K-19: Showdown in der Tiefe

actionthriller, usa 2002
original
k-19: the widowmaker
regie
kathryn bigelow
drehbuch
christopher kyle
cast:

harrison ford,
liam neeson,
peter sarsgaard,
u.a.

spielzeit
138 min.
kinostart
05.09.2002
homepage
http://www.k19movie.com
bewertung

(7/10 augen)





 

 

 

 



 

Als Robert Wise im Jahre 1954 sein Unterwasserabenteuer "U-23" auf Zelluloid bannte, ahnte er nicht, den Grundstein für ein neues Genre der filmischen Unterhaltung gelegt zu haben. Doch seit Veröffentlichung dieses Werks erfreuen sich die sogenannten "U-Boot-Filme" einer ungebrochenen Popularität, auch wenn sie gemeinhin von einer immergleichen Logik diktiert werden. Die Variablen und inhaltlichen Kernprobleme sind meistens Sauerstoffmangel, Wasserdruck und die Verfolgung durch den Feind. Können die Männer atmen, wird das Schiff zerdrückt oder werden Wasserbomben es zerstören?
In "K-19" befindet sich das gleichnamige U-Boot in technischem Sinne nicht in einer Kriegssituation, aber die Geschichte beinhaltet eine viel erschreckendere Gefahr: Wird der Atomreaktor des Bootes schmelzen, eine nukleare Explosion und mit ihr den eventuellen Dritten Weltkrieg auslösen?
Der Film spielt im Jahre 1961, dem Höhepunkt des Kalten Krieges, und basiert in seinen Grundzügen auf einem authentischen Zwischenfall. Um im Rüstungswettlauf mit dem Westen nicht zu unterliegen, schickt die russische Admiralität den Stolz der Marine, die mit Nuklearraketen bestückte K-19, in den Atlantik. Das Ziel der Mission liegt in dem Abschuss einer ballistischen Testrakete, die den Amerikanern zudem die militärische Macht des Ostens demonstrieren soll.
An Bord befinden sich der neue Kapitän Vostrikov (Harrison Ford) und sein entmachteter Vorgänger Polenin (Liam Neeson), der nach Hinweis auf die technischen Mängel des Schiffes sowie einer missglückten Trockenübung zum Ersten Offizier degradiert wurde. Vostrikov, eine Art russischer Kapitän Bligh, verfolgt von Beginn an einen autoritären Kurs und treibt Crew und Boot mehrfach an die Grenzen der Belastbarkeit. Ein Verhalten, welches stark mit dem eher kameradschaftlichen Führungsstil des ehemaligen Kommandeurs kontrastiert und während des gesamten Films zu Konflikten führt.
Nach der erfolgreichen Durchführung ihres Auftrages im Eis der Arkti, wird die Mannschaft vom russischen Politbüro zu einer Patrouillenfahrt entlang der amerikanischen Ostküste abkommandiert. Dort angekommen, offenbart sich alsbald die Konsequenz der hohen Anforderungen an das Boot: Ein Leck im Kühlsystem des Reaktors macht die K-19 zu einer tickenden Zeitbombe. Wenn nicht innerhalb weniger Stunden eine Reparatur gelingt, droht eine nukleare Katastrophe. Diese würde aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einer Nato-Basis als Akt der Provokation ausgelegt werden, und die Welt an den Rand des Dritten Weltkrieges führen. Die Kernschmelze kann jedoch nur innerhalb des Reaktorraumes verhindert werden, was die Männer in direkten Kontakt mit der radioaktiven Strahlung versetzen würde ....

