Aviator

biographie-drama, usa 2004
original
the aviator
regie
martin scorsese
drehbuch
john logan
cast:

leonardo dicaprio,
cate blanchett,
alec baldwin,
john c. reilly,
kate beckinsale,
jude law, u.a.

spielzeit
169 min.
kinostart
20.01.2005
homepage
http://www.movie.de
bewertung


(8/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Im diesjährigen Oscar-Rennen gilt "Aviator" als einer der großen Favoriten, und könnte zudem mit Martin Scorsese und Cate Blanchett zwei Leuten die goldene Trophäe einbringen, deren Auszeichnung eigentlich schon lange überfällig ist. Trotz dieser Tatsachen und dem für viel Publicity immer guten Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle dürfte der Film es in Deutschland dennoch schwer haben, sonderlich viel Interesse zu erwecken, denn er beschäftigt sich mit dem Leben und Schaffen einer schillernden Persönlichkeit der amerikanischen Geschichte, die hierzulande nur bedingt bekannt ist. Die Rede ist von Howard Hughes, der mit 18 Jahren das millionenschwere Öl-Unternehmen seines Vaters erbte, 1927 den bis dato teuersten Film aller Zeiten produzierte und inszenierte, von der Klatschpresse bestens abgedeckte Affären mit Katherine Hepburn, Ava Gardner und einem guten Dutzend anderer Leinwand-Legenden der goldenen Ära Hollywoods hatte, und als Flugpionier und Besitzer von Trans World Airlines gleich mehrfach die moderne Luftfahrt revolutionierte. Abgesehen davon war Hughes nach einer schweren Krankheit in seiner Kindheit auch noch halb taub, und entwickelte deswegen eine neurotische Angst vor Infektionen, die dazu führte, dass er die letzten Jahre seines Lebens in einem Penthouse in Las Vegas verbrachte, in Milchflaschen urinierte und sich nicht mehr ans Tageslicht traute. Kurz und gut: Einer der schillerndsten Exzentriker Amerikas, und eine derart faszinierende Person, dass eine Film-Biographie eigentlich nur eine Frage der Zeit war.
Das Leben von Howard Hughes war derart ereignis- und facettenreich, dass die größte Herausforderung bei einer Verfilmung tatsächlich darin bestand, das alles halbwegs in den Griff zu bekommen. Dafür braucht es dann schon einen Drehbuchmeister wie John Logan ("Gladiator", "Last Samurai"), der das Leben Hughes' intensiv recherchierte und schließlich einen Teilabschnitt herausnahm, der in drei Kinostunden handhabbar erschien. So dokumentiert "Aviator" denn auch nicht den Jahrzehnte langen Abstieg von Hughes als Hotel-Einsiedler, sondern illustriert lediglich seine wachsenden Neurosen, während sich der Film auf die Geschehnisse zwischen den Dreharbeiten zu dem Erster-Weltkriegs-Fliegerdrama "Hell's Angels" (Hughes' legendäre Mammutproduktion, die zu ihrer Zeit alle erdenklichen Grenzen sprengte) und dem öffentlichen Krieg zwischen den Fluggesellschaften TWA und PanAm konzentriert. Hier ist es an dem zunehmend in Nebenrollen brillierenden Alec Baldwin (bereits in "The Cooler" schwer beeindruckend), als PanAm-Präsident Juan Trippe mit allen erdenklichen schmutzigen Tricks Hughes und seine TWA an die Grenzen des Ruins zu treiben.
