenn bei den Kämpfen die Schwertaktionen zum Teil realistisch waren,ich träniere selber,weiß allso wo von ich rede.Schaut euch auch mal Der Wolf und sein Sohn.AUCH DIE ALTEN Zatoichifime sind auch sehr gut anschauen.Ich wäre gerne ein richtiger Samurai und könnte in die Zeit zurück gehen!!
Gruß Itto Okami



Name: papcam
Email: organuhr@yahoo.de
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

Ein guter Film ! Besonders gelungene Mischung aus Tradition und "Streifen" der Moderne. Schöne Bilder / Scenen. Angenehm, daß der Held
nicht gegen 100-200 Feinde (Honkong) antreten muß. Das Ästhetische mit Humor verbinden, ist ein Thema welches wenige Filme geschafft haben. Gruß auch an den Wolf mit dem Kind. Daigoro.



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Bewertung: von 10 Augen