Regisseurin Kathryn Bigelow hat sich mit Filmen wie "Gefährliche Brandung" und "Strange Days" den zweifelhaften Ruf erarbeitet, eine der "männlichsten" Regisseurinnen Hollywoods zu sein. Ihre Erfahrung mit derartigen Stoffen spiegelt sich auch in dem handwerklich anspruchsvollen "K-19" wieder. Gemessen an den physischen Limitierungen innerhalb eines Unterseebootes, in dessen schmalen Gängen die Kamera im Wesentlichen nur vor und zurück bewegt werden kann, gelingt es der Regie, die an Bord vorherrschende klaustrophobische Atmosphäre überzeugend einzufangen.
Ebenso positiv fällt das für ein Hollywood-Projekt ungewöhnliche Unterfangen auf, die Geschichte komplett aus russischer Sichtweise zu erzählen. Die Russen werden nicht, wie in so vielen Filmen über den Kalten Krieg, als Feinde behandelt, sondern stellen die Charaktere dar, mit denen der Zuschauer sich identifizieren soll.
Auch die Besetzung der beiden Hauptdarsteller repräsentiert einen klugen Schachzug, da sich mit Ford und Neeson zwei einander ebenbürtige Ikonen des Schauspiels gegenüberstehen. Keiner der beiden widerstreitenden Seeleute scheint dem anderen unterlegen oder auch nur willens, von seinem vertretenen Standpunkt abzuweichen. Dieser Kompetenzgleichstand zweier Führungspersönlichkeiten weckt zwar Erinnerungen an Tony Scotts "Crimson Tide", gestattet es seinem Publikum jedoch nicht, die weitere Entwicklung der Ereignisse vorauszuahnen.
Der Schwachpunkt des Films liegt jedoch eindeutig in dem Drehbuch von Christopher Kyle, das es nicht versteht, die Handlungen seiner Protagonisten transparent zu gestalten. So erfahren wir zum Beispiel zu wenig über die persönlichen Motive eines Kapitän Vostrikov, der dem russischen System in falscher Nibelungentreue ergeben ist und auch dann nicht um amerikanische Hilfe bittet, als seiner Crew die radioaktive Verstrahlung droht. Die Chance auf ein wirklich fesselndes psychologisches Drama wird hier mangels ausreichender Charakterisierung verschenkt.
Des Weiteren muss sich der Film gegen Ende den obligatorischen Heldenklischees und dem Abfeiern der eigenen Moral beugen, was das ambitionierte Projekt über die im Angesicht größter Gefahr entstehende Brüderschaft an Bord eines U-Bootes dann in einem eher konventionellen Licht erscheinen lässt.
Dennoch ist Kathryn Bigelow hier spannende Unterhaltung gelungen, auch wenn es ihr nicht glückt, dem Genre wirklich neue Impulse einzuhauchen. Der überlange Film, der zudem drei- oder viermal zu enden scheint, folgt gerade in der ersten Stunde dem Standard aller U-Boot-Abenteuer und verschenkt hier zu viel Zeit. Als es dann zum Reaktorunglück kommt, sieht man einen deutlich besseren und interessanter gestalteten Film, der nicht zuletzt aufgrund des intensiven Schauspiels seiner Stars zu überzeugen weiß.

B. Hachmann

 


Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung: -

"Als es dann zum Reaktorunglück kommt..." Ach was, sie können es also nicht verhindern. Und ich wollte mir den Film sogar noch ansehen...



Name: Seth
Email: Gecko_Seth@lycos.de
Bewertung: -

tja der film baut doch auch den zwischenfall auf und du weißt doch bestimmt wie der ausging also jeder der den film sehen will weiß sowieso vorher das ende:-)



Name: Filmgott
Email: Scheiße
Bewertung: -

Was soll dieser hirnverbrannte Scheißdreck ? Warum zum Teufel wnrfernt Ihr hirnverbrannten Faschisten meinen Beitrag ? Seid Ihr eigentlich nochz ganz richtig im Kopf ? Ich glaube es los hier. Falls es Euch hirnlosen Schwachmaten noch nicht aufgefallen sein sollte: wir leben hier in Deutschland, und Deutschland ist ein freies Land mit freiheitlich demokratischen Grundwerten in dem jeder frei seine Meinung äußern darf. Was Ihr hier macht ist Zesnur höchstes Grades und im Übrigen auch strafbar, da ich keinerlei Schimpfworte und/oder Hasstiraden losgelassen habe, sondern lediglich meine Meinung kundgetan. Ist das jetzt neuerdings auch verboten ? Von einer Strafanzeige gegen Euch Faschisten wegen unberechtigter Zensur und Bescheidung der Meinungsfreiheit sehe ich ab. Hätte bei Euch Troglodyten ohnehin wenig Sinn. Ihr seit das absolut Letzte.



Name: Fra.-Mi. (Red.)
Email: frankmichael.helmke@filmszene.de
Bewertung: -

Lieber "Filmgott",

wenn auf unserer Website blödsinnige, beleidigende oder sinnfreie Beiträge gepostet werden, nehmen wir uns die Freiheit, diese zu entfernen, da die Kommentare von keinem inhaltlichen Wert für die anderen Leser sind und somit nur eine unnötige Datenbelastung ausmachen. Wenn du dich in deinen Kommentaren ausgiebig zu Stärken und Schwächen eines Films äußerst, den du laut eigenem Bekunden gar nicht gesehen hast, so bleibt die Frage, wo da Sinn und Wert stecken sollen.
Um unseren guten Willen für vernünftige Kommunikation zu beweisen, bleibt deine obige Hasstirade stehen, auch wenn sie absolut aus dem Rahmen fällt. Hättest du eine gültige E-Mail-Adresse angegeben, hätten wir dir übrigens gerne persönlich geantwortet.



