Family Man

schnulze, usa 2000
original
family man
regie
brett ratner
drehbuch
david diamond, david weissman
cast:

nicolas cage,
tea leoni,
don cheadle,
jeremy piven, u.a.

spielzeit
124 min.
kinostart
14.12.2000
homepage

http://www.familyman-film.de

bewertung

(6/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Alle Jahre wieder ... wird es Weihnachten, mit allem was dazu gehört. Neben Glühwein, hektischen Einkäufen, Tannenbäumen und, in besonders glücklichen Jahren, auch Schnee, ist ein typisches Phänomen der Weihnachtszeit eine überproportional hohe Anzahl an schönsten Hollywood-Schnulzen, die auf wenig abwechslungsreiche Weise unterschiedliche Werte und Tugenden hochhalten, die eben nur zur Weihnachtszeit aktuell sind. Die Leute sind dann einfach empfänglich für solche Sachen. Also nimmt man sich ein billiges Drehbuch von zwei Herren, die in ihrem Leben noch nix Vernünftiges verkauft haben, einen relativ preiswerten Auftragsregisseur und verpflichtet zumindest einen großen Namen, damit sich ein angenehmes Prasseln in den Kassen einstellt.
Das diesjährige Rezept-Rührstück lobt die großartige Institution der Familie, wie der Titel bereits vermuten lässt. Der mega-erfolgreiche Geschäftsmann Jack Campbell (Nicolas Cage) hat nämlich keine, dafür unglaublich viel Kohle, viele Frauen, ein tolles Auto und das Bedürfnis, über die Weihnachtstage einen neuen Riesendeal unter Dach und Fach zu bringen, ein Geschenk mit zwölf Nullen. Doch nach einer merkwürdigen Begegnung in einem Supermarkt ändert sich so einiges. Jack wacht am nächsten Morgen nicht in seinem Bett auf, und auch nicht in seinem Leben. Stattdessen ist er seit 13 Jahren mit seiner College-Liebe Kate (Tea Leoni) verheiratet, hat zwei Kinder, wohnt in der Vorstadt und verkauft Reifen für seinen Lebensunterhalt. Er erhält einen Einblick in das Leben, daß er hätte haben können, wenn er sich damals für die Liebe, und nicht fürs Geld entschieden hätte.

Es ist mehr als klar, was nun kommen wird. Jack stolpert reichlich unbeholfen durch sein neues Leben, hält zunächst alles für einen schlechten Scherz und kann sich, nachdem er es begriffen hat, nur sehr schwerlich mit den neuen Bedingungen arrangieren. Hier bekommt der Zuschauer die obligatorischen Szenen der Verwirrung serviert, die zum Schmunzeln anregen sollen, auf daß es ein amüsanter Kinoabend werde. Die netten kleinen Späße zwischendurch sind es ja schließlich, die Filme dieser Art zu dem Vergnügen machen, die sie sind (bzw. sein sollen). 
Eines der Hauptprobleme von „Family Man“ ist nun leider die Tatsache, daß dieses humoristische Element über weite Strecken fehlt. Bis auf Jack’s neue kleine Tochter, die sich das merkwürdige Verhalten ihres Vaters damit erklärt, daß er durch einen Alien ersetzt wurde, sorgt kaum ein Charakter für sonderliche Heiterkeit. Früher hat in solchen Filmen immer Bill Murray die Hauptrolle gespielt („Die Geister, die ich rief“, „Und täglich grüßt das Murmeltier“). Da kam der Spaß schon fast inklusive. „Family Man“, als ein Hybrid der alten Murray-Filme, kommt mit Nic Cage daher, ein Darsteller der schon immer besser leiden als lachen konnte. Resultat: Weil die auflockernden Lacher fehlen, donnert der Moralpanzer ungebremst auf sein Ziel, den Zuschauer, zu. Und das ist für manch einen vielleicht doch ein bißchen zu schnell.
Eine Zeit lang ist der Film dennoch überraschend gut, was vor allem an einem trotz alledem erneut sauguten Nicolas Cage und einer wie immer reizenden Tea Leoni liegt. Das Pacing stimmt und der etwas dünnen Grundidee werden genug interessante Aspekte und Varianten abgerungen, so daß der Plot ganz gut über die Runden kommt. Gegen Ende streckt sich das Ganze aber schon fast unerträglich, und mit 124 Minuten ist „Family Man“ für ein Stück seichte Unterhaltung eindeutig zu lang. Zudem verlässt man das Kino nicht so ganz befriedigt. Der Schluß ist zwar halbwegs logisch (soweit man bei einer solchen Prämisse noch von Logik sprechen kann), angesichts der Tradition und der Erwartungshaltung, in denen sich der Film bewegt, aber irgendwie enttäuschend.
So ist „Family Man“ wirklich nicht mehr als das eiskalt berechnete Kassenklingel-Produkt, daß zu erwarten war. Man kann vielen Filmen zugute halten, daß sie die in sie investierten Erwartungen nicht enttäuscht haben. Wenn die Erwartungen allerdings so weit unten angesetzt wurden wie hier, tut ein Film gut daran, sie weit zu übertreffen. War wohl nix. Vielleicht nächstes Jahr.

Bilder: Courtesy of Kinowelt, Copyright 2000

F.-M. Helmke

 

Name: Egbert Kimm
Email: e.kimm@gmx.net
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

So übel wie oben beschrieben fand ich den Film nicht. Vielleicht eine Frage der Perspektive, als Familienvater läßt man sich von solchen Filmen gerne bestätigen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, für einen überzeugten Single könnte die moralische Breitseite eine Tortur sein.
Nicolas Cage ist sicher manchmal eine Zumutung, er hätte in diesem Leben wohl besser ein Hund werden sollen, doch in manchen Szenen merkt man, warum er eingesetzt wurde und nicht Bill Murray. Das ist eben alles Hollywood zu Weihnachten, und manche Menschen brauchen das wie den Besuch in der Kirche.
Ich habe den Film gezwungenermaßen zweimal gesehen und halte ihn handwerklich für gelungen. Die Dialoge stimmen, die Dramaturgie ist zwar vorhersehbar, man weiß wirklich alles vorher, aber es ist dann doch wieder so gut gemacht, daß man sich bestätigt fühlen kann und sich nicht unbedingt ärgern muß. Und Tea Leoni zeigt bis zur Schmerzgrenze, was Liebe bedeuten könnte. Wenn schon nicht im Leben, so doch zumindest in Hollywood.
Der Vergleich mit dem "Murmeltier" ist ein wenig gemein, aber mit Julia Roberts Filmen kann Fammily Man durchaus mithalten. Wenn man als Zielpublikum von Kleinkindern gesegnete Eltern nimmt.




Name: bianca
Email: firecandy@lycos.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

schöner film zu weihnachten, dass der dackelblick von nike cage
einem auf die nerven gehen kann hat man schon bei stadt der engel gemerkt
aber das tut dem film keinen abruch. besonders der schluß ist gut gemacht
anstatt allles so zu lassen wie es ist muß er von vorne anfangen.


 

Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Netter Film - kann man sich ansehen... :)



Name: asefe
Email: asefe_b@yahoo.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

super.toll



Name: Stefan
Email: Email
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Klasse Film - ähnlich 50 erste Dates...



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Bewertung: von 10 Augen