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Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
animations-komödie , usa 2009
original
cloudy with a chance of meatballs
regie
phil lord, christopher miller
drehbuch
phil lord, christopher miller
cast
anna faris,
bill hader,
james caan,
bruce campbell, u.a.
spielzeit
90 Minuten
kinostart
28. Januar 2010
homepage
http://www.fleischbaellchen.de
bewertung

5 von 10 Augen

 

Flint Lockwood ist ein junger, sehr eigenwilliger Erfinder, dessen fragwürdige Gerätschaften ihn nicht nur schon öfter zum Gespött seiner Mitbürger gemacht haben, sondern auch dafür sorgen, dass sein gutmütiger Vater fast an ihm verzweifelt. Wenn der Junior doch nur das örtliche Geschäft für Anglerbedarf von ihm übernehmen würde, anstatt seine Zeit mit dieser genauso merkwürdigen wie nutzlosen modernen Technik zu vergeuden. Als Flints neuestes Experiment - eine Maschine, die Wasser in Essen verwandeln soll - erneut nur Schaden anrichtet und sich dann gen Himmel verabschiedet, scheint der Wille des jungen Forschers endgültig gebrochen. Doch diesmal wendet sich alles zum Besseren, denn kurze Zeit später beginnt die mutierte Maschine damit, Essen von oben regnen zu lassen. Was mit leckeren Cheeseburgern und Softeis ganz harmlos beginnt, weitet sich jedoch dann zum Problem aus, als der Himmel plötzlich regelrechte Spaghettitornados und gigantische Fleischbällchen auf die überforderten Bewohner regnen lässt. Gemeinsam mit der Fernsehreporterin Sam, die sich als talentierte Naturwissenschaftlerin entpuppt, versucht Flint die Geister, die er selbst gerufen hat, wieder zur Räson zu bringen.

Das Konzept "buntes Essen regnet in Massen vom Himmel" lässt zunächst mal Zweierlei vermuten: Zuerst eine recht originelle Idee für einen neuen Animationsfilm, der vielleicht nicht zum x-ten Male die Geschichte einer Gruppe von Tieren und ihrer Freundschaft erzählen möchte. Und zum anderen eine klare Zuordnung in die Kategorie "zuallererst für Kinder gemacht". Beides trifft zu auf diesen neuen Beitrag von Sony Pictures zum immer noch weiter wuchernden Genre des computeranimierten Trickfilms, bei dem jeder halbwegs erfolgreiche Film sofort mehrere Fortsetzungen nach sich zieht, auch schwächere Werke oft noch ein erstaunlich großes Publikum finden und die fortschreitende Technik auch immer mehr kleinere Animationsschmieden am Spiel teilnehmen lässt.
"Wolkig…" beruht dabei tatsächlich auf einem Kinderbuch von 1978 und natürlich ist diese Schlaraffenland-Variante, bei der einem die Leckereien mehr als nur pfannenfertig einfach so auf den Kopf bzw. in den gierigen Schlund fallen, die sprichwörtliche Erfüllung eines Kindertraums. Ein Erwachsener würde die vor Ketchup triefenden, reichlich unkoordiniert landenden Nahrungsmittel auf seinem Autodach oder in seinem Vorgarten vielleicht nicht zu einhundert Prozent positiv betrachten, aber hey: Was zählt denn hier die Ansicht der eh schon übergewichtigen westlichen Wohlstandsgesellschaft? In der kleinen Inselstadt "Affenfels", in der sich diese wilde Geschichte abspielt, ist man sich jedenfalls in der puren Begeisterung einig und sieht das Ganze als allemal erfreuliche Verbesserung der Situation eines problematischen Wirtschaftsstandorts, der schon lange nicht mehr von seinem einzigen Exportartikel "Sardinenbüchsen" leben kann. Wo deshalb eben noch alles Grau in Grau erschien, setzt mit dem Leckerli-Regen dementsprechend auch ein farblicher Quantensprung ein und alles ist auf einmal so schön bunt hier.
Keine Frage, so eine Story ist natürlich eine ganz ausgezeichnete Grundlage für ein zumindest bilderreiches Vergnügen, bei dem sich dann auch dermaßen ausgetobt wird, dass Fragen nach einem etwaigen Drogenkonsum nicht ganz unberechtigt erscheinen. Und diese Fragen richten sich sowohl an die ausgeflippte Wettermaschine in den Wolken, als auch an die Künstler an den CGI-Rechnern.

So kommt es zwangsläufig dazu, dass es irgendwann doch ein wenig zu viel wird und gefühlt nicht nur der Affenfels unter einem Berg von Fressalien begraben wird, sondern man als Zuschauer gleich mit. Da der Fast Food-Regen natürlich immer wilder werden muss, verschwinden so auch die bis dahin einigermaßen sympathischen Figuren und ihre netten Kabbeleien (Floyd vs. Vater bzw. Floyd vs. Mädchen, bzw. Floyd vs. städtisches Establishment) hinter einem atemlosen Action-Finale, welches dann nicht nur gefühlt eine halbe Stunde dauert. Andererseits auch nur bedingt schade, denn so besonders interessant sind die Charaktere nun auch wieder nicht, sowohl den zunächst missverstandenen Erfinder, den zu lösenden Vater-Sohn-Konflikt als auch den blasierten Nebenbuhler und den rücksichtslos eitlen Politiker hat man schnell aus der Musterschublade gegriffen und sich hier nicht mit weiteren Feinjustierungen aufgehalten.