Ursprünglich von John Logan zusammen mit Regisseur Michael Mann entwickelt, wollte Mann nach der anstrengenden Produktion von "Ali" gleich im Anschluss nicht noch eine Biografie drehen, so dass man sich für "Aviator" einen neuen Regisseur suchte - und schließlich bei Martin Scorsese landete. Der inszeniert nun erstmals einen Stoff, den er nicht selbst von der Pike auf begleitet hat, und nähert sich bei dieser Auftragsarbeit derart brav dem Mainstream an, dass es fast schon überraschend ist, wie glatt er hier alles in Szene setzt. Die immer wieder ins Bild gerückten, glänzend polierten Oberflächen von Hughes' neuen Flugzeug-Prototypen stehen da sinnbildlich für Scorseses gesamten Ansatz: Schön und elegant kommt der Film daher, aber nur mit soviel Risiko, dass die Funktionalität dadurch nicht gefährdet wird. So ist "Aviator" der am wenigsten beeindruckende Scorsese-Film seit langem, ironischerweise aber gerade wegen seiner glamourösen Gradlinigkeit eben der Film, der ihm (auch aufgrund mangelnder namhafter Konkurrenz) dieses Jahr endlich den Oscar einbringen könnte. Was dann doch ein bisschen traurig wäre, weil Scorsese hier doch ein wenig den Bückling vor dem System macht.
Aber wir wollen nicht unken, denn auch ein angepasster Scorsese ist immer noch deutlich besser als die allermeisten anderen, und schließlich ist nicht nur die Inszenierung von "Aviator", sondern auch der ganze Rest des Films makellos bis großartig. Besonders bemerkenswert ist auch Leonardo DiCaprio, dessen facettenreiches und komplexes Portrait von Hughes restlos begeistert und hoffentlich dazu führt, dass das Publikum den durch sein Posterboy-Image arg gescholtenen Mimen endlich genauso ernst nimmt, wie es die großen Regisseure Hollywoods schon lange tun. Auch DiCaprio wird allerdings die Show gestohlen von der genialen Cate Blanchett, die dank ihrer Rolle als Leinwand-Legende Katherine Hepburn schon mal den Kamin für den Nebendarsteller-Oscar abstauben kann. Nicht nur, weil Blanchett wieder einmal (wie eigentlich immer) schlichtweg brillant ist, sondern auch, weil sie hier endlich einen glamourösen Part bekommen hat, den nicht nur niemand übersehen kann, sondern den die alten Herren Hollywoods (und der Oscar-Jury) auch über alles lieben werden - eben so, wie man Katherine Hepburn geliebt hat. Blanchett fängt die 2003 verstorbene Grande Dame und Federführerin des Frauen-Selbstbewusstseins in Hollywood mit all ihren extrovertierten Manierismen und der unglaublich schnellen und scharfen Zunge in derartiger Perfektion ein, dass man die Hepburn tatsächlich wiederauferstanden wähnt - oder zumindest in Ehrfurcht vor Blanchetts Leistung verstummt.
Etwas blass hingegen bleibt Kate Beckinsale, die mit Ava Gardner die zweite Langzeit-Affäre von Hughes verkörpert, allerdings wesentlich weniger Leinwandpräsenz eingeräumt bekommt und so kaum Wirkung hinterlassen kann - im Vergleich zu Blanchett aber ohnehin nur verlieren kann. Sie steht wiederum sinnbildlich für das größte Problem von "Aviator": Dass es auch mit gut drei Stunden Spielzeit prinzipiell unmöglich ist, all den bedeutenden Aspekten in Hughes' Leben vernünftig gerecht zu werden. Da wird das Springen zwischen Leinwand-Diven, Hollywood-Mogulen, Flugzeug-Entwürfen, Test-Katastrophen, Polit-Kriegen und psychischen Neurosen irgendwann zu schnell und zu viel auf einmal, und Logans Bemühen, all diesen Facetten zumindest ansatzweise gerecht zu werden, bleibt ein undankbarer Job. Aufgrund seiner derart lähmenden Chronistenpflicht tut sich der "Aviator" denn auch schwer, einen richtigen, überzeugenden Höhepunkt zu finden, so dass der Film letztlich endet, ohne sein Publikum jemals vollends gepackt zu haben. Aber das sind Eingeständnisse, die wohl unvermeidlich sind, wenn man versucht den Job einer Mini-Serie mit einem dreistündigen Kinofilm zu erfüllen.

