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satire,
usa 2000 |
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original
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nurse
betty |
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regie
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neil
labute |
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drehbuch
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john
c. richards, james flamberg |
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cast:
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renee zellweger,
morgan freeman,
chris rock,
greg kinnear, u.a.
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spielzeit
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108
min. |
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kinostart
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26.10.2000 |
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homepage
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http://www.nursebetty.de
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bewertung
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(8/10 augen) |
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„General Hospital“,
„Chicago Hope“ und „Emergency Room“: Hübsche Mädels in Schwesternkluft,
smarte Docs und ein bißchen Blut - was will man mehr. Das Erfolgsrezept
der Krankenhausserien bannt Millionen von Menschen Woche für
Woche vor ihre Fernsehgeräte. So auch die unscheinbare Kellnerin
Betty Sizemore im öden Kansas, die die Episoden der Daily Soap
„A Reason to Love“ wahrlich verschlingt. Und weil ihr eigenes Leben
im amerikanischen Provinznest als Ehefrau eines herumscharwenzelnden
Gebrauchtwagenhändlers ein Graus ist, ist es nicht weiter verwunderlich,
daß ihr Herz für den perfekten und aalglatten TV-Traum-Doc
Dr. David Ravell entbrennt.
Doch das Schicksal spielt manchmal komische Streiche: Bettys Ehemann
wird nach einem diletantischen Drogendeal vor ihren Augen ermordet,
und schon bald darauf sind die Killer hinter der stark traumatisierten
Kellnerin her. Die ist allerdings inzwischen auf dem Weg nach Hollywood,
denn sie hält sich, Trauma sei Dank, inzwischen
für eine Krankenschwester sowie die Ex-Verlobte ihres angebeteten
TV-Doktors. Sehr vertrackt, das Ganze, aber einfach gut.
Die Besetzung allein läßt schon ahnen, was man von diesem
Film erwarten kann: Da ist die naiv und schüchtern wirkende,
hochanständige Betty, gespielt von der Texanerin Reneé
Zellweger („Jerry Maguire“, „Der Junggeselle“). Ständig hat man
als Zuschauer Angst um sie, will sie beschützen, ihr den richtigen
Weg zeigen und ihr behutsam den Kopf tätscheln.
Gejagt
wird Betty von zwei bezaubernden Ganoven: Zum einen ist da Charlie,
gespielt von dem mittlerweile 63-jährigen Morgan Freeman. Charlie
ist ein Auftragskiller, er macht seine Jobs professionell, wohl überlegt
und sauber. Betty soll sein letztes Opfer sein, bevor er sich in Florida
zur Ruhe setzt.
Begleitet wird Charlie von dem hitzköpfigen Wesley, gespielt
von dem verbal übersprudelnden und dabei gerne auch giftigen
Stand-Up-Comedian Chris Rock. Der flucht in aberwitzigem Tempo und
fuchtelt mit seiner Kanone rum wie ein Irrer. Wie man ihn eben kennt.
Und schließlich ist da noch der smarte, charmante und gutaussehende
Soap-Darsteller George, alias Greg Kinnear. Keine Ahnung von Erster
Hilfe, aber ein perlweißes Lächeln im Gesicht.
Regisseur
Neil LaBute hat sich äußerste Mühe gegeben, seinen
dritten Spielfilm möglichst authentisch wirken zu lassen. Für
die eingeblendeten Szenen aus der fiktiven Soap engagierte er eigens
Kameramänner und Cutter von echten Seifenopern. Eine Beraterin
von „Chicago Hope“ gab ebenfalls Tipps.
In Cannes feierte „Nurse Betty“ Premiere und wurde für die Goldene
Palme nominiert, sahnte dann aber in der Sparte Drehbuch ab. Und das
nicht zu unrecht: Durch eine clever strukturierte Geschichte und viel
Herz für die Figuren bekommt der Zuschauer eine überraschend
intelligente und tiefsinnige Abhandlung über den schönen Schein
von TV-Universen und Idealbildern geliefert. Es ist dem Film hoch
anzurechnen, daß man sich nach dem Ansehen nicht etwa über
Soap-Fans lustig macht, sondern ihnen im Gegenteil mit mehr Verständnis
begegnet.
Die Idee, dass ein Fan Realität und Wirklichkeit nicht auseinanderhalten
kann, ist nicht neu. Brooke Shields spielte bei ihrem Gastauftritt
in der Sitcom „Friends“ bereits vor einigen Jahren ein derartiges
Groupie. Aber das stört nicht weiter. Trotz all der fantasiereichen
Hindernisse und der enttarnten Klischees bleibt der Film glaubhaft.
Er macht sich lustig über die Welt der amerikanischen Seifenopern
und zeigt das wahre - leider sehr langweilige - Leben des Durchschnitt-Amerikaners
weit ab von Hollywood. Insgesamt ist „Nurse Betty“ eine schöne
schwarze Komödie, die einen Teil des amerikanischen Alltags perfekt
karikiert und so manchen Fernsehzuschauer zum Schmunzeln bringen wird,
wenn er das nächste Mal „Emergency Room“ einschaltet. |
Bilder: Courtesy of Kinowelt, Copyright
2000 |
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L. Vassilian
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