Name: Thorsten Bander
Email: tbander@freenet.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Hallo!habe den Film auf einer Pressevorführung gesehen und muß sagen dass es sich eigentlich gelohnt hat, bis auf einige kleine Patzer wie z.B. das Ende.Naja, Harrison Ford hat sich ja auch schon einmal besser geschlagen.Nette unterhaltung für seichte Kinoabende aller U-571.Ach, bevor ich es noch vergesse:Sehr geerhter Herr Filmdepp..ähh Gott,wenn sie ein Filmforum suchen wo sie sich rumärgern wollen wechseln sie doch bitte zu Dirk Jasper,der hat ebensowenig Ahnung wie sie DEPP.Und an das "Filmszene.de"-Team:Weiter so mit den Tollen Berichten, und kicken sie ruhig mal mehr von solchen Möchtegern-Kritikern raus!!



Name: Film-Gott
Email: sdaDAD@adhasdfasdsdf.de
Bewertung: -

Lieber Thorsten Bander. Du hast meine Kritik, die ja mittlerweile gelöscht wurde, gar nicht gelesen, sondern nur meine Reaktion auf dieses faschistische Treiben. Also, kannst Du gar nicht beurteilen wieviel oder wenig Ahnung ich von Filmen habe. Und hör gefälligst auf mich mit Dirk Jasper Kasper zu vergleichen.



Schöne Grüße vom Möchegern-Filmkritiker Film-Gott.



Name: Thorsten
Email: tbander
Bewertung: -

Hallo Dirk..ähh Filmgott.Deine Kritik brauche ich mir garnicht reinzupfeifen, schließlich hast du schon in der "Reaktion bewießen das du wohl ein Männlein der kolerischen Worte bist.Und so einen Scheiß wie oben in ein Filmforum zu posten ist nicht die feine Art.Zugegeben, deine Filmkenntnuis kann ich nicht beurteilen,aber zumindest deine ausdrucksweise.Und die STINKT MIR!

Viele Grüße vom Thorsten!!!



Name: Nicht relevant
Email: Egal
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Doch, ich muss sagen, ein guter Film. Vor allem mutig, dass diesmal nicht die Amis als Helden dargestellt werden, sondern die Russen. Ich denke auch, dass es unter anderem daran lag, dass der Film in den USA so katastrophal abstürzte. und überhaupt, sind U-Boot-Filme alles andere als beliebt und angesagt. Aber ok. Der Gesamtspannungsbogen wird nicht immer konsequent durchgezogen, ist aber durchaus solide, die Atmo klaustrophobisch und beklemmend, die Darsteller bringen ihre Parts allesamt souverän rüber, auch wenn sie keine neuen Impulse setzen können, die Kemraführung weiß zu gefallen. Alles in allem, fand ich ihn unterhaltsam. Ins eine Ohr rein, aus dem anderen wieder raus.



Name: KrawallAffe
Email: KrawallAffe@web.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

"... der nicht zuletzt aufgrund des intensiven Schauspiels seiner Stars zu überzeugen weiß."

Ich kann weder am Film insgesamt, noch an den beiden Topdarstellern etwas gutes finden. Es ist für mich keine schauspielerische Leistung immer nur hart Befehle zu verteilen oder den "extrem patriotischen" Offizier zu spielen. Er führt ja dann doch ohne großes Murren jeden Befehl des Kapitäns aus. Ein richtiger Konflikt zwischen den beiden wie in Crimson Tide wäre wohl spannender gewesen und hätte dem ganzen Film gut getan.
Ich persönlich habe mich so gelangweilt, dass ich lieber sms versendet habe. :)



Name: Martinni
Email: regler75@hotmail.cim
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Tja. Was soll ich sagen. Alles ich einem ein überaus gelungener Film.
Gute story und auch sonst alles top. Was mich aber persönlich irgendwie schwanken läßt, ich Harrison Ford als russischer Kapitän.
Merkwürdigerweise konnte ich mich den ganzen Film über nicht mit der Besetzung anfreunden. Aber es ist ja auch nur meine Meinung. An sonsten finder ich, fehlte dem Film dieses gewisse Etwas. (etwas neues was noch kein U-Boot Film hergab). Das hab ich eben vermisst.
Sonst kann ich sagen; Sehr Empfehlenswert.