Doch auch wenn's alles ein bisschen viel ist: Die aufwändige, glamouröse und detailversessene Umsetzung von Hughes' Leben gelingt, soweit sie gelingen kann, und gerade im subtilen Einfangen der sich stetig verschlimmernden Entwicklung von Hughes' Neurosen zeigen Scorsese, Logan und DiCaprio ihre größten Stärken. Der "Aviator" ist vielleicht kein wirklich denkwürdiger Film, aber zumindest handwerklich einer der Besten seines Jahrgangs. Er wird seinem komplexen Subjekt gerecht und bietet gleichzeitig glanzvolle Unterhaltung - und das muss man bei so einem Stoff auch erst mal schaffen. Und mindestens für zwei Oscars - für Scorsese und Blanchett - dürfte es wie gesagt wohl auf jeden Fall reichen.

F.-M. Helmke

 


Name: Levy
Email: Levy
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Lächerliche Kritik. Scorsese schwächster Film seit langem? Habt ihr in den letzten 15 Jahren in einer Höhle gelebt? Seit GoodFellas war er nicht mehr so gut (mit dem Tiefpunkt Bringing Out the Dead). Der Film ist nahezu perfekt, abgesehen von den zu schnellen Wechseln zwischen einem topfitten Hughes und einer von der Krankheit völlig verwirrten Hughes. Brillante Schauspieler durch die Bank, Kamera, Schnitt, Ton, etc. alles erste Sahne.
PS: @Cinerenta. Die Musik ist für die Oscar-Nominierung nicht zugelassen



Name: AngryAlex
Email: AngryAlex@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Was ist los Marty?

Bitte reihe dich nicht ein in die Riege derer, die versuchen ihre Filme der Academy schmackhaft machen zu wollen. Denn das hast du absolut nicht nötig. Stanley Kubrick oder Alfred Hitchcock gewannen auch nie einen Goldjungen für ihre meisterhaften Regiearbeiten und dennoch waren sie die mit Abstand Größten. Also bitte sch... auf die verdammte Academy und bleib deiner Linie treu.

Dem neuen Scorsese Vehikel fehlt es nämlich an, ähm wie soll ich sagen, achso na klar, an Scorsese. Wieso ist "Aviator" so aalglatt? Wo ist die Provokation? Und wo ist der Charme oder das Profil seines sonst so fabelhaften Schaffens. Na klar, auch Scorsese hat gute und schlechtere Filme gedreht. Aber nie war das Konzept dermaßen in Richtung Oscarverleihung ausgelegt. Sehr hohe Produktionswerte mit top Besetzung in der noch so kleinsten Rolle. Der Inhalt ist es aber letzendlich, der bei der Academy punktet. Eine Biographie über eine große amerikanische Persönlichkeit. Nimm eine Prise Melodramatik dazu und leuchte alle Facetten dieses scheinbar genialen aber dennoch so gebrochenen Charakters aus. Aufstieg und Fall, Genie und Wahnsinn, oder in diesen Fall, anstrengend und irgendwie uninteressant. Kein Zweifel an Di Caprios Glanzleistung, nur ist es wirklich schwierig sich mit Howard Hughes zu identifizieren oder ihn irgendwie symphatisch zu finden und das bei einem Film mit fast drei Stunden Laufzeit, in der fast jede Einstellung ihm gehört. Zu wenig wurde auf die Nebendarsteller eingegangen um den Film ein wenig abwechslungsreicher und komplexer zu gestalten.
Trotzdem ist er sehenswert und bietet Szenen (wie die Aufnahmen in der Luft und seinen Flugzeugabsturz über Beverly Hills) die intensiver und beeindruckender kaum zu filmen sind.
Deswegen 7 Augen von mir für Di Caprio und einen Scorsese, der sich zwar wieder finden muss, aber dennoch ein ausgezeichneter Regisseur ist.
Also Marty, komm runter von deinem Höhenflug der Oscarträume und hör auf dich anpassen zu wollen. Denn sonst wärst du doch nicht das was du bist. Aussergewöhnlich.



