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Filmszene-Special: Interview mit "Ted 2" - Hauptdarsteller Mark Wahlberg

wahlberg 0Er stellt regelmäßig seine Filme persönlich in Deutschland vor und ist auch für Filmszene ein alter Bekannter, der uns bereits zu „Contraband“ und „Max Payne“ für Interviews zur Verfügung stand. Seinen kommerziell bisher größten Erfolg feiert Mark Wahlberg aber mit den Komödien um einen ziemlich frechen Teddybären. Anlässlich des Starts von „Ted 2“ sprachen wir mit ihm in Berlin.

 

Filmszene: Mark, Du hast tatsächlich eine Fortsetzung gedreht, wie konnte das passieren?

Mark Wahlberg: Tja, das stimmt wohl, ich kanns nicht leugnen. Aber da Seth mir versprochen hat, dass der neue Film noch besser wird als der Erste konnte ich ja schlecht nein sagen. Aber im Ernst: Wir haben wirklich versucht die Geschichte interessant weiterzuführen und etwas Neues  zu bieten.

Fällt es Dir überhaupt nicht schwer Dich in diese ausgelassene Jugendzeit zurückzuversetzen in der sich John Bennett ja weiterhin befindet?

Nein, nicht wirklich. Im Gegenteil, auch ich versuche soweit es geht meine Jugendzeit zu bewahren. Ich treffe oft alte Freunde und hänge mit denen dann einfach so rum. Der Unterschied ist nur, dass ich im Gegensatz zu John natürlich einen Filter besitze der dafür sorgt, dass man bestimmte Dinge einfach nicht sagt und nicht raus lässt. Wie wir alle ja mehr oder weniger. Und das man sich halt etwas anders benimmt, wenn man mit engen Freunden zusammen praktisch unter seinesgleichen ist.

Wie war denn damals Deine Reaktion als Seth MacFarlane Dir vorgeschlagen hat einen Film mit einem sprechenden Teddybären zu drehen?

Die gleiche wie von jedem Anderen natürlich: Dass das vollkommen albern und absurd ist. Dass ich mich dann darauf eingelassen habe lag auch mit daran, dass wir halt denselben Agenten haben und der mir das Drehbuch vorgelegt hatte. Obwohl ich mich zuerst sogar dagegen gesträubt hatte es überhaupt u lesen. Aber dann hab ich nach rund 30 Seiten völlig vergessen, dass es sich da um einen Teddybär handelt, es fühlte sich einfach an wie eine typische Komödie über zwei Freunde, eine ziemlich gut geschriebene Komödie dazu. Und als ich dann Seth kennenlernte war mir ziemlich schnell klar – das könnte funktionieren.

wahlberg 1Und wie schwer ist es nun mit diesem Bären zu spielen bzw. zu interagieren, der ja oft gar nicht wirklich da ist?

Das ist alles eine sehr technische Angelegenheit. Seht befindet sich dabei im Raum nebenan und spricht den Bären, es muss alles vorher choreographiert und jede Bewegung genau berechnet werden. Dort wo später Ted sitzt befindet sich im Grunde nur ein Stock mit zwei Markierungen für die Augen. Das ist alles und nicht besonders inspirierend, man „tut“ dann halt nur so. Aber es funktioniert dann meist doch recht gut wenn man später das fertige Ergebnis betrachtet.   

Was den Humor und die Art der Witze betrifft geht Ihr ja doch relativ weit und verlasst öfter mal die Grenzen des guten Geschmacks. Wo ziehst Du persönlich da für Dich die Grenze was noch geht und was nicht?

Ich ziehe die für mich bei religiösen Fragen und Witzen darüber. Dass ich ein sehr gläubiger Mensch ist ja, glaube ich, bekannt. Aber es ja so, dass das allermeiste was obszön oder auch mal geschmacklos ist aus dem Mund des Bären kommt – womit wir uns immer ziemlich gut aus der Affäre ziehen können. Und es stammt halt letztlich aus der Feder der Autoren, ich bin dafür nicht verantwortlich.   

Hattest Du denn als Kind selbst einen Teddy?

Nein, ich hatte einen Affen. Der hieß auch einfach nur „Monkey“ und irgendwann fingen die Leute an mich deshalb auch „Monkey“ zu nennen, was ich nicht so toll fand. Als ich das meinem Dad erzählte fragte er mich, welchen Namen ich denn gerne mag und ich antwortete „Mike“. Von da an nannte mich mein Vater dann nur noch Mike, was ich ziemlich cool fand. Mein Vater hat mich immer sehr beschützt. Und jetzt kannst Du Dir auch denken, warum ich meinen Sohn „Mike“ genannt habe.

Dein Vater war es auch, der dich oft mit ins Kino genommen und Dich für den Film begeistert hat, richtig?

Ja, genau so war das. Durch ihn hab ich sehr früh die ganzen großen Filmklassiker kennengelernt wie „French Connection“, „Casablanca“,  „Chinatown“ oder „Papillon“. Das waren oft recht anspruchsvolle Filme für einen kleinen Jungen, denn ich war damals erst so zwischen acht und zehn Jahren alt.  Wir haben aber dann anschließend auch immer über die Filme diskutiert. Es ist ja so, dass mein Dad zwar irgendwo schon auch stolz war als ich meine ersten Erfolge mit der Musik hatte. Aber so richtig glücklich war er erst als ich damit anfing Filme zu machen.

Ist Dir bewusst, dass es vom ersten Film bei uns verschiedene Sprachfassungen gab und zwar mit bayrischem und Berliner Dialekt?

Ich habe davon gehört ja und das ist schon sehr, sehr ungewöhnlich. Es scheint sogar recht erfolgreich gewesen zu

wahlberg 2
Filmszene-Redakteur  Volker Robrahn beim sonnendurchfluteten Interview mit Mark Wahlberg.

Redakteursein, aber ein bisschen schräg finde ich das schon. Gesehen habe ich diese Fassungen leider bisher nicht, ich würde aber zumindest gern mal reinschauen wie sich das denn anhört.

Volker Robrahn

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