Name: flash
Email: xxx.xxx@xxx.xx
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

naja es geht, der film ist einbischen langweilig



Name: Andy
Email: info@escape-sound.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Letzt endlich is das leider ein Teil der Wahrheit auch heutzutage.Ich war selber mehrmals in der UDSSR unterwegs und hab auch den Standard gesehen. Das ist nicht vergleichbar mit der Westlichen Welt.

Also der Film ist gar nicht so weit hergeholt !



Name: Lars R.
Email: mistkaefer@scheiße.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Sorry der Film ist der letzte Scheiß!



Name: Sebastian Schramm
Email: slightmarc@hotmail.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Ich studiere Physik und find die Darstellung des primitven ersten Reaktors ziemlich gut gemacht. Die erträgliche Zeit für die Reparatur wäre übrigens etwa 1:30 min statt 10 ! Dann wären die Männer nicht gestorben, apäter vielleicht an Krebs. Nur was ich nicht versteh, warum explodiert ein nicht gekühlter Atomreaktor ? das ist physikalisch falsch. Er kann schmelzen (s. Tschernobyl) aber nicht explodieren, jedenfalls nicht nuklear. Oder vertu ich mich da total ???????

cu slighty



Name: Ich
Email: karsten@page4teens.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Super Film, aber die Besetzung hätte etwas glaubhafter sein können.



Name: Uli
Email: Uldafra@lycos.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Hi Leute, bin zwar kein echter Filmkritiker... lach aber ich fand den film schon besonders... klar zieht man schnell alles über einen Kamm... U-Boot Film gleich U-Boot Film und natürlich gibt es da immer Gleichheiten aber was soll denn dann auch interessant sein solche Filme bauen doch nur auf erfolge anderer auf... wer würde einen U-Boot film drehen wenn alle anderen gefloppt wären. Weiß nicht was ihr für vorstellungen von Russen habt, habt ihr eigendlich euch mal Gedanken gemacht wie groß das Land war... Da sind nicht alles Kastenköpfe... ist nicht als schimpfwort gedacht.. denke schon das Ford glaubhaft wirkt. Viele haben hier eine völlig falsche Vorstellung in vielem waren die Russen wirklich Vorreiter...



Name: Leonard Markmann
Email: lmarkmann@gmx.net
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Mir hat der Film überhaupt nicht gefallen . Typisch amerikanisches Kino-Klischee , wenn auch nicht ganz so übel wie andere US-Filmfabrik-Machenschaften wie z.B. 'Independence Day'.

Allein eine Top-Besetzung kann einen Film auch nicht retten , wenn das zugrundeliegende Drehbuch nichts wert ist .

Auch wenn einem ein Film nicht zusagt, so abzudrehen wie ein selbsternannter Filmgott und 'Demokrat' ist einfach nur daneben .........



Name: Felix
Email: harry0010@web.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Hallo! Ich möchte die Dvd von Shodown in der Tiefe



Name: Pinky
Email: Pinkysommerauer@gmx.at
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein sehr guter Film... vor allem in Hinblick darauf das er auf TATSACHEN beruht... darum finde ich es ein wenig seltsam wenn jemandem "das Ende nicht so gefällt" hat sich scheinbar ziemlich so abgespielt.
Einzig am Schauplatz (in der Nähe eines NATO-Stüzpunktes) wurde zur Steigerung der Dramaturgie, gedreht.

mfG
Pinky


PS.: Rechtschreibfehler im Beitrag sind gewollt und dienen zur allgemeinen Belustigung.



Name: Interessierter vom Fach
Email: prof.heinze@tum.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Hallo Herr Schramm,

ja Sie irren;-). Als Atomphysiker kurz dazu:

Kernschmelze bei einem GAU:

Der geschmolzene Kern rinnt i.d.R.über eine Rampe in ein Keramikbecken. Dort verteilt sich die Masse dünn und gleichmäßig, so dass sie leichter mit Wasser gekühlt werden kann. Es kann dennoch eine Explosion durch schlagartig entstehenden Wasserdampf bzw. der Entwicklung von Wasserstoff und einer ungleichmäßigen Schmelzeverteilung kommen, daher muss das Auffangbecken absolut trocken sein (in Tschernobyl wurde unterirdisch ubgepumpt, so wurde eine um mind. 100fach stärkere Explosion verhindert). Auch dann kann aber eine Dampfexplosion nicht ausgeschlossen werden.

MfG