Name: McJ
Email: McJ@McJ.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Na ja... na ja. Das soll jetzt der grosse Wurf des alten Meisters sein? Mich hat er eher kalt gelassen.
Es gibt Filme, die begeistern manche Aspekte, z.B. Dialoge oder eine bestimmte Kameraführung, und es gibt epochale Filme, Erzählfilme, bei denen alles stimmt (z.B. Der letzte Kaiser). The Aviator ist eigentlich der letzten Kategorie zuzurechnen. Alles ist dabei: die Kostüme, die Locations, der schrille Partyjazz der 30er. Alles toll gemacht, und dennoch wirkt für mich alles irgendwie langweilig, tausend mal gesehen, klischeehaft. Das ist z.T. sicherlich so gewollt, z.B. sehen die Tricks und Modelle extrem unecht aus, halt wie in einem Howard Hughes-Film. Aber das schafft eine Distanz zum Geschehen, die nie überwunden wird. Und von der Erzählstruktur ist der Film ziemlich banal: Aufstieg und Niedergang eines verrückten Genies... oder so. Schauspielerisch konnte mich DiCaprio mal wieder überhaupt nicht überzeugen. Irgendwie hat er einfach keine Präsenz, er bleibt immer der kleine Junge. Vielleicht hätte Alec Baldwin Howard spielen sollen - in seinen Szenen ist er viel interessannter und geheimnisvoller. Top ist auch Kate Blanchett. Sie lebt die schwierige Rolle aus, genau mit dem richtigen Mass an Übertreibung.
Fazit: irgendwie ist die (Kino-)Zeit vielleicht an Scorsese vorbeigegangen. Nach Filmen von Fincher, Tarantino oder auch Tom Tykwer... oder viele anderen, hat sich die Kino-Weltkugel schon ein Stück weitergedreht.



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal einen so laaaaangweiligen striefen gesehen habe....da kommt ja garnix bei raus, die dialoge...soll das satire sein....??? die ausstattung war gut, von der kohle hätte amn aber 10 gute filme drehen können...



Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

"The Aviator" läßt uns einen Eindruck gewinnen von Howard Hughes' ereignisreichem Leben und vor allem dem Mensch hinter dem ehrgeizigen Milliardär und Visonär - wobei das Hauptaugenmerk vor allem im späteren Verlauf auf seinen immer schlimmer werdenden Zwangsneurosen liegt. Handwerklich und optisch kann man bei diesem Film wirklich von Perfektion sprechen, dazu noch eine absolut oscarreife Darbietung von Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio - das ist in der Tat ganz großes Kino! Wie dem komplexen Thema einerseits mit einem umfassenden Portrait und andererseits einer glanzvollen, unterhaltenden Handlung Rechnung getragen wird verdient Respekt... und natürlich einen Kinobesuch, falls nicht schon geschehen! :)

Gruß,
Thommy



Name: PUNISHER
Email: PUNISHER
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Hallo liebe Filmgemeinde!
Also Aviator war technisch, schauspielerisch und überhaupt in einem Wort "filmtechnisch" brilliant. Selten habe ich einen Film gesehen der so nah an der Perfektion lag wie Aviator. ALLERDINGS habe ich auch sehr, sehr selten einen Film gesehen, der so LANGWEILIG war wie Aviator! Jawohl, ganz richtig. Der Anspruch ist sicherlich etwas höher wie bei einem Actionstreifen - aber glaubt mir ich bin diesem Anspruch schon gewachsen. Trotzdem muss ich sagen, dass der Film nur LANGWEILIG war!



Name: Phil
Email: n.a@de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wenn ich mir das hier so durchlese, scheint es so zu sein, das einige nicht dazu in der Lage sind, sich mal länger als 120 min zu konzentrieren. Ich muss sagen das ich diesen Film echt klasse fand. Eigentlich mag ich leonardo dicaprio nicht so gerne, aber in diesem Film war er wirklich super.
Ich kann diesen Film nur wärmstens empfehlen...
doppeldaumen

mfg
Phil



Name: fredi
Email: hoho
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

der Film ist ja auch gut aber es gibt viele Filme dieser Art und der hat einfach mehr Geld zur Verfügung gehabt. Trotzdem ist er so zum mal schauen nicht schlecht und gute Kameraführung. Der Film ist jedenfalls ein starker Film.



Name: der
Email: von mir
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Also so ein unspannender komischer und blöder Film hab ich noch nie gesehen!Das ist also wirklich kein Film!Und Oscars hat der keineswegs so viele Verdient!!!!!
raus damit



Name: Nein
Email: Nein
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Also was hier wieder für Meinungen gepostet werden ist unglaublich! Die Verdummung der Gesellschaft setzt sich fort! Krass!!!