Da ein großes Studio hinter dem Film steht, darf man ein gewisses Niveau bei der Animation erwarten und rein visuell enttäuscht die Produktion sicher nicht. Eine echte Spitzenposition nimmt "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" aber lediglich in der Nebenkategorie "originelle Titel" ein, ansonsten reicht es aus genannten Gründen leider nur für eine Platzierung im Mittelfeld. Angesichts der Flut an ebensolchen mittelprächtigen Animationswerken und speziell beim Thema dieses Films ist ein Wort als Fazit dann wohl unvermeidbar: Es lautet "Übersättigung" (Rülps!).

Volker Robrahn

9

bitte was ? mittelmass ? der film strotz nur so vor kultigen figuren, liebevollen details und einem haufen anspielungen. die star wars szene ist zum brüllen und die abschlusssequenz grandios schräg.

ich hab mich "köstlich" amüsiert ;)

3

Wer schon immer gedacht hat daß Computeranimation in erster Linie Alpträume hervorruft ist hier richtig.
Zwar geht es oberflächlich ganz lustig und einfallsreich zu, aber spätestens wenn es anfänge meterlange Riesen-Hotdogs und tischplattengroße Steaks zu regnen trat bei mir dann doch der davonlauf-instinkt ein.
Angefangen hatte es schon beim Baby-Flint und seinen riesigen Augen -
Irgendwie ist was Monstrosität angeht kein großer Unterschied für mich zwischen einer Riesenspinne und einer meterlangen rotglänzigen Hotdog-Wurst.
Vom Showdown in der "Nahrungsmittelhölle" mal ganz zu schweigen.
Der Film mag beim Animieren sicher Spaß gemacht haben, was die Filmemacher aber meiner Ansicht nach versäumt haben ist zu verstehen, daß die Wahrnehmung von visuellen Abbildungen von Nahrungsmitteln direkt mit Geschmacks- und Ess-instinkten verbunden sind.
Ein wenig ist mir jetzt immernoch schlecht - und es ist schon zwei Tage später.
Nö - - - den hätte ich mir besser gespart. :(

3

P.S. - ein Detail noch -
da war doch neulich in der Presse dieser Skandal über die rassistische Darstellung von Obama als Chimpansen in einer Karikatur - wenn man sich den schwarzen Gorilla-artig herumhopsenden Polizisten in diesem Film ansieht fragt man sich auch was die sich da wohl gedacht haben mögen... vermutlich garnix!

9

Ich schließe mich Renquist voll und ganz an. Der Film ist ein Feuerwerk an skurrilen Ideen und glänzt durch einen absurden Humor, der ihn gerade für ein älteres Publikum interessant macht. Für mich ein instant Kult-Film des Animationsgenres. In 3D muss man ihn sicher nicht sehen, trotzdem ist es eine nette Zugabe... Sehenswert ist der Film aber hauptsächlich wegen seiner Gag-Dichte und frischen Ideen. Animationstechnisch steht er sicherlich weit hinter den Top-Produktinen (z.B. Pixar) zurück und auch die herzerwärmende Geschichte eines WallE kann hier nicht ansatzweise erreicht werden, jedoch hat mich KEIN Animationsfilm der letzten Jahre so oft herzhaft loslachen lassen.
Wer auf etwas absurderen Humor steht und kein Animationskunstwerk erwartet, der kommt hier sicher auf seine Kosten.

PS: @ cineman: Ich durfte den Film in der 3D OV sehen und selbst da dachte ich auch, dass der Polizist auf beinahe rassistisch übertriebene Art und Weise dargestellt wird. Relativiert habe ich diese Ansicht aber, als ich im Abspann gelesen habe, dass Mr.T hier seine stimme leiht. Das hat mich a) erneut lauthals lachen lassen und b) zu der Einsicht gebracht, dass die klischeehafte Darstellung wohl am ultimativ klischeehaften Synchronsprecher liegt.

8

Der Film ist auf jedenfall sehenswert. Nicht der Hammer aber die Ideen mit dem Essen sind echt klasse. Ein schöner Familienfilm

9

Der Film war hochgradig lustig (zumiodest im Original)! Klar geht er nicht so tief zu Werke wie Pixar, aber witziger als Shrek, Scrat oder der KungFu-Panda der Konkurrenz ist er auf jeden Fall. Ich fand ihn ähnlich originell wie etwa How To Tame Your Dragon neulich.
Und dass sich alle so über das Essen aufregen?!?! Das ist ein Kinderfilm! Bei dem Erwachsene viel zu lachen haben.

7

Albern, völlig irre, aber doch recht witzig.

7

werter herr robrahn: wer ist floyd???

zum film: kann mich bommel nur anschließen: absurd, überdreht, durchgeknallt und wirklich stellenweise sehr witzig...und jetzt hol ich mir einen hotdog.

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