Name: Heiko
Email: nein
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Warnung: Langeweile ist bei diesem Film garantiert. Da nützen auch Oscars aus Hollywood nichts. Wenn Oscarauszeichnungen Qalität auszeichnen dann ist es wohl heutzutage so das es für den Normalzuschauer eine Warnung ist. Schaut euch besser keine Filme mehr an die einen Oscar bekommen haben, die sind meistens Stinklangweilig, das ist das Resüme von Aviator!



Name: Navigator
Email: -
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Achtung: teilweise "Spoiler"...Hmmm... wiedermal hohe Erwartungen meinerseits an einen Oscarfilm, der wiedermal nicht das geringste hält, was er verspricht. Er hätte auch 250 Stunden lang sein können, wie das unbenutze Material von Hughes' "Hell's Angels"... er wäre nicht besser geworden. Mit der Bio von Hughes sehr vertraut, möchte ich meinen, daß Zuschauer, die Hughes nicht kennen, den Film noch langweiliger fanden als ich. Von Hughes Leben ewig nur die "Pack-ich-nicht-an-Neurose" anzuspielen, die, wie Bio-Erfahrene wissen, nicht allein auf Mama's "Q-u-a-r-a-n-t-ä-n-e" zurückzuführen ist, ist zu dünn, und wird Hughes Psyche so ganz und gar nicht gerecht. Eine glatte 6 ! Das sein Hörfehler angeboren war muss ich wohl verpasst haben ??? Nein, es wurde gar nicht erst erwähnt... Glatte 6 ! Und wie ging's mit Hughes weiter ??? Er lebte immerhin bis 1976 !Kein Nachspann mit Text, wenigstens vielleicht das ??? Glatte 6. Der Musicscore teils viel zu laut eingespielt... für Schwerhörige ? Naja vielleicht durch die deutsche Synchronisierung... 3 Augen gibt es nur für teils schöne Aufnahmen... Ich sage nur... kauft Euch ein Bio-Buch über Howard Hughes... das ist spannender...



Name: Veiter
Email: klaus.veiter@inode.at
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Flug ins Nichts

Wir durften 2005 wieder einmal eine Oscarverleihung beobachten in der Altmeister Martin Scorsese wiedereinmal (zum 6. Mal) leer ausging. Angesichts eines starken Eastwoods mit einer trivialen, aber unendlich kraftvoll erzählten Geschichte auch erwartungsgemäß.
Nun setzte Scorsese zu einer Biografie in der Tradition von großen Werken der Filmgeschichte an, anders als in der grandiosen Boxerbiografie „Raging Bull“ scheint es aber fast, als ob er weicher und deutlich in Richtung Oscar schielend geworden wäre. Das kann auch angesichts des aufwendigen Produktionsdesigns, einer großen amerikanischen Figur als Thema und der großen Anzahl an etablierten Stars inkl. einem stark aufspielenden, auf diverse Preise spekulierenden Leonardo DiCaprio auch nicht revidiert werden. Daneben haben wir eine großartige Cate Blanchett als Katherine Hepburn, Kate Beckinsale als Ava Gardner, einen kurzen Auftritt von Jude Law als Errol Flynn .

Howard Hughes war Milliardär, Produzent, Regisseur, Flieger, Erfinder, Casanova, Spinner. Vielleicht erinnert sich der Filmfreund an Klassiker wie „Scarface“ (mit Al Pacino in den 80ern neu verfilmt), der Flugzeuginteressierte an die Innovationen und legendären Flugzeugtypen, die seiner bzw. seinem riesigen Stab an Entwicklern entsprangen. Er gründete seine eigene Fluglinie TWA, erfand gewissermaßen die kommerzielle Luftfahrt. Bereits vor Jahren widmete sich eine Simpsons Folge (in Form von Mr. Burns) der krankhaften Bakterienangst und der Zwangsneurose, die ihn einsam, nackt, mit klauenhaften Fingernägeln und Vollbart in einem verdunkelten Hotelzimmer sterben haben lassen. Wir haben es mit einer tragischen Ausgeburt des amerikanischen Traums zu tun. Soweit, so uninteressant für uns Europäer...

Die größte und augenscheinlichste Überraschung ist DiCaprio, denn dieser schmächtige Mädchenschwarm, der bereits einen großen Teil von Scorseses letzten Film „Gangs of New York“ nicht tragen konnte und seit „Titanic“ nicht mehr ernst genommene Mann - er trägt den „Aviator“, ist Hughes, zumindest der Hughes der im Drehbuch steht, auch wenn man ihm den älteren Mann nicht mehr abnimmt und er äußerlich nicht unbedingt das absolute Ebenbild ist.
Wenn der Film mit den Dreharbeiten zu „Hell’s Angels“ beginnt, dann sehen wir noch einen energischen, größenwahnsinnigen aber nichtsdestotrotz bewundernswerten Charakter.
Die Fotografie zu Beginn ist noch mit einem deutlichen Grün – Türkisstrich versehen, später wird sie farbenfroher aber im Verlauf der Geschichte auch düster werden. Der „Coconut Grove“ ist der Ort an dem sich die Unterschiede zwischen den Jahrzehnten manifestieren. Hier dürfen wir die perfekte Arbeit der Produktions- und Kostümdesigner bewundern, hier stoßen wir aber auch auf das größte Problem, oder den Geniestreich des Films.
Im Club, in dem über all die Jahre hinweg kleine Auseinandersetzungen zur Haupthandlung des jeweiligen Abschnitts stattfinden, hier treffen wir auch die meisten Typen des Films. Die Eskapaden des Sängers vor der Bigband, der sich im jeweiligen Zeitgeist lächerlich macht. Ob er nun wie ein Hampelmann umherspringt, oder mit graziösen (schwul anmutenden) Lippen- und Körperbewegungen die jeweiligen Schnulzen anstimmt. Wir treffen einen Typen des berühmten Filmbosses Mayer, der Hughes angesichts der Unsummen an Geld für „Hell’s Angels“ zuerst nur belächelt, den aggressiven Frauenheld Flynn, der sich sofort wegen einer Banalität zu prügeln beginnt, die Familie Hepburn, wo der Film fast zu einer Art Sitcom mutiert... - alles nostalgische Abziehbilder.
Genauso wie Cate Blanchett, oder Kate Beckinsale gar nicht versuchen Hepburn, oder Gardner darzustellen. Sie stellen einfach den Typen dar, an den wir denken, wenn wir „Hepburn“ hören. Angesichts Hughes’ Dämonen ist dies alles schlüssig, von wegen „Dialoge einer drittklassigen Schmonzette“.
Aber Geschmackssache, wie die polarisierenden Rezensionen hier auch zeigen.

Dass er Hughes nicht versteht, dass er ihn „nur mit der Kernseife hantieren“ lässt in Momenten der Einsamkeit, dass wird Scorsese vorgeworfen. Dabei sind eben diese Szenen, in denen die Seife zum Einsatz kommt die besten des ganzen Films.
Er kann sich noch so lange die Hände schrubben, wenn die Haut auf seiner Handfläche dann reißt dann dringt Blut daraus hervor. Sie illustrieren das Paradoxon seiner Geisteskrankheit perfekt, denn: ist seine Hand nun sauber, so muss er noch den rauen, bakterienverseuchten Türknauf anfassen um aus der Toilette zu kommen. Hat er sich zu lange geschrubbt, dann blutet er. Es gibt immer etwas, das darunter ist... Und stürzt Hughes nicht wegen einem Ölleck im Inneren der Tragflächen seines neuesten Spielzeugs ab?
Hughes fährt mit der Hand den Rumpf seiner Flugzeuge entlang. Die Nieten müssen komplett versenkt werden, der Aerodynamik willen. Auf die gleiche Weise berührt er den Rücken von Cate Blanchett, muss sich aber der Tatsache beugen, dass die „Nieten“ bei ihr nicht durch einen Techniker versenkt werden können.
Vor Fleisch und Blut muss er kapitulieren, auch wenn er später versucht ein junges Mädchen genau nach seinen Vorstellungen zu formen und zum Star zu machen. Seine Dämonen kann er am Ende nicht besiegen, er ist ihnen ausgeliefert.

Desweiteren: Der Flugzeugabsturz über Beverly Hills ist technisch, inszenatorisch unglaublich gut gelungen, trifft einen wie einer der Faustschläge in „Raging Bull“ genau in den Magen.
Der Beginn, die Anhörung vor dem Senat, Alec Baldwins brillante Interpretation des konkurrierenden PanAm Präsidenten Juan Trippe, der Hughes mit allen erdenklichen Mitteln in den Ruin treiben will, die erdrückenden Sequenzen im Vorführraum, die brennende Flugzeuge auf seiner Haut zeigen, wenn er den Verstand verliert, das – in der Tradition von „Citizen Cane“ – offene Ende, in der Hughes die leere Floskel „Der Weg in die Zukunft“ krankheitsbedingt immer wieder wiederholt.

„Aviator“ mag für Scorsese in der ersten Hälfte zu unbeschwert und heiter sein, über stofflich begrenztes dramaturgisches Potential verfügen: seinen Zinit hat er aber noch lange nicht hinter sich gelassen, der Film – von meiner Warte aus gesehen – ist im Wesentlichen grandios.




Name: Harmonica
Email: amusedgorm@t-online.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Herrje, man kann sich vorstellen, was dabei herauskommt, wenn man Martin Scorsese 110 Millionen Dollar in die Hand drückt, um einen Film zu drehen, in der kaum Special Effects vorkommen... Richtig: Ein verschwenderisch, aber präzise inszenierter Hollywood-Streifen. Die damalige Glamour-Epoche fängt Scorsese perfekt ein und mit einem gewaschenen Staraufgebot, indem DiCaprio zum ersten Mal zeigen kann, dass er Schauspieler ist (in "Gangs" stand er klar hinter Daniel Day Lewis), gelingt ihm eine grandiose Szene nach der anderen.
Es ist nunmal eine Biographie und deswegen ist das fast 3-stündige Spektakel nicht unbedingt spannend und mitreißend wie ein Fincher, aber das macht nichts. Selbst wenn der Krankheits-Mittelteil doch etwas zu lang geraten ist, sieht man hier einen großen Film über einen großen kleinen Mann. Und nicht vergessen - von Scorsese!



Name: Cathleen
Email: ----
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich kann nicht verstehen, wie dieser Film überhaupt auch nur einen Oscar dem geilen Film "Wenn Träume fliegen lernen" wegschnappen konnte!!! ich find ihn mieees!



Name: sdgf
Email: sdfg
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Schrecklich langweiliger komischer Film!!!



Name: frdi
Email: frdi
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Aviator

Der Pilot und Filmer Howard Hughes hatte ein so korruptes Leben geführt, dass sich Regisseur Martin Scorsese dafür bemühte einen biografischen Film über sein Leben zu drehen. Howard Hughes war ein Mensch, der alle seine Ziele unbedingt erreichen wollte. Er kam aus einer sehr wohlhabenden Familie und hatte daher viel Geld zur Verfügung. Er interessierte sich ausschließlich für eigenartige Filme, schnelle Flugzeuge und schöne Frauen. Sein psychischer Zustand war aber auf einem sehr problematischen Niveau. Er konnte es nicht ausstehen, wenn irgendein Stück Dreck in seiner Nähe herum lag oder er bildete sich ein, dass ungewaschene Leute ihn anstarrten und er fällt darauf in einen Zustand in dem er seine letzten gesprochenen Wörter wiederholte, bis er endlich wieder aus dem „Verstörtsein“ aufwacht. Leonardo DiCaprio spielt diese Rolle ausgezeichnet, sowie auch die anderen Schauspieler. Positiv erscheinen auch die Ausstattung und die Kameraführung. Doch auch dies konnte den Film nicht ganz auf ein hohes Niveau bringen.

Howard Hughes Leben wird einfach wörtlich geschildert. Es werden keinerlei Gefühle gezeigt. Es scheint einfach so, als hätten Scorseses Kameras Howard Hughes hinterher gefilmt ohne dazu etwas besonderes hervorzudeuten. Nicht nur das macht einen negativen Eindruck, sondern auch die Spannung, welche im Film eben fast nicht vorhanden ist.
Der Trailer mag wohl viel versprechend und nach einem Meisterwerk aussehen, aber der Trailer täuscht ein wenig. Es fehlen doch noch gewisse Punkte bis es auch wirklich ein Meisterwerk sein wird. „Aviator“ wurde ganz im Stiel alter, 50-jähriger Filme gedreht. 1955 wäre der Film wohl wirklich ein Meisterwerk gewesen, aber wir befinden uns ja im Jahr 2005, mit ganz anderen Erwartungen eines Films und daher kann man an „Aviator“ schon mehr Kritik aufwerfen.
Was man im Kino auch noch zu spüren bekommt ist, dass die Drehbuchautoren nicht genau wussten wo sie das Ende setzen wollen. So entstanden dann „mehrere Enden“. Das endgültige Ende ist unabschließend- das dürfte es ja schon sein- aber einfach nicht in dieser Form: Der nun etwa 40 jährige Howard Hughes spricht von der Zukunft, er ist alleine, alle anderen Menschen sind irgendwo anders, und danach wird vielleicht irgendwas passieren.

Howard Hughes ist bei uns eigentlich weniger bekannt, und wenn dann nur bei Flugzeugfanatikern oder alten Filmern.
Trotzdem ist Howard Hughes Leben sehr interessant und um etwas mehr über Howard Hughes zu erfahren ist der Film natürlich geeignet. Für mehr aber reicht „Aviator“ nicht ganz aus




Name: hallo
Email: -
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

dieser film ist der schlimmste leonardofilm den ich je gesehen habe...total langweilig. den oscar hätte ein anderer film verdient aber auf keinen fall dieser gequirlte mist!!!!!



Name: leo himself
Email: /
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich finde den film : boring, boring, boring,boring, boring, boring
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Name: -
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Furchtbarer Film



Name: Louie
Email: ne@du.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der arme Leo,
nur weil ihn die eifersüchtigen, biergeilen Halbstarken nicht abhaben können und ihre Freundinnen von ihm träumen werden seine Filme immer verrissen. Das ist der Grund, warum ihr den Film nicht mögt.
Wäre ich froh gewesen, wenn er das Angebot für Star Wars EP II angenommen hätte. Lucas war unglaublich scharf drauf, euch den Leo vorzusetzen. Alleine wegen dieser Genugtuung wäre ich ins Kino gegangen
HarHarHar



Name: der weg in die zukunft
Email: zeig mir alle blaupausen
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

übertreibt mal nicht, aviator ist ein atmosphärischer, gut gespielter, toll ausgestatteter film. 3 von 5 punkten.


leos beste performance ever.



Name: Peter Produzent
Email: usw@aon.at
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Bester Flugzeugabsturz in der Geschichte des Films.

P.S.: Zeig mir die Blaupausen.



Name: Filmfan
Email: -
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Ich war total enttäuscht von diesem Film. Stink Langweilig!!!! Hab nach 45min. aufgehört ihn weiter anzuschauen. War mir einfach zu blöd.



Name: raging bull
Email: Konstantin.Urbach@gmx.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Da ich mich für fähig halte mich länger als 120 min zu konzentrieren, habe ich mir mal Aviator auf DVD angeschaut.
Leonardo Di Caprio mag ich eigentlich nicht besonders als Schauspieler, aber der Name Scorsese hat mich dann doch überzeugt.
Naja was soll ich sagen nach diesem Film:
Irgendwie war er ja am Anfang ganz originell und handwerklich natürlich perfekt, exzellent gefilmt usw. , aber in der Mitte und am Ende lag er meiner Meinung nach schwer an der Grenze des Erträglichen.
Ich hatte deutlich mehr erwartet von einem Scorsese, auch wenn er möglicherweise seine beste Zeit hinter sich hat (hoffentlich nicht!).
Das war mir alles zu viel Mainstream.
Dass der Film viele Oscars bekommen hat, das spricht nicht unbedingt für diesen Jahrgang.

PS: dass Hughes nicht mehr alle beieinander hat, das muss mir Marty nicht zeigen, indem er Di Caprio 20 mal hintereinander "der Weg in die Zukunft" sagen lässt.Das hatte ich auch schon vorher bemerkt. Ärgerlich!



Name: mogli
Email: mane861@freenet.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

ich fand den film gut,
weg mit kevin